Bäuerinnentreff

Betriebliches => Betriebliches => Thema gestartet von: reserl am 28.09.11, 20:25

Titel: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: reserl am 28.09.11, 20:25

Bei der letzten Arbeitsbesprechung hat der Leiter unserer BBV-Geschäftsstelle
davon berichtet, dass sich immer mehr Höfe damit auseinandersetzen müssen,
dass zwei Generationen im Altenteil sind.

Das stellt viele Betriebe vor große finanzielle, räumliche und zwischenmenschliche Herausforderungen.


Kennt Ihr Positiv-, bzw. Negativbeispiele?





Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: gina67 am 28.09.11, 22:16
Hallo
im Moment ist nur meine SM im Altenteil, aber in ca. 10 Jahren auch Göga und ich. Dann ist SM zwar über 90, aber man kann ja nie wissen was kommt. Finanziell wird es nicht das große Problem, weil Göga und ich vorgesorgt haben und vom Hof kein Geld benötigen.
Zwischenmenschlich ist es schon jetzt ein Problem mit meiner SM und deshalb wird es auch räumliche Probleme geben. Zur Zeit wohnen Göga und ich mit SM auf dem Hof zusammen, mit nur einer Küche. Unser Sohn mit Familie wohnt in unserem Altenteilerhaus ca 200 m vom Hof entfernt. Gerne würden wir ins Altenteilerhaus einziehen und die jungen Leute auf den Hof, aber wohin mit der Oma. Mit ins Altenteilerhaus geht nicht, da zu klein. In ihren jetzigen Räumen bleiben geht schon garnicht, da ihr Verhältnis zu den Jungen nicht gut ist. Mein Sohn würde ihr hier auf dem Hof eine kleine separate Wohnung bauen, aber sie hat es im Übergabevertrag genau drin stehen, welche Räume ihr gehören und das sind nunmal die 3 größten Zimmer und das große Bad, Küche und Hauswirtschaftsraum darf sie mitnutzen. Ja wie soll das gehen? Nachgeben wird sie nicht, sie hat es schwarz auf weiß.
Nachdenklich grüßt
Gina
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: LunaR am 28.09.11, 23:21
In meinem Bekanntenkreis ist diese Situation durch die Übergabe aufgetreten. Bis dahin gab es nur die sehr anspruchsvolle  Oma, die sich ein teures Altenteil hatte verschreiben lassen. Durch die Übergabe ging auch die mittlerere Generation in Rente, die mit dem Sohn ein Altenteil vereinbart hat, aber auf einen Teil davon verzichtet, solange die Oma noch lebt, damit der Sohn nicht zu sehr belastet wird. Der Sohn hat noch keine eigene Familie. Bei seine finanziellen Belastung vielleicht ein Glück für ihn. Häuser/Wohnungen sind ausreichend vorhanden, sodass zumindest jede Partei gut für sich leben kann.

Luna
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Sonnenblume2 am 29.09.11, 08:43
Hallo,
wir haben am bestehenden Wohnhaus angebaut, sprich wir haben im Obergeschoß 2 (Kinder)Zimmer und 1 WC mehr als Bestand war.
In diesen beiden Zimmern wurden auch Leitungen für Küchenabfluß, Wasseranschluß und Starkstrom für E-Herd verlegt. Diese Anschlüsse sind jetzt versteckt, aber falls es mal der Fall währe, könnte man aus diesen beiden Zimmern eine "Wohnküche" bzw. einen kleinen eigenen Wohnbereich umfunktionieren.
Ebenso wurde in Schwiegereltern Schlafzimmer, ein riesengroßes Schlafzimmer mit Vorraum und Bad/WC (ebenso neu), diese Anschlüsse verlegt, auch hier währe die Möglichkeit gegeben, daraus eine "MiniWohnung" zu schaffen.

Wenn es also mal der Fall sein müsste, könnten 3 Generationen, wenn auch etwas beengt, in diesem Haus wohnen.
lg Sonnenblume

P.S.: Wollte noch dazuschreiben, eine Dauerlösung währe es keine, aber für ein paar Jahre sicher eine gute Lösung, oder wenn SE zu alt sind um einen eingenen Haushalt zu führen, hätten sie dennoch ein paar seperate, eigene Räume
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Wiese am 29.09.11, 08:52
Auch wir mache uns schon Gedanken wie wir am besten im Altenteil leben werden.
Wir haben nun miteinander bechlossen, das Sohnemann das Austragshaus baut
nach seinen Wünschen und dort auch wohnen wird. Unser Haus ist zwar auch groß
aber die Kinder haben andere Vorstellungen vom wohnen und wollen ihre Ideen dazu
selber umsetzten und ihr Geld in ihr eigenes Reich stecken.
So sind wir mal räumlich getrennt und jeder kann wenn er will jederzeit zu besuch kommen.
Ich hoffe somit den Konflikten ein bißchen den Wind zu nehmen.

Wir waren früher mit Schwiegereltern und den Kindern in einem Haus und einer Küche zusammen.
Auch waren die Altenteilerzimmer fest zugeordnet gewesen, so das wir mit den Kindern auch nicht viel Platz und Freiraum
hatten. Diesen Weg möchte ich meinen Kindern ersparen und sie sollten ihr Leben mit der eigenen Familie wenigstens so leben dürfen
wie sie es sich vorstellen.
Und wir Altenteiler müssen halt, wenn es soweit ist den Hof zu übergeben ( Wahrscheinlich dann ohne die Tiere ), einen halbwegs ordenlichen
beiderseits gerechten Übergabevertag finden. Was wahrscheinlich nicht sehr leicht sein wird in ca 15 Jahren. Was die Zeit bis dahin noch alles
an Veränderung in der Landwirtschaft bringt.

LG Wiese
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: streuobst am 29.09.11, 08:56
Wir hatten vor 25 Jahren schon den Fall die 3. Generation zu sein. SV's Vater und SE, mein Mann und ich.
Wir haben damals eine "Mini-Wohnung" angebaut 2 Zimmer mit Bad für den Opa. Sie wurde in der zwischenzeit schon als "Lehrlingszimmer" und vor einigen Jahren für meine Mutter genutzt die ich bis zum Tod gepflegt habe.
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mathilde am 29.09.11, 15:37
Hallo,

also soviel, ich sag mal "Dreistigkeit", von einem einzelnen älteren Menschen ist ja kaum zu überbieten  :o
Menschen gibts zzzzz
Schnubbel da müsst Ihr aber gut überlegen. Der Rat kommt sogar von jemandem der selbst so kurz vor dem Übergeben steht.
So abwürgen lassen muss man sich nicht.

LG Mathilde
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Clara am 29.09.11, 16:53
Hallo Schnubbel,

Wenn man so einen Drachen im Haus hat, dann braucht man keinen Feind mehr.

Und diese alte Tussy wird dann wahrscheinlich auch noch 95 Jahre alt.

Ihr könnt mir nur noch leid tun.

Celina,

deine Wortwahl ist wie immer bemerkenswert daneben.

Sehr nachdenkliche Grüße,

Anja
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: amanda am 29.09.11, 17:02
Die Frage ist doch eigentlich, ob so ein Erbe irgendjemand übernehmen will?

Ich würde dankend ablehnen und das selbe meinen Kindern raten.

Gruss amanda
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Clara am 29.09.11, 17:15
Amanda,

grundsätzlich magst du recht haben, allerdings sind gerade solche Fragestellungen rund um Übergabe und Pflegeleistungen immer schriftlich schwer darzulegen. Ich kann mir vorstellen, dass die Oma vielleicht gar nicht so krass drauf ist, wie es sich für den einen oder anderen hier so liest.

Es ist einfach so, dass in der Landwirtschaft Bargeld immer ein knappes und somit immer ein sehr begehrtes Gut ist werden manche Sachen, die unter anderen Umständen monetär ausgeglichen werden eben als verbriefte Nutzungsrechte/Sachleistungen erbracht im ldw. Umfeld.

Vielleicht sollte man sich überlegen, ob man nicht die Rechtsform des Betriebes ändert? Das sind Überlegungen, die mir bei solchen Fragestellungen immer wieder in den Sinn kommen.

Viele Grüße,

Anja
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mucki am 29.09.11, 17:27
Hallo ,
alos wen meien Schwigerdrachen( ;) die sich aber gebseert hat total Gott sei dank) der notar nicht eingebremst hätte ,sähe unser übergabe vertrag genau so aus.

Gelten allte überverträge wen neue gemacht werden,oder müßen die alten dann auch ne verhandelt werden.


Viel glück allen die des vor sich haben,wens bei uns weiter ginge wäre es genau so das wir drei genarationen sind und Sm quitschviedel is.
Bin irgend wie froh das der hof ausläuft und ich keien meienr Kinder dies Bürde auferlegn muß.


LG Mucki(
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Clara am 29.09.11, 17:37
Wobei ich mich auch immer wieder frage, warum ist der eine oder andere so scharf auf ś übernehmen, wenn es ausser einem Haufen Arbeit und Hürden NIX wirklich zu übernehmen gibt?

Ich habe im Bekanntenkreis auch jemanden, die mir dann immer sagte : "Ooooooooooooooooooooh, wenn ich dieses und jenes nicht so mache, wie Mami das will, dann sagt sie, dann ende ich bei Aldi an der Kasse." Lange Zeit hörte ich mir das kommentarlos an, bis mir mal der Kommentar entwich: "Och du bei Aldi an der Kasse ist der Job nicht schlecht. Die Frauen verfügen über einen geregelten Arbeitstag und ihr Lohn ist renten- und sozialversichert- so weit ich das weiss. Und sie werden nicht so behandelt, wie du daheim behandelt wirst." Seither ist absolute Funkstille zu dem Thema zwischen uns.

Nachdenkliche Grüße,

Anja
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mathilde am 29.09.11, 17:38
Hallo Clara,

also wenn jemand in dem alter sich die Sauna im Sommer anheizen lässt oder wenn die Hofübernehmer im Stall sind durch deren Zimmer laufen...........sich im Bad zu allen Zeiten und Unzeiten breit machen dann, ja dann hat das was mit Erziehung und gutem Benehmen zu tun und nicht mit Verträgen.
Ich für meinen Teil würde so etwas niemals tun!
Ich klopfe heute bei meinen Kindern an die Tür bevor ich reingehe (Tochter 17) ein gewisses Maß an Respekt verdient nicht nur der Ältere und auch nicht nur der Übergeber.

LG Mathilde
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Sasa am 29.09.11, 18:42
Das Verhalten der Oma ist indiskutabel, das steht außer Frage. So was gehört sich einfach nicht. Und mit Aussicht, Oma gleich mitübernehmen zu müssen, würde ich mir das auch gut überlegen....Auch, wenn man etliches "Mißverhalten" schon mit dem Alter entschuldigen könnte. Aber man müsste ein Heiliger sein, wenn einen so ein Verhalten nicht auf die Palme bringt- vor allem, wenn das alle Nase lang so ist und das seit Jahren...

Wäre zu überlegen, was Oma sagt, wenn man ihr mal knallhart sagt, wenn Du Dein Verhalten nicht änderst, dann übernimmt hier keiner mehr den Hof....und wenn dann, wegen welcher eventuell auftretenden Schwierigkeiten auch immer, der Hof mal unter den Hammer kommt, dann hätte sie so oder so ein Problem, Vertrag hin und Wohnrecht her....harter Tobak, aber wie heißt es noch? Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil....
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Bullenmafia am 29.09.11, 18:53
Tja Sasa, wenn du da nicht mal dich irrst, wenn man Oma droht, heißt noch lange nicht das sie einlengt, weiß ich aus eigener Erfahrung, SM wollte auch lieber den Hof verkaufen als an uns übergeben eine Zeitlang, hat dann immer aus dem Wochenblatt bevor wir es lesen konnten, die Suchanzeigen für einen Hof ausgeschnitten. Es ist viel böses Blut geflossen bis es soweit war und ... jahre danach war Ruhe am Hof (bis auf Kleinigkeiten) und als sie ein Pflegefall wurde, haben wir sie ohne zu zögern daheim gepflegt bis zum Ende. Auch wenns schwer war, für uns kam nicht in Frage dass sie ins Altersheim geht (da absehbar war das sie nicht mehr lange lebt).

Da ist dann guter Rat teuer, aber ich denke nicht das man auskann wenn es geschrieben wurde.
Petra
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: frankenpower41 am 29.09.11, 20:51
Hallo

Ich denk mal, dass der Übergabevertrag bei Schnubbel zu der Zeit, als er gemacht wurde, gar nicht so unüblich war.
Recht viel anders ist unserer auch nicht. Wenn SM auf all dem bestehen würde, was da drinnen steht, dann würde ich wohl gehen. (ich kenn Vertrag erst ein paar Jahre. Übergeben wurde schon vor meiner Zeit. Zum Glück brauchen wir den Vertrag auch nicht). Ich frag mich nur immer, wie ein Notar, der mit solchen Dingen ja vertraut ist, sowas schreiben kann. Gut, das Argument die Zeit war vor 30 Jahren anders ist schon richtig.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man da rauskommt. Unsere Nachbarn hatten Wohnrecht bis zur Verheiratung von Schwester drinnen stehen (vor über 40 Jahren). Die Frau wohnte damals schon nicht mehr am Hof.
Da sie nie geheiratet hatte gilt das heute noch.  Der Übernehmer hat sich damals erkundigt was sie da machen konnten. Inzwischen war nämlich Haus umgebaut und abgeschlossene Wohnung für Hofübernehmer da. Die ist schön regelmäßig aus Schikane aufgekreuzt. Deren Wohnung musste ihr immer zugänglich sein, weil sie dort ja "ihr" Zimmer hatte. Fragt nicht, was das für ein Verhältnis war.  Inzwischen haben die Jungen neu für sich gebaut.

Es ist sicher nicht einfach. Wenn die Generationenfolge recht nah ist kann das schon große Probleme bereiten. Nicht nur zwischenmenschlich sondern auch finanziell. Wenn ich denk Oma wird Pflegefall und muss ins Heim. Bei uns z.B.  ist da keine Regelung wie heutzutage z.B.  soweit möglich, sondern da heisst es Pflege generell.


Marianne
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: streuobst am 29.09.11, 20:53
Ich staune immer wieder, auf welchem Mist solche Übergabeverträge wachsen. Die Schuld allein bei den Alten zu suchen ist denke ich nicht richtig, denn gültig sind auch solche Verträge erst dann wenn die Jungen sie unterschrieben haben, (und Notaren, die so etwas schreiben und beurkunden).
Wir hatten da wirklich großes Glück, mein SV war vor der Hofübergabe bei einem Informationswochenende, wir hatten auch unsere Vorstellungen und die beiden weichenden Erben natürlich auch. Unser Notar hat uns dazu sehr gut beraten und einen für alle Seiten annehmbaren Vertrag gestaltet.
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: maggie am 29.09.11, 23:37
Hallo,

also soviel, ich sag mal "Dreistigkeit", von einem einzelnen älteren Menschen ist ja kaum zu überbieten  :o
Menschen gibts zzzzz
Schnubbel da müsst Ihr aber gut überlegen. Der Rat kommt sogar von jemandem der selbst so kurz vor dem Übergeben steht.
So abwürgen lassen muss man sich nicht.

LG Mathilde

auch ich war geschockt als ich schnubels beitrag gelesen habe - aber - ich habe vor 37 jahren schon meinem sv klar gemacht - mit uns macht mann nicht alles...
ich wäre niiiiieee darauf eingestiegen ein wohnrecht für die schwägerinnen zu akzeptiern (wollte er eigentlich !!!) göga stand zum glück hinter mir, denn unterschreiben durften sm und ich "nur zur kenntnisnahme" - und so hätte ich auch da verweigert, ob dann der handel zustande gekommen wäre ? - ich glaube nicht !!!!

ich begreiffe all die "jungbauern" nicht die sich so von ihren eltern knebeln lassen, ich begreiffe einfach nicht wie man sich jahre/jahrzentelang so quälen lassen kann, weil es sonsst heisst - es gibt den betrieb nicht !!! -
man kann auch auf einem fremden hof arbeit finden und vielen würde es dabei finanziell und menschlich sicher besser gehen !!!
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: maggie am 29.09.11, 23:38
Hallo Schnubbel,

Wenn man so einen Drachen im Haus hat, dann braucht man keinen Feind mehr.

Und diese alte Tussy wird dann wahrscheinlich auch noch 95 Jahre alt.

Ihr könnt mir nur noch leid tun.

Celina,

deine Wortwahl ist wie immer bemerkenswert daneben.

Sehr nachdenkliche Grüße,

Anja

finde ich gar nicht - ich denke genau gleich !!! -
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Nixe am 30.09.11, 07:00
Naja wir haben auch ein WOhnrecht von seiner Schwester stehen solang sie ledig ist und sie hatte mit 44 noch nie einen Freund  :Pist aber im abrissteil das heißt wir dürfen erst abreisen wenn die Schwester darauf verzichtet und sie sagt wer weiß wie die Zeiten werden ::)der Oberhammer war das dann als wir im Frühling 200qm!!an den Nachbarn verkauft haben weil er das für die WM gebraucht hat da mußte die Schwester auch mitunterschreiben(obwohl sie eigentlich in diesem Fall nix dagegen machen konnte)wir haben sowieso stehen das wir nix verkaufen dürfen ,aber schwieva hat halt da eingestimmt weils eben so minimal war aber es haben alle 6 Geschwister angerufen und gefragt was wir bekommen hätten der Betrag war aber so gering das wir das gnädigerweise durften.
Ich hab mich auch jahrelang über diesen Übertragsvertrag aufgeregt aber ich war damals nciht dabei,mein Mann erst 19 er hat wohl gedacht die Schwester kommt mal unter die Haube.Aber jetzt wartet sie nur drauf bis mal neugebaut wird dann will sie dort ihr WOhnrecht 8)Naja wir haben nur 7,5 ha und das meiste verpachtet und Schwieva kapiertst bis heute nicht das den Hof mit dieser Klausel sicher niemand nimmt.
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mathilde am 30.09.11, 07:11
Hallo,

ich denke Reserl hat den Titel der Box bewusst gewählt und wollte wahrscheinlich nicht die Hofübergabeverträge  ;)
Drei Generationen die  von einem Hof leben müssen stelle ich mir ab einer gewissen Größe als äusserst schwierig vor.
Ohne dass ausserhalb der LW gearbeitet wird lässt sich das wohl nicht bezahlen. Entweder arbeitet dann die jüngste Generation ganz ausserhalb des Hofes oder die "Sandwich" Familie. Die Generation zwischendrin hat es sicherlich nicht so ganz einfach weil ja die Verpflichtungen gegenüber der älteren Generation nunmal das sind und der Arbeitsmarkt freie Stellen ab einem gewissen Alter nicht mehr hergibt.
Wohnrechte für Kinder/Schwager/Schwägerin gehören bis zum 30. Lebensjahr und dann erlischt das. Punkt!
Solche Überlegungen wie bei Schnubbel sind für mich voll nachvollziehbar. Dann übernimmt eben niemand (mehr).

LG Mathilde


Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: frankenpower41 am 30.09.11, 10:10
Hallo

So leicht, dass niemand mehr übernimmt ists halt auch nicht.
Wenn Hoferbe mit Leib und Seele Landwirt ist, müsste er halt aussteigen und das ist auch nicht so einfach.
Ich geh mal davon aus, dass die Probleme in den nächsten Jahren gehäuft auftreten. Solche Verträge wie z.B. wir oder Schnubbel haben gibts zuhauf. Finanziell gut aufgestellt sind auch nicht alle Betriebe. Oft ist es ja so, dass Altenteiler (wenn jetzt so Mitte 70) auch noch Taschengeld bekommen. Rente aus Landwirtschaft ist ja nicht so rosig. Wenn jemand zusätzliche Rente bekommt ists ja gut, aber das ist nicht überall so. Der Lebensstandard den die Rentner heute zum Teil haben will auch gehalten werden. Manchmal ists dann noch so, dass das Geld das die Altenteiler bekommen zu den weichenden Erben wandert.
Ich kenn auch Fälle, da lernt Kind mit 18 Landwirt, Eltern Anfang 40, Großeltern 65 und da können leicht noch Urgroßeltern da sein. Wenn das alles ein Hof tragen soll, dann wirds oft schon schwierig.  Wenn da "ungute" Gedanken aufkommen in Bezug auf den Alten wunderts nicht.

Sicher ists so, wie Clara schreibt, dass Hof auch einen Wert dastellt. Aber richtig was davon haben tut man wohl erst, wenn er verkauft werden würde.
marianne
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mathilde am 30.09.11, 11:42
Ich kenn auch Fälle, da lernt Kind mit 18 Landwirt, Eltern Anfang 40, Großeltern 65 und da können leicht noch Urgroßeltern da sein. Wenn das alles ein Hof tragen soll, dann wirds oft schon schwierig. 

Hallo Marianne,

Landwirte sind in vielen Gegenden gesucht!  Ich würde gleich 2 einstellen wenn denn einer käme. Es steht doch in den Stellengesuchen meist nur "leitende Position" als "Betriebsleiter"  und nur Ackerbaubetrieb.
Ich denke so schwer wäre das nicht da eine Stelle zu finden und für die spätere Hofübernahme sicher nicht von Schaden.

LG Mathilde
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Schneekristall am 30.09.11, 13:03
Hallo,

ich kenne es so, dass wenn die mittlere Generation noch fit ist, die jüngste Generation dazuverdient (Betriebshelfer, Fremdbetreib etc.). Vielleicht auch noch eine zusätzliche Ausbildung (Landmaschinenmechaniker etc.) macht.

Problematisch wird es aber wenn die mittlere Generation gesundheitliche Probleme bekommt, so wie bei Schnubbel:

...
Im Moment haben den Hof noch meine Schwiegereltern, sie sind zwar erst anfang-mitte 50 aber SV hat MS und kann nicht mehr lang. Er würde gerne in 1 1/4 Jahren übergeben, wenn mein Mann 35 wird.
...

Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mathilde am 30.09.11, 13:53
Hallo,

das beste daran sind ja auch die Rentenansprüche die man gleich mit dabei hat wenn man ausserhalb des Betriebes arbeitet und das hilft einem dann wieder weiter wenn man selbst in Rente geht.
Mein SV war da damals schon sehr weitsichtig (hatte eine Schwester die sich darum gekümmert hat bei Ihm) der hatte eine eigene Lebensversicherung (wurde dann ein Teil davon sein neues Auto aber er hat es nicht lange fahren dürfen :'(  ) und freiwillig in die gesetzliche Rentenvers. eingezahlt (manchmal hat wohl auch da die Schwester ein bisschen geholfen) und meine SE hatten während des Aufbaus des Betriebes mit 6 kleinen Kindern nichts zu lachen *Respekt!* Da war die Schwester obwohl die nicht im gleichen Haus wohnte eher das Leidwesen meiner SM  :-X .
Die junge Generation und auch unsere (hätte) muss sich unbedingt unabhängig vom Hof machen was die Rente betrifft.
Bei Dir Schnubbel ist das ja schon ein Problem weil die abgebende Generation nicht mehr voll körperlich arbeitsfähig ist.

Da weiss ich auch keine Lösung

LG Mathilde
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Clara am 30.09.11, 22:49
Da weiss ich auch keine Lösung

LG Mathilde




Hallo Mathilde,

du sagst es, es gibt nirgends DIE Lösung. Das muss vor Ort geschehen. Ich würde mich etwas sensibler mit Daten und Fakten rund um die Gesundheit meiner Familienmitglieder im Netz sein. Gerade wenn es um Sachen wie MS und Lebensversicherungen und Co geht.

Das ist ungefähr so, wie Leute sagen: "Oh Stasi und Trallala und Hoppsasa..." Im Zeitalter von Facebook und Kollegen braucht mir niemand mehr was erzählen wollen, dass es Datenschutz gibt. Der gewaltige Unterschied zwischen einst und heute ist, damals mussten sich Leute wirklich mühen, um an Daten und Fakten zu gelangen... Heutzutage genügt ein Klick und 5 Minuten Zeit.

Sehr nachdenkliche Grüße,

Anja
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Clara am 30.09.11, 23:06
Bei der letzten Arbeitsbesprechung hat der Leiter unserer BBV-Geschäftsstelle
davon berichtet, dass sich immer mehr Höfe damit auseinandersetzen müssen,
dass zwei Generationen im Altenteil sind.

Das stellt viele Betriebe vor große finanzielle, räumliche und zwischenmenschliche Herausforderungen.


Kennt Ihr Positiv-, bzw. Negativbeispiele?




Ach ja, und wenn ich mir so durchlese, was dem deutschen Landfrauenverband in der Richtung einfällt... Da fordert man gar flexible Teilzeitarbeitsplätze für Frauen... Da frage ich mich als erstes, wann darf denn dann mal mit der Anwesenheit der Ak in dem jeweiligen Unternehmen  gerechnet werden und 2.) wovon werden denn alle anfallenden Sozialleistungen bezahlt?

Nach meinem Verständnis fällt dann auch nur ein anteiliger Beitrag in die Sozial- und Rentenkasse ab. Wer heute Frauen mit Kindern einen Teilzeitvertrag bzw.einen 400 € Job anbietet, der gehört...  nach meinem Verständnis nicht ins Jahr 2011.


Es wäre auch schön, wenn gerade die Landfrauenverbände sich mal "etwas" mehr engagieren würden, dass Frauen als vollwertige Mitglieder der Volkswirtschaft wahrgenommen werden. Es kann natürlich sein, dass dann auf der einen oder anderen Kirmes der Ausschank zu sssssssssssssupersaugünstigen Preisen nicht mehr erfolgen kann und das eine oder andere Kuchenbüffet bei öffentlichen Veranstaltungen wesentlich ausgedünnter ist, als aktuell.

Ja, das Ehrenamt muss sich Gedanken machen, wovon es zukünftig leben will.

Das sind Fragen, die auf der Agenda in dem Zusammenhang gehören. Alles andere ist Augenwischerei.

Ich frage mal ganz provokant, Reserl, was willst denn hier wirklich lesen als Antwort auf deine Fragen? Mir fällt nämlich immer wieder auf, dass DU Fragen in den Raum stellst und dich dann nicht weiter und konkreter einbringst.


Sehr nachdenkliche Grüße,

Anja
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: gammi am 30.09.11, 23:58
Naja wir haben auch ein WOhnrecht von seiner Schwester stehen solang sie ledig ist und sie hatte mit 44 noch nie einen Freund  

Bei uns war/ist auch sowas im Vertrag....für die Töchter wurde Wohnrecht in einem seperaten Haus für die Dauer des ledigen Standes geschrieben......

...die eine Tante ist letzte Woche mit 98 Jahren gestorben (war aber die letzten 5 Jahre im Altenheim). Während der Zeit hätte sie aber die Wohnung (unser Haus) vermieten können und die Miete behalten.
Aber es wohnt ja noch ihre Schwester in dem Haus. Die hat zwar einen Sohn, hat aber nie geheiratet. Sie ist jetzt 92 Jahre. Da ihre ältere Schwester jetzt gestorben ist, darf sie das ganze Haus für sich haben. Ich geh mal davon aus, dass sie nicht mehr heiraten wird.
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Sasa am 01.10.11, 00:10
Hallo Anja,
tja- ich arbeite ja in einem Betrieb, der Frauen durchaus flexible Arbeitszeiten lässt. Aber- auf Karte wollen die meisten Damen nicht. Denn: Die Sozialabgaben werden trotzdem fällig, also hat man selbst bei 700 Euro brutto schon Abzüge. Und, wenn ich von vorne herein sage, ich will aber nur 15 Wochenstunden arbeiten, dann kommt da brutto eben nicht viel bei raus. Den meisten Damen sind die 400 Euro - Geschichten lieber, als Arbeitgeber haste damit genauso viel Geschreibe und Getue, als wenn Du jemanden für 700-800 Euro einstellst....Also, wenn wir nicht sagen würden , 400 Euro sind ok, beser noch 165 Euro, damit nichts auf die Sozialleistungen angerechnet wird, das sagen auch viele gleich im Gespräch, nicht als 165 Euro offiziell, schwarz gerne.....dann hätten wir gar keine Putzfrauen mehr.
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Clara am 01.10.11, 00:23
Sasa,

es hat doch niemand was gegen flexible Arbeitszeiten, aber eine Teilzeitstelle und die dann noch flexibel... und dann noch nach Möglichkeit in der Leitungsebene... Also, sorry, da ist meine Vorstellungskraft dann doch "nur" auf klassischen Pfaden unterwegs.

Dem Landfrauenverband ist wohl noch immer nicht klar, dass die Landfrau 2011 alle Frauen umfasst, die im ldw. Raum leben und das ist nun mal das komplette "A-Team" von der Arbeitslosen bis zur Akademikerin bis hin zur Altenteilerin. Die wenigsten Landfrauen sind beruflich mit der Lw verbunden. Aber vielleicht muss man dazu erst mal noch eine Studie im Auftrag geben, damit man diese Erkenntnis "wissenschaftlich korrekt" belegen kann.

Nachdenkliche Grüße,

Anja
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: reserl am 01.10.11, 09:03
Ich frage mal ganz provokant, Reserl, was willst denn hier wirklich lesen als Antwort auf deine Fragen? Mir fällt nämlich immer wieder auf, dass DU Fragen in den Raum stellst und dich dann nicht weiter und konkreter einbringst.

Sehr nachdenkliche Grüße,

Anja

Guten Morgen Anja,

ich seh es u.a. als Aufgabe einer Moderatorin in einem Forum aktuelle Themen "anzuschieben" und zur Diskussion zu stellen. Und wie allen anderen steht es Moderatoren auch frei, sich an einer Diskussion darüber zu beteiligen bzw. nicht zu beteiligen. 8) ;)


Welche Antworten ich lesen möchte?
Nun, ich möchte ein bestimmtes Thema für einige Zeit in den Fokus rücken und
freue mich über den Erfahrungsaustausch dazu.
Wir können alle voneinander lernen. Auch wenn die Thematik nicht für alle aktuell ist, wird
man als Leser doch sensibilisiert dafür.

Nach meinem Verständnis macht das auch den Sinn eines Online-Forums aus. :)
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: christiana am 01.10.11, 21:52
Moin,
als mein Mann und sein Bruder den Hof übernommen haben,hatten sie auch 2Gernerationen Altenteiler, Oma und die Eltern.
Oma ist knapp 3Jahre nach der Übergabe verstorben,aber bis dahin wurden alle vereinbarten Altenteilerzahlungen von den "neuen Hofbesitzern"übernommen, die "menschlichen" Pflichten hat meine Schwiegermutter weiter übernommen(DANKE!)
Gute Nacht Christiana
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mathilde am 02.10.11, 15:38
 Hallo,

hier sinds wohl sogar 4 Generationen  http://www.stollengrund.de/stollengrund-familie-bohnert.html

kommen wohl bei der ARD Büffet Themenwoche auch mal dran genauso wie die Sozialdienste und Heime. Geht um Ältere Menschen.

LG Mathilde
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: Mädchenfüralles am 17.10.11, 13:10
Wir haben auch 2 Generationen auf Altenteil.

Uroma ist 91 und Schwiegereltern gerade Anfang 60.
Schwiegereltern wohnen noch auf dem alten Hof.
Die Oma im Altenteil und wir sind ausgesiedelt und wohnen im neuen Haus.
Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: frankenpower41 am 28.04.22, 22:14
....da  bin ich jetzt drauf gestoßen.
Mittlerweilen sind ja viele Schreiberinnen kurz vor dem übergeben des Hofes.
Unser Sohn übernimmt auch 2 Generationen Altenteiler. SM ist 93.

Momentan liegt der Vorentwurf unseres Übergabevertrages hier.
Hierin steht:, (darüber hatten wir nicht geredet, auch anderes muss noch nachgebessert werden.)

".... hat weiterhin der Veräußerer aufzukommen, für die persönlichen Leistungen jedoch nur,, wenn und solange er dazu gesundheitlich noch in der Lage ist"` (geht um die Pflege und Versorgung von Oma.

Wie Reserl schon in der Einleitung schrieb, es wirft zusätzliche Probleme auf, aber dafür kann ja Niemand., der Übernehmer kann z.B. Umbaumaßnahmen nicht so einfach machen wenn Räume geschrieben sind.
Ich denke meine SM ließe sich schwer zu was überreden was ihre persönliche Freiheit irgendwie einschränkt.
Alles nicht so einfach.

Titel: Re: Zwei Generationen im Altenteil!?
Beitrag von: sonny am 29.04.22, 15:31
Wir sind ja ein 4 Generationen Haus / Nebenerwerbs-Hof mit 3 getrennten Haushalten.

Mein Mann ist seid Januar in Rente.
Ich darf noch 2 1/2 Jahre arbeiten gehen.
Seid 5 Jahren, als Sohn geheiratet hat, haben wir übergeben.
Damals hat er für sich Wohnraum geschaffen und mein Mann hatte auch keine Probleme, ihm den Hof zu überschreiben.
Wir zahlen weiterhin den Betrag an SM, Sohn trägt die Kosten von Strom, Heizung und Wasser.

SM ist 87 Jahre.