Familie und Co. > Kinderkram

Ungerechte Welt...

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Annina:
Bei uns war es so, dass meine zwei Geschwister studiert haben, und ich eine Lehre gemacht habe. Ich habe nie danach gefragt, was die Eltern meinen Geschwistern alles bezahlt haben. Ich war stolz und froh, auf eigenen Beinen zu stehen, der Rest hat mich nicht interessiert ;D So viel ich weiss, haben sie mir im Gegensatz zu meinen Geschwistern die Autofahrstunden bezahlt.
 

annelie:
Jetzt mal grundsätzlich, das Leben ist nicht gerecht. Warum leben wir hier im Wohlstand und soviele müssen hungern? Die Welt ist ungerecht und das sollten auch Kinder begreifen.
So das war das Grundsätzliche.  ;)

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man den Kindern vorlebt zufrieden zu sein, d. h. nicht, dass man keine Ziele oder Wünsche haben soll, sondern, dass man sich an vielen kleinen (kostenlosen) Dingen freuen kann.

Natürlich versucht man als Eltern gerecht zu sein. Mir geht das hier in der Box  zu sehr ums ausschließlich finanzielle. Wichtig ist doch, dass man die Kinder in ihren Neigungen und Möglichkeiten unterstützt/fördert, dass sie sich entsprechend entwickeln können. Das man vielleicht auch Wege mit ihnen geht, die nicht den elterlichen Vorstellungen entsprechen. Das würde ich eher als Gerechtigkeit in der Erziehung sehen. Eher Vielfalt als starre Normen.

Unsere Tochter hat uns viel mehr "gekostet" als unser Sohn. Sie hat ein Highschooljahr in Amerika gemacht und sie hat studiert, wir haben ihr Miete gezahlt, obwohl sie auch von zu Hause aus zur Uni hätten fahren können. Es hat aber dem Familienfrieden sehr viel gebracht. ;) Ihren Lebensunterhalt hat sie selber finanzieren müssen. Als Schülerin (auch während des Abiturs) hat sie jeden Samstag 8 Stunden im Einzelhandel gearbeitet. Während des Studiums hat sie anfangs noch im Einzelhandel, später dann u. a. Schulbegleitung, Nachhilfelehrerin, Babysitterin gearbeitet. Sie hat SV in den Semesterferien meist etliche Wochen am Stück als 24 Stunden-Kraft versorgt.

Das war nicht der Weg unseres Sohnes...., hätten wir ihn der Gerechtigkeit willen dahin zwingen sollen? (was auch nicht möglich gewesen wäre)
Er hat eine Ausbildung gemacht und mit dem Meister abgeschlossen und dann nochmal eine Ausbildung gemacht, in dem Beruf arbeitet er jetzt. Er wohnt bei uns und seine Partnerin ist meist auch hier.

Die Beiden fühlen sich nicht ungerecht behandelt und da bin ich echt froh drum. Ich finde das "Aufrechnen" führt nur zu Unzufrieden heit.

anka:
Besser könnte man es nicht schreiben @annelie

anka

Steinbock:
Danke Annelie für Deine schönen Zeilen
(die auch wieder zum Ausgangspost hinführen).

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