Bäuerinnentreff

Aktuelles Tagesgeschehen => Krieg in der Ukraine! => Thema gestartet von: martina am 26.02.22, 10:13

Titel: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 26.02.22, 10:13
Die Ukraine galt ja früher als die "Kornkammer Europas".  Zumindest habe ich diese Beschreibung immer im Hinterkopf.

Und ja, die Ukraine ist weltweit an 7. Stelle bei der Weizenproduktion und an 5. Stelle beim Weizenexport.

Bei Agrarheute wird das gut erklärt.
https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/kriegsausbruch-jagt-weizenpreise-decke-330-euro-590639?utm_campaign=ah-sa-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2022-02-26

Das die Preise nicht nur für landwirtschaftliche Produkte in der letzten Zeit massiv gestiegen sind, haben wir alle ja schon erlebt. Aber jetzt explodieren sie ja förmlich.

Der Biofutterlieferant, der den Biohennenstall unseres Neffen beliefert, hat schon angekündigt, Lieferschwierigkeiten zu bekommen, weil er sein Futter aus der Ukraine bezieht. Schlimm, wenn man gerade wieder aufgestallt hat.

Aber daran sieht man mal wieder sehr gut, wie abhängig wir inzwischen von den Weltmärkten sind. nicht nur bei Gas und Steinkohle aus Russland.

Ich hoffe nur, dass ideologisch geprägte Politiker und Teile der Bevölkerung jetzt langsam mal einsehen, dass es wichtig ist, heimische Produktion und Landwirtschaft zu stärken und am Leben zu erhalten, weil von Landschaftspflege kann man einen Staat und seine Bevölkerung nun einmal nicht ernähren.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 26.02.22, 10:34
Wie wahr Martina, aber das ist zumindest uns hier schon vor dieser Krise klar gewesen.

Hier einige Auszüge vom Marktsplitter im Landw. Wochenblatt: (ähnlich wie Link)

Milchanlieferung in Deutschland war 2021 nahezu durchgängig niedriger als im Vorjahr.

Landwirte haben in der Ukraine für die Ernte 2022 auf 1.41 Mio Hektar Winterraps ausgesät, das sind 40 % mehr als im Vorjahr.

US-Landwirtschaftsministerium korrigiert Versorgungsbilanz für Sojabohnen deutlich nach unten.


Hatte gestern mit meiner Mutter Gespräch wegen evtl. Versorungsengpässen, bzw. dass wir am Land ja besser dran sind.
Darauf kam  (sie hatten früher Muttersauen)  "aber die haben es ja geschafft dass man hier fast keine Ferkel mehr bekommt weil alle aufhören wegen all der Auflagen"  traurig, aber wahr.  Ich wüsst hier fast Niemanden mehr wo ich Ferkel her bekäme um mal Schwein zu mästen.



Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 26.02.22, 12:52
Macht mal langsam.

Wir leben im einem der priviligiertesten Länder der Welt. Um die Versorgung mit Nahrung werden wir uns keine Sorgen machen müssen.
Was uns treffen wird, sind generell höhere Kosten ja.

So lange wir soviel Nahrung für Tiere anbauen, habe ich keine Angst vor einer Nahrungsmittelknappheit. Fleischkonsum ist keine Notwendigkeit,
sondern Luxus, Genuss und unnötig.
Und das sage ich, deren Eltern einen Schweinemastbetrieb führen.

Auch aus Futterweizen lassen sich hervorragende Brote backen. Und Landwirt:innen verdienen trotzdem.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Lexie am 26.02.22, 14:51

da schreib ich jetzt besser nichts dazu.
 
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Sternschnuppe am 26.02.22, 14:55

da schreib ich jetzt besser nichts dazu.

ich kann dir da zustimmen und nur den Kopf schütteln, und frage mich, wie man in einem landwirtschaftlichen Forum sowas schreiben kann.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gina67 am 26.02.22, 15:28
...und wenn jetzt ein Bio-Legehennen-Landwirt kein Biofutter für seine Hennen bekommt, hat er ganz schön große wirtschaftliche Auswirkungen.

Auf uns als konventionell arbeitende Milchviehhalter wird bestimmt auch einiges zu Kommen.

Die Dieselpreise sind ja schon ziemlich hoch, Futterpreise und Dünger auch.

Wenn dann die Molkereien nichts mehr nach Russland verkaufen können, sieht es für den Milchpreis schon wieder ziemlich mau aus.

"Ironie on" Aber vielleicht können wir an unseren Grünlandstandorten dann "Pflanzenfutter" für den Menschen anbauen und verdienen damit unser Geld. "Ironie off"
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Tina am 26.02.22, 15:38
Hallo Gina, da hast du mir schon was vorweg genommen,. Hier hat schon ein Landhändler gesagt, wer keinen Dünger vorbestellt hat, dem kann in dieser Saison keiner garantiert werden. Ähnlich hat sich laut Presse der , ich meine der Bauernverband geäußert.  Weniger Fünget, weniger Ertag und Qualität.  Das wird sich auch auf die Preise auswirken.

Aber was ist z.B. mit den Zulieferern in der Industrie? Die ganzen Komponenten werden doch just in Times angeliefert.  Und die in der Ukraine fallen doch aus und Ersatz kann nicht von heute auf morgen beschafft werden. VW hat deswegen schon Kurzarbeit angemeldet.

Was wird jetzt mit den Saisonarbeitern un der Landwirtschaft,  Schlachthöfen, etc. Das sind doch auch teilweise ukrainische Mitarbeiter.

Es wird jedenfalls spannend in dieser Hinsicht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 26.02.22, 16:01



Die Düngerknappheit zeichnete sich ja letzten Herbst schon aus und auch hier sagten die Landhändler, dass nicht garantiert werden kann, dass man welchen bekommt, wenn keine Kontrakte abgeschlossen wurden. Wir kaufen zum Glück schon immer den Dünger für die kommende Saison vor und haben unsere Lager gefüllt. Das hieß aber auch, einen alten Schweinestall zu einem Düngerlager umzubauen. Grad die Tage haben wir noch Kali eingelagert. Dank des eigenen LKW sind wir flexibel.

Ertrags- und Qualitätseinbußen werden dieses Jahr sicher kommen. Dazu kommen ja auch noch die noch mal verschärften Auflagen in der Düngeverordnung. Und dann auch wieder die Pflicht der Flächenstilllegung.

Auch aus Futterweizen lassen sich hervorragende Brote backen. Und Landwirt:innen verdienen trotzdem.

Aus Futterweizen läßt sich eben kein vernünftiges Brot backen, weil der Eiweißgehalt zu niedrig ist!
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Rohana am 26.02.22, 17:54
Dann gibt's halt kein "vernünftiges" Brot... aber verhungern wird deswegen auch niemand wenn's mal "nur" Futterweizen zum Backen gäbe. In D weiss doch kaum jemand was echter Hunger ist.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gatterl am 26.02.22, 18:53
Es ist wohl richtig, sich jetzt auch wirtschaftlichen Folgen anzusehen.
Ich kann das nicht.
Ich bin im Herzen jetzt nicht Landwirtin oder Konsument. Ich bin Mutter und Mensch. Und im Herzen tut mir jeder einzelne Mensch in der Ukraine leid
Ich kann mich momentan noch nicht mit irgendwelchen möglichen Folgen befassen
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Sternschnuppe am 26.02.22, 19:28
Es ist wohl richtig, sich jetzt auch wirtschaftlichen Folgen anzusehen.
Ich kann das nicht.
Ich bin im Herzen jetzt nicht Landwirtin oder Konsument. Ich bin Mutter und Mensch. Und im Herzen tut mir jeder einzelne Mensch in der Ukraine leid
Ich kann mich momentan noch nicht mit irgendwelchen möglichen Folgen befassen

Ich denke jeder von uns denkt genauso wie du - nur dieses Thema nennt sich eben wirtschaftliche Auswirkungen und ist extra dafür da, dass man sich auch hier über die Sorgen und Nöte und Ängste austauschen kann
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gatterl am 26.02.22, 19:32
Sorgen und Ängste. Ja. Aber nicht nur landwirtschaftliche, auch wenn das ein landwirtschaftliches Forum ist.
Auch hier sind nicht nur Bäuerinnen.
Sondern auch ändere Menschen, vielleicht mit bäuerlichen Hintergrund oder Berufsnähe.
Das darf man eventuell auch nicht vergessen. Finde ich

Aber natürlich geht's hier um die Wirtschaft.



da schreib ich jetzt besser nichts dazu.

ich kann dir da zustimmen und nur den Kopf schütteln, und frage mich, wie man in einem landwirtschaftlichen Forum sowas schreiben kann.
.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 26.02.22, 19:39
Sorry, vielleicht versteh ich das   "aber nicht nur landwirtschaftliche" vor Dir falsch, aber wie schon geschrieben,
wir sind ein landwirtschaftliches Forum und da geht es eben um die Auswirkungen auf uns und nicht wie
z.B. in anderen Branchen um die Lieferengpässe von Halbleitern oder anderen technischen Teilen von sonstwoher.

... dass einem die Menschen dort in ihrer Not  und vor allem Angst leid tun ist eine andere Sache und selbstverständlich, darum geht es hier aber nicht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gatterl am 26.02.22, 19:46
Das sieht vielleicht nicht jeder so
Ich finde, man sollte auch als Landwirt andere Dinge im Auge behalten. ( Über den landwirtschaftlichen Tellerrand hinaus schauen)
Aber das hatten wir ja schon oft und wir sind da nie auf einen grünen Zweig gekommen.
Warum kann man hier nicht auch in diesem Forum andere Dinge / Zugänge anschauen?
Hab ich noch nie verstanden
Und fand ich immer schon schade
Aber gut, wenn ihr meint
Ich bin momentan eh nicht so scharf darauf, hier den Wadelbeisser zu spielen.
Weiter im Thema, Mädels
Wirtschaftliche Auswirkungen

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Tina am 26.02.22, 20:49
Für mich sind wirtschaftliche Auswirkungen nicht nur auf die Landwirtschaft bezogen, habe ich versucht in meinem Post rüber zu bringen.

Ich bin der Meinung,  wir sind ein landwirtschaftliche Forum,  aber gerade deswegen können wir , genau wie gatterl schreibt, auch andere Wirtschachaftssparten beleuchten oder uns damit befassen 

Wenn Menschen hier im Forum stöbern,  sollen die Leser ruhig wissen, das wir uns auch mit anderen Themen beschäftigen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 27.02.22, 10:18
Dass wir vielseitig interessiert sind sollte jedem der auf unsere Startseite klickt schon klar sein.

... und dass man mit manchen Leuten nie auf einen grünen Zweig kommt ist normal in allen Lebensbereichen.
Im realen Leben umgehe ich da einfach diese Themen.  Das heisst aber nicht dass man sich eine andere Sichtweise nicht anhört oder sich nicht informiert.
Vermutlich sind wir in unserer Familie besser informiert als der Großteil der Gesellschaft.  (im Fernsehen laufen bei uns fast nur Info-Sender, und der Rest unserer Familie arbeitet in anderen Bereichen
da kriegt man einiges mit, auch von wirtschaftlichen Auswirkungen)
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 27.02.22, 10:49
Für mich sind wirtschaftliche Auswirkungen nicht nur auf die Landwirtschaft bezogen, habe ich versucht in meinem Post rüber zu bringen.

Ich bin der Meinung,  wir sind ein landwirtschaftliche Forum,  aber gerade deswegen können wir , genau wie gatterl schreibt, auch andere Wirtschachaftssparten beleuchten oder uns damit befassen 

Wenn Menschen hier im Forum stöbern,  sollen die Leser ruhig wissen, das wir uns auch mit anderen Themen beschäftigen.

Genau so war diese Thema doch auch gedacht.

Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen treffen uns alle! Egal, ob uns in der Landwirtschaft oder in anderen wirtschaftlichen Bereichen. Wenn z.B. ein Autokonzern in Kurzarbeit gehen muss, sind das existentielle Auswirkungen auf die Familien der dort Beschäftigten, die ihre Ursache im Ukrainekrieg haben.

Und ja, darüber darf man sich auch Sorgen machen, finde ich.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 27.02.22, 11:26

Auch aus Futterweizen lassen sich hervorragende Brote backen. Und Landwirt:innen verdienen trotzdem.

Aus Futterweizen läßt sich eben kein vernünftiges Brot backen, weil der Eiweißgehalt zu niedrig ist!

Hallo

aus Futterweizen ein Brot backen ... geht - nur mit einem Chemie Baukasten  :-X :-X :-X :-X

Interessanter ist der Preis für Weizen ...
es gab Jahre, da wurde Futterweizen besser bezahlt als B Weizen

Aktuell sind die Preise >Frei Erfassungslager fast gleich hoch  >:(
an den Börsen gehen sie durch die Decke ...

So wie das Wetter Auswirkungen auf die Getreidepreise hat ...
ist es mit dem Ukraine Konflikt auch ... die MATIV zeigt das mehr als deutlich

Am 14. Februar 2022 ...
Getreidepreise: Kriegsgefahr in der Ukraine treibt Weizenpreise (https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-kriegsgefahr-ukraine-treibt-weizenpreise-590292)

Das sind Auswirkungen die JEDER Landwirt zu spüren bekommt  :'( :'( :'( :'( :'(
als Anbauer genauso wie als Erzeuger

Die Landwirtschaft ist abhängig von der Weltwirtschaftslage

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 27.02.22, 19:04
Gespannt bin ich wie das mit den Gaslieferungen weitergeht und das ist was, was mir Angst macht in Bezug auf  viele Bereiche in unserer Wirtschaft.
Es gibt viele Branchen die da sehr viel brauchen.  Kürzlich hab ich gelesen dass Glasproduktion Probleme hat, andere Bereiche auch.
... dann all die Haushalte die mit Heizung da dran hängen.  Ist ja vorher schon problematisch gewesen mit den Preissteigerungen, aber wenn dann fast nichts mehr kommt, das mag ich mir lieber gar nicht ausmalen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 02.03.22, 09:52
Wir haben noch einen Zug Stickstoffdünger gekauft, der Preis hat sich verdoppelt zum letzten Jahr.

Wir werden froh sein, wenn er auch "in echt" im Lager liegt und nicht nur auf dem Papier. Einen Kontrakt zu haben, bedeutet ja nicht mehr automatisch, die Ware auch zu bekommen.


Meine SM erklärte uns letzten Freitag, wir müssten jetzt unbedingt das Haus umbauen und renovieren, weil es nach dem Krieg kein vernünftiges Baumaterial mehr geben würde. Da sind eindeutig Erinnerungen hochgekommen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 02.03.22, 19:09

Hallo

es geht schon los  :'( :'( :'( :'( :'(

Kompletter Produktionsstopp auch im BMW-Stammwerk München (https://web.de/magazine/regio/bayern/kompletter-produktionsstopp-bmw-stammwerk-muenchen-36656276)

Zitat

In den BMW-Werken München, Dingolfing und Steyr sowie in den Mini-Werken in Oxford und in den Niederlanden
stehen nächste Woche die Bänder still, weil Kabelbäume aus der Ukraine fehlen.
###
In Leipzig entfällt eine der zwei Schichten, wie ein Sprecher des Autokonzerns am Mittwochabend in München sagte.
In Regensburg werde wegen fehlender Halbleiter ebenfalls nur im Ein-Schicht-Betrieb produziert.



MAN stoppt Lkw-Export nach Russland: Schichtausfälle (https://web.de/magazine/regio/bayern/stoppt-lkw-export-russland-schichtausfaelle-36655022)

Zitat

MAN hat die Lieferung von Lastwagen und Ersatzteilen nach Russland und Belarus gestoppt.

Da kommen die nächsten Tage sicher noch mehr Meldungen

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: klara am 02.03.22, 22:39
Hallo,
was ich nicht versteh:wie kann man sich wirtschaftlich so vom Ausland abhängig machen.
Die Industrie verlagert alles ins Ausland, weil es dort billiger ist.
Können wir in der Landwirtschaft nicht machen.
Dafür macht man die Landwirtschaft hier kaputt und wird ebenso vom Ausland abhängig. Äh, was wenn die Lebensmittel dann nicht so schnell fliessen ???
Meine Gedanken dazu.
LG Klara
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 02.03.22, 22:43
Klara das geht jetzt auch so manchem Stadtmensch auf.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: klara am 02.03.22, 22:44
Hoffentlich!!!
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Rohana am 03.03.22, 09:48
Auch die Landwirtschaft ist abhängig vom Ausland. Wo kommen denn Maschinen und Ersatzteile, Dünger und Futtermittel her? Und nicht zuletzt der Diesel, ohne den nichts läuft...  Das ist nicht alles deutsche Produktion :/
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 03.03.22, 09:53
was ich nicht versteh:wie kann man sich wirtschaftlich so vom Ausland abhängig machen.

Hallo

weil dort alles billiger ist ...  >:( :'(

Lohnkosten - Rohstoffe - usw.

Es ist egal wo ich anfange ... Klamotten ... Medikamente ... usw.

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 03.03.22, 10:32
Klara das geht jetzt auch so manchem Stadtmensch auf.

Hoffentlich + hoffentlich endlich nachhaltig!!!
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Annette am 03.03.22, 10:44
Die Pressemitteilung von gestern aus dem bmel

https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/23-oezdemir-informeller-agrarrat-ukraine.html

Ich würde sagen: aus gehabten Schaden nix gelernt bzw. aus bereits gemachten Fehlern siehe Ausstattung Bundeswehr.

 Wir werden (hoffentlich) nicht hungern müssen, ob wir uns das Essen in dieser Vielfalt und Qualität von heute auch noch morgen leisten können, steht auf einem ganz anderen Blatt!

Chr.Lohmeyer findet da sehr drastische Worte, die ich vom Inhalt her genauso sehe.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=4870884206361021&id=100003184682039

LG Annette



Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 03.03.22, 11:08
anette ich sehe dasauch so.
könnte das Video jetzt hier sehen. Weiss aber nicht wie ich es teilen könnte. Das würde ich nämlich gerne tun. Ich bin aber kein Mitglied bei Facebook.  wie komme ich da dran?
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 03.03.22, 11:20
Ja, man kann Europa nicht isoliert sehen. Das was wir hier tun, hat Auswirkungen auf den Weltmarkt genauso wie die Aktivitäten in außereuropäischen Ländern sich hier auswirken. DAs zeigt sich nicht nur in Geld, sondern auch in Flüchtlingen, HUngernden, Toten anderswo.

Andererseits, was würde hier passieren, wenn der Landwirtschaftminister oder auch der Wirtschaftsminister sagen würden, unsere Versorgung ist nicht mehr gesichert. Das möchte ich mir gar nicht vorstellen  :'( :o

Mich hat es erschreckt, wie schnell in der Autoindustrie die Bänder stillstehen, weil Güter aus der Ukraine oder Rußland fehlen. Scheinbar haben die nicht mal Vorräte für 1-2 Wochen. Hier in der Gegend sind wir stark von der Autoindustrie abhängig. Ds greift ja auch um sich. So kam die Meldung, Reifen könnten noch ausreichend produziert werden. Nur was nützt das, wenn die Autos, an die die Reifen sollen, nicht mehr hergestellt werden können?

Hier waren für gut eine Woche keine Holzpellets mehr zu bekommen. Gestern haben wir welche gesehen, aber der Preis hatte sich verdoppelt  :o Das kann aber auch andere Ursachen haben als den Ukrainekrieg. Vermutlich gibt es auch wieder Leute, die die Gelegenheit nutzen um aus der Situation Profit zu schlagen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Annette am 03.03.22, 12:14
Andererseits, was würde hier passieren, wenn der Landwirtschaftminister oder auch der Wirtschaftsminister sagen würden, unsere Versorgung ist nicht mehr gesichert. Das möchte ich mir gar nicht vorstellen  :'( :

Das verlange ich ja gar nicht, da wäre hier bestimmt Panik pur und die Regale Ruck zuck leer.

Mir geht es eher um ein Umdenken in der Landwirtschaftspolitik bezügl. DVO, Rote Gebiete, Stilllegung. Brotweizen stellt nun mal andere Ansprüche an den Boden und die Nährstoffversorgung als Futterweizen.

Auch wenn wir die Tierhaltung halbieren haben wir nicht automatisch mehr Brotweizen und weniger organischen Dünger, der ja auch benötigt wird. Die Situation am Mineraldüngermarkt ist jawohl hinreichend bekannt. Mais zur Energiegewinnung und Substratherstellung ist unerwünscht. Landwirtschaftliche Flächen sollen mit Photovoltaik "zugepflastert" werden und und und ....

Ich habe als Vergleich die Ausstattung der Bundeswehr genommen. Irgendwo hab ich es schon mal geschrieben:
Mein Schwager hat 3x als  Berufssoldat unser Vaterland am Hindukusch verteidigt und auch andere Auslandseinsätze hinter sich. Viel erzählt hat er nie, aber wenn die eh schon nicht so gute Ausstattung defekt war, haben sie selber so manches Mal noch und nöcher repariert. Andere Nationen haben meist Ersatzmaterial bekommen oder auch zum Teil eigene Mechaniker dabei gehabt. Und die Politik ..... Ergebnis siehe in die Investitionen die jetzt in die militärische Ausstattung gesteckt werden.

Fazit: Das Fußvolk legt den Finger in die Wunden und bevor der Karren nicht im Dreck mehr als feststeckt handelt die Politik meistens nicht.  Meine ganz persönliche Meinung.

LG Annette


Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: zwagge am 03.03.22, 12:33
Mein Mann hat heute mal die Dieselfahrer angerufen.
Da kannst froh sein wenn du unter 2€ tanken kannst.
Wir sind dann mit dem Traktor zur Tankstelle, da war es günstiger....
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 03.03.22, 12:34
...  nicht nur Deine,Anette .
Zum evtl. Aufheben mancher Einschränkungen in der Landwirtschaft nur soviel.
"besondere Umstände verlangen eine Drehung um 180 grad" (sinngemäß unsere grüne Außenministerin am letzten Sonntag),  da geb ich ihr mal recht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 03.03.22, 14:32
Diesel eben an der Tankstelle 1,899 Euro - Wahnsinn  :'(

VW stellt die Produktion in seinen 2 russischen Werken ein, betroffen sind da über 4000 Mitarbeiter.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 03.03.22, 14:54
Diesel eben an der Tankstelle 1,899 Euro - Wahnsinn  :'(

Hallo

hier ist es etwas mehr ... Metropolregion :'( :'( :'(

So viel würde Benzin ohne Steuern kosten (https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.benzin-ohne-steuer-rechenbeispiel-mhsd.1d7d16c6-f7e7-41e6-9824-0dc53acaa8f5.html)

Zitat

Daraus ergibt sich eine Summe von 0,9026 € an gesetzlichen Abgaben, was etwa 51,40 % des Gesamtpreises entspricht.
Würde man die Steuern weglassen, käme man auf einen Preis von 0,95196 € je Liter Diesel.

Es ist nicht witzig ... und wir knacken die 2 €  :'( :'( :'( :'( :'(

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 03.03.22, 15:30
Ob dann die Diesel-Rückvergütung auch angepasst werden wird?
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Annette am 03.03.22, 15:38
Wovon träumst Du sonst noch nachts  :-X

LG Annette
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gina67 am 03.03.22, 15:42
Ob dann die Diesel-Rückvergütung auch angepasst werden wird?


...vielleicht dauert die Bearbeitung des Antrages in diesem Jahr deshalb so lange.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 03.03.22, 15:45
Wovon träumst Du sonst noch nachts  :-X

LG Annette

Tja, hoffen wird man doch dürfen?

Pendlerpauschale wird doch auch angeglichen, aber das sind Themen, die hier nicht hergehören.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 03.03.22, 15:46
@Annette: Ich stimme dir zu. Wollte nur zu bedenken geben, dass wir wohl schon wieder/immer noch so weit sind, dass die Informationen politisch angepasst werden.

Wir haben hier besten Weizenboden. Bisher gab es hie keinen Mais, aber Zuckerrüben. Jetzt sieht man immer öfter Mais für die Energiegewinnung. Empfinde ich auch als Verschwendung, aber das ist noch mal ein anderes Thema.

@Martina: Auch VWN in Hannover wird wohl einstellen müssen. Keine Ahnung, wie viele Mitarbeiter es trifft. Ich mag gar nicht daran denken, was hier drumherum alles mit Autoherstellung und dazugehörige Zulieferer zusammenhängt. Hätte nicht erwartet, dass es sooo schnell geht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 03.03.22, 16:06
... ja, die kurze Zeit wundert mich auch sehr.
Ich frag mich auch wie das dann mit der Bezahlung aussieht?
Kurzarbeitergeld?, oder erst mal den Urlaub nehmen?
Wenn es länger dauert, was dann? :( :(

... ich habe mich diese Tage etwas mit Grundlebensmitteln eingedeckt  (hab auch sonst immer Vorrat).
Es gab am Montag nämlich die Meldung dass Aldi nur noch 4 Flaschen vom Speiseoel abgibt.
Finde jetzt den Link dazu nicht mehr.

Selbst wenn Politik weiß, und davon gehe ich aus, dass es auch bei uns zu Engpässen kommt, werden die sich hüten das öffentlich
zu machen.  Möchte nicht wissen wie schnell dann alle Regale leer wären.
Von Habeck geisterte doch die Tage so Video durchs Netz von wegen  "um unsere Brötchen brauchen wir uns nicht zu sorgen"
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 03.03.22, 16:25

Wir haben hier besten Weizenboden. Bisher gab es hie keinen Mais, aber Zuckerrüben. Jetzt sieht man immer öfter Mais für die Energiegewinnung. Empfinde ich auch als Verschwendung, aber das ist noch mal ein anderes Thema.


Luna, die Betriebe bei Euch brauchen den Mais zur Auflockerung der Fruchtfolge. Ich selber weiß aus meiner Verwandschaft, dass dort jahrelang die Fruchtfolge ZR -Weizen -Stoppelweizen angebaut wurde. Wir wurden belächelt, weil wir den Mais fürs Futter brauchten und auf unseren nicht rübenfähigen Flächen, die wir durchaus haben, Raps angebaut haben. Gerste war jahrelang in der Börde kein Thema, kommt jetzt alles.

In der Planung für 2023 steht ein Verbot für den Stoppelweizenanbau. Dann geht kein Weizen nach Weizen mehr, ginge wohl, darf aber nicht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 03.03.22, 17:08
Danke Martina! In meiner Kindheit gab es auch Hafer. Gerste auch, wurde aber immer seltener. Ich weiß von Landiwrten, die Zeitweise nur ZR und Weizen abwechselnd angebaut haben. Kann mir schon vorstellen, dass das nicht gut ist.

DAs nur mal OT :)
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Rohana am 03.03.22, 17:38
Gehen tut ja vieles in der Fruchtfolge, ob sich das auch lohnt steht auf einem anderen Blatt.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 03.03.22, 18:26
Mein Mann hat heute Diesel bestellt: 1.98 €/l  :o

(Ein wenig Diesel haben wir noch... aber es reicht nicht für die Frühjahrsaussaat und düngen usw.

War eine schwere Entscheidung
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 07.03.22, 10:35
Die wirtschaftlichen Probleme, auch mit Ernährung, werden mit jedem Tag den dieser Krieg anhält größer.

Dass viele Betriebe keine Teile bekommen ist das eine, dass normaler Familie durch gestiegene Kosten viel fehlt ist auch klar und für die Betroffenen schlimm.

Wenn aber die Felder dort nicht bestellt werden weil die Mitarbeiter im Krieg sind, dann fehlt eine große Menge am Weltmarkt.
Auch Russland wird, wenn keine Pflanzenschutzmittel ins Land kommen, weniger ernten.
Wir hier in Deutschland, das wurde ja wegen all der zusätzlichen Auflagen von Fachleuten prognostiziert, zumal die Anbauflächen hierzulande ja täglich schrumpfen durch Baugebiete, STraßen, Energiegewinnung, vermutlich auch. Wenn nicht gedüngt werden kann erst recht.

Manches mag ich mir mir gar nicht erst vorstellen, aber dass evtl. eine neue Flüchtlingswelle aus armen Ländern Nordafrikas auf uns zukommt, ist gut möglich.

Ich schau sehr viel Info-sender, kürzlich, vor dem Krieg in der Ukraine, kam Bericht wegen Hungersnot in China, offiziell waren es dort einige Millionen Tote.
Wieviel es tatsächlich waren weiß wohl Niemand.  War längere Reportage, auch wie man dort versuchte gegen bestimmte Plagen  (Ratten, Vögel, Insekten...) vorzugehen und welche Auswirkungen es hatte
als die Natur dadurch ins Ungleichgewicht kam. Mir ging das tagelang nicht aus dem Kopf, ....zumal das war als ich schon geboren war.

All das sind Dinge die viele Leute hier nicht mal wissen bzw. verdrängen.  Ich denke jetzt nur an die Krähenplage die bei uns hier immer stärker wird.
Mir macht das alles Angst.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gina67 am 07.03.22, 14:48
Angst macht es mir (noch) nicht, bin aber sehr besorgt.

Ja und ich bin gespannt ob unsere Ampel-Regierung nicht doch noch gewaltig zurückrudern muss, was Stillegung, DVO, erneuerbare Energien usw. betrifft. Klar die Gesetze aus Brüssel können nicht einfach so geändert werden, es würde ja schon reichen, wenn wir nicht überall Vorreiter wären.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 07.03.22, 16:51
Wer hätte gedacht, dass der Diesel mal teurer als Benzin wird?

Angst habe ich noch nicht, ich versuche solche Gedanken auszublenden, damit ich nicht zu sehr runtergezogen werde.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 07.03.22, 17:24
Hier an der Tanke kostet Benzin noch 4  ct mehr als Diesel
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 07.03.22, 18:16
Zitat
Ja und ich bin gespannt ob unsere Ampel-Regierung nicht doch noch gewaltig zurückrudern muss, was Stillegung, DVO, erneuerbare Energien usw. betrifft. Klar die Gesetze aus Brüssel können nicht einfach so geändert werden, es würde ja schon reichen, wenn wir nicht überall Vorreiter wären.


Aus meiner Sicht haben besonders die Grünen schon Korrekturen vorgenommen, die ich bei ihnen nicht für möglich gehalten hätte.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Anneke am 07.03.22, 20:07
Hier an der Tanke kostet Benzin noch 4  ct mehr als Diesel

Vor wenigen Stunden wars auch noch so, inzwischen hat hier der Diesel überholt um 5 Cent :o
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 07.03.22, 20:24
Hallo

grad kam über´n Ticker ... Biogas soll ausgebaut werden

Ich lach mich schlapp ... BGA funktioniert wunderbar wenn sie von LW betrieben wird
die Großanlagen der Konzerne überleben alle nicht

Dann hab ich gegoogelt ...

Industrie will mehr Subventionen Grünes Biogas könnte russisches ersetzen (https://www.theaktuellenews.com/wirtschaft/industrie-will-mehr-subventionen-gruenes-biogas-koennte-russisches-ersetzen/)

Zitat

Die Ökostrombranche setzt sich für einen schnelleren Ausbau von Biogasanlagen ein.
In Sachen Energiewende und Unabhängigkeit ist das eigentlich ein langfristiges Projekt.
Mehr Subventionen könnten laut einem Wirtschaftsverband sofort 5% der russischen Gasimporte ersetzen.

Da würden nur wieder Steuergelder vernichtet

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 07.03.22, 20:55
die sollen erst mal gucken dass es sich für private wieder lohnt Photovoltaik auf Dächer zu machen.
Da gäbe es noch viele freie Flächen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Freya am 07.03.22, 23:16
wir haben versucht über den Maschinenring 2.000 ltr. Diesel zu bestellen. Aber deutlich über 2,00 € für 2.000 ltr. ???
An der Tankstelle gegenüber kostet heute das Diesel 1,969 €/ltr. Das Gleiche wie Super (E10). Kann mir das jemand erklären, wieso Diesel jetzt genauso viel kostet wie Superbenzin???
Sollen wir unsere Traktoren mir Elektromotoren ausstatten ???
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Hamster am 07.03.22, 23:25
Vermutlich weil soviel Heizöl geordert wird. War jedenfalls die Begründung im Fernsehen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Bullenmafia am 08.03.22, 09:43
Hallo Freya,
Sei froh wenn du noch welches bekommst. Wir haben am 24.2 noch eingekauft (als Putin in der Ukraine einmaschierte) da kostete der Diesel 1,67 und da hat die Raiffeisen schon rationiert laut unserem privaten Händler. Genauso wie Raps und Milchfutter. Alle Lager sind voll bei uns.
Auch unser Saatmais liegt schon bei der Raiba.
Es werden harte Zeiten kommen.
Sowohl für Verbraucher auch für uns Landwirte.
Da hilft auch kein massiv steigender Milchpreis bzw Schlachtpreis. Leider
LG Petra
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Agrele am 08.03.22, 10:13

Da hatten wir ja einen glücksgriff 1,29 Diesel am 25.02 Terminisiert war er aus 01.03

Sowohl auch für Raps und Pannonia (Mais Trockenschlempe Futter) stehen Kontrakte bis Nov.

Nur stell ich mir die Frage ist genügend Ware vorhanden.

Leider war die Vorratshaltung an eigenes Getreide nicht ausreichend (besser gesagt Jugend lockte der Lukrative Preis 2021)

so müssen sie dann jetzt Teuer einkaufen wenn Ware zur Verfügung steht.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 08.03.22, 10:22
Wir haben Eiweißkontrakte bis Januar 2023,  aber es gibt eine Klausel höhere Gewalt in den Verträgen.
Ich war mal in der Futtermittelbranche, kann mir denken dass wir das mal hatten. Damals ging es um stark steigende Energiekosten.
Da gab es dann Frachtzuschläge obwohl frachtfrei eingekauft.
Muss mich mal schlau machen, steht so weit ich mich erinnere alles im Hamburger Futtermittelschlusssein, nach dem gehen alle Kontrakte.

Mein Mann hat sehr gutes Gedächtnis, der sprach die letzten Tage öfters über die Oelkrise 1973.  Ich erinnere mich da da nur noch an die Fahrverbote Sonntags  (immer im Wechsel gerade/ungerade Kennzeichennummer)

Unabhängig von Ukrainekrieg haben wir im Herbst bereits Wickel- und Silofolie eingekauft (und gleich bekommen) weil damals gab es ja schon Prognosen dass Preise stark ansteigen. Normal kauften wir das immer im Frühjahrs-Frühbezug.

Diesel bekamen wir am 23.2.  für 1,58,  aber da ist schon wieder einiges weg, wir brauchen mind. 5 mal im Jahr.

@Agrele, hast Du brutto oder netto,  bei mir incl. MWST
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Bullenmafia am 08.03.22, 10:40
Silpplane haben wir auch schon letztes Jahr noch billig eingekauft. Und ich glaub auch das die Kontrakte nicht wirklich stand halten. Wir haben letztes Jahr im Frühjahr einen neuen Rückewagen zu Festpreis gekauft war trotzdem um einiges teurer als er endlich kam im Herbst. Obwohl im Oktober endlich geliefert, habe ich bis heute keine Rechnung zum bezahlen. Die BayWa will kein Geld mehr. Mir soll’s recht sein.
LG Petra
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Agrele am 08.03.22, 11:46
@Agrele, hast Du brutto oder netto,  bei mir incl. MWST
[/quote]

netto

ich ärgere mich, das ich nicht auch für Diesel Kontrakte gemacht habe, Preis lag zum 25.02.22 bei 1,49 €

Da sollten wir aber Zeitabstände sagen, was ungewiss ist Weis ich wann Silo gefahren wird.

frankenpower wir brauchen ca 8-9 Lieferungen Menge je nachdem wie rechtzeitig es mir gesagt wird ab 3500 Aufwärts
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Freya am 08.03.22, 14:35
Jetzt haben wir den Salat. Diesel heute 2,179 €
Wir haben keinen Platz um Getreide oder irgendwas zu lagern wegen der Baustelle und haben natürlich auch unseren ganzen Weizen verkauft in 2021.
Unser privater Landhändler sagt auch, dass sie nichts bestellen können, Mineraldünger etc.

Heute steht in der Tageszeitung, man soll Vorräte anlegen im Haushalt für ca.10 Tage, haltbare Lebensmittel, Konserven etc.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 08.03.22, 15:47
Hallo,

wir laden gerade den Schrott. Das ist auch sowas zum (ver)spekulieren.
Ich bin gespannt ob wir alles Maissaatgut erhalten.
Man, man man das wird noch lustig.
Kann mal jemand in den Behörden oder dem Bundestag die Heizung und die Lüftung abstellen? Das kostet den Steuerzahler zusätzlich - Bande e…

LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 08.03.22, 17:29
Mein Mann hat den LKW getankt für 2.26 €, ich hab eine Tankstelle mit 2,28 gesehen, preisgleich wie Superbenzin *seufz*

Und leider die letzte Sammelausschreibung des MR verpasst zum Einkaufen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: zwagge am 08.03.22, 20:12
Wir kaufen den Diesel normalerweise auch über eine Einkaufgemeinschaft. Da wäre am Montag Bestellung gewesen, für 2,20€!!!
Wir konnten letzte Woche noch unwesentlich günstiger bestellen, ich hoffe das kommt auch so.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 08.03.22, 21:06
bei uns war heute Diesel und Benzin für 2.04 Euro, abzüglich 2 Cent beim Einkauen pro Liter im V-Markt.
Die Autos standen Schlange. An jeder der 8 Zapfsäulen mehrere Fahrzeuge.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 09.03.22, 20:08
Ein Schnäppchen!

Göga hat den LKW gestern für 2,26 getankt, ich hab an einer Tankstelle 2,28 gesehen, genausoviel wie für Super Benzin.

Heute hat er alle mobilen Tanks voll gemacht. Innerhalb von 4 Minuten ist der Preis von 2,299 auf 2,309 hochgegangen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 09.03.22, 20:31
da haben wir heute aber wirklich noch ein Schnäppchen getankt.
Diesel für 1,98 Euro.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Internetschdrieler am 09.03.22, 21:39
Ich wollte diese Woche eigentlich auf die GV-Auktion nach WM fahren (lassen) Um einfach mal raus zu kommen.
Bei diesen Spritpreisen überlegt man sich schon jede vermeidbare Fahrt. Dann reicht unsere 1,32 (netto) Hoftankfüllung noch etwas länger.

Und unser Finanzminister reibt sich die Hände. Die 19 Prozent kommen immer noch oben drauf, waren es bei 1,32 noch rd. 25 ct sind es bei 2,28 brutto schon über 30 ct Mwst-Anteil.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 09.03.22, 23:30
da hast du recht Georg. wir versuchen schon etwas länger vermeidbare Fahrten zu lassen, nd Fahrgemei schaft auch beim Einkaufen oder zur physio zumachen. Aber das klappt nicht immer so ganz. Am meisten ärgert es mich bei der physio. Mein Mann und ich sind in der gleichen Praxis. Aber die bringen es nie hin unsere Termine so zu legen, dass wir nur eine Fahrt haben. Am gleichen Tag, aber Einer um 8.00Uhr früh und der Andere um 11.30Uhr.Da denke ich immer gross Geschrei um Klimaschutz, aber ein bisschen Flexibilität ist zu viel verlangt. Wenn man es nicht so nötig bräuchte, war ich schon oft drauf und dran abzusagen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gatterl am 10.03.22, 07:45
Wie steht ihr in diesem Zusammenhang zu einem Autofreien Sonntag im Monat wie in der Energiekrise?

Und ja, ich weiß, das ist vermutlich sowieso kein Thema, nur so als Hypothese
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 10.03.22, 08:10
Wie steht ihr in diesem Zusammenhang zu einem Autofreien Sonntag im Monat wie in der Energiekrise?
Machen!
Über 50% der Bevölkerung fährt Strecken bis 2km mit dem Auto. :-X
65% fährt Strecken bis 5km mit dem Auto.  :-X

Ich besitze nicht einmal ein Auto.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 10.03.22, 08:22
@ Karpfenkanone: Wo wohnst Du und wie viele Personen leben in Deinem Haushalt? Wenn man in einer Infrastruktur wohnt, die perfekt mit ÖPNV ausgestattet ist, läßt es sich leicht auf autofahrende Bevölkerungsteile mit dem Finger zeigen. Wenn man aber - wie viele von uns hier - auf dem platten Land wohnt oder gar in Einzelhoflage, dann kannst Du das vergessen! Schon allein, um zur Arbeit zu kommen.

Ja, viele Autofahrten sind unnötig, da muss sich jeder selber an die Nase fassen. Aber oft geht es nicht anders! Ich versuche beispielsweise schon immer, so viel Einkauf wie möglich mit einer Fahrt zu erledigen und nicht drei oder viermal in der Woche für wenige Teile zu fahren. Aber je größer der Haushalt und die zu versorgenden Personen, desto schwieriger wird das.

Hatten die autofreien Sonntage während der Energiekrise die Ergebnisse, die gewünscht waren?

Ich glaube, einzelne autofreie Tage bringen wenig, wenn die Menschen im Ganzen nicht umdenken und ihre Fahrten reduzieren und überlegen, ob das wirklich sein muss.

Ich hatte gestern einen längeren Termin in einem öffentlichen Gebäude, da war die Heizung kalt. Man witzelte darüber, dass das Land die Anweisung zum Energiesparen gegeben hätte. Ich hoffe für die dort Arbeitenden, dass es nur ein Fehler der Anlage war. So hoch werden die Räume jetzt auch nicht aufgeheizt, wenn man eh alle 2 Stunden wegen Corona lüften muss, oder wie in Schulen noch öfters. Da heizt man ja dann wirklich in die Luft hinaus.

Ich würde statt aufofreiem Sonntag die Erzeugung von Biodiesel bevorzugen. Also Pflanzenöl verestern. War vor 20 Jahren großes Thema und dann politisch nicht mehr gewollt. Also fiel die Steuerbegünstigung weg und alles war zu teuer. Auch Biogas muss jetzt einfach einen höheren Stellenwert bekommen und nicht nur verteufelt werden. Wir sind in der Lage, Bioenergie zu liefern, die nicht nur mit Wind und Sonne produziert wird. Die Anlagen stehen doch! Und viele werden derzeit dicht gemacht, weil die Förderungen auslaufen.

Wie abhängig wir uns über Jahrzehnte hinweg vom Ausland gemacht haben, sieht man jetzt ganz deutlich.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 10.03.22, 08:24
Wie steht ihr in diesem Zusammenhang zu einem Autofreien Sonntag im Monat wie in der Energiekrise?

Und ja, ich weiß, das ist vermutlich sowieso kein Thema, nur so als Hypothese

wär ich sofort dabei, auch ohne teuere Spritpreise steht bei uns Auto oft ganze Woche unbewegt.
Sehe es aber auch so wie Martina, es kommt immer drauf an wo man wohnt und wie Haushalt aufgestellt ist.
Mit öffentliche Verkehrsmittel gibt es hier in manchen Orten (auch bei uns) überhaupt nicht.
Anrufsammeltaxi gibt es seit einiger Zeit. Ich hatte gestern erst mit Sohn die Diskussion wegen Einkaufen mit dem Fahrrad, aber ich kann schlecht 3 volle Taschen transportieren.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 10.03.22, 08:28
Hallo,

Ist das nicht ein Luxusproblem?
Wer von der „Unterschicht oder der Unteren Mittelschicht“ kann sich bei diesen Preisen noch Spaßfahrten leisten oder anders gefragt, mit welcher Berechtigung sollen diejenigen die sich keine Urlaubsreise mehr leisten können auch noch auf den WE-Ausflug berichten?
Genauso ärgern mich diese guten RatSCHLÄGE die Raumtemperatur abzusenken. Im Prenzelberg oder der Schickeria interessiert das niemand aber die Rentnerin mit 1000 € darf ruhig frieren.
Mein Golf steht manchmal über 7 Tage unbenutzt in der Garage, oft nehme ich das Fahrrad. Warum soll ich dann Sonntags auch noch das Auto stehen lassen?
Das ist doch alles ein Pflaster auf die schmerzende Wunde der Erkenntnis, dass wir keinerlei Rohstoffe haben - es ist alles nur geklaut.

LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 10.03.22, 08:33
Ich hatte gestern erst mit Sohn die Diskussion wegen Einkaufen mit dem Fahrrad, aber ich kann schlecht 3 volle Taschen transportieren.

Och das geht, brauchst nur ein stabiles Fahrrad. Tasche mit schweren Sachen in den hinteren Fahrradkorb oder Packtaschen. Leichtes in den Lenkerkorb und der Rest in einen Rucksack  ;D
Ich liebäugele mit einem „Baboe“  :)

LG Mathilde

LG
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: fanni am 10.03.22, 08:41
Hallo,

Ist das nicht ein Luxusproblem?
Wer von der „Unterschicht oder der Unteren Mittelschicht“ kann sich bei diesen Preisen noch Spaßfahrten leisten oder anders gefragt, mit welcher Berechtigung sollen diejenigen die sich keine Urlaubsreise mehr leisten können auch noch auf den WE-Ausflug berichten?
Genauso ärgern mich diese guten RatSCHLÄGE die Raumtemperatur abzusenken. Im Prenzelber oder der Schickeria interessiert das niemand aber die Rentnerin mit 1000 € darf ruhig frieren.
Mein Golf steht manchmal über 7 Tage unbenutzt in der Garage, oft nehme ich das Fahrrad. Warum soll ich dann Sonntags auch noch das Auto stehen lassen?
Das ist doch alles ein Pflaster auf die schmerzende Wunde der Erkenntnis, dass wir keinerlei Rohstoffe haben - es ist alles nur geklaut.

LG Mathilde

so ist es Mathilde..........die oberen machen sich auch keine Gedanken, wenn mal die Nudeln teurer werden, Hauptsache alles in Bio und vegan.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Tina am 10.03.22, 08:43
Wir nehmen, seit das Wetter wieder besser ist, für viele Wege das Ebike. Mein Göga fast den ganzen Winter. Für den Wocheneinkauf brauche ich das Auto.

ÖVNPV kannste hier auf dem Platten Land vergessen,  zu wenig Angebote und zu teuer

Aber warum setzt man die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 120 oder 130 km/h und auf anderen Straßen auf 80 oder 90 km/h.  Spart  Sprit und kostet fast nichts. Ist wahrscheinlich zu einfach.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 10.03.22, 08:49
ein Autofreier Sonntag wäre für uns kein Problem. Wir fahren Sonntags sowieo so gut wie nie.
Einkaufen kann ich beim Bäcker zu Fuß. Da gibts fast alles.
Sonst gute 5 Kilometer mit dem Fahrrad. Jedes Rad hat bei uns zwei große Packtaschen und
ich zusätzlich noch einen Kühlkorb drauf.

Wir waren gestern mit dem Anhänger unterwegs und haben eine "Rundreise" gemacht.
Im Baumarkt Holz und Arbeitsplatten geholt, größere Menge Getränke aufgeladen,
im Wertstoffhof gewesen und am Rückweg noch getankt.
So sind wir für die nächste Zeit gerüstet und das Auto bleibt für uns in der Garage.

Allerdings müssen die alten Herrschaften um die sich mein Mann kümmert jede Woche mind.
zweimal zum Arzt, Zahnarzt usw. Von daher muss er unterwegs sein.
Aber auch da versuchen wir alles zu verbinden was zusammenpaßt.
Das aber schon immer.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 10.03.22, 08:54
Es ist doch ohnehin schon fast überall alles an Geschwindigkeiten reglementiert.
Wenn man irgendwo hin fährt ist man nur noch am Schauen, wieviel darf ich jetzt da wieder fahren.

Außerdem halten sich viele nicht dran. Mich kotzt es jedenfalls an, wenn
mir dauernd einer im Kofferraum hängt, weil man doch vielleicht 2 km/h schneller fahren könnte
als angegeben.
Ich halte mich grundsätzlich an alle vorgegebenen Geschwindigkeiten,
Tempomat rein und gut ist. Aber das sehen die wenigsten so.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 10.03.22, 09:06
Das mit dem autofreien Sonntag ist doch auch nur ne Alibi-Gute-Tat. Ich lass am Sonntag mein Auto stehen und fahr dafür die ganze Woche.

Unnötige Fahrten zu vermeiden war schon immer mein Ziel. Ich hab einkaufen bisher immer damit verbunden, wenn ich eh unterwegs war.

Und bei vielen steht ja auch sonntags oft der Besuch von (alten) Eltern an...............die sind ja durch Corona oft auch schon benachteiligt. Soll dann der "Sonntagsbesuch" auch noch ausfallen?
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 10.03.22, 09:08
Raumtemperatur absenken finde ich aber generell bei vielen schon auch als Alternative.

Da ist vermutlich viel Potenzial. Es braucht ja keine Eisblumen am Fenster, aber ein Grad weniger wäre oft durchaus vertretbar.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Anneke am 10.03.22, 09:41
Raumtemperatur absenken finde ich aber generell bei vielen schon auch als Alternative.

Auf jeden Fall....ich arbeite in einer Behörde und da gibts abseits von ansonsten gutem Arbeitsklima im kleinen Team doch immer Diskussionen wegen Absenkung der Temperatur in unseren Räumen, zumindest übers WE, eigentlich müsste das automatisch laufen. Gelüftet wird bei uns auch viel, es ist aber erstaunlich, wie schnell sich ausgetauschte Luft wieder aufheizt. Die Mahnung zum Lüften kriegen wir durch ein kleines CO2-Messgerät.
Ich drehe den Ttermostat unsere Räume regelmäßig zurück, unabhängig von der jetzigen Krise, das Beharren auf den überhitzten Räumen grenzt an Dekadenz.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gina67 am 10.03.22, 09:50
Ich versuche auch meine Einkäufe zu erledigen, wenn ich sowieso mit SM zur Krankengymnastik unterwegs bin. Manchmal passt es nicht, dann muss ich nochmal extra los.
Meine Schwiegertochter fährt jeden Tag fast 30 km um die Kleine in den Kindergarten zu bringen und abzuholen. Geht aber nicht anders.
Unsere Kinder wurden noch mit einem kleinen Bus abgeholt. Der wurde irgendwann abgeschafft. Schade.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gatterl am 10.03.22, 10:05
Das mit dem autofreien Sonntag ist doch auch nur ne Alibi-Gute-Tat. Ich lass am Sonntag mein Auto stehen und fahr dafür die ganze Woche.

Unnötige Fahrten zu vermeiden war schon immer mein Ziel. Ich hab einkaufen bisher immer damit verbunden, wenn ich eh unterwegs war.

Und bei vielen steht ja auch sonntags oft der Besuch von (alten) Eltern an...............die sind ja durch Corona oft auch schon benachteiligt. Soll dann der "Sonntagsbesuch" auch noch ausfallen?
Mir ging es dabei nicht um die Alibihandlung sondern darum, eventuell ein Zeichen zu setzen, dass man durchaus Mal verzichten kann, um die Abhängigkeit von Russland etwas zu entspannen.

Mir wäre auch ein Tempolimits Recht, aber da ist die Lobby der Autoindustrie zu sehr mit der Politik verstrickt.

Viele können unter der Woche nicht aufs Auto verzichten.
Am Wochenende aber schon.
Das war meine Überlegung.
Kein " Gutmenschentum"

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 10.03.22, 10:09
Es gibt viele Dinge die sich eingeschlichen haben oder nicht mehr gehen wegen irgendwelcher (manchmal auch sinnvollen) Vorschriften.
Als meine Kinder in den Kindergarten gingen, hatten wir Fahrgemeinschaft, oft flexibel wenn grad wer sowieso fort musste. 4 Kinder im Auto, es gab die Hocker anstatt die richtigen Kindersitze.
Die konnte man leicht tauschen. Jedesmal Kindersitz ausbauen geht schwieriger.  Hab mich nämlich oft gefragt warum die vom Nachbarort (mit denen hatten wir Gemeinschaft) jeder für sich fährt, alle mit einem Kind im Auto und gleichzeitig.  Verstand ich dann schon.

Ich geh selten einkaufen, seit Corona besorgt Getränke Sohn, auch sonst vieles. Der bringt oft mit dem Fahrrad.
Bäcker und Metzger mache ich nur alle 2 Wochen und friere ein. Das geht vielleicht mit dem Rad, aber wenn ich mal größer einkaufen fahr dann ist hier bei uns mit Rad schwierig.

zurück zum eigentlichen Thema.
Gestern stand bei uns im Wirtschaftsteil größerer Bericht wegen Getreidepreise explodieren.
Stand Berechnung vom IGC  (International Grains Council).  Demnach sind die Reserven auf einem Tiefstand. (Erntejahr 21/22) Es reiche gerade mal  aus, um den weltweiten Bedarf für 27 Tage zu decken, schätzt der Branchenverband. Rechne man die russischen und ukrainischen Lagerbestände der Zahl heraus, sinke diese Zahl noch.

Was das für die Schwellenländer bedeutet kann sich jeder denken.

Ich könnt dann nur kotzen wenn ich wie heute wieder in der Zeitung lese wo hierzulande wieder überall Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf Ackerland errichtet werden oder wenn ich höre dass die EU
an ihren Stilllegungsplänen festhält.
Wie meinte wer zu mir  "Vermutlich brauchen wir Landwirte nicht mehr zum demonstieren, das machen dann Andere, und vermutlich nicht so friedlich"

Ansonsten stimme ich den Vorschreiberinnen was unsre Politiker angeht zu. Mit vollem Geldbeutel redet sich vieles leichter..
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 10.03.22, 10:42
ich war gerade mit dem Hund spazieren und habe festgestellt, dass viel weniger Autos
und vor allem LKW unterwegs sind.

Mir gehts nicht um Sonntag oder Werktagsfahrten. Es geht allgemein um unnötige
oder gedankenloses fahren.
Wenn unser Nachbar innerhalb von 30 Minuten zum vierten mal mit seinem Motorrad vorbeikommt
weil er gaffen oder posen muss dann krieg ich so einen Hals.

Gestern im Baumarkt habe ich nach Pflanzen geschaut.
6 er Pack Salat 2 Euro, 12 er Pack 2,79 Euro. Da sieht man schon sehr deutlich die wirtschaftlichen
Auswirkungen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Lexie am 10.03.22, 10:53

hab gerade auf "Südtirol online" stol.it
einen interessanten Artikel über das "Ende der Globalisierung" gelesen.
weiß nur leider nicht, wie man den hier einstellen kann. (bin nicht so PC erfahren)
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 10.03.22, 11:06
so ist es Mathilde..........die oberen machen sich auch keine Gedanken, wenn mal die Nudeln teurer werden, Hauptsache alles in Bio und vegan.
Meiner persönlichen Erfahrungen nach, machen sich gerade diejenigen Gedanken um einen sozialen Ausgleich, die auch ihr eigenes Konsumverhalten hinterfragen und ändern.
Ich selber schaffe es noch nicht mich vegan zu ernähren. Dafür ist meine Prägung der Kindheit und Jugendzeit zu stark.
Aber warum muss man das verächtlich machen, das verstehe ich nicht. Eine vegane Ernährung ist schließlich nichts schlechtes.

Und ich habe niemanden einen Vorwurf gemacht, wegen Fahrten mit dm Auto, deswegen hab ich extra entsprechende Kilometerangaben gemacht.

Ich selber lebe alleine, nähe Hamburg auf einem Dorf. Zum Bahnhof sind es 3,8km und zusätzlich fahre ich noch 20min mit der Bahn zur Arbeit.
Einkaufsmöglichkeiten sind 2,9km entfernt. Mit meinem Rad, Satteltaschen und Rucksack kann ich mit einer einmaligen Fahrt für fast 2 Wochen einkaufen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: hosta am 10.03.22, 11:20
Wie steht ihr in diesem Zusammenhang zu einem Autofreien Sonntag im Monat wie in der Energiekrise?

Und ja, ich weiß, das ist vermutlich sowieso kein Thema, nur so als Hypothese

Ein Sonntag Autofrei ist doch machbar. Hat doch schon mal funktioniert. War das nicht sogar ein um den anderen Sonntag.
Und das unabhängig  davon wie die Verkehrsanbindung ist. Kann man halt mal einen Sonntag evtl.  keinen grossen Ausflug machen .
Der autofreie  Sonntag trifft doch in erster Linie den privaten Bereich.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 10.03.22, 11:29
siehst du....... du hast es einfach dich zu versorgen....
kannst leicht sagen autofreier Sonntag.
Für uns wäre es schlecht. welcher Gast kommt am Wochenende wenn er nicht am Sonntag nachhause fahren kann, allerdings  Frage ich mich  .......welcher Gast kann sich überhaupt noch   ein schönes Wochenende auf einem Reiterhof leisten? bzw einen Urlaub.
Hier bei uns fahren die Menschen 35 bis 85 km täglich zur Arbeit. Können nicht auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.
Die wenigsten können Homeoffice machen . Jetzt kommt mit der Kurzarbeit an den  vielen Betrieben noch Lohnkürzung.
So wird es vielen im Geldbeutel bewusst gemacht dass Globalisierung nicht glorreich ist und die Verlagerung von Betrieben und Lebensnotwendigen Erzeugnissen ins Ausland nicht optimal und schon gar nicht einfach und plötzlich zu ändern ist.
Wenn man für Familien Sorgen muss, kommt man heute nicht ohne Auto aus, zumindest  nicht bei uns. Bergiges Gebiet,im Ort nur ein Backwaren und  getränkeladen, ein  metzger. Das ist zwar schon einiges das andere Orte am Land nicht mehr haben. Bleiben aber Ärzte, Apotheken, Drogerie und sonstige Lebensmittel wie Obst und Gemüse auf der Strecke.
Was ich damit eigentlich sagen will....... reden tut sich alles leicht aber machen??...
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 10.03.22, 11:42


Mir gehts nicht um Sonntag oder Werktagsfahrten. Es geht allgemein um unnötige
oder gedankenloses fahren.


Genau so war es auch gemeint.

Es bringt mehr das Verhalten allgemein zu hinterfragen. Und sich eben nicht jetzt auf einen autofreien Sonntag festzulegen. Der eine Tag mag ja ein Zeichen sein, aber eine Lösung ist es eben nicht - also für mich nicht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 10.03.22, 12:22
@Maja

Natürlich meine ich nur diejenigen damit, bei denen es auch möglich ist.
Der Großteil der Bevölkerung lebt nunmal nicht auf kleinen Dörfern, weitab von Bahnhöfen oder Einkaufsmöglichkeiten.
In einer solchen Lebensrealität wie deiner, ist ein Auto natürlich uverzichtbar.

Einsparungen durch Tempolimits:
Zitat
Allein ein befristetes Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen würde zwei Millionen Tonnen Sprit pro Jahr einsparen. Das sind mehr als zwei Prozent unserer Mineralölimporte. Ein Limit von 80 km/h außerorts würde weitere 400.000 Tonnen Sprit jährlich sparen (0,4 Prozent der Mineralölimporte).
Zitat
Schon zwei autofreie Sonntage pro Monat würden jährlich 1,3 Millionen Tonnen Sprit einsparen (1,4 Prozent der Mineralölimporte).
https://www.t-online.de/auto/technik/id_91796018/auto-hohe-spritpreise-so-viel-benzin-wuerde-ein-tempolimit-einsparen.html
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 10.03.22, 12:53
bei mir fahren bis zu 70 Busse am Tag vorbei. Zu allen möglichen Bahnhöfen usw.
Nur nützen tut es mir nichts.
Beispiel. Mein Mann kriegt seine Infusion. Wenn wir da mit den öffis hinwollten.
100 Meter bis zu Bushaltestelle, mit dem Bus 5 km bis zum Bahnhof, 5 Stationen mit der Bimmelbahn.
von da wieder in den Bus, 2 Haltestellen ..Arzt erreicht.
Zu zweit kostet das mehr als der Sprit und ich kann nichts mitnehmen,

Also mit dem Auto fahren und zwischenzeitlich alles erledigen was ich erledigen kann.
Vom Sanitätshaus, über einkaufen bis Apotheke.
Nur weil der Nahverkehr gut ausgebaut scheint ist es noch lange nicht für jeden praktikabel.

Sohn könnte mit dem Bus zur Chorprobe fahren...ja bloß heim kommt er nimmer, weil der letzte Bus
um 21 Uhr fährt. und so wird es etlichen gehen.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 10.03.22, 12:54
Hallo,

wer berechnet das? Das Krankenhauspersonal und andere Infrastruktur bleibt dann auch einfach  zuhause?
Wie gesagt mir macht das nichts aus, nur zu, ich war 1973  16 Jahre alt und bin zu Fuß die paar KM zu unserem Pferd gelaufen weil meine Eltern mit wollten und kein Fahrrad hatten. Gebracht hat das ausser einem gewissen PR Effekt nicht viel. Meine Oma saß dann eben alleine im Altenheim......und wurde dann eben Montags besucht.
Früher fuhr ich gerne mit der Bahn die 700 km um meine Mutter zu besuchen aber bei aller Liebe 8 Stunden mit FFP 2 Maske im Zug und dann noch für zwei Personen das Ticket........da kann ich immernoch den alte Golf bemühen und gleichzeitig auf der STrecke einen Halt machen und die Enkelkinder besuchen.
LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 10.03.22, 13:19
Meine Güte, natürlich ist KRITIS (https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/Kritische-Infrastrukturen/kritische-infrastrukturen_node.html) davon ausgenommen. Manchmal frage ich mich, warum immer solche abwegigen Aussagen kommen. Einen Punkt macht man damit jedenfalls nicht, weil niemensch KRITIS einbeziehen würde.
Aber auf angepasste Tempolimits kann man sich doch wohl gesamtgesellschaftlich einigen, oder?

Und auch spezielle Fälle wie bei Morgana kann ich verstehen. Aber solche speziellen Fälle ändern nichts an dem Einsparpotenzial,
worum es ja ging.

*edit*
Ach, Scheiss drauf. Ich kauf mir jetzt auch einen guten SUV-Verbrenner, esse wieder Fleisch, und das auch jeden Tag, werde zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen und fahre jeden Kilometer mit dem Auto......wenigstens bin ich dann kein links-grün-versiffter Gutmensch mehr.
Dann nutze ich mein verdientes Geld nur noch für mich und für die Spenden die ich aktuell noch jeden Monat tätige bleibt kein Geld mehr über.
Ist wahrscheinlich sinnvoller, weil diese Gutmensch-NGOs ja sowieso böse sind.
Sorry...
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 10.03.22, 14:32
es ist wie immer und überall...ein guter Mittelweg ist denke ich das sinvollste.
Wenn sich jeder an der eigenen Nase fasst und sich ein paar Dinge rausnimmt, die
er wirklich umsetzt ist auf jeden Fall mehr gewonnen als ein diktierter Autofreier Sonntag oder
sonstwas.
Nur was man selbst und aus Überzeugung macht führt zum Ziel.
Sonst wird es oft bei Ausreden und Ausnahmen suchen bleiben.

Wir haben immer schon versucht Dinge miteinander zu verbinden.
Wege zu sparen. Nur, dass es jetzt einfacher geht zu sagen, nein ich möchte an diesem Tag nicht
kommen, weil ich am anderen sowieso in der Gegend sein muss.
Ging heute zum Beispiel problemlos beim Kieferchirurgen wo man sonst immer ein bischen
Überzeugungsarbeit zu leisten hatte.
Da hieß es dann schon mal, aber es muss doch nachgesehen werden usw.
Ja schon, aber ob da 24 Stunden bei einem bereits gezogenen Zahn was ausmachen?
Das sind kleinigkeiten, die jeder für sich umsetzen kann ohne sich riesig einschränken zu  müssen.
Für einen alleine mag es nicht viel sein, aber wenn Millionen mitziehen schon.




Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 10.03.22, 15:22
*edit*
Ach, Scheiss drauf. Ich kauf mir jetzt auch einen guten SUV-Verbrenner, esse wieder Fleisch, und das auch jeden Tag, werde zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen und fahre jeden Kilometer mit dem Auto......wenigstens bin ich dann kein links-grün-versiffter Gutmensch mehr.
Dann nutze ich mein verdientes Geld nur noch für mich und für die Spenden die ich aktuell noch jeden Monat tätige bleibt kein Geld mehr über.
Ist wahrscheinlich sinnvoller, weil diese Gutmensch-NGOs ja sowieso böse sind.
Sorry...

Hallo, jetzt habe ich aber lange überlegt ob ich auf diesem Niveau weiterdiskutiere aber sei es drum.
Ja ich habe fast 30 Jahre einen Geländewagen (so hießen diese Fahrzeuge mal) gefahren und zwar die Langversion. Wir hatten bzw. haben 4 Kinder  und dieses Fahrzeug als alleiniges Fahrzeug. Es war in der Lage uns 6 (meist mit 2 Kindersitzen) und Oma von A nach B zu transporieren und unsere Viehhänger  zu ziehen. Ich glaube nicht, dass ein VW Bus weniger in die Luft geblasen hätte. Ja ich esse Fleisch obwohl es gestern Pfannkuchen mit selbstgemachtem Apfelmus und heute Spinat mit Fischstäbchen gab.
Spenden werden wir wieder an Ärzte ohne Grenzen aber mit seinem Geld darf bei mir jeder tun was er möchte.
Feindbilder und verletzt schmollen und um sich treten kann es auch nicht sein. Wie gesagt, ich habe keine Problem damit aber meine Meinung dazu ist eben eine andere und erhebt auch nicht den Anspruch die einzig wahre zu sein.
Nix für ungut und einen schönen Tag noch. Wenn der Wind nicht wäre ein perfekter Tag zum Radfahren.

LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Rohana am 10.03.22, 15:48
Als ich noch in der Stadt gewohnt habe, hatte ich ein Fahrrad und ein Busabo, und nie ein Auto gebraucht. Jetzt habe ich ein Kind und die nächste Einkaufsmöglichkeiten 5 km entfernt, Öffis gibt's hier nicht. Wobei es ein Kindergartensammeltaxi gäbe, für 75 Euro im Monat... der Preis wird sicher hoch gehen  :o
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 10.03.22, 16:32
Entschulige bitte, Mathilde

Ich meinte keinesfalls dich mit meinem edit und dem rant.
Irgendwann platzt man. Ich verstehe einfach nicht, was schlecht an vegan und bio sein soll.
Und schon überhaupt nicht verstehe ich die Zuschreibung dieses Konsumverhaltens auf "die Oberen".
In meinem Umfeld gibt es Menschen mit sehr wenig Geld, die sich vegan ernähren, weil es eben die günstigste Art ist, sich gesund zu ernähren.
Das gilt natütlich nicht für diejenigen, die sich Fertigprodukten bedienen.
Natürlich wird dafür dann auch weniger Energie benötigt, es wird weniger CO2 ausgestoßen und ist somit klimafreundlicher. Das sind ja erstmal positive Eigenschaften, welche zur Kenntnis genommen werden können.
Woher kommt es, dass man es verächtlich macht?
Ich wohne jetzt 9 Jahre in dieser Wohnung und habe keinen Einfluss auf das verwendete Heizsystem, da mir dieses nicht gehört.

Andere Menschen besitzen eigenen Wohnraum. Meine Eltern zum Beispiel. Und hier die Forumsteilnehmerinnen. Wenn in diesen Häusern die Heizung und das Warmwasser von Wärmepumpen erzeugt wird, und somit keine fossilen Brennstoffe genutzt wird, dann mache ich das ja auch nicht verächtlich, sondern freue mich darüber, dass diese die Möglichkeit und finanziellen Mittel dafür hatten.
Es ist ja positiv.
Wünsche allen noch einen schönen Sonnentag
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 10.03.22, 16:38
Ich selber lebe alleine, nähe Hamburg auf einem Dorf. Zum Bahnhof sind es 3,8km und zusätzlich fahre ich noch 20min mit der Bahn zur Arbeit.
Einkaufsmöglichkeiten sind 2,9km entfernt. Mit meinem Rad, Satteltaschen und Rucksack kann ich mit einer einmaligen Fahrt für fast 2 Wochen einkaufen.

Das sind traumhafte Bedingungen! Die hat aber nicht jeder.


Ich versuche auch so viel wie möglich mit dem Rad zu fahren. Zu meiner Arbeitsstelle bin ich dann wegen der Berge auch mit dem Ebike eine Stunde einfach unterwegs. Kann man mal machen, aber nicht jeden Tag. Und für einen 5 Personenhaushalt alle Einkäufe mit dem Rad zu machen ist mit dem einfachen Rad nicht zu schaffen, da braucht es schon eine Lastenkutsche, wenn man mindestens 5 km einfach zu fahren hat.

Heute an den Tanktellen unterwegs: Diesel für 2,38 €
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 10.03.22, 16:46
Unsere Schwiegertochter ist Veganerin und da essen wir öfter ohne Probleme mit
obwohl wir keineswegs Veganer sind.
Aber mir gefallen die  veganen "Alternativen" eher weniger.
Käseerstz usw. Weder schmeckt mir das, noch weiß ich nicht ob das wirklich soviel besser ist in der Herstellung.



Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 10.03.22, 16:55
Und noch etwas, was dann auch besser zum Thema hier passt.
Wir haben und werden weitere schwere Verwürfe in unserer Wirtschaft erleben. Das ist nicht schön, es wird auch bei uns den Lebensstandard für
manche, vielleicht vielen reduzieren.
Aber dieser Preis ist ein geringer, und wenn wir uns so solidarisch zueinander verhalten, wie es jetzt die Demokratien der Welt bei den Sanktionen
gegen Russland tun, dann wird hier niemand hungern oder frieren müssen. Es kann für alle gesorgt sein. Auch für diejenigen, die überhaupt nichts besitzen.

Und jede und jeder kann mit dem eigenen Verhalten die Abhängigkeit von russischer Energie verringern.

@Morgana
Diese Ersatzprodukte sind ja auch eher Luxus. Teuer und teilweise im Geschmack echt fraglich.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 10.03.22, 17:19
Wenn in diesen Häusern die Heizung und das Warmwasser von Wärmepumpen erzeugt wird, und somit keine fossilen Brennstoffe genutzt wird, dann mache ich das ja auch nicht verächtlich, sondern freue mich darüber, dass diese die Möglichkeit und finanziellen Mittel dafür hatten.
Es ist ja positiv.
Wünsche allen noch einen schönen Sonnentag

Hallo,

das ist gar nicht so einfach. Also das Haus meiner Mutter hat eine alte Ölheizung und bis zu Ihrem Haus liegt eine Gasleitung im Boden.
Nun muss oder sollte da renoviert werden aber was ist jetzt das richtige?
Hackschnitzel in einer Wohnsiedlung? Pellets? Wärmepunpe oder was für eine Photovoltaik aufs Dach? Eine die Strom erzeugt mit zweiwege Wechselrichtern oder eine fürs Warmwasser?
Das sind schon Fragen die wohl überlegt sein müssen. In der Einliegerwohnung wird einer unserer Sohne wohnen das Single und oben wird an eine Familie vermietet werden. Eine klemmende Hackschnitzelschnecke oder Pelletsschnecke kommt da sicher nicht gut .........
Man muss sich informieren das ist mir schon klar.
Was ich aber ankreide und da ist nun mal die Politik mit verantwortlich, ist die Vernachlässigung der Forschung in Speichermedien. Ist es nicht besser bei Wind den Überstrom in Wasserstoff zu speichern obwohl nachher nur 20% Energie rauskommen, als gar nicht zu speichern?
Mit der Ernährung will ich jetzt kein Faß aufmachen aber der natürliche Dünger wie Mist und Gülle ersetzt eben den teuren Mineraldünger der CO2 Intensiv produziert wird.
Ich kenne doch auch nicht das Gelbe vom Ei aber bemühe mich im kleinen vorwärts zu kommen.
LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 10.03.22, 17:28
Heizen ist wirklich kein leichtes Thema. Gerade jetzt.
Wir haben eine Luft-Wärme Pumpe. Für uns ist es die perfekte Lösung.
Viele Leute denken jetzt drüber nach, wenn sie die Heizung tauschen--müssen.
Allerdings sollte man damit ein sehr gut gedämmtes Haus haben und die Schlangen
der Fußbodenheizung sehr akribisch verlegen.
Dann kommt man so wie wir mit sehr wenig Energie aus- und man sollte das warme Wasser nicht
auf Vorrat halten, denn um Wasser auf über 55 Grad zu erhitzen braucht eine Wärmepumpe viel zu viel Energie.
Wir machen z.B. nur am Abend Warmwasser, mit 48 Grad weil da alle zu Hause sind und auch duschen wollen.
Falls jemand tagsüber außerplanmäßig duschen will, wird wasser zu dem Zeitpunkt gemacht.
Das bedarf zwar einiger Planung ist aber gut machbar, wenn man keine Mieter hat.
Im Sommer ist das Wasser eh immer warm, aber wenn die Heizung läuft, mischt sich das Wasser nach einer
gewissen Zeit im Speicher wieder unter.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 10.03.22, 17:29
Entschulige bitte, Mathilde

Ich meinte keinesfalls dich mit meinem edit und dem rant.
Irgendwann platzt man. Ich verstehe einfach nicht, was schlecht an vegan und bio sein soll.
Und schon überhaupt nicht verstehe ich die Zuschreibung dieses Konsumverhaltens auf "die Oberen".
In meinem Umfeld gibt es Menschen mit sehr wenig Geld, die sich vegan ernähren, weil es eben die günstigste Art ist, sich gesund zu ernähren.
Das gilt natütlich nicht für diejenigen, die sich Fertigprodukten bedienen.
Natürlich wird dafür dann auch weniger Energie benötigt, es wird weniger CO2 ausgestoßen und ist somit klimafreundlicher. Das sind ja erstmal positive Eigenschaften, welche zur Kenntnis genommen werden können.
Woher kommt es, dass man es verächtlich macht?
Ich wohne jetzt 9 Jahre in dieser Wohnung und habe keinen Einfluss auf das verwendete Heizsystem, da mir dieses nicht gehört.

Andere Menschen besitzen eigenen Wohnraum. Meine Eltern zum Beispiel. Und hier die Forumsteilnehmerinnen. Wenn in diesen Häusern die Heizung und das Warmwasser von Wärmepumpen erzeugt wird, und somit keine fossilen Brennstoffe genutzt wird, dann mache ich das ja auch nicht verächtlich, sondern freue mich darüber, dass diese die Möglichkeit und finanziellen Mittel dafür hatten.
Es ist ja positiv.
Wünsche allen noch einen schönen Sonnentag

jedem das seine.
Wir hier, die viele Nutztierhalter sind, denken eben anders.

Passend dazu  "Frankfurter Allgemeine" v. 9.2.22  Interview mit einem Vorreiter des Biolandbau s
"Wir können nicht in der Bioblase vor uns her träumen"   Geht um die Welternährung.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Internetschdrieler am 10.03.22, 17:45

Heute an den Tanktellen unterwegs: Diesel für 2,38 €

Wenn die heute für 2,38 den Tank voll machen, dann wird morgen 2,48 angeschrieben, da wird dann wieder voll getankt, denn er könnte ja übermorgen 2,58 kosten.
Bei unseren Nachbarländer kostet Diesel 50 bis 80 ct weniger. Ich denke da machen sich gerade einige die Taschen voll.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 10.03.22, 18:21
Heizen ist wirklich kein leichtes Thema. Gerade jetzt.
Wir haben eine Luft-Wärme Pumpe. Für uns ist es die perfekte Lösung.
Viele Leute denken jetzt drüber nach, wenn sie die Heizung tauschen--müssen.
Allerdings sollte man damit ein sehr gut gedämmtes Haus haben und die Schlangen
der Fußbodenheizung sehr akribisch verlegen.
Dann kommt man so wie wir mit sehr wenig Energie aus- und man sollte das warme Wasser nicht
auf Vorrat halten, denn um Wasser auf über 55 Grad zu erhitzen braucht eine Wärmepumpe viel zu viel Energie.
Wir machen z.B. nur am Abend Warmwasser, mit 48 Grad weil da alle zu Hause sind und auch duschen wollen.
Falls jemand tagsüber außerplanmäßig duschen will, wird wasser zu dem Zeitpunkt gemacht.
Das bedarf zwar einiger Planung ist aber gut machbar, wenn man keine Mieter hat.
Im Sommer ist das Wasser eh immer warm, aber wenn die Heizung läuft, mischt sich das Wasser nach einer
gewissen Zeit im Speicher wieder unter.

Also das kann man mit Mietern vergessen. Das Haus ist von 1960 aber gut erhalten worden allerding kann ich und werde ich nicht den richtigen Parkett herausstemmen um überall Fliesen zu legen.
Wie gesagt ich werde mich informieren was geht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Frieda am 10.03.22, 18:42
. Eine klemmende Hackschnitzelschnecke oder Pelletsschnecke kommt da sicher nicht gut .........

Auch wenns jetzt am eigentlichen Thema etwas vorbei geht. Ich hab jetzt 4,5 Jahre Pelletheizung,  die Pellets werdwn angesaugt, also nicht mit Schnecke. Da hat es bisher noch keine Störungen gegeben.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: hosta am 10.03.22, 18:43
Es muss nicht jeder Sonntag Autofrei sein. Und es ist klar aufs Auto verzichten geht in vielen Fällen nicht.

Aber mit ein bißchen Organisieren, Planen lassen sich sicher einige Autofahrten einsparen. Auch beim Einkaufen Klappt vielleicht nicht sofort, braucht auch Übung.
Und vielleicht kann man auf die eine oder andere Bequemlichkeit verzichten.
Sonnabend  Brötchen holen  und später nochmal fahren um Einzukaufen. Könnte man verbinden. Gibt mal später Frühstück.

Durch eine Baustelle haben wir eine stdl. Busverbindung bekommen. Die Leute kannst an einer Hand abzählen, die mitfahren.
Ich hab sie schon mal genutzt. Da wurde überlegt , ob ich nicht mehr Auto fahre.

Wir werden sicher uns noch über einige Dinge Gedanken machen  müssen, nicht nur über die Mobilität und Heizung.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Rohana am 11.03.22, 01:17
Mit "ein bisschen organisieren und planen" lassen sich viele Dinge verbessern! Aber in meiner Schwiegerfamilie ist das ein Skandal. Man müsste sich absprechen! Man müsste mit anderen überhaupt sprechen, im Sinne von kommunizeren und miteinander reden...  das ist viel zu anstrengend. Hier wird mitgeteilt. Mitgeteilt wer wann wo zu sein hat, oder wer wann wo nicht ist. Pläne machen? Fehlanzeige. Friss oder stirb.  :P
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: hosta am 11.03.22, 07:41
Das ist jetzt ein bißchen provozierend. Ist mir bewußt.

Warum haben wir gleich ablehnende Haltung, geht gar nicht. Eigentlich wäre doch angesagt, sich vielleicht mal Gedanken machen,
Gibt es für mich Möglichkeiten, kann ich bei mir was verändern. Sich mit der Situation auseinandersetzen.
Wie ist der Spruch
Kleinvieh macht auch Mist.
Und anders Ich kann in einer Situation z. B. 5 min einsparen. Ist nicht viel, merk ich vielleicht auch gar nicht. Aber wenn ich das 10 X
Mache, sind es fünfzig Min.

Einen schönen Tag
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 11.03.22, 08:34
so ist es,
im privaten Bereich ist das für mich auch einfach.
Sorge macht mir eher betrieblich, allein was Diesel angeht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 11.03.22, 09:34
Ich sehe es bei mir auch nicht als ablehnende Haltung. Ganz ehrlich hab ich nicht viel bei dem ich einsparen kann. Und bei manchen Dingen will ich inzwischen auch einfach nicht mehr verzichten. Das sage ich jetzt einfach auch ganz egoistisch.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 11.03.22, 09:47
so geht es mir auch. Ich will bei manchen Dingen nicht sparen, oder drauf verzichten,
aber ich sehe das ganze deswegen noch lange nicht als ablehnend.

Wir legen Einkäufe schon längst zusammen. Familien und Fahrtenmäßig.
Terminkalender ist bei uns für alle zugänglich online. Da sieht man genau wer wann wohin "muss".
Wenn da unterwegs was erledigt werden kann, wird das von allen in Anspruch genommen.
Dafür haben wir eine Familiengruppe, posten und es klappt fast immer alles :D

Nachdem man nun endlich Briefmarken ordentlich ausdrucken kann und Pakete mitgeben,
brauchts auch keine Fahrten zur Post mehr.

Gestern Tierarzt angerufen, Hund braucht Tollwutimpfung. Wann sollen wir kommen?
Gar nicht, sie fahren ohnehin bei uns vorbei und wenn wir flexibel sind, kommt heute Vormittag jemand vorbei.
Sowas finde ich Klasse. Hat 20 Kilometer unnötige Fahrt gespart.


Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 11.03.22, 09:50
Das mit dem Tierarzt hört sich gut an. Kann aber eventuell auch Kostenfalle werden.

Ich hab da erst 23 Euro Anfahrt bezahlt als ich Blauspray bestellt habe. Den ich nicht dringend gebraucht habe und eigentlich davon ausgegangen bin, dass sie ihn vorbeibringen, wenn sie eh vorbeifahren.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 11.03.22, 09:55
weicht ab, aber sorry "wie tickt denn Euer TA"?

Mir geht es ähnlich, wüsst nicht wo ich viel sparen könnt, außer Handy und Laptop aus.
Ich guck nur immer zum Himmel und sehe die vielen Flugzeuge, da wäre viel möglich,  ist denke ich viel privat.
Die ganzen Auslandsbegegnungen der Firmen sind meist gestrichen, da ist man drauf gekommen dass das auch online geht.

Ich war Montag einkaufen, waren viele Regale leer, Oel und Mehl,....   denke zwar dass es überwiegend an der Logistik liegt (bis jetzt)
vorhin sagte Freundin dass sie heute schon bei dem Discounter war, immer noch alles leer, sollte gestern kommen, jetzt evtl heute.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 11.03.22, 10:05
Es werden viele Spediteure bei der derzeitigen Situation nicht überleben.

Wir verhandeln bei jedem Auftrag die Frachtsätze neu und es ist immer nur ein hinterherhinken hinter den Preissteigerungen beim Diesel.  Und ja, auch da denken wir um. Waren früher bei der Streckenplanung die Faktoren "mautfrei" und "kürzeste Fahrtzeit" wichtig, gilt es nun Strecken zu finden, wo man am wenigsten Verbrauch hat, auch wenn die Tour dafür länger ist oder mehr Maut anfällt.

Mit einigen Landhändlern klappt die Preisanpassung besser (bieten sie von sich aus schon an, wir bekommen eben Frachtpreise, die ca. eine Woche gültig sind angeboten) und bei anderen klappt es weniger gut.

Große Speditionen setzen oft ukrainische Fahrer ein, war im Herbst während der Zuckerkampagne gut zu beobachten. Tja, die Fahrer fallen jetzt auch weg. Der Fahrermangel, weil Führerschein und BKQF so teuer sind, ist ein hausgemachtes Problem von vor vielen Jahren, dessen Effekt jetzt deutlich wird.

In vielen Bereichen ging es uns als Gesellschaft wohl noch zu gut. Die Quittung bekommen wir jetzt.

Leere Regale haben hier aber auch den Hintergrund, dass jetzt überall Hilfsgüter nach Polen und in die Ukrainie geschickt werden.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 11.03.22, 10:09
Beim Speiseöl kommen eben die Grundstoffe - Raps und Sonnenblumen - größteneils aus Russland.

Und vermutlich hat jetzt auch der ein oder andere noch gehamstert weil die Medien schon den Engpass vorab verbreitet haben.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 11.03.22, 10:16
bei unserem Tierarzt wird das nicht zur Kostenfalle.
Anfahrt hat er noch niemals verlangt und auch sonst hat er sehr moderate Preise.
Impfausweis wurde mitgenommen und heute abend auf der Tour in den Briefkasten geworfen.

Klopapier und alle anderen Zellstoffe werden sehr viel teurer werden.
Alles hamstert wieder...oh Mann
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 11.03.22, 11:58
Beim Speiseöl kommen eben die Grundstoffe - Raps und Sonnenblumen - größteneils aus Russland.

Und vermutlich hat jetzt auch der ein oder andere noch gehamstert weil die Medien schon den Engpass vorab verbreitet haben.

Hallo,

Saatgut für Sonnenblumen - knapp oder es gibt keins mehr
PSM für Mais und Sonnenblumen _ vergriffen.
das wird noch lustig......wobei Mais hacken ist ja nicht die Welt, vielleicht kann ich meine Pferde überreden die 35 ha durchzuziehen  ::)

LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Caddy am 11.03.22, 13:56
hat unser nachbar junior erzählt, er habe vor der 3 wochen diesel eingekauft, wofür er eine woche später 450,- euro hätte
mehr bezahlen müssen, und für diese ersparnis fährt er jetzt in den urlaub. hauptberuflich ist er außerlandwirtshaftlich fest
in einem arbeitsverhältnis im bürobereich beschäftigt.
ich möchte z.Z. keine urlaubsreise geschenkt!!! denke mir, er hat die realität für die landwirtschaft verloren, da die tierhaltung
vor langem aufgegeben worden ist. bin neugierig, die über-überteuerten dünger-diesel-pflanzenschutzmittelpreise all diese
faktoren, die enorme mehrausgaben für den betrieb bedeuten, ob diese bei der ernte auch finanziell durch angemesse erzeuger-
preise berücksichtigt werden, da hab ich meinen glauben schon fast verloren. auf flugreisen, staus auf autobahnen in den ferien
kann man verzichten, aber nicht auf "unsere Grundnahrungsmittel". wir haben eine pandemie-krieg-und was kommt noch?
mißernten-hungersnöte sind keine fremdwörter mehr. nur gut, daß unsere landwirte ihre felder bestellt haben und bedacht sind
eine sichere ernte einzufahren, wenns diese vielerorts auch zu strom und wärme verjaucht wird, die ja auch notwendig ist.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 11.03.22, 20:29
Der Sprit, der jetzt so teuer verkauft wird, wurde sicher noch zu günstigem Preis eingekauft  :-X, denke ich mal.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Internetschdrieler am 11.03.22, 20:37
Der Sprit, der jetzt so teuer verkauft wird, wurde sicher noch zu günstigem Preis eingekauft  :-X, denke ich mal.

Meine Rede.... und der Staat schaut zu und sagt das ist Markt.
Derweil war bei 1,70 € der Mehrwertsteueranteil bei rd. 27 ct, so ist er bei 2,28 € schon bei 36 ct.
Da gibt es ganz mächtig viele Kriegsgewinnler
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 11.03.22, 20:46
Der Sprit, der jetzt so teuer verkauft wird, wurde sicher noch zu günstigem Preis eingekauft  :-X, denke ich mal.

Meine Rede.... und der Staat schaut zu und sagt das ist Markt.
Derweil war bei 1,70 € der Mehrwertsteueranteil bei rd. 27 ct, so ist er bei 2,28 € schon bei 36 ct.
Da gibt es ganz mächtig viele Kriegsgewinnler


... und ein "Steuergeschenk" von 10 Ct. /Liter könnte sich der Staat ohne Kosten erlauben.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 12.03.22, 08:59
Dass Dünger überteuert ist ist das Eine...............dass wir unter Umständen gar keine bekommen ist das Andere.

Da ist dann die Gülle plötzlich wieder wertvoll. Hoffen wir mal, dass die Veganer dies auch zur Kenntniss nehmen. Sie dürfen sich von mir aus auch gerne weiter vegan ernähren, aber dann eben auch so tolerant sein und akzeptieren, dass bio-veganer- Anbau Raubbau an der Natur ist und damit die Welt nicht ernährt werden kann.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 12.03.22, 09:48

... und ein "Steuergeschenk" von 10 Ct. /Liter könnte sich der Staat ohne Kosten erlauben.

Das wollen Sie aber nicht. Bei aller Liebe hier zeigt sich das wahre Gesicht einer Politik die den Infantilismus fördert. Alle Preise nach oben um dann mit Förderanträgen in Abhängigkeiten manövrieren.
Niemand kann sagen, daß wir es nicht gewusst haben. Wir haben es gewusst und Niemand auch kein Politiker hat es direkt angesprochen- den hätte auch keiner gewählt.

LG Mathilde
LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 12.03.22, 11:20
Schon bevor der Krieg begann, wusste man, dass Teuerungen auf uns zukommen, allein wegen der hohen Coronakosten. Einmal über Steuern und die Krankenkassenbeiträge werden sicher auch steigen. Ebenso die allgemeinen Lebenshaltungskosten, weil das Weltgefüge durcheinander geraten ist. Bei der Wahl konnte man zusätzlich noch von weiteren Kosten für den Energie- und Umweltwandel ausgehen. Auf dem Gebiet ist jetzt damit zu rechnen, dass einiges sich vermutlich weiter in die Zukunft  verschiebt. Der Krieg setzt allem noch einsdrauf. Unabsehbar, wo das hinführt.

Ich fürchte, die aktuellen Preissteigerungen sind erst der Anfang  :o. Damit verbundene soziale Verwerfungen werden folgen. Es werden schwierige Zeiten kommen. 
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 12.03.22, 11:34
Dazu noch zwei Artikel im Spiegel Wer ein Energieembargo fordert, muss die Gefahren kennen (https://www.spiegel.de/wirtschaft/russland-sanktionen-wer-ein-energie-embargo-fordert-muss-die-gefahren-kennen-gastbeitrag-a-aac5290a-5791-423e-9f83-a7cc398bc9ca)

Zitat
Ist ein kurzfristiger Lieferstopp von russischem Öl und Gas »handhabbar«? Diese Formulierung verharmlost die möglichen Folgen, die ein Boykott bei Unternehmen und Verbrauchern auslösen könnte. Schauen wir genau hin!


und ein Folge der gestiegenen Strompreise

Erstes deutsches Stahlwerk stoppt Produktion (https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/teurer-strom-erstes-deutsches-stahlwerk-stoppt-produktion-a-5507842f-11f3-4dd4-8785-f9e809888e11)

Zitat
Die Strompreise sind so stark gestiegen, dass die Lech-Stahlwerke in Bayern nun Konsequenzen ziehen und die energieintensive Stahlherstellung aussetzen. Die Produktion sei wirtschaftlich »nicht mehr sinnvoll«.


Erschreckend, wie schnell so massive Folgen eintreten.  :o :o
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 12.03.22, 13:20
Bei uns wollte jemand Heizöl bestellen...Der Liter für 3 Euro :o :o
aber es gibt grad gar keines.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 15.03.22, 09:31
Mein Mann hat heute Diesel bestellt: 1.98 €/l  :o
War eine schwere Entscheidung

Mein Mann hat heute Diesel bekommen: 1,98 €/l  :D

(Frau beachte die gegensätzlichen Emojis. - Man muss froh sein, überhaupt seine gewünschte
Bestellung geliefert zu bekommen. Und inzwischen dümpeln die Preise für Diesel bei 2,25 €/l)

Wobei man auch hört, dass das Rohöl wieder billiger geworden ist.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gina67 am 15.03.22, 10:36
Wir haben letzte Woche Diesel kaufen müssen. Rechnung kam gestern 2,41€/l. Da hätten wir schon günstiger direkt zur Tanke fahren können, wenn die nicht 10 km entfernt wäre.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Annette am 15.03.22, 10:46
Meine Tochter hat mir gestern geschrieben, dass in ihrem Wohnort (größere Ortschaft) gestern kein Mehl zu bekommen war. Weder beim Aldi noch beim Edeka  :o Die Dosenregale waren auch ziemlich luftig. Zucker war aber ausreichend vorhanden.

Da Frage ich mich schon woran es liegt: Panikkäufe, Spendenkäufe, schlichtweg schlechtes Management von den Märkten oder alles zusammen?

LG Annette
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 15.03.22, 10:49
Alles zusammen und sogar noch mehr, würde ich vermuten, Annette.

Da sind wohl auch die fehlenden (ukrainischen + überhaupt) LKW Fahrer

und Spekulationen in den Handelsketten  >:(
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 15.03.22, 11:13
Es gibt auch bei uns kein Mehl und kein Öl. Weder bei Netto noch bei Edeka.
Konserven sind recht ausgeräumt.
Zucker gibts genügend. Klopapier und Küchenrolle war auch nicht viel da.
Also überall das gleiche.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 15.03.22, 11:16
Mein Mann hat heute Großeinkauf bei der Metro gemacht. Es war auch dort so einiges nicht zu bekommen. Sonnenblumenöl nur noch in 5 Liter Behältern. Rapsöl gar nicht mehr. Weizenmehl nur in 10 Kg Paketen. Frisches Gemüse auch eher sparsam. Fleisch war aber noch gut vorhanden. Er macht jetzt noch einen Versuch beim anderen Großmarkt. Vielleicht waren ja auch die Regale noch nicht wieder aufgefüllt  ???

Bei Sonnenblumenöl frage ich mich, ob da nicht auch schon Leute hamstern, die das sich als Ersatz für Diesel vorstellen.

Die Tage las ich, dass für Zellstoffprodukte auch mit einer Verknappung zu rechnen sei, da dafür benötigtes Holz aus Rußland oder der Ukraine kommt.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 15.03.22, 11:21
Nachsatz:  Gerade im Spiegel gesehen


Folge des Ukrainekriegs: Auch Metro rationiert Lebensmittel  (https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/folge-des-ukrainekriegs-auch-metro-rationiert-lebensmittel-a-f98099d8-b113-47b6-9955-081769089b9a)
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Anneke am 15.03.22, 12:02
In unserem kleinen Dorfladen ist alles Angesprochene zu haben, einige Sorten Öl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, hochpreisiges regionales Öl...alles da,
Wir sind auch mühlenmäßig im Landkreis gut aufgestellt, die verarbeiten eigen angebautes Getreide zum großen Teil, zumindest bei meiner bevorzugten Mühle.

Klopapier etc. auch vorhanden, das gabs auch noch bei damaligem Engpass andernorts.
Da wundere ich mich schon...eventuell gute Logistik des Großhändlers, der viele kleine Läden beliefert?!?
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 15.03.22, 14:29
Vielleicht wird in den kleinen Geschäften auch nicht so gehamstert? Jeder kennt jeden, da schämt man sich vielleicht doch eher mal  ???

Nun hat mein Mann doch noch mal beim 2. Großhandel nach den fehlenden Produkten geschaut. Auch dort Weizenmehl nur ab 10 Kg, was er dann doch genommen hat, weil ein Lagerarbeiter zu ihm sagte, sie wüssten nicht, wann die nächste Lieferung kommt. Wird sich hier verbrauchen, da wir nur selbst gebackenes Brot essen. Da es die Beinscheibem. die er mitbringen sollte, bei beiden Märkten auch nicht gab und unser Dorfschlachter Rindfleisch erst zum Wochenende anbietet, hat er noch mal hier im Ort in unserem kleinen Supermarkt geschaut. Auch keine Beinscheiben. Naja, da muss nicht unbedingt ein Zusammenhang mit der Krise sein. Aber Weizenmehl war auch dort bis auf ein paar Tüten Bio-Mehl alle. Ebenso Sonnenblumen- und Rapsöl, ganz weg, nur noch  etwas Olivenöl. Zum Glück hatte Öl noch im 2. Großmarlt bekommen. Ich denke, da wird jetzt aber doch gehamstert.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 15.03.22, 16:04
Es geht aber auch einiges in Care-Pakete, zusätzlich zum Hamstern, denke ich.

Hier haben Pfadfinder zum Spenden aufgerufen: jeweils 1 Bananenkarton mit Deckel gefüllt mit: genauen Vorgaben, wieviel Mehl, Zucker, Salz, Gries usw drinzusein hat.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Freya am 15.03.22, 23:01
Bei uns im EDEKA und Aldi werden alle Produkte nur noch in "haushaltsüblichen Mengen" abgegeben.
Lediglich Sonnenblumenöl gab es nicht mehr, aber Rapsöl war reichlich vorhanden.
Type 405er Mehl auch nicht. Aber 630iger Dinkelmehl. Mit dem kann man auch alles backen.

Ich hab lediglich ein paar Päckchen Trockenhefe gehamstert, sollte es wieder mal keine Hefe geben.
Mehl habe ich genügend von der Mühle. ;-)

Ach so... Diesel hat sich bei uns an der Tanke (freie Tankstelle) seit win paar Tagen auf 229,9€ eingependelt.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 16.03.22, 07:25
Ich war gestern bei Netto. Da haben sie grad eingeräumt.
War nicht allzuviel auf den Containern zum verräumen drauf. Und grantig waren sie.
Einer hat zum anderen gesagt, wenn ich jetzt dann laut schreiend und fluchtartig rausrenne hat mich schon wieder einer
nach Mehl oder Sonnenblumenöl gefragt.
Ich kanns verstehen.

Jetzt kommt wieder die Zeit wo du schräg angeschaut wirst, wenn du von irgendwas 2 Päckchen kaufst.
Man merkt schon, dass wieder vermehrt in die Wägen von den anderen Kunden geschielt wird.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Lulu am 16.03.22, 13:25
Ich war gestern auch in einem Netto und war platt.

Mehl, Öl, Nudeln, Hefe, Dosensuppen, Mineralwasser.....alles weg. So hat es nichtmal zu Coronazeiten ausgesehen. Klopapier natürlich auch weg.
Ich musste fast lachen.

Die Verkäuferin hat mir erzählt die Leute hätten ganz plötzlich mehrere Flaschen Sonnenblumenöl gekauft, ehe sie überhaupt über eine Begrenzung nachdenken konnten.  Sorry....aber wollen die Leute wenn Krieg ausbricht Salat essen oder Pommes frittieren?

Also auf die Gefahr hin, das ich auf der Flucht nur Olivenöl und Cola habe.....ich hamstere nicht.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gina67 am 16.03.22, 13:27
Ärgerlich ist es nur, wenn man wirklich was von den ausverkauften Sachen braucht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 16.03.22, 13:37
Es soll Leute geben, die kippen sich das Salatöl in den Tank, weil Diesel so teuer ist. Mit Sicherheit vergessen diese Leute aber auch vorher, ihre Motoren auf Pflanzenöl umrüsten zu lassen.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gatterl am 16.03.22, 13:43
Ärgerlich ist es nur, wenn man wirklich was von den ausverkauften Sachen braucht.

Man kann doch ausweichen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 16.03.22, 13:51
man muss die Motoren nicht umrüsten..das geht nicht so einfach.
Die alten laufen eh so und die anderen werden sich hüten Salatöl reinzuschütten
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: ANNALENA am 16.03.22, 13:56
Heute in der Edeka, kein einziges "normales" Weizenmehl Typ 405 mehr.
Auch nicht das günstige. Nix🙄

Habe jetzt doppelgriffiges genommen.
Für Pfannkuchen und Kuchen nehm
 ich am liebsten das 405.

Und Ravioli sind im Angebot. Die lichten sich auch😄kauf ich ab und zu für meinen Mann.
Ich mag die nicht.😔

Aber sonst ist mir nix aufgefallen.
Ja, günstiges Klopapier. Alles weg...

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Annette am 16.03.22, 14:06
Ärgerlich ist es nur, wenn man wirklich was von den ausverkauften Sachen braucht.

Man kann doch ausweichen.

Sicherlich, so wie z.B. weil es noch da war, auf Diamant Mehl 405er 500g für 79 cent oder Dinkelmehl das 1kg für 2 Euro.

Hartz IV Satz 446 Euro oder sind's doch schon 10 oder 20 Euro mehr.

Vllt. sollten die Kommunen schon mal die Lebensmittelmarken für die Sozialhilfeempfänger rauskramen, da das sicherlich schneller funktioniert, als Sozialhilfesätze anzugleichen.

LG Annette
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Marina am 16.03.22, 14:41


Vllt. sollten die Kommunen schon mal die Lebensmittelmarken für die Sozialhilfeempfänger rauskramen, da das sicherlich schneller funktioniert, als Sozialhilfesätze anzugleichen.

LG Annette

Das funktioniert bei den Hilfeempfängern nicht. Die wollen lieber das Geld. Weiß ich aus Erfahrung als ich noch im Arbeitsleben stand und der Sozialhilfebereich zu meinen Aufgaben gehörte.

Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 16.03.22, 15:41


Vllt. sollten die Kommunen schon mal die Lebensmittelmarken für die Sozialhilfeempfänger rauskramen, da das sicherlich schneller funktioniert, als Sozialhilfesätze anzugleichen.

LG Annette

Ich kann das verstehen. Wer ganz unten ist, möchte wenigstens ein bisschen Normalität

LG Mathilde

Das funktioniert bei den Hilfeempfängern nicht. Die wollen lieber das Geld. Weiß ich aus Erfahrung als ich noch im Arbeitsleben stand und der Sozialhilfebereich zu meinen Aufgaben gehörte.

Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gatterl am 16.03.22, 15:59
Ärgerlich ist es nur, wenn man wirklich was von den ausverkauften Sachen braucht.

Man kann doch ausweichen.

Sicherlich, so wie z.B. weil es noch da war, auf Diamant Mehl 405er 500g für 79 cent oder Dinkelmehl das 1kg für 2 Euro.

Hartz IV Satz 446 Euro oder sind's doch schon 10 oder 20 Euro mehr.

Vllt. sollten die Kommunen schon mal die Lebensmittelmarken für die Sozialhilfeempfänger rauskramen, da das sicherlich schneller funktioniert, als Sozialhilfesätze anzugleichen.

LG Annette

Mit "man" hab ich "uns" gemeint. 
Nicht Hartz4 Empfänger.


Bei denen ist das wohl nur eines der vielen Probleme.
Da ist das Geld immer knapp.
Und jetzt noch viel mehr.

Die haben mein Mitgefühl und da verstehe ich wirklich sehr gut, daß das ein Riesen Problem ist.


Ich glaube, wir hier werden es sicher im Geldbeutel merken, aber diese Auswirkungen können wir sicher einige Zeit stemmen.



Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 18.03.22, 07:23
Guten Morgen,

Ich habe großen Respekt vor Robert Habeck, obwohl ich in Bezug auf die Sanktionen eine andere Meinung habe.
Aber er macht seine Gedanken und wie er zu welchen Entscheidungen kommt, sehr klar.
Außerdem ist die Kommunikation auf Augenhöhe.

https://www.instagram.com/tv/CbH6waYLoQV/?utm_medium=share_sheet
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 18.03.22, 15:53
schade kann es mir nicht anhören. hab kein Instagram und Facebook.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 18.03.22, 16:01
Ist ein freier Link, kann man ohne dort registriert zu sein, anschauen. Einfach den Link anklicken.

Trotzdem wäre es nett und höflich von Karpfenkanone, wenn sie kurz in eigenen Worten zusammenfassen würde, was er dort in seinem Beitrag erzählt.

Das ist wie mit Zeitungsartikeln, die einfach so verlinkt werden. Nicht jeder Leser hat die Zeit, alles anzuklicken und zu lesen. Da ist eine Zusammenfassung dann praktisch, damit man entscheiden kann, ob man weiterklicken will oder nicht oder das zu einem späteren Zeitpunkt macht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 18.03.22, 18:19
Schön. dass er uns informiert, was alles geplant ist, um uns von der russischen Energie unabhängig zu machen. Bin mal gespannt, ob das klappt. Bis Herbst d. J. unabhängig von russischer Kohle und bis Ende des Jahres vom russ. Erdöl. Finde ich schon sportlich. Aber gut, dass das jetzt angegangen wird.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 18.03.22, 18:21
Schön. dass er uns informiert, was alles geplant ist, um uns von der russischen Energie unabhängig zu machen. Bin mal gespannt, ob das klappt. Bis Herbst d. J. unabhängig von russischer Kohle und bis Ende des Jahres vom russ. Erdöl. Finde ich schon sportlich. Aber gut, dass das jetzt angegangen wird.


Interessant auch die Aussage, dass das Gebiet der ehem. DDR zu fast 100 % von russischem Erdgas abhängig ist. Da können wir es uns absolut nicht leisten, die Sanktionen vollständig mitzumachen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 18.03.22, 18:53
Hallo

interessanter Bericht  :-X

Habeck geht Gas kaufen – ausgerechnet die Scheichs aus Qatar sollen liefern (https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/energiewende-in-der-krise-habeck-geht-gas-kaufen-ausgerechnet-die-scheichs-aus-qatar-sollen-liefern_id_70053639.html?)

Zitat

Er macht aber auch das neue Dilemma deutlich, das nun Habeck ausbaden muss:
Die wenigsten Energieförderländer sind lupenreine Demokratien.
Im Gegenteil: Oft haben die jahrzehntelang sicher sprudelnden Einnahmen aus Öl- und Gasexporten
feudale Strukturen in den Förderländern gefestigt und Reformen unnötig gemacht.
Wenn Habeck Erfolg hat und mehr Lieferungen aus den arabischen Staaten nach Deutschland bestellen kann,
tauscht er also bestenfalls einen politischen Alleinherrscher im Kreml als Energielieferanten
gegen einen feudalen Scheich aus Doha oder anderswo aus.
###
Wind und Sonne reichen nicht: Habeck braucht Flüssiggas aus Qatar
Doch es bleibt ihm nichts anderes übrig. Qatar ist einer der weltweit größten Exporteure von Flüssiggas (LNG),
einer Energieform, die in den neuen Plänen der Bundesregierung zur deutschen Energieversorgung eine zentrale Rolle spielt.
Bis zu drei LNG Terminals sollen an den Küsten gebaut werden, um Tankschiffe aus aller Welt in Empfang nehmen zu können.

Wenn man die BGA´s und die Rapsmühlen (RME) in bäuerlicher Hand gelassen hätte ...
dann hätte man nicht diese großen Probleme ...

Aber ...
der Steuerneid und die Raffgier der Industrie/Energiekonzerne ...
haben Deutschland in die Abhängigkeit getrieben 

Bleibt gesund
Beate


Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Caddy am 18.03.22, 19:13
nachdem die hamsterkäufer ihre vorräte aufgefüllt haben, sind die regale sicher wieder bald im grünen bereich voll.  bei unseren
direktvermarktern und dorfläden hab ich noch keinen mangel bemerkt. einige wenige sammler haben sich erkundigt, ob liegen gebliebene holzreste im wald frei sind, zum anheizen des kachelofens.  unsere uroma erzählte manchmal von früher, wo die wälder besenrein aufgelesen waren,
da waren frauen zum holzsammeln unterwegs, kaum vorstellbar im jahr 2022, doch wahre vergangenheit. der naturstoff holz
braucht mehr wertschätzung.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 18.03.22, 19:29
.... ja, aber auch das ist nicht gewollt wegen Feinstaub  (oder wie ich denke weil da der Staat nichts dran verdient wenn man sein eigenes Holz verschürt)
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 18.03.22, 20:00
bei uns ist eine riesen Nachfrage nach Brennholz.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 18.03.22, 20:11

Wenn man die BGA´s und die Rapsmühlen (RME) in bäuerlicher Hand gelassen hätte ...
dann hätte man nicht diese großen Probleme ...

Tja, heimisch erzeugte Energieprodukte sind halt politisch nicht gewollt. Lieber Biogasanlagen kaputtgehen lassen (hier reihenweise) und Ölmühlen erst Recht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 18.03.22, 23:30
Caddy ich kann mich noch an die Holzsammler im Wald erinnern. nach sommerlichen schweren Gewittern zogen die schon los und sammelten gleich was der Sturm abgebrochen hätte. Das war aber  nur im Kommunalwald oder Staatswald möglich.
Jetzt heisst es ja.: das Holz muss zum Verrotten im Wald Bleiben.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 19.03.22, 08:22
Meine Oma und meine Mutter haben damals die Wurzelstöcke ausgegraben.
Stocken hieß das bei uns. Wir haben heute noch die alte Winde von damals,
mit denen sie Stöcke hochgewuchtet haben.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 19.03.22, 09:24
Leute: Aufpassen!

Laut der Land&Forst (https://www.landundforst.de/niedersachsen/region-stade-lueneburger-heide/2500-liter-diesel-landwirtschaftsbetrieb-abgezapft-567051?utm_source=luf&utm_medium=newsletter&utm_campaign=luf-newsletter&utm_term=2022-03-18) (Wochenblatt Niedersachsen) kommt es in der letzten Zeit verstärkt zu Einbrüchen auf landw. Betrieben, um dort Diesel aus Hoftankanlagen zu klauen!

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 19.03.22, 09:34
das kann ich mir gut vorstellen.
Bei uns wurden schon ein paar Baustellen und Baumaschinen aufgebrochen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: hosta am 19.03.22, 11:58
Meine Oma und meine Mutter haben damals die Wurzelstöcke ausgegraben.
Stocken hieß das bei uns. Wir haben heute noch die alte Winde von damals,
mit denen sie Stöcke hochgewuchtet haben.

Darüber haben wir gerade vor ein paar Tagen gesprochen.  Gäbe zur Zeit bei uns genug davon. Sie haben ein Waldstück wegen Borkenkäfer aufgeräumt. Dann kam der Sturm  und hat den Rest erledigt. 
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 19.03.22, 13:03
Wir haben in den letzten Wochen für unsere Verhältnisse sehr viel Holz geholt.
Gehört fast alles unserem "Nachbarn" hier in der Gegend.
Dort wurden viele Wege verbreitert, weil der Harvester in Zukunft besser durchkommen soll.
Da gibts Holz ohne Ende, vor allem Abschnitte vom Stamm, ca 50 cm lang und ordentlich Durchmesser.
Für uns perfekt, weil das nur gespalten werden muss. Spart ne Menge rumgesäge.
Viele wollen das aber nicht, weil man dann halt nicht so wirklich schöne Scheite hat.
Wenn ich höre, dass die Scheite akkurat gleich lang und breit  sein und vor dem Heizen ordentlich abgekehrt
werden müssen, denke ich mir immer, ihr habt es noch nie wirklich gebraucht...

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Caddy am 19.03.22, 18:54
hallo morgana, wurzelstöcke habens hier auch ausgegraben. von der wurzel bis zum schopf. sogar das laub wurde ausgerecht,
zur einstreu für die tiere, uromi hat vieles erzählt. es wurde alles verwendet.
sogar seife wurde selbst gekocht, hatten zum andenken einige wenige stücke aufbewahrt, die ich bei der letzten entrümpelungs-
aktion  entsorgt habe. bin froh, daß ich so eine seife nie benutzen mußte, schlimmer als eine normale kernseife.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Morgana am 19.03.22, 19:43
Laub ausrechen kenne ich von den Erzählungen her jetzt nicht.
Dass alle Straßen und sonstige Ränder gemäht und verfuttert wurden.
Und auch, dass die Wälder wie ausgekehrt ausgesehen haben hat Oma immer gesagt und konnte
gar nicht verstehen, dass später soviel Totholz liegen gelassen wurde.
Seife wurde bei uns nicht gemacht, aber Tabak angebaut und Bienen gehalten.
Damit konnte viel eingetauscht werden.



Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 20.03.22, 13:22
Leute: Aufpassen!

Laut der Land&Forst (https://www.landundforst.de/niedersachsen/region-stade-lueneburger-heide/2500-liter-diesel-landwirtschaftsbetrieb-abgezapft-567051?utm_source=luf&utm_medium=newsletter&utm_campaign=luf-newsletter&utm_term=2022-03-18) (Wochenblatt Niedersachsen) kommt es in der letzten Zeit verstärkt zu Einbrüchen auf landw. Betrieben, um dort Diesel aus Hoftankanlagen zu klauen!

Das kann ich mir gut vorstellen... "lohnt sich jetzt richtig"  >:(
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 21.03.22, 09:22
Trotzdem wäre es nett und höflich von Karpfenkanone, wenn sie kurz in eigenen Worten zusammenfassen würde, was er dort in seinem Beitrag erzählt.

Das ist wie mit Zeitungsartikeln, die einfach so verlinkt werden. Nicht jeder Leser hat die Zeit, alles anzuklicken und zu lesen.
Moin,

Entschuldige bitte. Ich dachte, ich hätte ganz gut beschrieben, worum es mir bei diesem Statement von Habeck ging.

LG
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 21.03.22, 10:52
Hallo

hab was interessantes gelesen ...  :-X

"Deutschland ist viel abhängiger von Russland als gedacht" (https://www.t-online.de/finanzen/unternehmen-verbraucher/id_91856796/sanktionen-deutschland-ist-viel-abhaengiger-von-russland-als-gedacht-.html)

Zitat

Fließt das Gas weiter, können die Sanktionen gegen Russland der deutschen Wirtschaft nur wenig anhaben, heißt es.
Doch ist das wirklich so? Eine neue Studie nährt Zweifel an dieser Erzählung.
###
Auf den ersten Blick scheint die Summe überschaubar:
Wenn Sie in Deutschland für 50.000 Euro ein Auto kaufen, landen davon 500 Euro in Russland.
150 Euro entfallen auf russische Energieimporte wie Gas, 350 Euro gehen drauf für andere Vorprodukte,
etwa Palladium zur Herstellung von Katalysatoren oder für Kautschuk, das in den Gummireifen des Wagens steckt.
###
"Langfristig könnten wir diese Importe natürlich ersetzen", so Kolev.
"Kurzfristig jedoch könnten weitere Sanktionen oder Import-Embargos Produktions- und Arbeitsausfälle
in Deutschland herbeiführen, deren Ausmaß kaum verlässlich abzuschätzen ist."

Schaut euch die Tabelle an ... da geht es um mehr als 1 %  :-\

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 21.03.22, 11:01
Hallo

es gibt aber auch eine andere Seite ...  :-X ::)

So abhängig ist Russland von deutschen Medikamenten (https://www.t-online.de/finanzen/unternehmen-verbraucher/id_91850640/bayer-pfizer-und-co-so-abhaengig-ist-russland-von-westlichen-medikamenten.html)

Zitat

Seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine haben viele westliche Konzerne ihr Geschäft mit Russland beendet.
Notwendige Medizin soll dennoch weiter geliefert werden – doch es gibt Probleme.
###
Wer in Russland krank wird, zum Arzt geht und ein Rezept bekommt, nimmt wenig später häufig Medikamente ein,
die aus dem Westen importiert wurden, oft auch aus Deutschland.
Daran ändern die jüngst verhängten Sanktionen zwar zunächst nichts,
da Arzneimittel von den Strafmaßnahmen ausgenommen sind.
###
Dennoch ziehen sich viele Pharmafirmen als Reaktion auf Putins Angriffskrieg derzeit aus Russland zurück,
darunter auch der deutsche Konzern Bayer
###
"Bayer hat als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine alle Ausgaben in Russland und Weißrussland eingestellt,
die nicht mit der Bereitstellung unverzichtbarer Produkte in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft zusammenhängen."
Dazu zählten sämtliche Werbung sowie der Stopp von Investitionsprojekten.
###
Bei verpackten Medikamenten steht Deutschland sogar an erster Stelle.
Insgesamt importiert Russland jährlich Medikamente für mehrere Milliarden Euro.
Im Jahr 2019, also noch vor der Corona-Pandemie, machten diese Importe
allein ein Volumen von 10,2 Milliarden US-Dollar (9,2 Milliarden Euro) aus.


Das trifft die deutsche Wirtschaft ebenfalls ...

Es ist kompliziert ...

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 21.03.22, 12:18
genau deshalb stimmt die Aussage,
dass es bei Krieg KEINE Gewinner gibt  .
Hier ist schon die Auswirkung festzustellen, dass die HeimArbeiter Kurzarbeit haben, bzw Überstunden abbauen müssen. Sie stellen Kleinteile für Autoproduktion her. Trifft es Frauen die eh schon gering bezahlt werden. Das ganze hat einen Rattenschwanz. Alles hängt mit allem zusammen und was soll da ein Krieg, der einzig und allein aus Machtgehabe und Stolz begonnen wurde.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 22.03.22, 08:25
genau deshalb stimmt die Aussage,
dass es bei Krieg KEINE Gewinner gibt  .

Doch Maja, es gibt schon Gewinner. Die Rüstungsindustrie, die Mineralölkonzerne,
die Spekulanten, die Menschenhändler, .... usw.

Vermutlich meinst Du, dass keine Nation im Krieg gewinnt, sondern alle irgendwelche
Verluste und Nachteile zu verkraften haben.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 24.03.22, 11:27
Hallo

bin mal gespannt ob die EU bzw. Deutschland Eier in der Hose hat

Gas nur gegen Rubel ...  (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/gaslieferungen-russland-rubel-101.html)

Zitat

Russland will Zahlungen für Gasexporte künftig nur noch in der eigenen Währung erlauben.
Allein die Ankündigung lässt den Rubel steigen.
Experten befürchten nun eine Eskalation im "Wirtschaftskrieg".

Das ist ganz klar ein Vertragsbruch ... weil der ist in $ und € ...

Wenn die EU / D dem zustimmen ... verstoßen sie gegen ihre eigenen Sanktionen

Ich könnte wetten, dass ...  :-X :-X :-X

Bleibt gesund
Beate



Ökonom: Putin eskaliert Wirtschaftskrieg (https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/russland-will-fuer-gas-an-europa-nur-noch-rubel-akzeptieren,T0uKSaY)

Zitat

"Für Gaslieferungen gibt es langfristige Verträge, die auf Dollar lauten", sagte der Professor am Institut für Wettbewerbsökonomie
an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. "Wenn Putin nun erklärt, er akzeptiere nur noch Rubel, bricht er diese Verträge."
In irgendeiner Form werde der Westen nun reagieren müssen.
"Ein Embargo von Energieimporten aus Russland ist nun wahrscheinlicher geworden."
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 24.03.22, 22:43
na gut Elisabeth
Du hast das FeinTuning übernommen.
Wenn ich sehe Würzburg , meine Lieblingsstadt wurde am 16. März 1945 in Schutt und Asche gelegt . Noch heute gibt es Stellen die nicht wieder schön sind.Die vielen Menschen die in der Feuersglut umgekommen sind damals und die Überlebenden die auch 77 Jahre später ein Trauma haben. Unnötig !!!   und jetzt kommt wieder so ein Grosskotz daher und meint er müsste mal Ein bisschen seine Macht ausprobieren. was hat er davon ? er bekommt auch nur 6 Bretter am Ende. Lebt auch nicht ewig. Im Gegenteil.....sein Name wird voll Abscheu genannt
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 25.03.22, 08:58
treffend formuliert
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 26.03.22, 13:06
Hallo

wie die Lage in der Ukraine aktuell ist zeigt das Zoom Meeting
mit Alex Lissitsa (Landwirtschaft Ukraine), Christian Lohmeyer,  Anthony Lee und Markus Wipperfürth

https://www. youtube. com/watch?v=W0AzRp5x9dc

Dr. Alex Lissitsa zum Co-Vorsitzenden des DLG-Länderarbeitskreises Osteuropa gewählt (https://www.dlg.org/de/mitgliedschaft/newsletter-archiv/2021/04/dr-alex-lissitsa-zum-co-vorsitzenden-des-dlg-laenderarbeitskreises-osteuropa-gewaehlt)

Zitat

2012 trat Dr. Lissitsas als Geschäftsführer dem Vorstand von IMC Agrarholding bei, einem börsennotierten Unternehmen,
das sich auf den Anbau von Marktfrüchten spezialisiert und 123,9 Tausend Hektar
in der Nordukraine und in der Zentralukraine bewirtschaftet.
Das Unternehmen produziert mehr als 1 Million Tonnen von Weizen, Mais, Sonnenblumen und Soya,

Allein die Zahlen ... u.a. ha die nicht bestellt werden können ...
bestellte Flächen im Osten die *aufgegeben wurden* usw.

Am 11. März war im BR schon mal ein Bericht mit/von Alex


Putins Krieg: Auswirkungen auf die ukrainische Landwirtschaft (https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/putins-krieg-auswirkungen-auf-die-ukrainische-landwirtschaft,SzfxHe1)

Zitat

Wie sieht dort jetzt gerade der Alltag aus, wollen wir wissen. "Kurz gesagt: Es ist eine Katastrophe", sagt Lissitsa.
"Unser Milchviehbetrieb mit knapp tausend Milchkühen ist an der Grenze zu Weißrussland im Norden der Ukraine,
also circa 120 Kilometer nördlich von Kiew, und momentan ist es so, dass wir leider keine tierärztliche Versorgung haben
und dass auch Futter fehlt. Das heißt, die Tiere werden halt jetzt mit sehr knappen Ressourcen versorgt."
###
Während die russische Armee die Ukraine von Norden, Osten und Süden angreift, sei der Westen des Landes
bislang noch weniger betroffen, sagt Alex Lissitsa: "Momentan gibt es ein normales Leben,
wenn man das als normal betrachten kann, in der Westukraine.
Da gibt es sehr wenig Bomben. Die Westukraine funktioniert noch einigermaßen.
Unsere westukrainischen Kolleginnen gehen auch zum Teil aufs Feld."
Aber die Westukraine mache eben nur ein Drittel der gesamten Produktion des Landes aus.
Ein klein wenig Hoffnung hat Lissitsa dann doch: "Was wir halt immer wieder sagen und schätzen, ist:
Wenn die Ukraine 50 Prozent der Fläche im Frühjahr bearbeiten kann, das wäre schon ein Erfolg."

Allein die Überschriften im Text geben Anlass zur Sorge ...

Selbst wenn die Ukraine den Krieg übersteht ... wie sollen die verminten Felder bestellt werden  ???

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: apis am 06.04.22, 14:19
Auf die Geflügelwirtschaft in Niedersachsen wirkt sich der Krieg Russlands gegen die Ukraine scheinbar nicht so stark aus:

Niedersachsen erlaubt noch Kükenlieferungen nach Russland.

Nachzulesen auf NORD 24 oder NDR Videotext von heute.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 10.04.22, 03:01
Ich habe einen Beitrag auf NT-V gesehen, dass es in der Ukraine noch viel Weizen und Mais gibt, dass die Bauern nicht verkaufen können. Gewöhnlich wird über den Hafen in Odessa der Handel abgewickelt. Der wird aber bescchosen. Über Land ist auch schwierig. Einmal wegen der Kriegslage und dann ist Diesel um das doppelte teurer geworden. Dafür fehlt das Geld. Was für ein Jammer und wie traurig  :'(

Ob und in wie weit sie die neue Saat ausbringen können oder im Sommer ernten ist noch ungewiss. Auch Felder werden beschossen oder von Panzern überfahren. Auch gibt es Bauern, die Soldaten sind. Wenn das nicht gelingt, eine Kathastrophe besonders für die armen Länder in der Welt und schwere Zeiten auch in anderen Regionen.  :'( :'(
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 10.04.22, 06:40
.... bin gespannt wie lange bei uns noch die Naturschützer (gestern im Fernsehen eine vom Nabu) drauf beharren dass all die Flächenstilllegungen durchgezogen werden müssen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 10.04.22, 11:07
Hallo

der Oberknaller ist der Grüne Toni

https://www.tiktok.com/@politikvsme/video/7084224619066002694?_r=1&_t=8RLrVndqLuo&social_sharing=v1

Denke das tiktok nur in Chrome oder Edge läuft  :'(

Also Gas hätten wir ... sogar in Bioqualität ...

Bleibt gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 26.04.22, 20:24

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rubel-streit-russlands-gaslieferungen-an-polen-ueber-die-jamal-pipeline-sollen-gestoppt-werden-a-65451f4c-c674-48fd-ac72-bf432485e40f (https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rubel-streit-russlands-gaslieferungen-an-polen-ueber-die-jamal-pipeline-sollen-gestoppt-werden-a-65451f4c-c674-48fd-ac72-bf432485e40f)


Russland stellt Gaslieferungen an Polen ab Mittwoch ein

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: pauline971 am 26.04.22, 20:41
Walburga, das habe ich grad als Nachricht aufs Handy bekommen. Ich befasse mich nicht sooo groß mit dem Ganzen, da ist mein Mann eher fit. Aber ich habe das Gefühl, das auch für andere Länder er EU entweder der Gas/Ölhahn abgedreht wird oder die Länder selbst den Import stoppen.

Ich bin eher der positiv denkende Mensch, doch denke ich, wer das sparen noch nicht gelernt hat bislang, wird es wohl lernen müssen. Wir gehen auf keine einfachen Zeiten zu   :'(
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: sonny am 26.04.22, 20:47
Pauline, ja, einfache Zeiten  werden wahrlich nicht auf uns zukommen 😒

Ein Politiker sagte, es wird nie wieder so werden, wie es war.
Das sollte uns bewusst sein.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: pauline971 am 26.04.22, 20:50
Manchmal macht es mir schon Angst was alles auf uns zukommt. Aber Hauptsache kein Krieg in den die Nato mit hineingezogen wird. Es reicht so schon  :'(
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: LunaR am 26.04.22, 20:58
Manchmal macht es mir schon Angst was alles auf uns zukommt. Aber Hauptsache kein Krieg in den die Nato mit hineingezogen wird. Es reicht so schon  :'(

Wobei aus Rußland die Meldung kam, dass man dort die Lieferung von Kriegsmaterial/Fahrzeugen etc. als Einmischung in den Krieg sehe und man darauf schießen werde. Da  will ich gar nicht darüber nachdenken, dass wir nun doch Panzer liefern werden und die ukrainischen Soldaten dafür in Deutschland ausgebildet werden sollen .

Auch ich denke, dass schwere Zeiten auf uns zukommen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 27.04.22, 01:54
einer muss doch diesen wahnsinnigen stoppen können.?!
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: gammi am 27.04.22, 10:04
Das denke ich auch die ganze Zeit.  :'(

Zu Anfang gab es einmal einen Witz:
Ein Mann kommt jeden Tag an den Kiosk und kauft sich eine Zeitung. Schaut sie kurz an und gibt sie zurück. Da frägt der Kioskbesitzer warum er jeden Tag eine Zeitung kauft wenn er sie nicht liest.
Antwortet der Mann. Er schaut sich nur die Todesanzeigen an. Kioskbesitzer sagt dass die aber ganz hinten stehen.
Der Mann antwortet dass die auf die er wartet auf der 1. Seite stehen würde.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: goldbach am 28.04.22, 09:28
Ergänzung zum meinem Beitrag von "aktuelle Lebensmittelpreise"

Wir bekommen Ware auf Paletten geliefert (keine Lebensmittel) und da wird seit März pro Palette ein Betrag verrechnet.
Egal ob einmalPalette oder euroPalette fallen pro Palette € 15,5o  an  u n d  zzgl. Mautgebühr von € 5.-- (wenn mehr geliefert wird)   bis € 15.-- (wenn extra angefahren wird).
Wenn die euroP. nicht getauscht wird, verrechnet die Firma   € 20.--  zzgl. MWSt. !!!
Letzte Woche sind 15 St. EinmalPaletten nachts vom Hof verschwunden :'(  - nun werden sie in der Halle gestapelt!

Auch Paletten werden rar, weil das Holz aus der Ukraine kommt und die Nägel dafür knapp sind!!! 
Deutschland hat die Stahlindustrie von China abbauen lassen  -  das sind nun die Auswirkungen.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: fanni am 28.04.22, 10:00
Ergänzung zum meinem Beitrag von "aktuelle Lebensmittelpreise"

Wir bekommen Ware auf Paletten geliefert (keine Lebensmittel) und da wird seit März pro Palette ein Betrag verrechnet.
Egal ob einmalPalette oder euroPalette fallen pro Palette € 15,5o  an  u n d  zzgl. Mautgebühr von € 5.-- (wenn mehr geliefert wird)   bis € 15.-- (wenn extra angefahren wird).
Wenn die euroP. nicht getauscht wird, verrechnet die Firma   € 20.--  zzgl. MWSt. !!!
Letzte Woche sind 15 St. EinmalPaletten nachts vom Hof verschwunden :'(  - nun werden sie in der Halle gestapelt!

Auch Paletten werden rar, weil das Holz aus der Ukraine kommt und die Nägel dafür knapp sind!!! 
Deutschland hat die Stahlindustrie von China abbauen lassen  -  das sind nun die Auswirkungen.

...........das ist ja ein Ding.........Palettenklau. Bei LKW´s wird vermehrt Diesel abgezapft des nächstens :o :o............

ich bin mal gespannt wie sich diese "wir liefern sofort und umsonst"-Schiene bei den ganzen online-Bestellungen bemerkbar macht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Steinbock am 28.04.22, 10:14
ich bin mal gespannt wie sich diese "wir liefern sofort und umsonst"-Schiene bei den ganzen online-Bestellungen bemerkbar macht.

Da "warte" ich auch schon drauf. - Das würde ich allerdings begrüßen, damit nicht gar so viel, so oft und so sinnlos bestellt wird
(hoffentlich)!
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: fanni am 28.04.22, 11:10


Da "warte" ich auch schon drauf. - Das würde ich allerdings begrüßen, damit nicht gar so viel, so oft und so sinnlos bestellt wird
(hoffentlich)!

ich denke das war bisher schon eingepreist und ging wie immer zu Lasten derer, die das T-shirt nähen  und ausliefern (so wie bei uns Bauern auch), nachdem aber in diese Richtung einfach die Grenzen (noch billiger) erreicht sind wird es wohl in die  andere Richtung gehen müssen.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 28.04.22, 11:31
Hallo

nicht nur der Krieg macht extreme Probleme

Stau im Hafen von Shanghai – Lieferengpässe in Deutschland (https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/corona-stau-im-hafen-von-shanghai-lieferengpaesse-in-deutschland,T3iRLUl)

Zitat

Im größten Hafen der Welt in Shanghai stauen sich wegen des anhaltenden Corona-Lockdowns die Containerschiffe.
Lieferengpässe sind laut der Deutschen Auslandshandelskammer bereits jetzt in Deutschland zu spüren.
###
Am Hafen führt das dazu, dass Schiffe nicht beladen oder entladen werden können.
Die Container stapeln sich, Schiffe stecken vor dem Hafen fest. Nach Angaben der Deutschen Auslandshandelskammer
reichen alternative Lieferwege über andere Häfen nicht aus. Viele Unternehmen, die in China produzieren,
bekommen ihre Waren seit mehr als drei Wochen nicht aus dem Land.
In Deutschland hätten diese Güter zum jetzigen Zeitpunkt längst ankommen sollen.
Die Lieferengpässe führten in Deutschland wegen des geringeren Angebots zu noch höheren Preisen,
in einer Zeit, in der die Inflation auf einem Rekordhoch ist, so die Auslandshandelskammer.
###
Die Probleme dürften sich in etwa zwei Monaten voll auf Deutschland auswirken,
schätzt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW).
Die Güter benötigen etwa 30 bis 40 Tage von Shanghai nach Hamburg
und danach müssen sie noch weitertransportiert werden.
"Dann könnte es etwa bei Elektronikartikeln wie Fernsehern oder Tablets oder bei Zwischengütern
für die deutsche Produktion zu Verzögerungen kommen
", schätzt IfW-Handelsexperte Vincent Stamer.

Also werden Weihnachtsgeschenke richtig teuer oder sind nicht verfügbar  :-X :-X :-X :-X

Bleibt gesund
Beate

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Anneke am 28.04.22, 13:02
Auch vor Hamburg stauen sich mittlerweile die Frachter, Logistik zum Ware "löschen" macht enorme Probleme, Termine zum Entladen geraten alle durcheinander, bei weitem nicht so wie in Shanghai, aber doch führen die Staus in Hamburg nochmal zu einigen Tagen Verzögerung in der Lieferkette.

Irgendwie wirkt das ganze ein bisschen wie Sanktion durch die Hintertür

Kurzarbeit bleibt infolge wohl ein wichtiges/notweniges Instrument
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: IngeE am 05.05.22, 23:25
Ich habe lange ueberlegt, ob ich mich traue......
Wirtschaftliche Auswirkungen, ich weiss nicht, ob Schanghai wirklich so schrecklich vergrippt war, um 26 Millionen fuer einen Monat einzusperren und ganz nebenbei auch auch den Containerverkehr zum Erliegen zu bringen..... In Peking waren es nur fuenf Tage und wieder Back to Normal.
Putin, der verrueckte Putin? Wer von euch hat sich wirklich Gedanken gemacht, warum ein Mann, der ein bankrottes Russland mit gierigen Oligarchen von dem versoffenen Jelzin uebernommen hat, das geduldig 22Jahre lang aufgebaut hat, ploetzlich einen Angriffskrieg gegen den Nachbarn, eigentlich ein Bruderland, beginnt.
Geschichte: 2014 wurde auf dem Maidan gegen die russenfreundliche Regierung geputscht, direkt bezahlt von der amerikanischen Botschaft. Victoria Nuland sagte,( das ist die , die meinte Fuck the EU, was Angela sauer aufgestossen ist), von den 5MRD fuer die Ukraine, waeren eine in den Maidan geflossen. Die neue Regierung hat sofort mit die russische Sprache sanktioniert...... Viele Filme und Videos dazu.
Von denen, die protestiert hatten, blieben nur noch nach einem Referendum die Republiken Donezk und Lugansk uebrig. Die anderen siehe Remember Odessa. Dann hat Kiew Krieg gegen die eigene Bevoelkerung im Donbass begonnen, bisher ca. 15000 ziviele Opfer. Googelt mal nach Allee der Engel - die Kinder...
Es gab danach Verhandlungen , um den Konflikt beizulegen und den beiden Republiken einen Autonomiestatus zu geben, mit Minsk 1 und 2 mit Deutschland und Frankreich als Garantiemaechten, wurde nie umgesetzt und das Sterben ging weiter.
Wer erinnert sich noch an den Beitritt der DDR und die Modalitaeten? Es war von Parker, Genscher und Gorbatschow vereinbart, dass es keine Osterweiterung der NATO gibt.
 UND?
Jede Weltmacht hat seine "Komfortzone", die es zu respektieren gilt. Was anderes war sonst die Kubakrise, als die SU Atomwaffen auf Kuba stationieren wollte.
Jedenfalls hat Selenski angefragt, auch EU, und damit NATO Mitglied zu werden, obwohl bisher Neutralitaet vereinbart war.
Das war nun ein Tikkie zu weit.
Seit Dezember letzten Jahres hatte Russland seine Truppen  an der Grenze zum Donbass aufgestellt und auf Amerikas Antwort gewartet.
Da kam nichts.
Im Gegenteil, der Beschuss der Donbassrepubliken durch die Ukrainer wurde verschaerft, laut OSZE, daraufhin hat Wladimir Putin die beiden Republiken anerkannt.
 Bitte wer dazu Originalquellen sucht, ich werde suchen.
Ich hatte gleich zu anfang der Konfrontation in einem anderen Forum gefragt, warum nicht sofort- war Anfang Maerz - alle Stilllegungsflaechen fuer Sommersaaten genutzt wuerden? Die Gruenen waren dagegen. In Oestereich ein anderer Weg.
Sowieso, die Gruenen, die Friedenspartei - nun die Waffenlieferer und Kriegshetzer, was ist von Kelly und Bastian uebrig.
Ich weiss nicht, ob ich mich jetzt aufs  Glatteis begebe, fuer mich sieht es so aus, die Sanktionen gegen Russland sind ein Backfire. Warum. Russland hat bisher alle Kontrakte fuer Energielieferungen erfuellt. Mit den Sanktionen wurden russische Vermoegen, auch aus Gas/Oellfieferungen, eingefroren = geklaut =
So, wie bisher, sitzt Amerika entspannt im Sessel, bis sich die Europaerer entsorgt haben.
Die letzte Meldung aus  Asowstal war, dass sie pro 15 freigelassene Zivilisten eine Tonne Nahrungsmittel wollen.
Die Nazis in Asowstal haben, laut Zivilisten, nie humanitaere Korridordore
bekannt gemacht
Nun ja, bitte bis morgen
Bin muede
 



 
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 06.05.22, 08:38
Hallo,

liebe Inge, da das nicht das Thema dieser Box ist, antworte ich nur kurz.
Putin ist kein Engel sondern ein KGBler.
Ich empfehle Dir den Beitrag aus Frontal vom 4.5. über die Söldner-Truppen.
Selensky ist auch kein Engel aber er wurde frei gewählt, während Putin sich durch Gesetzesänderungen die Macht erschlichen hat.

In diesem Konflikt werden wir alle verlieren und wenn wir nicht aufpassen unsere Demokratie. Parteien wie die AfD basteln da schon eifrig mit.

LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Maja am 06.05.22, 10:07
Mathilde
seh das auch so wie du.
Es gibt keinen Grund einen solchen Krieg anzufangen und schon gar kein Recht.
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: frankenpower41 am 06.05.22, 10:22
.... aber wenn man in die Geschichte schaut gab es das schon immer und auch überall. :( :( :(
und die Auswirkungen haben die kleinen Leute zu tragen die das alles gar nicht wollen.

zurück zum Thema, ich bin gespannt wie das mit dem Oel-Embargo wird, es sind in der EU auch Länder die das nicht so leicht wegstecken können wie wir (angeblich)
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karo am 06.05.22, 10:49
Ich frag mich, ob das so funktioniert?
Die Wunschliste.
Land A und B will noch länger Öl, Gas brauchen wir aber auch noch bis Tag xy.
Was wenn er morgen den Hahn zudreht?
Ich hoffe immer noch auf mehr Gespräche.

Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Karpfenkanone am 06.05.22, 17:11
Hallo,
Putin ist kein Engel sondern ein KGBler.
Ich empfehle Dir den Beitrag aus Frontal vom 4.5. über die Söldner-Truppen.
Dazu habe ich, auch durch meine mittlerweile vielen Kontakte zu Ukrainer:innen noch etwas anzufügen.
Wir alle in Deutschland, ich schließe mich da vollumfänglich mit ein, waren Arschgeigen und arrogante Menschen.
Auf Osteuropäer:innen und vor allem auf die Menschen in der Ukraine hätten wir hören sollen.

Nicht auf unsere wirtschaftlichen Vorteile.

Hoffentlich ist es OK, ich setze hier ein Video rein. Im russischen Staatsfernsehen wurde das Ziel von NS2 schon in 2019 formuliert.
Es ist eine Sendung ähnlich hart aber fair, illner, etc.
Das Video ist aus 2019.
youtu.be/3Ul6tVT98Hg KEINE DIREKTLINKS ZU YOUTUBE, es sei denn, Du hast den Film selber gedreht!

Noch eine Ergänzung:
Das UCMC wurde/wird gefördert durch:
Zitat
Ukrainian World Foundation, USAID, NED, EED, NATO, UNICEF, German Marshall Fund/Black Sea Trust, UNHCR, Spirit of America, Heinrich-Böll-Stiftung, Institute for Statecraft, Estonian Center of Eastern Partnership, European Values Think-Tank, International Renaissance Foundation, GIZ, den Botschaften der USA, der Niederlande, der Schweiz, von Finnland, Norwegen, Schweden und Deutschland sowie weiteren angesehenen Organisationen.
https://uacrisis.org/de/ (https://uacrisis.org/de/)
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Mathilde am 07.05.22, 09:51
Auf Osteuropäer:innen und vor allem auf die Menschen in der Ukraine hätten wir hören sollen.

Nicht auf unsere wirtschaftlichen Vorteile.

Hoffentlich ist es OK, ich setze hier ein Video rein. Im russischen Staatsfernsehen wurde das Ziel von NS2 schon in 2019 formuliert.
Es ist eine Sendung ähnlich hart aber fair, illner, etc.
Das Video ist aus 2019.
Youtubelink entfernt


Schade, dass ich kein russisch oder ukrainisch kann und die Untertitel laufen mir zu schnell.

Zu den wirtschaftlichen Interessen gehört tatsächlich die Energieversorgung. Was ist jetzt besser, Fracking Gas, aus Saudi Arabien das Öl Oder LNG ist das besser als russisches Gas?
Ich gebe zu, daß mir hier der weltpolitische Hintergrund fehlt.

LG Mathilde
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: Beate Mahr am 07.05.22, 10:42

Das Video ist aus 2019.
https://y o u tu.be/ 3U l6t VT9 8Hg



würdest du den Link zu Y o u T u b e  bitte (richtig) deaktivieren

bleit gesund
Beate
Titel: Re: Wirtschaftliche Auswirkungen
Beitrag von: martina am 08.05.22, 16:12

Das Video ist aus 2019.
 



würdest du den Link zu Y o u T u b e  bitte (richtig) deaktivieren

bleit gesund
Beate