Autor Thema: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine  (Gelesen 4040 mal)

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Offline Morgana

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #30 am: 05.03.22, 12:10 »
klar, Wundversorgung wird gebraucht und das kann jeder anwenden.
Medikamente eher nicht. Da will man lieber auf Nummer Sicher gehen.
Noch dazu wenn es Sprachbarrieren gibt.

Offline Erika

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #31 am: 05.03.22, 12:47 »
Wir haben an Peter Borsdorff, Running for Kids (Düren) gespendet. Ihr findet ihn auf Facebook und dort auch weitere Infos zu seiner derzeitigen Aktion, Kinder in Stryi/Ukraine.

Er sammelt seit 1995 ehrenamtlich für hilfsbedürftige Kinder, ist mit seiner Sammelbüchse bei den unterschiedlichsten Laufveranstaltungen dabei. Seit Jahren wird er von Vereinen und Veranstaltern eingeladen und konnte seit Beginn schon über 3 Mio. Euro an Spendengeldern einsammeln.

https://running-for-kids.tv-huchem-stammeln.de/


Offline cara

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #32 am: 05.03.22, 16:19 »
es gibt bei uns in der Stadt einige Hilfsprojekte, die aber auch konkrete Listen veröffentlichen, was gebraucht wird.
Klamotten eher weniger, die sind vorhanden und die Verteilung ist wohl auch nicht so einfach.

Gesammelt werden hier Medikamente und Verbandsmaterial, Taschenlampen, Batterien, Hygieneartikel und Konserven und Tütensuppen.

Es sind Organisationen, die nicht einfach drauf los sammeln. Es gibt hier eine ukrainische Kirchengemeinde, dann noch Lions Club, Rotarier usw.
LiGrüss cara

It's a magical world, Hobbes, ol' buddy...
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Offline Beate Mahr

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #33 am: 05.03.22, 17:30 »
Hallo

die hier bei uns fahren, haben meist ukrainische MA ... die dann Hilfe anleiern ...
mit direkten Zielen u.a. Kinderheime o.ä. ... da läuft das meist über *Bestelllisten*

Wegen Medikamente ...
was gebraucht wird ... Fiebersenker (Kinder) - Schmerzmittel usw.

Bleibt gesund
Beate
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© Ernst R. Hauschka

Offline Steinbock

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #34 am: 05.03.22, 20:34 »
Ich spende gerade für die action medeor
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Offline gammi

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #35 am: 05.03.22, 21:42 »
Unser örtliches Rotes Kreuz hat geschrieben, dass derzeit keine Sachspenden mehr benötigt werden. Dort werden eher Leute für Dolmetschertätigkeiten gesucht.
Enjoy the little things

Offline martina

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #36 am: 11.03.22, 10:28 »
Bei uns hat sich eine private Hilfsinitiative zusammengefunden, die mit der Feuerwehr und den örtlichen Kirchengemeinden zusammenarbeitet. Das Spendenkonto ist bei der Kirche eingerichtet.

Es gab genaue Listen, was gebraucht wird, u.a. Konserven und Campingkocher. Von den Geldspenden wird gezielt eingekauft, was in den Sammlungen, die die Tage ankamen, wenig da war.

Heute Abend startet ein Konvoi an die polnisch-ukrainische Grenze, dort wird umgeladen, Ziel ist Lwiw (Lemberg), von dort stammen einige Leute aus unserem Städtchen und die organisieren die Kontakte und Verteilung vor Ort.

Ausserdem sind erste Flüchtlinge hier angekommen und für die wird jetzt gezielt um Kleidung gebeten.

Unsere eigene Kirchengemeinde steht grad in Verhandlung mit der Landeskirche, ob wir die derzeit leerstehende Wohnung im Pfarrhaus anbieten können. Dafür werden jetzt Möbel und Inventar gebraucht und Listen erstellt, wer was liefern kann.

Ausserdem bildet sich gerade eine ehrenamtliche Gruppe um die Spenden und Wohnungsangebote vor Ort zu koordinieren.
« Letzte Änderung: 11.03.22, 10:36 von martina »
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Offline suederhof1

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #37 am: 11.03.22, 12:36 »
Gestern habe ich meine frei Zeit für meine FeWo
Im Amt für die Flüchtlinge angeboten.
Das wäre bis Anfang Juli.
Wer weiß was dann ist.
Diese Menschen brauchen ei Dach über
Den Kopf.

Was sich da draußen abspielt können wir
uns gar nicht vorstellen.
Jetzt warte ich ab.

Offline frankenpower41

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #38 am: 12.03.22, 13:55 »
Heute größerer Artikel in unserer Zeitung.

Busunternehmer aus Nürnberg hat Hilfsmittel an die polnisch/ukrainische Grenze gebracht und hätte ca. 150 Personen hierher mitgenommen.
Es fuhren nur 50 Frauen und Kinder mit.  Viele haben Angst dass sie in Zwangsprostitution landen und diese Angst ist teilweise berechtigt.

Einfach schlimm aus der Not dieser Frauen auch noch Kapital schlagen zu wollen.
Eine Hilfsorganisation  bestätigte dass in diesen Kreisen neue Frauen angeboten werden.
Da kannst nur noch ko....

Offline Rohana

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #39 am: 12.03.22, 16:26 »
Auf Spiegel gab es auch einen Artikel in die Richtung  :'(

Online Frieda

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #40 am: 12.03.22, 18:31 »
Ich bin noch am Überlegen. Meint ihr, dass es auch geht nur ein Zimmer zur Verfügung zu stellen und Bad, Küche gemeinsam?

Viele Grüße,

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Offline martina

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #41 am: 12.03.22, 18:51 »
Du wirst Abstriche machen müssen. Das ist wie Lehrling oder AuPair im Haushalt, nur noch schlimmer, weil die Flüchtlinge Angst haben um die Angehörigen und durch die Flucht auch psychisch angeknackst sind. Desweiteren ist Betreuung notwendig, Behördengänge, medizinische Versorgung usw, schaffst Du das allein?

Privatsphäre für Euch und die Gäste?

Meine Schwiegerfreundin fragte auch wegen SMs Wohnung im Erdgeschoß. Ja, da steht eine komplett eingerichtete Wohnung leer und theoretisch... Aber wir haben keine abgeschlossene eigene Wohnung, keine Wohnungstür in unserer Etage... Das Wohnen war mit SE schon schwierig. Mit ganz fremden Menschen die jederzeit überall bei uns hinein könnten? Damit fühle ich mich nicht wohl. Das ist das eine. Das andere: SM lebt ja noch und müsste somit auch ihre Zustimmung geben,  dann die Diskussion mit Schwägerin und Schwager... das brauche ich im Moment nicht.

Da Kreis und Stadt sich jetzt 14 Tage lang gegenseitig die Verantwortung für eine Unterbringungskoordinierung zugeschoben haben, hat sich eine private ehrenamtliche Initiative vor Ort gebildet, Kirchengemeinde, Diakonisches Werk... Da wird jetzt ein Wissenspool angelegt: Wohnraum vermitteln, Behördengänge, Einkaufshilfen... usw.

Es sind schon einige Familien hier im Stadtgebiet privat vermittelt worden. Incl. erster Erfahrungen mit den Leuten, die sie betreuen. Das ist hilfreich, aber viel Arbeit. Spendengelder sind auch schon reichlich geflossen, so dass eine Kraft angestellt werden kann und soll (Zeitvertrag), die die Koordinierung übernimmt.

Ich habe unser Seminarhaus für die nächsten 14 Tage als Notunterkunft/Durchgangshaus angegeben. Falls Familien kommen, die nicht sofort in eine Wohnung vermittelt werden können, weil diese noch nicht bezugsfertig ist, können die erst mal bei uns im Haus unterkommen. Aber ich habe auch zur Bedingung gemacht, dass wir dann Unterstützung bekommen, mit Lebensmittellieferungen, Fahrdiensten, Betreuung usw. Ich kann ein Dach über dem Kopf und ein Bett stellen, mehr schaffen wir dort nicht.
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Online Frieda

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #42 am: 12.03.22, 19:30 »
Ich bin noch unentschlossen.
Hab halt, ausser die Not der Menschen, auch meinen Vater/Großeltern im Kopf, die auch Flüchtlinge waren.
Viele Grüße,

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Offline LunaR

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #43 am: 12.03.22, 19:39 »
So wie Martina sehe ich es auch. Man kann schon an seine Grenzen kommen, mit den zusätzichen Hilfeleistungen und der eingeschränkten Privatsphäre. Nicht zu vergessen, was man vielleicht für schlimme Geschichten zu hören bekommt.  :'( Falls die Verständigung möglich ist. Ist das nicht der Fall, ist es insgesamt schwieriger.

Ich finde es gut, dass du an die Erfahrungen deiner Großeltern denkst. Das sollte man nie vergessen. Vielleicht erkundigst du dich einfach mal bei der Gemeinde, wie das Angebot an Wohnungen ist. Bei uns in der Kreisstadt glaubt man, das Angebot ist ausreichend, da Leerstände genutzt werden können. Vielleicht ist es ja ähnlich. Oder mal fragen, ob du das Zimmer sozusagen als kurzfristige Übergangslösung zur Verfügung stellen kannst, weil die Situation nicht so optimal ist, für die Betroffenen aber vielleicht besser bei dir auf eine andere Wohnmöglichkeit zu warten als  in einer Sammelunterkunft. Dann kannst du Erfahrungen sammeln ohne dauerhaft gebunden zu sein.
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


Verschwendete Zeit ist Dasein.
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Offline Marina

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Re: Hilfsangebote und Spenden für die Ukraine
« Antwort #44 am: 13.03.22, 07:26 »
Die Wohnung meiner Patentante steht leer, seit meine Tante im Heim ist. Mein Schwager hat letzte Woche hinter meinem Rücken meine Tante gefragt, ob sie die Wohnung für Flüchtlinge vermieten würde. Da ich alle Angelegenheiten, wirklich ALLE, für sie mache, sagte sie, wenn ich damit einverstanden bin (und meine Mutter, die im Haus wohnt), würde sie die Wohnung vermieten.

Gefragt wurde meine Mutter, ich erfuhr es "hintenrum". Ich habe beileibe nichts dagegen, eben so wenig wie meine Mutter, aber ich habe halt auch im Blick, dass es mit Vermieten nicht getan ist. Unser Landratsamt schreibt immer wieder in der Zeitung, dass man mit den Flüchtlingen Botengänge zu Behörden usw. machen soll und sich halt auch sonst kümmern soll, was ich als selbstverständlich ansehe. Nur, wer macht es in unserem Fall? Mein Schwager bestimmt nicht.

@ Frieda: bei einer Nachfrage im Landratsamt wurde gesagt, dass sie möblierte, abgeschlossene Wohnungen suchen. Einzelne Räume wollen sie nicht.