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3.Oktober 2020 - 30 Jahre Deutsche Einheit

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Beate Mahr:
Hallo

ich hab grad ein Interview gelesen ... 30 Jahre Wiedervereinigung 

"Einheit war erfolgreicher, als manche wahrhaben wollen"


--- Zitat ---
Vor gut 30 Jahren war die Euphorie schier grenzenlos, dann kam die Ernüchterung.
Denn die zwei deutschen Staaten waren zwar seit dem 3. Oktober politisch vereint,
gesellschaftlich und wirtschaftlich aber noch lange nicht.
Trotz aller Probleme ist die Wiedervereinigung ein Erfolg,
urteilt Politikwissenschaftler Klaus Schroeder im t-online-Interview.

--- Ende Zitat ---

GöGa und ich waren zur 25 Jahrfeier in Berlin ... damals war Hessen *Veranstalter*
es waren wirklich beeindruckende Tage ... die Feier am Brandenburger Tor ...
der Empfang in der hessischen Landesvertretung ...

So viel erreicht ... noch si viel zu tun ...

Bleibt gesund
Beate 

martina:
Ich hab damals gesagt, wir haben 40 Jahre gebraucht, um uns so komplett auseinanderzuleben, wir brauchen bestimmt auch 40 Jahre, um wieder ganz zusammenzufinden.

Dafür hab ich oft Schimpfe bekommen, ich solle nicht so negativ denken. Aber nach 30 Jahren stellt sich schon heraus, dass es immer noch Unterschiede gibt. Von daher lag ich mit meiner Theorie wohl doch nicht so verkehrt.

LunaR:

--- Zitat von: martina am 03.10.20, 12:02 ---Ich hab damals gesagt, wir haben 40 Jahre gebraucht, um uns so komplett auseinanderzuleben, wir brauchen bestimmt auch 40 Jahre, um wieder ganz zusammenzufinden.

Dafür hab ich oft Schimpfe bekommen, ich solle nicht so negativ denken. Aber nach 30 Jahren stellt sich schon heraus, dass es immer noch Unterschiede gibt. Von daher lag ich mit meiner Theorie wohl doch nicht so verkehrt.

--- Ende Zitat ---


Das ist schon bedenkenswert.

So einiges gefällt mir zur Zeit gar nicht und auch für die östliche Nostalgie habe ich nicht viel Sinn. Aber noch heute bin ich der Meinung wie vor 30 Jahren, wir können dankbar sein, das die Wiedervereinigung ohne Krieg und Blutvergießen erfolgt ist.

Gestern habe ich im Radio einige gute Beiträge zum Anlass gehört. Eines waren Geschwister, noch im Krieg geboren. Bei den Nazis waren sie Außenseiter, fast schon Systemfeinde, weil sie aus religiösen Gründen einiges nicht mitmachten. Gleich nach dem Krieg kamen sie in ein benachbartes Lager, das die Nazis als KZ aufgebaut  und das die sowjetischen Bessatzer übernommen hatten. Die Ziele - Vernichtung durch Arbeit und Hunger - gleich mit. Danach wurden sie in die gerade entstehende DDR gebracht. Jetzt waren die Eltern wieder dabei. Auch dort galten sie als Systemfeinde, weil sie wieder nicht alles mitmachten. So waren die KInder keine Jungpioniere. 1977 konnten sie in den Westen gehen, wo ihnen keiner glauben wollte, dass es wirklich so schlimm gewesen ist.

Für die jungen Leute ist das schon längst vergessen.

martina:
Die letzten 4 Wochen wurde Freitags auf 3Sat die Miniserie "Tannenbach - Geschichte eines Ortes" wiederholt. Gestern 3 Folgen am Stück. Ein Dorf von 1945 bis 1960, mit amerikanischer Besatzung, mit Russischen Besatzern, mit Teilung durch die Zonengrenze mitten durch den Ort und wie es den zerrissenen Familien in west und ost ergangen ist. Mit der Grafentochter, die zur überzeugten SED-Funktionärin wurde nach der Enteignung...

Alles drin, aber sehr gut gemacht, nicht mal mein Mann ist vor dem Fernseher eingeschlafen. Und ich gehe davon aus, dass es doch eine realistische Darstellung war, wenn ich an die wenigen Schilderungen meiner Omi denke.

martina-s:
Ja, da ist mit Tannbach zum größten Teil Mödlareuth nachgespielt. Fand ich auch super! Ich hab den vor einigen Jahren schon gesehen.

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