Autor Thema: Kälber, die nicht saufen wollen  (Gelesen 95080 mal)

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Offline Freya

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #105 am: 04.05.10, 01:30 »
als Fazit könnten wir uns alle dann mal merken, dass wir Botschal nicht in unsere Ställe schauen lassen, weil es ja sein könnte, dass wir ein Kalb separat in einer Kranken-Box haben um es besser behandeln zu können, weil es schiefe Beine (Sehnenverkürzung) hat ??? ... oder ihrem Händler kein Stierkalb mehr verkaufen, dass dann bei ihr Probleme machen könnte weil es vermutlich "vollgepumpt" ist mit Vollmilch und evtl. sogar vom TA mit Cortison gespritzt wurde ???

.... und das könnte ich dann hier alles (unter Androhung Namen zu nennen) als Rundumschlag im öffentlichen Forum nachlesen ??? .....  ::) ::)

.... da muss ich unseren TA doch mal fragen, ob er sowas machen würde, Kälber "fit" spritzen. Kann ich mir nicht vorstellen. Denn natürlich habe ich kein Cortison im Haus .... Ist das bei Dir denn üblich, dass Cortison adlib zur Verfügung steht ???

Zitat
denn ich wo hunderte von Kälbern füttere
wo hast Du die denn alle ???

Meine Cousine hat in ihrem Stall 400 Kälber, die sie zu Fressern macht. Ich kenne den Betrieb sehr gut und was da abgeht. Da läuft das ein wenig anders, als Du Deine Erfahrungen hier schilderst. Und der Stall ist riesengroß ...
Die Kälber werden alle ziemlich an einem Tag geliefert und kommen logischerweise aus vielen verschiedenen Ställen.

Ansonsten fühle ich mich persönlich hier auch nicht angesprochen .... wir mästen unsere nicht enthornten Bullenkälber zu 90% selber :-* :-* :-*
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liebe Grüße
Freya

Offline Bullenmafia

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #106 am: 04.05.10, 07:11 »
Freya wo habe ich geschrieben das ich Cortison spritze??? das ist eine Verleumdung und man kann alles so hindrehen wie man möchte. ich habe zumindest aus dieser Diskussion eines gelernt, glücklich wird man nur im leben in dem man schweigt und sich seinen Teil denkt.
ich möchte mich hiermit bei allen entschuldigen, tut mir leid, ich bin eine unfähige Person die davon träumt Bäuerin zu sein.
ich werde mich zukunftig aus allem heraushalten und warnt nur alle vor mir, den ich bin ja ein Monster. Alle Kuhbauern haben nur tadellose Kälber und nur ich bin zu dumm sie zu füttern, deshalb habe ich so viele tode Kälber nicht aufgrund dessen das ich BVD habe. BVD ist ja etwas was es nicht gibt, es ist nur eine Erfindung um Geld zu machen.
somit sind ja alle damit einverstanden dass ich mich aus dem BT verabschiedet habe und keinen mehr belästige. Wahrscheinlich ist es Zeit nach sovielen Jahren zu gehen.
Gruß an alle
Botschal
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Petra

Offline Lotta

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #107 am: 04.05.10, 07:24 »
Moin Petra!

Ich glaube du hast immernoch nicht verstanden, dass dein verallgemeinderndes "die Kuhbauern" in Bezug auf unmögliche Verhältnisse den Unmut von vielen erregt haben.
Statt mal zu überlegen, was du schreibst, wirst du immer anmassender und machst alles schlimmer.
Bei allen Problemen die man so hat (und die in keinem Betrieb unbekannt sind) sollte man trotzdem soviel Achtung voreinander bewahren, das man nicht alle über einen Kamm schert. Und besonders nicht unsere Gemeinschaft hier im BT, wo man sich immer Hilfe erhoffen kann und meistens auch bekommt- in einer Art die man nicht so schnell woanders findet!
Grussi
Lotta
Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern

Offline Bullenmafia

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #108 am: 04.05.10, 08:33 »
ich hab nicht verallgemeinert sondern nur ein paar Beispiele genannt wo es so ist und nicht gesagt dass es überall so ist und die Achtung sollte für alle gelten, aber vor mir hat keiner Achtung. lest meine Mails richtig ohne Hass und dann urteilt über mich. War doch bei BVD das selbe.
und mehr als entschuldigen kann ich mich nicht.
Botschal
Ganz liebe Grüße
Petra

Offline Ditz

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #109 am: 04.05.10, 08:59 »
Hallo,

also cortison hab ich immer im haus, oder besser cortisonhaltige mittel. es ist doch üblich das man cortison in verbindung mit einem antibiotika spritzt.

im übrigen hab ich das mit dem cortison geschrieben, nicht Botschal. ich hab aber auch nicht geschrieben das das alle machen, es ist aber eine möglichkeit um ein krankes kalb die nächsten 2 tage fit aussehen zu lassen. und für sowas braucht man auch keinen tierarzt.

Ditz

Offline Jacky

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #110 am: 04.05.10, 09:22 »
Also wir haben nie Cortison im Haus. Wenn ein Kalb so krank ist und Hausmittelchen nicht helfen oder fehl am Platz sind, wird der Tierarzt geholt, das ist schon mal selbstverständlich.
Kranke Kälber werden nicht verkauft und auch nicht für den Verkauf "fit" gespritzt. Sollte mal ein Bullenkalb dabei sein, das kränkelt, wird es nicht abgegeben bis es gesund ist oder wir ziehen es selber auf.

Fütterungsmässig unterscheiden wir Stierkälber nicht von weibl. Zuchtkälbern. Wir haben alle in einer Box, schon aus dem Grund, weil wir ein kleinerer Betrieb sind. Sie bekommen alle dem Alter entsprechend die selbe Menge Milch und jedes Kalb hat von Anfang an Zugang zu Wasser und Futter. Warum soll ich unsere Stierkälber mit Vollmich vollstopfen? Im Tank bringt sie auch Geld. ;)
 
Jeder Betrieb ist an gesunden Kälbern interessiert, auch bei den Stierkälbern. Alles andere verursacht nur überflüssige Kosten. Sicher gibt es Betriebe, die bei der Aufzucht schlampen, warum auch immer, aber die Regel ist das sicher nicht.
Liebe Grüße  Sabine

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Offline gina67

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #111 am: 04.05.10, 10:15 »
Hallo
wir handhaben das genau wie Jacky. Habe noch nie ein Kalb "fit gespritzt". Warum auch? Kommt doch immer wieder auf mich zurück?
Nordlicht

Mogli

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #112 am: 04.05.10, 10:26 »
@ Dietz: Ich muß mich schon wundern über deine Aussage über Cortison. :o
Ich kenn niemand der so etwas im Hause hat. Auch keinen Tierarzt der so etwas abgeben würde. Möglicherweise seit ihr Bullenmäster und evtl. Fressererzeuger fitter. Trotzdem würde ich das an deiner Stelle nicht öffentlich schreiben.
Nochwas, warum rechnen wir Milchkuhbauern unsere Stundenentlohnung nicht so riguros wie die vorgenannten Berufsgruppen?
Sind wir dümmer oder arbeiten wir mehr mit Herz? Helga

Online Frieda

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #113 am: 04.05.10, 10:48 »
Hallo,

 es ist doch üblich das man cortison in verbindung mit einem antibiotika spritzt.


Wo bitte ist das denn üblich? Ich kenn genügend Tierärzte die bei der Aussage die Hände über den Kopf zusammenschlagen würden.
Viele Grüße,

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Offline Freya

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #114 am: 04.05.10, 11:19 »
Freya wo habe ich geschrieben das ich Cortison spritze???

Du selbst nicht. Aber Du hast behauptet, dass das Praxis wäre bei "Kuhbauern", wenn sie kranke Kälber auf den Mark bringen, sie noch mal mit Cortison zu spritzen. Deshalb habe ich Dich gefragt, ob Du Cortison in deiner Hausapotheke hast. Ich jedenfalls nicht.


edit... lese grade, dass Ditz das gesagt hat. Verzeihugn, dass ich das verwechselt habe.


@Ditz .... wie kannst Du das beweisen, dass das Stierkalb, dass Du gekauft hast, vorher mit Cortison fit gespritzt wurde??? Kannst Du nur vermuten, oder ??? Das Tier kann ja auch krank geworden sein auf dem Transport oder dass eine "schlummernde" Krankheit durch den Stress zum Ausbruch kommt. Das ist ja nicht selten.
Mit solchen Aussagen sollte man doch etwas vorsichtiger sein.

Wir haben noch nie ein Kalb zum Verkauf angeboten, dass nicht absolut fit war und auch noch niemals eines wieder mit nach Hause nehmen müssen vom Kälbermarkt.
« Letzte Änderung: 04.05.10, 11:25 von Freya »
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Offline Klecksi

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #115 am: 04.05.10, 11:34 »
Zitat
Zitat:Ich kenn niemand der so etwas im Hause hat. Auch keinen Tierarzt der so etwas abgeben würde. Möglicherweise seit ihr Bullenmäster und evtl. Fressererzeuger fitter.
wir sind bullenmäster

wir kaufen nur fresser und die ersten 14 tage ist es  üblich das die tiere krank werden der ganze stress der transport die futterumstellung     wir können allerdings auch nicht den fressererzeugern daran die schuld geben  .... obwohl unser TA schon oft festgestellt hat das diese tiere zum teil schon arg zusammengespritzt wurden ..(lungenschaden .. mit antibiotika transporttauglich gemacht werden und so weiter   (aussage vom TA nicht von mir ) der bullenmäster hat dann des gscher     . ich  wollte das nur mal feststellen ... jeder der tiere hat  hat sein*** ach *** zu tragen  und wenn sich die bauern  untereinander schon zerfleischen  solls da irgendwann mal einen zusammehalt geben ? traurige grüße hanni


Zitatfunktion eingefügt
« Letzte Änderung: 04.05.10, 12:04 von martina »
Grias aus Niederbayern

Offline Ditz

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #116 am: 04.05.10, 11:45 »
Hallo,

beweisen kann ich gar nichts, und ich hab auch geschrieben das ich hier niemandem was unterstellen will.
und die regel ist das ja nun auch nicht das man solche kälber bekommt.
aber immerhin zeigen sich die zuchtverbände in der ersten woche nach dem kauf doch sehr kulant was beanstandungen angeht.
nur wenn man weiß wie cortison alleine wirkt dann kann man das meiner meinung nach schon merken.

vielleicht hab ich mich auch falsch ausgedrückt, ob in diesen mitteln jetzt cortison ist weiß ich nicht, die wirkung ist zumindest die selbe.

wie behandelt ihr denn bei grippe?? es ist doch üblich und auch sinnvoll bei einer schweren grippe oder lungenentzündung cortisonhaltige mittel einzusetzen.
man darf nur nicht den fehler machen und sowas ohne antibiotika einsetzen, das kann für das kalb dann tötlich sein.
das cortison nimmt doch dem kalb erst mal den schmerz und sorgt dafür das das antibiotika überhaupt gescheid wirken kann.
was sind denn dexamethason oder metakam für mittel? mag sein das da kein reines cortison mehr drin ist, belaufen sich aber auf der basis von cortison.

Ditz

Online Frieda

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #117 am: 04.05.10, 12:03 »
Mit dem was man so landläufig als "Cortison" bezeichnet sind die Glucocorticoide gemeint. Cortison ist ein körpereigener Stoff, der meines Wissens als Medikament in Reinform gar nicht (mehr) verfügbar ist. Dexamethason gehört zu dieser Gruppe.

Metacam ist allerdings ein nicht-steroidales Antiphlogistikum und gehört somit zu einer anderen Wirkstoffgruppe.

Viele Grüße,

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Offline heike

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #118 am: 04.05.10, 12:07 »
Hallo

Ich denke das Bullenmast sich nicht wesentlich von Geflügel.-oder Schweinemast unterscheidet. Mein Sohn hat vor kurzem einen Bullenmastbetrieb besichtigt, dort werden jährlich 3500 Bullen gemästet. Bevor die Arbeiter den Stall betreten müssen sie duschen und die Kleidung wechseln. Wer dort mehrmals lebensschwache Kälber liefert kann sich nach einem anderen Abnehmer umsehen, es wird erwartet das die Kälber gut aufgezogen und frei von etlichen Krankheiten sind.
Diese Betriebe behandeln eben mit anderen Medikamenten als wir es mit den Milchkühen handhaben.
Bilder aus einem grossem Bullenmaststall auf diesem link http://www.maskinbladet.dk/article/article_pic.php?id=40081&pic=3
Venlig hilsen fra Danmark
Heike

Christel Nolte

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Re: Kälber, die nicht saufen wollen
« Antwort #119 am: 04.05.10, 12:17 »
wie behandelt ihr denn bei grippe?? es ist doch üblich und auch sinnvoll bei einer schweren grippe oder lungenentzündung cortisonhaltige mittel einzusetzen.
Ditz

Das macht bei uns der TA. Ganz früher war das mal anders, da hatte man schon das eine oder andere Mittel stehen, konnte man ja auch viel schneller reagieren. Aber seit Einführung der Abgabebelege und CC Konrolle dürfte das nirgendwo mehr vorkommen.  Oder gibt es da Ausnahmen? keine Ahnung. Aber zwischen der fachgerechten Behandlung eines Kalbes und "Für eine Auktion fitspritzen" liegen doch wohl Welten.

Wir kaufen in ganz kl Maße Kuhkälber zu, um sie f d Export aufzuziehen, spätestens nach 1 Woche kann ich Dir sagen, welches von denen schon  Grippe/Lungenentzündung hatte. Das merkt man einfach. Aber daraus könnte ich doch dem "Milchbauern" keinen Vorwurf machen. Es gibt kein Gesetz, das verbietet, diese Kälber -nach Genesung wohlgemerkt- in den Handel zu bringen. das ist eben m e i n unternehmerisches Risiko. Und das seine hat auch der Fressererzeuger zu tragen. Respekt, wer das gut hinbekommt. Aber das Risiko ist ihm vorher bekannt.