Autor Thema: Auf welche Schule soll mein Kind?  (Gelesen 148814 mal)

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Offline geli.G

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #240 am: 09.10.09, 20:54 »
Geli, mich erstaunt, dass der deutsche Staat nicht diverse bürokratische Hürden aufgebaut hat, wie z. B. Schulpflicht für deutsche ist in Deutschland zu absolvieren und die Österreicher gleichzeitig auch nichts dagegen haben, enorm.


Hallo Luna,

es ist einfach so, dass wir hier im Grenzgebiet nur die Auswahl zwischen zwei Gymis haben, die noch dazu den gleichen Schwerpunkt haben. Von daher ist es doch nur zu begrüßen, dass die Grenze immer mehr verschwindet.

früher war das auch seeehr selten, eher ging mal ein Österreicher hier in Bayern zur Schule. Es wurde ja auch eher belächelt....aber jetzt ist das anders.
Angeblich ist in Österreich die Schule ganz anders als bei uns, einfach viel praktischer....so wird mir das erzählt. Im musischen Gymi müssen alle Kinder, ehe sie ins Skilager gehen, ein paar Socken stricken. Ich find das einfach nur gut.... :D

An den österreichischen Unis haben sie inzwischen das Problem, dass sie von deutschen Studenten überschwemmt werden. Aber da können sie nix dagegen tun. Es ist halt ärgerlich, wenn man neben einer Uni lebt und dann "Ausländer" einem den Studienplatz wegnehmen..... :-\
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

manurtb

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #241 am: 12.10.09, 14:39 »
Da quatscht du dich als Lehrer fusselig, Sanktionen wirken nicht, aber auch die guten Worte nicht.
Andererseits muss man sich überlegen, ob hier nicht mal was anders gemacht werden müsste.

Die Einstellung, dass die Kids zu blöd sind, als dass man was gescheites mit ihnen anfangen könnte, die ist in vielen Bereichen ja schon überholt, die Lehrer scheinen da ein bisschen länger zu brauchen.
Man geht ja mittlerweile davon aus, dass dann die Ansprache des Senders nicht richtig war für den Empfänger... ;-))

Wie heisst es so schön: Wenn man weiterhin macht, was man immer getan habt, bekommt man weiterhin das, was man schon immer bekommen hat.

Offline Mirjam

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #242 am: 13.10.09, 09:22 »
Hallo Manu,

ich leih dir gern mal das Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden..." ein "Empfänger" beim Kind: Muss auch erst eingebaut werden, d.h. dieser Kinderspsychater beschreibt durchaus Jugendliche, an die er als "gestandener Mann" mit allerlei "psychologsichem" Werkzeug  und einer 1:1 Situation nicht mehr herankam, die alles abprallen liesen - wie soll das dann ein Lehrer in einer 30 : 1 Situation dessen Ausbildung nicht den Schwerpunkt Psychologie hatte - schaffen?

Andersherum erlebe ich es hier in der Grundschule immer wieder, dass einige Kinder so "schwerhörig" sind hinsichtlich was Nelly beschrieb, Ansagen, Konsequenzen - dass die Lehrerin "lauter" werden musste und damit selbst Probleme bekam und natürlich nachfolgend diejenigen Kinder die "feinhörig" waren hinsichtlich Druck/Disziplin: Erhebliche Probleme.

Im Bekanntenkreis war ich jetzt schon bass erstaunt, dass eine LRS-Therpheutin mit Grundschulhintergrund und allem Motivationswerkzeug, Lachen 1:1 Situation einem 8jährigen kürzlich mal fast die Stunden aufgekündigt hat - weil sie es nicht schaffte ihn zur Mitarbeit zu motivieren. Da ich ihre Arbeit seit langem kenne - frage ich mich dann schon: Wie will das die Lehrerin in der Klasse schaffen?

Den Satz deines gehabt hat - wenn ein Schüler das nämlich aussitzt und weiter so macht wie er es bisher gehabt hat - bekommt er....?
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

manurtb

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #243 am: 13.10.09, 10:32 »
Hallo Mirjam,

allerdings erwarte ich von einem Erwachsenen einfach mehr, als von einem Kind.

Ob man das dann immer schafft oder nicht, weil es zu viele Kinder sind, ist etwas anderes. Aber es ändert sich auch das, was Lehrer ausstrahlen, wenn sie nicht nur den Schülern und den Eltern die Schuld geben, sondern auch zugestehen, dass sie halt nicht auf dem Kanal des Kindes sind...
Man wird milder und beschimpft die Kinder nicht mehr so arg...

Mathilde

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #244 am: 01.03.10, 14:41 »
Hallo,

so nun habe ich auch mal eine Frage.
Unsere Tochter geht in die 10. Klasse der "Oberschule" das ist in Brandenburg eine Art Gesamtschule mit verschiedenen Abschlüssen weil ja auch verschiedene A und B Kurse.
Ich habe schon in der 7. Klasse dafür Sorge getragen dass unsere Tochter in die B Kurse kommt weil ohne B Kurse gibt es nie eine Berechtigung zur gymnasialen Oberstufe.
Nun war am Samstag Tag der offenen Tür am Oberstufenzentrum.
Wir haben uns darüber informiert was dort angeboten wird.
1. Fachabitur Soziales (Praktikum an KiGa oder Jugendsozialarbeit SOS Kinderdörfer Drogenprävention)
2. Fachabitur Wirtschaft
3. Gymnasiale Oberstufe
Zum letzten braucht man unbedingt den Abschluß FOR +
Für 1 und 2 genügt anscheinend Fachoberschulreife
Hat von Euch jemand ein Kind das schon so ein Fachabitur Soziales gemacht hat und welchen Beruf hats dann angestrebt oder welches Studium an einer Fachhochschule?
Mir persönlich wäre ja 3. am liebsten aber ob ich da unserer Tochter gerecht werde? Andererseits wenn ich nicht in der 7. auf die 4 B. Kurse bestanden hätte dann wäre wahrscheinlich auch nicht so gelernt worden und immer nur das Minimum.
Wie seht Ihr das?

LG Mathilde

Offline geli.G

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #245 am: 01.03.10, 20:45 »
Hallo Mathilde,

mich würde das Thema auch interessieren..... ;)

In Bayern ist das ja etwas anders. Meine Tochter ist grad in der 10. Klasse RS und will auf die FOS (Fachoberschule) weiter gehen. Dort gibt es drei Zweige: Sozial, Wirtschaft, Technik.

Meine Tochter war auf der RS schon im technischen Zweig und will auch auf der FOS dorthin gehen.

Mich würde auch interessieren wie es den Kids dort ging und wie es beim Praktikum war.

Zu deiner Frage...ich kenn einige, die den sozialen Zweig gemacht haben.Viele von denen studieren dann Sozialpädagogik. Gearbeitet wird halt in KH, Kindergärten, in Altenheimen oder bei Behinderten. Auch die Berater der Caritas-Suchtberatung oder Erziehungsberatung sind meist FH-Absolventen. Da gibt es also schon einiges.

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline Beppa

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #246 am: 02.03.10, 06:16 »
Hat von Euch jemand ein Kind das schon so ein Fachabitur Soziales gemacht hat und welchen Beruf hats dann angestrebt oder welches Studium an einer Fachhochschule?

Sollte man das nicht eher anders herum klären. Ersteinmal herausfinden in welche Richtung das Kinder später einmal gehen möchte oder könnte und danach entscheiden, was dafür notwendig ist. ???

In meinem Lehrjahr hatten außer mir z.B. alle Abitur oder eine andere weiterführende schulische Ausbildung, aber am Ende hatten wir alle den selben Ausbildungsberuf. Aus meiner Sicht haben die Abiturienten doch vollkommen sinnlos ihre Zeit mit dem Abitur vertan, da für die Ausbildung auch ein 10 Klassenabschluss gereicht hat.

Offline passivM

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #247 am: 02.03.10, 07:45 »
Zitat
Sollte man das nicht eher anders herum klären. Ersteinmal herausfinden in welche Richtung das Kinder später einmal gehen möchte oder könnte und danach entscheiden, was dafür notwendig ist.
...tja, wenn man das halt vorher immer so genau wüsste...   Solange man es nicht weiß, versucht man (die Eltern) halt, dem Kind möglichst gute Vorraussetzungen (Ausbildung usw.) mit auf den Weg zu geben.
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Offline Beppa

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #248 am: 02.03.10, 08:10 »
Zitat
Sollte man das nicht eher anders herum klären. Ersteinmal herausfinden in welche Richtung das Kinder später einmal gehen möchte oder könnte und danach entscheiden, was dafür notwendig ist.
...tja, wenn man das halt vorher immer so genau wüsste...   Solange man es nicht weiß, versucht man (die Eltern) halt, dem Kind möglichst gute Vorraussetzungen (Ausbildung usw.) mit auf den Weg zu geben.

Und warum ist eine möglichst hohe schulische Ausbildung eine bessere Voraussetzung, als eine gute Handwerkliche Ausbildung ? Eine Ausbildung egal in welcher Form ist doch immer nur dann gut, wenn sie einem auch etwas nützt.


Zudem sollte man seine Kinder schon so weit einschätzen können, ob sie einen Draht zum Sozialen oder zur Wirtschaft haben. Wenn nicht, dann ist das Fachabitur wahrscheinlich zu speziell. Bliebe also nur die Gymnasiale Oberstufe. Vorrausgesetz das Kind ist an einer "gehobenen" Ausbildung "interessiert". Wenn das Kind eher handwerklich interessiert ist und weniger kopftechnisch, dann reichen u. U. vorerst meist "normale" Ausbildungsberufe. Die man je nach Interesse und Entwicklung später weiter ausbauen kann.

Ich wußte zwar nie was ich werden wollte, aber mir war immer klar, dass ich mehr körperlich als kopftechnisch arbeiten wollte. Mittlerweile sitze ich im Büro aber so ist eben der lauf der Dinge.  ::)

Bei meinen Geschwistern war es das gleiche. Allen war zumindest klar ob es eine "normale" oder "gehobene" Ausbildung werden sollte.

Viele Bekannte wollten später das Abitur nacholen. Die meisten haben es abgebrochen, weil einfach das Interesse fehlte. Nur die Wenigen die auf Grund eines angestrebten Ausbildungzieles das Abitur wirklich brauchten haben durchgehalten.

Und ein Abitur ist eben noch kein Garant für einen besseren Job.
« Letzte Änderung: 02.03.10, 08:13 von Beppa »

Offline sandra

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #249 am: 02.03.10, 08:19 »
Hier in Bayern finde ich das Fachabitur nicht "zu speziell" - man kann, wenn man möchte und die passenden Noten hat, nach dem Fachabitur noch ein Jahr anhängen und mit 2. Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife erlangen.

Ich geh heut nachmittag mit Töchterchen anmelden an der FOS (Wirtschaftszweig - hier in Bayreuth gibt es neben den von fanni genannten Zweigen noch den Zweig Gestaltung). Sie hätte gern gleich mit ner Ausbildung begonnen, am liebsten Industriekauffrau DBFH (= Duale Berufsausbildung zur Fachhochschulreife, man hat nach drei Jahren Ausbildung seinen Berufsabschluss UND Fachabitur), leider will sie mit ihren Noten bisher keiner... sie hat aber nur 1er, 2er und 3er im Zeugnis  :o  - da frag ich mich aber schon...
lg Sandra

Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagen würden, wo kämen wir denn hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge.

Offline geli.G

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #250 am: 02.03.10, 08:25 »
Hier in Bayern finde ich das Fachabitur nicht "zu speziell" - man kann, wenn man möchte und die passenden Noten hat, nach dem Fachabitur noch ein Jahr anhängen und mit 2. Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife erlangen.


.....und man kann ohne 2. Fremdsprachen mit der FOS 13 eine fachgebundene Hochschulreife machen und in seinem Fach an jeder Uni studieren.

Auch wenn meine Tochter jetzt im technischen Zweig Fachabi macht, kann sie danach an jeder FH studieren....egal welches Fach. Es ist halt logischer, dass man danach in seinem Fachbereich bleibt...muss aber nicht so sein.
Eine ehemalige Klassenkameradin von mir hat in einer Bank gelernt. Nach den Kindern hat sie nochmal eine Ausbildung als Erzieherin gemacht. Die Tochter einer Freundin hat nach einer Banklehre PTA gelernt.....grundverschiedene Sachen also.
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Viele Grüße von Geli

Offline passivM

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #251 am: 02.03.10, 10:36 »
Zitat
Und warum ist eine möglichst hohe schulische Ausbildung eine bessere Voraussetzung, als eine gute Handwerkliche Ausbildung ? Eine Ausbildung egal in welcher Form ist doch immer nur dann gut, wenn sie einem auch etwas nützt.
Du, ich hab' "Ausbilung" geschrieben. Das kann auch Mittlere Reife mit anschließender Lehre sein.

Ich hab' meine Große auch unterstützt, als sie ihre Lehre angefangen hatte, hab' ihr sogar den Wunsch nach einer kleinen Wohnung in der Stadt erfüllt, zum einen, dass sie nicht immer so weit fahren muss, und zum andren, weil sie soooo gerne in der Stadt wohnen wollte. ...dass sie nach fünf Wochen ihre Lehre zur Frisörin hingeschmissen hat (weil sie so viele Stunden arbeiten, bzw. zusehen/lernen musste).... :-\ das ist ihre Eigene "Entscheidung" gewesen  ...das steht auf einem andren Blatt. Wir hatten mit Engelszungen auf sie eingeredet, aber ohne Erfolg.
Als sie noch beim leiblichen Vater (mein Ex) lebte, hatte sie wegen Null-Bock den Realschulabschluss nicht gepackt. Dann ist sie zu uns gezogen, weil sie hier die Chance hatte, die 10. Klasse zu wiederholen. Das hat sie dann, obwohl sie anfangs gute Noten hatte, wegen Null-Bock wieder nicht geschafft. Da hat nichts geholfen, kein Zureden, kein Schimpfen, nichts. Integlligenzmäßig hätte es gut gereicht. Sie hatte immerhin das große Glück, dass sie auch mit Hauptschulabschluss eine Lehrstelle gefunden hat. - Tja, ist nicht  so gelaufen, wie wir es erhofft hatten, aber wir haben ihr möglichst gute Voraussetzungen geschaffen. - Was so ein junger Mensch dann draus macht, das liegt an ihm selbst.
Nachdem das mit Lehre und auch mit anschließendem Jobben nicht geklappt hat  :( habe ich sie - damals noch knapp unter 18 - wieder zu uns geholt. Inzwischen ist sie volljährig und lebt wieder in der Stadt, schwanger, mit dem "Schatzi", beide mit abgebrochener Lehre, ohne Job. Sie hat nur ein bisschen Unterhalt vom leiblichen Vater. - Jetzt muss sie sehen, wie sie klar kommt. Ich finde es schrecklich. Aber wir machen uns keine Vorwürfe. Wir hatten ihr einen guten Start ermöglicht. Sie hat aber - bis jetzt, nichts draus gemacht. Dagegen ist man ziemlich machtlos.
Mein Mann ist gar nicht mehr gut auf sie zu sprechen, gar nicht mehr, und ich bin immernoch hin und her gerissen. Ich habe mir (notgedrungen) zum Motto gemacht: "Ich erwarte das Schlimmste, und ich hoffe das Beste."
Aber es gibt ja zum Glück auch ganz viele junge Leute, die machen was draus.

geli,
klar, ein arbeitsloser Akademiker, das ist auch nicht das gelbe vom Ei. Ich glaub' da sind wir uns einig. Man sagt ja, Handwerk hat goldenen Boden ...und wenn man will, kann man da auf dem zweiten Bildungsweg auch viel drauf aufbauen. Als Eltern kann man nur sein Bestes geben, um das Fundament zu schaffen. Und das heißt: Ausbildung, egal ob akademisch oder prakatisch. Hauptsache Ausbildung. Aber damit ist noch nicht sicher, dass die jungen Leute auch was draus machen   ...das sieht man ja an mir, bzw. an meiner Großen. Leider.
« Letzte Änderung: 02.03.10, 10:37 von somnio »
Liebe Grüße
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Offline Mirjam

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #252 am: 02.03.10, 10:47 »
Hallo,

ich kenne es auch noch so: Mittlere Reife - FOS -> Fachabi -> Studium an jeder FH egal welcher Zweig möglich.

Grundstudium bestanden bestimmte FH -> "fachgebundene Hochschulreife" d.h. damit konnte man dann von z.B. einer Agrar-FH auf eine Agrar-Uni wechseln.

Abschluss Agrar-FH = auch gleichzeitig allgemeine Hochschulreife! d.h. nach dem Studium steht dann auch jede andere Uni (NC?) offen.

Was mein Gedanke ist - grad bei NC: Tut man sich hier an bestimmten Schulen mit mehr "Lernfächern" wie Soziales ggf. leichter den Einstiegs NC für bestimmte Studiengänge zu bekommen?

Ich weiß inzwischen schon von einer Technikerschule die ob Andrang einen NC einführt....

Gruß Mirjam
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bulldogdoktor

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #253 am: 02.03.10, 11:25 »
Hier mal die Möglichkeiten im Handwerk:

Zu beginn steht immer eine 3 oder 3 1/2 jährige Lehre. Anschließend kann man jetzt sofort(früher brauchte man 3-5 Gesellenjahre) den Handwerksmeister im entsprechenden Gewerk machen. Dieser berechtigt einen dann auch zur FH oder evtl bei entsprechender Vorbildung oder Zusatzqualifikation zur Uni.

Also Handwerk hat goldenen Boden. Der Weg ohne jeglichen Abschluß über die eigenen Interessen in einem speziellen Beruf das Recht zu erlangen zu studieren. Und man verliert fast keine Zeit im Vergleich zum Abitur. Rechenbeipiel: 9Jahre Hauptschule, 3 1/2Jahre Lehrzeit 1/2Jahr Meisterschule=13Jahre Abitur im Moment 12Jahre in Bayern noch!

Gruß Sven

Offline Mirjam

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Re: Auf welche Schule soll mein Kind?
« Antwort #254 am: 02.03.10, 11:34 »
Hallo Sven,

ein Gedanke hier noch - bei uns hat es im Studium viele im Grundstudium "hinausgewürfelt" in den Basisprüfungen wie Mathe, Physik, Statistik und Chemie - die vorher eine Lehre nach Schulabschluss eingeschoben hatten.

Weil einfach ein Abiturient der frisch aus dem hard-core-Abijahrgang kommt - ganz anders im Lernen "drin" ist als jemand der über Quali, Berufschule und Meisterkurse nicht die Lernintensität einer FOS oder gar Abi-Leistungskurse hat und vielen die aus der Berufsschule kamen - der Einstieg in die dreifach-Integralrechnung & Detailchemie nicht leicht gefallen ist.

Das mag jetzt eine ganz persönliche Beobachtung von mir sein - wie sieht die Studienabruchquote aus hinsichtlich bestandener Prüfungen bei vorhergehender Lehre?

Mal von der sprachlichen Seite abgesehen, dass nach Abschluss Studium oder währendessen (Auslandssemester - Praxiszeit) min. 1 Fremdsprache flüssig vorausgesetzt wird.

viele Grüsse

Mirjam

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