Bäuerinnentreff

Rund ums Rind => Gesundheit, Haltung und Fütterung => Thema gestartet von: carmina am 18.05.06, 20:26

Titel: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: carmina am 18.05.06, 20:26
hallo,

mein mann betreibt einen hof mit ochsenmast. er kauft die kälber meist über einen viehhändler ein. nun kam es schon zum zweiten mal vor, dass manche der kälber einfach nicht saufen wollen. zuletzt waren zwei kälber dabei, die trotz aller versuche und der jahrzehntelangen erfahrung meiner schwiegermutter nicht zum saufen zu bewegen waren, weder aus dem eimer mit zapfen noch mit einer flasche, so dass er auf anraten des tierarztes aufgegeben hat und die beiden kälber sich eben nur von kraftfutter und heu ernährt haben. natürlich sind die beiden deutlich kleiner als die anderen.

nun meine frage - habt ihr tricks oder ratschläge, wie man solche kälber zum trinken bewegen kann?

vielen dank
mimmi
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 18.05.06, 21:23
Hallo Mimmi,

vielleicht sind gerade diese Kälber es gewohnt aus dem Eimer zu trinken, ohne Sauger ???

Wenn Du Dich hier mal einlesen willst ???  = Aufzucht Zucht und Milchkälber (http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=5732.msg4984#msg4984)

Gerade am Beginn der 248 Beiträge diskutieren die Bäuerinnen, wie sie am besten die Neugeborenen zum trinken bewegen können.

Dass ältere Kälber im Zukauf nicht trinken, da habe ich keine Erfahrung. Oder sind sie aus Mutterkuhhaltung ??? Wie alt sind denn die Kälber wenn sie zu Euch kommen ???
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Luetten am 18.05.06, 21:54
Also die Kälber müßten ja mind. 14Tg alt sein, also müssen sie Milch bekommen haben ;D, an der Hit-Meldeliste kannst du ja sehen ob sie aus ein- und demselben Betrieb kommen, wenn ja würde ich  den Viehhändler beauftragen mal nachzuhaken.
LG Petra
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: carmina am 19.05.06, 08:38
also die kälber sind schon 2 - 3 monate alt, wenn sie zu uns kommen. wir haben schon alles probiert. eimer mit sauger, direkt aus dem eimer, nuckelflasche. nichts hat geholfen. wir haben dann das letzte sogar mal zwangsernährt mit sonde.

danke für den tipp mit dem forum, muss ich mal lesen, wobei meine schwiegermutter bei eigenen kälbern noch nie das problem hatte, dass einer überhaupt nicht trinken wollte. die lernen das recht schnell.

ich hab mir auch schon überlegt, ob die evtl. vom gleichen hof kommen. dann könnten wir mal nachfragen, wie die tiere bisher ernährt wurden. ich bin erst heute abend wieder auf dem hof, dann werd ich nachschauen.

beim letzten viehkauf hab ich zu meinem mann gesagt, er soll beim viehhändler angeben, dass er nicht wieder veganer möchte, vegetarier würden reichen  ;D
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: heike am 19.05.06, 09:38
Hallo Carmina

Im Alter von 6- 8 Wochen setzt man Kälber für gewöhnlich von der Milch ab. In dieser Zeit ist es sehr wichtig das die Fütterung u.a. auf ein gutes Kälberkraftfutter umgestellt werden. Gibt man Milch an Kälber, die schon einige Zeit abgesetzt sind,  kann das für die Verdauung verheerende Folgen haben. Milch wird doch im Labmagen verdaut der sich nach dem Absetzen zurückbildet, in den anderen Mägen hat Milch nichts zu suchen.

Es ist also kein Wunder wenn die Kälber im Alter von 2-3 Monaten keine Milch mehr nehmen. Warum sorgt ihr nicht dafür das sie ein ausgewogenes Jungviehfutter bekommen?

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bamina am 19.05.06, 14:34
Hallo!
Wie schon gesagt wurde, dürfen schon abgesetzte Kälber nicht mehr an die Milch genommen werden. Hatten sie aber noch Milch und wollen trotzdem nicht saufen, dann würde ich es homöopathisch versuchen. Stressreduktion, Angst, etc. Bei mir funktioniert das immer.

Gruss
Bamina
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: carmina am 20.05.06, 22:28
woher will ich denn wissen, ob die kälber bereits abgesetzt wurden oder nicht? die früheren besitzer geben nun mal keine fütterungsanleitung mit.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Flecky am 18.07.06, 14:33
na ja mit 6 Wochen absetzen ? Wir bekommen alle 8 Wochen 120 Kälber in dem Alter und die haben vorher alle noch Milch bekommen. Manche sind aber auch dermaßen übertränkt worden, das sie Magengeschwüre haben. Wir hatten mal ein Kalb, das erst nicht saufen wollte sogar  Untertemperatur hatte. Wir haben es dann mit Buscopan behandelt -  daraufhin waren die Schmerzen zwar weg und das Kalb soff freiwillig und fiel anschließend tot um. Bei der Obduktion stellt sich heraus, das das Kalb Magensgeschwüre hatte, die aufgebrochen waren und die Milch in die Bauchhöhle gelaufen war. Wenn jetzt ein Kalb nicht freiwillig saufen will behandel ich es erst einmal mit Sulfadimin gegen Entzündungen im Magen-Darmbereich und versuche immer wieder mit der Flasche ein wenig Milch zu geben. Oft saufen diese Kälber nur Wasser, weil ihnen die Milch wirklich nicht bekommt. Manche haben aber tatsächlich auch nur Heimweh und verstehen kein Hochdeutsch. :'(javascript:void(0);
Cry

Tschüß
Ulrike
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Marina am 21.11.06, 14:23
Hallo,

wir werden noch ganz "hupferd": am Sonntag hat eine Kalbin (alleine) gekalbt.
Das Kalb hat am Montagfrüh nach anfänglichem Wehren gut gesoffen.
Und seitdem ist es auch schon vorbei. Nix geht mehr. Mit der Zunge wird der
Sauger hin und her geschoben, Göga und ich haben blaue Flecken und sind
mit dem Latein am Ende. TA hat heute gesagt, dass dem Kalb an und für sich
nichts fehlt. Wir bräuchten halt viel Geduld. Es saugt aber nicht mal am Finger,
geschweigedenn am Sauger. Wenn wir Milch ins Maul spritzen, schluckt es schon.
Aber das ist ja wohl auch nicht die Lösung.
In der Box "Aufzucht Zucht und Milchkälber" schreibt jemand, dass Schnaps helfen
soll. Vielleicht probieren wir`s mal aus. (Zur Not trinken wir hin dann selber  8))

Gruß
Marina
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: ME 75 - Driver am 21.11.06, 14:46
Wir hatten mal vom TA einen Geschmacksstoff für die Tränke bekommen. Das hat in einem Problemfall zu einer verbesserten Akzeptanz geführt. Wobei ich ausschließlich sehr hochwertige MAT einsetze, aber da wollte das Kalb auch nichts annehmen. Einfach auch mal andere Wege versuchen, Tee mit Zucker und Salz, Elektrolyte oder ein Ei (roh). Wenn wirklich nichts geht, nicht zu spät mit dem Drenchen beginnen.

Gruß
ME 75 - Driver
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Gitta am 21.11.06, 15:18
hallo Marina,

ich hab mal zwei Tipps auf Lager:

entweder das Kalb hat zu wenige Hormone die den Saugreflex hervorrufen, dann braucht ihr einen TA (aber einen anderen) der diese Hormone spritzt. bei der nächsten Mahlzeit spätestens müßte es saugen.

oder es kann nicht saugen, dann mal mit dem Finger in das Maul greifen und das Saugnäpfchen im Schlund mit den Fingern kritzeln. Kalb muß dann ein paar mal hinter einander schlucken und dann den Sauger gleich in das Maul stecken. der Saugreflex ist zu lahm, der sollte "wach gekritzelt" werden.

bei uns haben die ein oder andere Methode immer geholfen, mit speziellen Tränken oder so hab ich keine Erfahrung.

Gitta
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: michlbeirin am 21.11.06, 19:30
Hallo Marina!


notfalls das Kalb bei der Mutter probieren lassen. Das  hilft so gut wie immer, höchstens das Kalb hat noch andere Probleme. Mann kann sich ja mit dem Eimer neben die Kuh stellen und ihm dann wenn es auf den Geschmack gekommen ist, denn Nuckel mal ins Maul schieben, viell. fällt dann ja der Groschen.

michlbeirin
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Marlis am 21.11.06, 19:42

Moin
Ich habe momentan auch so ein Kalb, Eine Woche hab ich mich mit dem rumgeschlagen, dann habe ich in dem Buch von Birgit Gnadl rum gesucht . Habe dem Kalb Hyoscyamus  c200  morgens und abends gegeben. Nach der 3. Gabe wurde es dann besser und heute abend hat er fast normal aus der Flasche gesoffen.
Bin mit der Behandlung am Sonntagmorgen angefangen.

Auch kann man noch versuchen den Schnuller mit Nutella oder Honig einreiben, hat bei meinem aber auch nicht geholfen

@ ME 75- Driver

Mit dem rohen Ei wäre ich aber sehr vorsichtig , möchte keine Samonellen haben

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Marina am 22.11.06, 10:26
Wir habens gestern mit Nutella versucht. Kalb hat schon geschleckt,
aber nicht gesaugt (weder am Finger noch am Sauger).
Wir haben dann mit einer Flasche die Milch eingeschüttet. Heute
morgen auch. Schlucken tuts schon, aber halt nicht saugen.
Heute früh hat es dann wenigstens nach dem Einschütten am
anderen Kalb Saugversuche gemacht und auch geboxt. Wir
werten das schon als Fortschritt.
An der Kuh saugen lassen ist im Anbindestall halt auch so eine Sache.
Wir werden sehen, wie es sich weiter entwickelt.

Marlis: was ist Hyoscyamus c200?

Gruß
Marina
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Marlis am 22.11.06, 20:57


Marlis: was ist Hyoscyamus c200?



moin Marina

Das ist ein homöopatisches Mittel von der DHU ( Deutsche Homöopatische Union) . Du kannst es bei einer Apoteke bestellen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mone12 am 07.03.07, 12:14
Was macht ihr wenn ein neugeborenes Kalb nicht tringken will???

Bin gerade am Löffeln
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: ME 75 - Driver am 07.03.07, 12:34
Wenn wirklich gar nichts geht (keine Flasche, nicht aus der Schüssel, sonst keine "mechanischen" Probleme am Kalb) im Zweifel drenchen. Wichtig ist, dass das Kolostrum ins Kalb kommt.

Gruß

ME 75 - Driver
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 07.03.07, 16:45
Hallo,
also ich kann und würde ein Neugeborenes Kalb nicht drenchen. Kolostrum trinken die meisten
innerhalb der ersten 2 Lebensstunden und das sollten sie auch. Später verweigern sie dann schon mal die 2. Tränke und es gibt verschiedene Ursachen dafür. Aus meiner Erfahrung heraus
kann ich sagen, dass, so lange das "Darmpech" nicht hinten raus ist, vorne auch nichts reingeht.
Dem kann man mit einem behandschuhten Zeigefinger nachhelfen in dem man die Afteröffnung ganz vorsichtig massiert. Das Kalb fängt dann an zu drücken und dann kommt das Schwarze raus.
Selenmangel kann auch eine Ursache sein. Aber dann ist oft auch der Allgemeinzustand des Kalbes recht schwach.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mone12 am 07.03.07, 17:31
danke für die tipps  ;)
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Marina am 07.03.07, 19:41
Hallo,

ich gebs ja zu, dass ich dumm bin, aber ich weiß nicht genau, was "drenchen" ist.
Schiebt man da einen Schlauch bis zum Magen? Würd ich mir bei einem neugeborenen
Kalb evtl. nicht zutrauen.

Wir haben in letzter Zeit zwei Mal gute Erfahrungen gemacht, indem wir die Milch mit
einer Flasche ins Maul des Kalbes laufen liesen. Das Kalb hat geschluckt und so die Milch
intus gehabt. Nach ein paar Tagen hat es dann von selbst gesoffen.

Gruß
Marina
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 08.03.07, 08:11
Hallo Mone,
was macht euer Kalb?
@ Freya, bei unseren Kälbern war der Selenmangel nicht in einem schlechten Allgemeinzustand ersichtlich. Besonders die schönsten Kälber hatten den grössten Selenmangel.
Was mir im Nachhinein auffällt, die Kälber ohne Saugreflex gehen weder der Kuh zu noch den Menschen. Eine bestimmte Art von Kontaktarmut.
Ich habe vor kurzem in einem Buch darüber gelesen, dass das eine Hirnstoffwechselstörung sein könnte-
angeblich wäre es möglich, vorbeugend mit der Fütterung was zu bewirken.

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Frieda am 08.03.07, 08:25
Hallo,

Kälber die nicht trinken wollen haben in der Regel einen Grund dafür
Selenmangel ist ja schon erwähnt
Schwergeburt  - "Lebensschwäche" -Fruchtwasseraspiration(kann auch bei Kälbern vorkommen, die alleine gekommen sind, also nicht nur bei Schwergeburten) -Herzfehler(ist gar nicht sooo selten)- und manche haben schon "heimlich" an der Kuh getrunken ;)
mehr fällt mir jetzt auf die schnelle nicht ein

@Marina: es gibt extra "Flaschen" mit einen Eingebeschlauch  - blöd zum Beschreiben -der unterste Teil ist starr, den kann man dann relativ problemlos in die Speiseröhre schieben, die Firma weiß ich jetzt nicht, ich schau nachher mal nach. Aber für mich ist das nur im absoluten Notfall - gesund aussehendes Neugeborenes Kalb weigert sich zum trinken. Bei lebensschwachen Kälbern würde ich das Einschütten vermeiden. Denen spritz ich Serum zur Antikörperversorgung.
Die Milch mit der Flasche ins Maul laufen lassen hat auch der Risiko, daß Milch in die Lunge kommt.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mone12 am 08.03.07, 12:25
eben war der TA da und hat es gespritzt er das der magen angeregt wird.
Ansonsten ist es fit.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 08.03.07, 16:23
Hallo Daggl,
wir haben auch so ein Teil, leider kann ich den Hersteller nicht mehr entziffern.
Wenn Schwergeburt, Fruchtwasser - geschwächtes Kalb,
das kenne ich, Kälber, die zwar Hunger hätten und nicht schlucken können, die kommen in der Regel realtiv rasch -
aber was ist mit den Kälbern los, die nach ganz normaler Geburt, keinen Kontakt zur Kuh suchen, den Menschen aus dem Weg gehen-
auch in der Gruppe sich wie Aussenseiter aufführen-
und erst nach dem der Saugreflex kommt- ändert sich das total.
Ich bin kein Freund von Drenchen, aber als wir noch mit unserer Selenmangelproblematik herumkämpften, wären mir einige Kälber verhungert.
Ein Kalb habe ich mehr als 3 Wochen leider so versorgen müssen,
dann von einer Mahlzeit auf die andere war der Saugreflex da-
und das Kalb hat sich den Menschen und den anderen Kälbern zugewandt.
Dieses Kalb hat inzwischen 4 Kälber und eines davon hatte wieder so eine Störung.
Auch wieder die gleiche Beobachtung, sobald der Saugreflex kam, wurde aus dem Einsiedler ein Mitglied der Kälbergruppe.
Mir kommt bei diesen Kälbern immer das Bild des Autismus unter.
Hab zwar den Rosenberger, aber eine schlüssige Ursache für derartige Kälber habe ich noch nicht gefunden.
@Mone, toi, toi mit eurem Kalb.
Herzl. Grüsse
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 08.03.07, 18:48
Hallo,

kälber die nicht saufen wollen kenne ich auch, nur ich kaufe 85kg fleckviehkälber die sind dann ca. 4-5 wochen alt.
es ist immer mal wieder ein kalb dabei was keinerlei saugreflex hat, da hilft auch kein nutella, honig, schnaps oder sonst irgendwas. nur das kalb muß ja bisher auch gesoffen haben, teilweise kommt der saugreflex erst nach 3 tagen, bis dahin saufen sie dann nur wasser und etwas milch was man "mit gewalt" rein kriegt. liegt das am transportstress, der neuen umgebung oder woran kann das liegen? und was kann man mit solchen kälbern machen? und wie verhalten sich solche kälber wohl am automaten?
solch große kälber zu drenchen, ist allein auch nicht ganz einfach und das mach ich auch nur im äußersten notfall.
das gerät heißt calf-drencher und ist von bovi-vet, und fasst ca. 1,5l.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Michaela S. am 08.03.07, 21:10

@ Ditz
Wir kaufen zwar keine Kälber zu, aber ich würde ihnen routinemäßig was homöopatisches geben. Beim Umstallen bekommen unsere Aconitum gegen den Stress (wie auch bei Stress durch Transport) und wenn die Kälber nach der Mutter muhen oder die Mütter (meist am 2. und 3. Tag nach der Geburt) nach den Kälbern bekommen sie Ignatia, das hilft bestimmt auch gegen Heimweh. Könnt mir vorstellen, das sie sich dann um einiges besser fühlen und auch eher saufen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: H.B. am 08.03.07, 21:23
Hallo zusammen!

@Ditz, lass das Kalb mal an ne Kuh, dann wirst du sehen, was für einen Saugreflex ein Kalb haben kann.......

Bei mir hat noch kein Kalb eine Mahlzeit ausgelassen, entweder es sauft selber, oder "es wird gesoffen"
Da ich mit Rota/Corrona/E.coli zu kämpfen habe, bleibt mir auch nichts anderes übrig.
Ich hab so ca 100 Geburten/Jahr und hab nur ein lebendgeborenes Kalb in 2 Jahren verloren........


H.B.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 08.03.07, 22:03
Hallo Hubert,

der Ditz hat keine Kühe; wie Du gelesen hast, kauft er Kälber, die 4-5 Wochen alt sind.
Was sagt uns das ???  Er macht Fresser oder ist ein Bullenmäster..... :D :D

Hallo Ditz,
meine Cousine macht auch Fresser und die kommen mit dem LKW mit Hänger. Am ersten Tag bekommen sie sowieso nur Wasser und Heu und dann gibt es auch immer wieder welche, die absolut nicht vom Nuckeleimer trinken. Da ist sie dann bald drauf gekommen, dass diese Kälber das nicht kennen, sondern nur gewohnt sind die Milch aus dem Eimer zu trinken. Hast Du das schon mal versucht ??? Aber Streß spielt bestimmt auch mit eine Rolle. Da könnte Ignatia helfen oder auch ein paar Tropfen Notfalltropfen - Bachblüten in einem Sprüher. Das ist bei mir unverzichtbar, wenn z.B. Klauenpflege ansteht und alle Kühe einzeln aus dem Stall in den Klauenpflegestand gehen müssen. Mit Rescuetropfen gesprüht ist nicht so eine ständige Unruhe ( für mich dann auch ein paar ).....
..und wennst mal von uns ein Stierli bekommen solltest .... dann gib mal Bescheid.... würd mich freuen zu wissen, wo unsere Maxis so hinfahren... ;) ...gibst Du Kaufaufträge an Viehhändler oder Kälbermärkte ??? Unsere gehen entweder an den Händler oder nach Mühldorf auf den Markt. Aber sehr wenige :( ... ein paar haben wir ja auch noch :)
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: H.B. am 08.03.07, 22:14
Ja Freya,

das heißt aber nicht, daß er niemanden mit Kühen kennt. Ich kenn das Problem sehr gut, bis ich voll auf Milch umgestellt habe (bzw einen neuen Betrieb gekauft habe) hatte ich nebenbei auch noch ca. 150 Mastbullen, vorwiegend aus Zukaufkälbern. Wenn ich nicht selber Kühe gehabt hätte, hätt ich mir doch glatt deswegen eine gekauft, oder ausgeliehen
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 08.03.07, 22:42
Hallo Hubert,
im Prinzip hast Du sicher Recht. Aber ich werde einen Teufel tun und mein Kalb zu einer fremden Kuh bringen oder mir von einem anderen Betrieb eine Kuh ausleihen. Dazu hab ich zuviel Angst vor IBR oder sonstiger Pest.... Irgenwann saufen sie schon. Ich hatte auch schon Neugeborene, da hab ich mir gedacht, (darf ich gar nicht hier schreiben, was ich am liebsten gemacht hätte ) die krieg ich nie dazu, dass sie was trinken und dann ging es doch irgendwann. Das letzte Kalb an das ich mich erinnere, war lebensschwach von Anfang an. Tierarzt mit Infusionen am 2. Lebenstag. Konnte nicht stehen, der Kopf war auch sehr "schwer" . Dann 4 (vier) Tage nichts freiwillig getrunken. Dann Durchfall und 2 x 10 ltr. Kanister Dauertropf. Jetzt ist es 4 Wochen alt und frisch wie ein Turnschuh. Warum war das Kalb so "muhig " ??? Das macht mich verrückt, weil ich da überhaupt keine Rückschlüsse auf irgendwas ziehen kann. Das war das 4. Kalb einer gesunden Kuh, allein gekalbt, nicht zu früh oder zu spät ....  .. ?
Es hat nach der Geburt sofort Biestmilch bekommen, die Kuh ist geimpft gegen Rota Corona -Coli, eine orale Gabe Selen und calcium carbonicum, wie alle meine Kälber ...  :-\

Übrigens, ich drenche nicht. Ich habe eine 1 ltr - Plastikflasche mit einem Sauger mit einer sehr großen Kreuzöffnung. Das dauert zwar, aber ist relativ sicher, dass sich das Kalb nicht verschluckt.
und wenn sie die Zunge quer im Maul haben und den Kopf nach unten drehen, zusammen mit den Augen, dass man nur noch das Weiße sieht, dann läuft schon was raus aus der Flasche *grummel* 
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 08.03.07, 23:06
Hallo Freya,

wir hatten auch einen Bullenmastbetrieb mit Zukaufkälbern. Wenn mein Mann vom Markt kam da hat mir schon gegraust. Es war immer ein probieren zwischen Flasche, Nuckeleimer und Eimer. Am schlimmsten fand ich aber die "Kuhsäufer" die brachten mich fast an den Rand der Verzweiflung  >:( Sehen aus wie das blühende Leben und sind stur bis zum geht nicht mehr.

Meine Kälber die ich habe saufen alle sofort aus dem normalen Eimer. Ich weiss dass der Nuckeleimer dem natürlichen am ähnlichsten kommt aber das ist mir einfach zu langweilig. Bis ich da fertig bin morgens, kann ich ja schon wieder Abendbrot machen  ::)

LG Mathilde

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 08.03.07, 23:21
Hallo Mathilde,
das leuchtet mir ein, dass das schneller geht. Ich hab das noch nie probiert ihnen beizubringen und wenn sie trinken können, brauch ich ja auch nur den Eimer hinhängen. Ich höre dann schon, wenn er leer ist und runterfliegt. Aber mit Eimerhinhängen ist die Kälberbeobachtung ja auch nicht getan....  Ich hab ja nicht so viele und außerdem nur die ganz ganz Kleinen bei mir. Wenn sie "aus dem Dreck" sind und stabil, dürfen sie umziehen und werden von SM versorgt ;)
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 09.03.07, 07:36
Hallo Freya,

ich steh aber schon zu "meinen" Kälbern hin wenn die saufen und guck was passiert. Erste Kontrolle ob alle aufstehen oder schon stehen wenn ich komme, dann Geruchskontrolle beim Eimer hinhalten oder einhängen, dann gucken wie die in den Eimer gehen, dann ob sie gleich saufen oder so rumtrödeln. Man kann viel beim Anfang einer Erkrankung noch umbiegen aber das wissen hier ja alle  ;)
Wenn man den Eimer in der ersten Woche hinhält und leicht nach vorne wegzieht dann hat man auch wenigstens etwas diese Sauhaltung. Was mich aber stört ist dass diese Kälber die so aus dem Eimer saufen eher zum gegenseitigen besaugen tendieren weil ja dieses Bedürfnis nicht gestillt wurde.

LG Mathilde
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 09.03.07, 08:49
Hallo Hubert,
wenn ein Kalb nicht saufen kann, dann nützt auch die liebevollste und aufmerksamste Kuh nichts.
@Mathilde, wenn ihr ein Kalb bekommt, fütterst du die gleich von Anfang an mit dem Eimer?
Und machst du das sofort nach der Geburt?
Ich hab da so eine Flasche mit Ventil, damit kann ich die meisten Kälber kurz nach der Geburt dazu bewegen, die Pulle auszuleeren.
Herzl. Grüsse
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Luetten am 09.03.07, 09:06
Hallo Maria bei uns bleiben die Kälber 3-4 Tg. bei der Mutter und dann füttere ich sie aus dem Eimer, es gibt Kälber die können sofort aus dem Eimer saufen und anderen muß man noch 2Tg. den Finger reinhalten.
LGPetra
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: H.B. am 09.03.07, 09:35
Hallo Hubert,
wenn ein Kalb nicht saufen kann, dann nützt auch die liebevollste und aufmerksamste Kuh nichts.

Ich hab eigentlich "will" gemeint, und das bei fitten Zukaufkälbern..........
Bei denen hab ich einfach bei der Kuh die Flasche unten durch gehalten.
Geht manchmal aber auch mit Kalb/Kalb.

mfg H.B.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 09.03.07, 09:52
Hallo Petra,
wir machen es ähnlich, ich geb den Kälbern nur die erste Biestmilch mit der Flasche. Wenn sie von der Kuh wegkommen, dann gibts Kälber, die sofort 2 Flaschen trinken und andere, die noch ein wenig brauchen.
Momentan habe ich eine ziemlich wilde Schar, da freut mich das Kälberbetreuen und Füttern.
Die Kälber, die nicht trinken können, hoffentlich bleibe ich von denen in Zukunft etwas verschont. Denn da nützt auch die beste und bravste Kuh nichts, solche Kälber suchen keinen Kontakt zur Mutter und würden in der Natur draussen verhungern.
Herzliche Grüsse
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 09.03.07, 10:26
Hallo Maria,

ich mache das auch wie Petra wenn die Kühe allerdings böse oder blöd sind kommt das Kalb auch gleich raus nachdem mir zwei Kälber totgelegen wurden von Kühen.
Ich habe zum ersten tränken eine aufgehobene Gleitschleimflasche und nehme die roten Sauger für die Eimer (die Schwimmer) und mach das Metall oder Plastikteil weg und steck das dann über die Öffung. Lasse beim saufen langsam immer wieder Luft rein in die Flasche und das geht gut, jedenfalls besser wie mit der Nuckelflasche die mir mein Mann freundlichkeitshalber mal mitbestellt hat, die mag ich gar nicht das geht mir auch zu langsam  ::)
Man muss aber mit der Milchmenge für das Kalb ganz konsequent sein und nicht meinen das sauft gut das bekommt ein bisschen mehr.

LG Mathilde
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 09.03.07, 19:23
Hallo Mathilde,
 bei Kühen, die keinen Mutterinstinkt haben - nehmen wir das Kalb auch heraus.
Mich würde interessieren, füttert ihr die Kälber grundsätzlich gleich nach der Geburt?
2o Jahre habe ich sofort nach der Geburt entweder gemolken oder aufgetaut- um dem Kalb schnellstmöglich die Biestmilch zu geben-
neulich hatten wir eine Frauendiskussionsrunde - scheinbar bin ich in meinem Bekanntenkreis die einzige, die sich diese Mühe macht.
Herzl. Grüsse
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Luetten am 09.03.07, 19:50
Hallo Mary bei uns holen sich die Kälber ihre Biestm. fast alle bei der Mutter, wir beobachten die Kälber die erste dreiviertelstd. sollte irgendetwas sein melken wir die Biest von Hand oder tauen etwas auf und geben es den Kälbern, das wir ein Kalb von der Mutter entfernen mußten ist uns in den letzten 10Jahren 3x passiert.
LG Petra
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 09.03.07, 21:27
Hallo,

kühe hab ich leider keine wo ich das kalb drunter setzen könnte. ein bekannter von mir hat wohl ein paar mutterkühe und der setzt da auch zukaufkälber drunter.
aber das kalb wolltze ich dann auch nicht mehr wieder haben wenn das erst mal woanders gewesen ist.
aus dem eimer saufen ist bei fleckviehkälbern ja so eine sache, die meisten verhungern ja lieber als das die aus dem eimer saufen.
ausprobiert hab ich bei solchen kälbern eigentlich schon alles, ich bin ja auch der meinug das so ein kalb "heimweh" hat nur wenn ich das hier sagen lachen mich alle aus.
mit homeopatischen mitteln hab ich mich noch nie beschäftigt, wo bekommt man die denn eigentlich?

@ Freya  mein viehhändler holt die kälber vom markt in bayreuth, bin auch schon ein paar mal mitgefahren.
hab auch schon mal welche aus traunstein gehabt, die waren von der qualität her um einiges besser.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: geli.G am 09.03.07, 21:48
hab auch schon mal welche aus traunstein gehabt, die waren von der qualität her um einiges besser.

.....da hast vielleicht schon mal welche von uns groß gezogen..... ;D

Homöopathische Mittel bekommst du in jeder Apotheke. Schau doch mal in die Homöopathie-Box hier, da gibt´s auch Adressen, wo man online bestellen kann.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 10.03.07, 10:09
Hallo Petra,
bis jetzt habe ich die erste Biestmilch noch selbst gegeben, so kannten die Kälber bereits die Flasche, wenn sie dann von der Kuh wegkommen, wir hatten in der Vergangenheit immer wieder mal mit Kälberdurchfall unsere Probleme und da war es dann ein Vorteil, wenn die Kälber schnell auf die Flasche umzustellen waren.
Jetzt scheinen die Kälber sehr stabil zu sein, jetzt würde ich mich trauen, es einmal zu versuchen, dass die Kälber sich die Milch selbst holen sollen.
Wenn die Kühe sofort die Beine heben, wenn sie ans Kalb kommen, dann mache ich mir keine Gedanken.
Es gibt beides, Kühe, die kein Gespür für das Kalb haben und Kälber, die keinen Kontakt mit der Mutter suchen-
zum Glück ist das selten.
Scheinbar ist Leinmehl für hochtragende Kühe sehr wertvoll, die Kühe und Kälber scheinen damit Stoffe zu erwischen, die ihnen sehr gut tun.
Kälber, die Leinsamen in die Milch bekommen- sind den anderen voraus-
und wenn die Kühe als grossträchtiger Lein bekommen, dann sind die Kälber munterer, stehen schneller auf  und suchen früher am Euter.
So werde ich bei den nächsten Kälbern wagen, dass sie sich ihre Milch selbst holen.
In der nächsten Zeit kommt bei uns eine grössere Zahl Kälber, da werde ich mal schauen, ob es funktioniert.
Herzl. Grüsse
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 10.03.07, 17:47
Hallo Ditz
wir liefern alle unsere Bullenkälber nach Bayreuth.Wenn man da aber eine Spitzenpreis haben will, sollte man sich schon an die Vorgaben halten, die einen vom Zuchtverband gepredigt werden.d.h. die Kälber sollten enthornt sein, nicht älter als 6 Wochen, Gewicht zwischen 80 und 90 kg, an den Nuckeleimer und an Milchaustauscher gewöhnt sein. Wenn einer aus dem Rahmen fällt mit Gewicht und Alter merkt man es schon gleich an der Abrechnung.Auch würd ich mir meine Stammkäufer vergraulen wenndie Kälber keinen Milchaustauscher gewöhnt sind, desshalb stell ich immer ein paar Tage vor dem Markt die Kälber von Vollmilch auf Milchaustauscher um, damit wenn sie rumzicken das wenigstens noch zu Hause machen antstatt im fremden Stall.Es gibt auch Bullenmäster bei uns rum, die kaufen alles auf, aber den Preis kannst du vergessen.Meine Kälber sind zwar auf dem Markt etwas teuerer, dafür hat der Mäster aber auch Qualität.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mone12 am 14.03.07, 01:34

@Mone, toi, toi mit eurem Kalb.
Herzl. Grüsse
maria
[/quote]

Hura habe es geschaft unser Napoleon (das Kalb)hat heute abend (natürlich gestern)gesofen als ob nix gewesen wäre :)
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 15.03.07, 19:19
Hallo,

@Heidi.S  also enthornt sind max. 10% der kälber, ich versteh auch nicht warum das nicht zur pflicht gemacht wird. ich sag jetzt mal, die kälber sind so teuer geworden da kann ich wohl verlangen das die enthornt sind, wenn ich fresser verkaufe müssen die ja auch enthornt sein.
ich kaufe die kälber auf dem markt weil ich das nicht so gerne hab wenn die schon durch mehrere hände gegangen sind, ich hab schon pässe von kälbern gesehen die waren schon fast voll.
ob die qualitäten auf den auktionen unbedingt besser sind glaub ich ehrlich gesagt nicht, ich denke die sahnestücke bleiben sowieso im süden. wobei die qualitäten für den mäster eigentlich immer schlechter werden.

na heute nacht kommen wieder welche, mal sehen was dann dabei ist.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 15.03.07, 20:57
Hallo Ditz
 ich versteh es auch nicht warum manche ihr Kälber nicht enthornen.Am schonensten ist es doch in den ersten Wochen für sie und für die Mäster ist es auch ein großes Risiko Bullen mit Hörnern groß zu ziehen. In anderen Sachen, wie IBR, greifen sie ja auch streng durch und lassen nur freie Betriebe zu.Ob die Sahnestücke nur im Süden bleiben weiß ich nicht, aber es sind schon meist die gleichen Aufkäufer bei uns, so ungefähr 5-8 unterschiedliche Händler.Wie heißt denn euer Händler?Bei uns waren heute auch 2 Kälber mit auf dem Markt.Was heißt für dich die Qualitäten werden immer schlechter?Meinst du die Kilos im Verhältnis zum Alter oder andere seltsame Angewohnheiten  der Kälber?
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 16.03.07, 19:11
Hallo Heidi S.

so, ganze 3 kälber von 20 sind enthornt, mit schlechten qualitäten mein ich das immer mehr HF eingekreuzt wird und die tiere dadurch auch immer nervöser werden.
meinen händler wirst du nicht kennen, ist ein "einmann betrieb" der fährt auch nicht alle 14 tage zum markt höchstens alle 8 wochen, und der kauft dann auch nur ca.30 kälber.

na vielleicht hab ich ja eins von euren erwischt, kannst mir ja mal die nummern oder einen teil der nummern sagen.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 16.03.07, 21:55
Hallo Ditz,
ich schreib dir mal ne KM
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 16.03.07, 22:16
Hallo  :D

ich sag nur  - Zwillinge -   heute morgen unterm Melken.
2 x weibl. Aber mit Tierarzt, weil ich nur einen Schwanz in der Hand hatte und keine
Füße.
Die Kuh habe ich extra etwas früher geimpft, weil ich mir dachte, dass sie früher kalbt.
Nun sind es 10 Tage zu früh. Voriges Jahr hatte sie auch Zwillinge.
Soll ich Euch was vorjammern, wie lange ich gebraucht habe, bis die 2 die Biestmilch
getrunken haben ???
Heut Abend der 3. Liter Biestmilch ging dann schon freiwillig ...

Mir reichts für heute ...... aber diese verflixten Kälber..... !!! Gelsemium, Tartarus, Calc.
phos.... Selen ...... Schnaps ...... WARUM saufen sie nicht ??? Ich hab sie geribbelt
und geschrubbt mit Stroh und immer wieder animiert ..... wie die Schlaftabletten.
Dann hab ich mit Müh und Not einen Liter je Kalb in den ersten 2 Stunden reingekriegt
in die Kälber.
Das eine Kalb, das rückwärts kam, haben wir aufgehängt. Das röchelt nicht. Das
kleinere, zweite Kalb hat schon etwas Fruchtwasser erwischt. Aber das trinkt noch besser...
Jetzt haben sie 3 Liter heute, das geht ja.... Aber ich könnt sie ..... manchmal ....

Wieviel Stunden ich heute damit zugebracht .habe .....

aber ich wollte Euch ja nix vorjammern  8) 8) 8) :) :D ;D



Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 17.03.07, 09:25
Hallo Freya,
 hast du schon mal Vit B6 homöopathisch probiert? Das wirkt bei mir zur Zeit recht gut. Es regt die Nervenenden an und somit den Saugreflex. Ich geb es immer ein, warte dann ein paar min. und massier dann das Kalb mit Stroh an der Schwanzwurzel, so als wenn die Kuh ihr Kalb leckt. Dann merkt man schon oft übern massieren das die Kälber aufeinmal das schmatzen anfangen und dann Finger oder Schnuller rein. Vielleicht hilft ja das mal bei deinen Zwillingen
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 17.03.07, 11:09
Hallo Heidi,

Danke für Deinen Tip. Vit. B6 homöopathisch habe ich noch nicht versucht. Aber massieren an der Schwanzwurzel bis mit der Arm abfällt .... Gestern Abend haben sie schon gut getrunken und heute früh noch besser. :D :D Es geht also doch. So lange es geht tränke ich sie jetzt 3 x. Sie sind nicht sooo winzig, aber ist auf jeden Fall besser. Gestern habe ich den ganzen Tag nur Biestmilch ( 1. Gemelk ) getränkt. Heute kriegen sie dann die von heute Morgen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: heike am 17.03.07, 11:27
das nicht so gerne hab wenn die schon durch mehrere hände gegangen sind, ich hab schon pässe von kälbern gesehen die waren schon fast voll.

Hallo Ditz

Ich weiss ja, manche Dinge laufen anders in DK aber trotzdem. Wenn wir Bullkälber verkaufen dann holt sie der Mäster direkt bei uns ab ohne Umwege und Zwischenhändler. Der Bullenmäster der bei uns kauft, mästet etwa 600 Bullen im Jahr, er hat seinen festen Lieferantenkreis. Ich würde gerne wissen warum du das nicht so machst?
Sicher dauert es eine Zeit bis das läuft und man ist oft unterwegs um die Kälber abzuholen aber auf der anderen Seite weist du aus welchen Ställen sie kommen, was gefüttert wurde und du kannst entscheiden aus welchem Stall du keine Kälber holen willst. Du kannst dich mit den Bauern absprechen wie du die Kälber haben willst. Unser Mäster nimmt auch Kälber die nur bei der Kuh gesogen haben, aber er will das gerne vorher wissen weil er sie dann in Einzelboxen unterbringt bis sie das Milchsaufen gelernt haben.
Enthornen tun wir die Bullkälber nicht und ich glaube auch nicht das jemand in DK das tut. Aber das liegt auch daran das Bullen in DK traditionel mit 12 Monaten schon zum Schlachter gehen und in dem Alter sind die Hörner noch nicht so gross.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: heike am 17.03.07, 11:33
Hallo Freja

Viel Glück mit den Kleinen.
Ich habe seit gestern auch so ein Baby. Mein Mann wollte es füttern aber es wollte absolut nichts. Dann durfte ich dran und mit viel Geduld hat es einen Liter getrunken und heute Morgen ging es schon besser. Aber aufstehen kann es noch nicht. In die erste Flasche habe ich im gleich 10gr VitE Pulver begemischt. Ich hoffe das hilft dem Kleinen vorbeugend gegen alles Krankmachende.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Tilly am 11.11.08, 12:32
Das Kalb an der Schwanzwurzel zu massieren, diesen Tipp hab ich schon
oft angewendet und hat immer zum Erfolg geführt.
Manchmal sind es doch wirklich nur Kleinigkeiten die das Arbeiten mit
Tieren erleichtern.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mogli am 11.11.08, 15:56
Wenn gar nichts geht, Doc anrufen, der kann eine Injektion in die Vene geben. Wenn das Kalb organisch gesund ist, trinkt es 10 Min später. In der Regel klappt es das nächste Mal . LG Helga
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Flecky am 24.11.08, 14:53
Unser Mäster nimmt auch Kälber die nur bei der Kuh gesogen haben, aber er will das gerne vorher wissen weil er sie dann in Einzelboxen unterbringt bis sie das Milchsaufen gelernt haben.

Hallo Heike,
 wie kriegt Dein Händler es denn hin, das Kälber, die an der Kuh gesoffen haben am Nuckeleimer saufen.  Wir haben bei unseren Kälbern auch schon mal ein
Kalb von  einem Mutterkuhbetrieb dabei. Bei diesen Kälber ist es aber unmöglich, sie an einen Eimer zu gewöhnen. Die saufen dann vor lauter Durst irgendwann
Wasser und fressen Heu, Mais und Kraftfutter und sind daher im Wachstum auch meist sehr zurück, wenn sie denn überleben. Ich verstehe sowieso nicht, warum
Mutterkuhbetriebe  Kälber vor dem Absetzen von der Milch verkaufen.

Tschüß
Ulrike

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 01.05.10, 10:32
Hallo,

ich hab wieder mal so einen erwischt.
am 22. april in miesbach gekauft, 4 wochen alt ca. 85kg schwer.
bis heute habe ich ohne gewalt keine milch in das kalb bekommen, mittlerweile frisst er aber ganz gut heu und kraftfutter und säuft natürlich wasser.
also kalb kam freitagmorgen bei mir an, nach der 2 mahlzeiten hab ich mir schon gedacht das der an der kuh gesoffen hat, sontag hab ich dann bei dem lw angerufen.

der sagt zu mir: jo mei der hot hold onner kuah gesoffa, das versteh i a net dos der net saufa will.

ja hallo, wie kann man denn ein kalb 4 wochen an der kuh lassen und dann verkaufen???
das ganze grenzt ja schon an unverschämtheit so ein kalb zur auktion zu bringen, immerhin bekommt der lw da um die 500 euro für.
hab dann meinen händler angerufen und ihm gesagt das er das kalb wiederholen soll oder ich das nicht bezahle.
leider ist hier niemand zu finden gewesen der mutterkühe hat und das kalb genommen hätte. dafür war das kalb einfach zu teuer.
mein händler hat dann mit dem zuchtverband gesprochen, und die sind bereit das kalb für 200 euro abzugeben, das kalb hatte einen steigpreis von 510 euro.
was passiert jetzt mit dem lw von dem das kalb kommt?

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 01.05.10, 11:16
Hallo,

bei uns stand in den Vertragsbedingungen von der Auktion dass die Kälber die zum Verkauf angeboten werden aus dem Eimer saufen "müssen". Also denke ich dass der LW die Differrenz bezahlen muss oder das Kalb wieder holen.
Das Kälber die aus dem Eimer Wasser saufen keine Milch saufen das glaube ich jetzt wiederum nicht denn denen würde ich mal einen Eimer mit Milch hinhängen und schwupps ist der dann auch leer.

LG Mathilde
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 01.05.10, 12:26
Hallo,

das kalb säuft auch kein wasser aus dem eimer sondern nur aus der selbsttränke.
also mit dem kalb hab ich schon so ziemlich alles versucht.
wenn es von uns nicht so weit wäre hätte ich dem bauern das kalb vor die haustür gebunden.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: gina67 am 01.05.10, 13:15
Hallo Ditz
wir hatten auch ein Kalb dass keine Milch saufen wollte, nur Wasser aus der Selbsttränke. Dieses Kalb machte einen munteren Eindruck, aber als ich unserem TA davon erzählte, hat der eine Labmagenentzündung festgestellt. Nach der Behandlung durch den TA hat das Kalb auch wieder Milch gesoffen.
Nordlicht
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 01.05.10, 13:57
Hallo zusammen,
die Erfahrungen die Ditz gemacht hat wegen der Qualität der Bullenkälber, dem kann ich nur beipflichten. Sie sind weder enthornt (macht ja dem Kuhbauern Arbeit, aber die weiblichen machen sie schon), dann sind die dermaßen mit Vollmilch vollgepumpt, das erst mal ein paar Tage Probleme vorprogrammiert sind. Dann das eine Kalb mag den weißen Nuckel, das andere den roten usw. wenn es dann noch Marktkälber sind, haben sie dermaßen Stress und vorallem gleich die Grippe, das einem die Freude vergeht.
Ich kaufe nur ab Hof über meinem Händler in kleinen Chargen, so dass ich teilweise schon an den Ohrmarken meine Bauern kenne und somit auch die Gewohnheiten meiner Kälber. Ab Juni kaufen wir pro Monat 25 und da hoffe ich das mein System trotzdem funktioniert. der Händler sagt ja, ich bin gespannt.
Und für 500 Euro was die Kälber momentan im Schnitt kosten, kann man als Mäster Qualität verlangen aber die wird immer schlechter. Zuviel schwarzbunt oder rotbund eingekreuzt. Reine Fleckvieh bekommst ja nimmer viel. Dann behandeln die Kuhbauern die Bullenkälber bei weitem net so sorgsam wie die Kuhkälber, den die Herren gehen ja mit ein paar Wochen warum dann den Tierarzt anrufen. ach was reg ich mich auf.
Und ich fange ganz sicher nicht selber das sammeln an, den erstens habe ich gar nicht die Zeit und zweitens ich würd so manchen Kuhbauern die Leviten lesen.
LG Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 01.05.10, 14:37
Na ,ja
 also dass männliche Kälber schlechter behandelt werden als weiblich..dem muss ich schon mal wieder sprechen.Welchen Sinn würde das machen, auf dem Markt hat doch der Käufer den direkten Vergleich und kann sehen welches Kalb gut gewachsen ist und welches schlechter. Dementsprechend kann er auch darauf bieten.Schlechte oder kranke Kälberbringen kein Geld, bzw der Fahrer nimmt sie erst gar nicht mit auf den Markt wenn sie z.b eine dicken Nabel haben.
Mich wundern allerdings oft die Preisunterschiede die geboten werden bei gleicher Qualität und ähnlicher Abstammung. Frag mich nach was die beim steigern schauen und ob die überhaupt mal einen Blick in die Datern geworfen haben.
Das die Kälber unheimlich Stress haben bis sie beim neuen Besitzer sind kann man sich vorstellen. Die sind ja bei uns oft fast 2 Tage unterwegs ohne Nahrung, nur eine Stelbsttränke haben sie ,die sie noch nie vorher gesehn oder benutzt haben. Dass die armen Kerle da anfällig für Krankheiten werden braucht einen nicht zu wundern.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 01.05.10, 15:07
ich habe nicht gesagt ALLE!! sondern viele. mensch , ich kann auch nur das wiedergeben was bei mir in den Stall kommt bzw. zu den anderen Mästern und was man auf dem Markt sieht bzw. die Resonanz der Tierärzte. ich finde es ja toll wenn ihr eure Bullenkälber genauso gut pflegt, aber das ist nicht Standard.
die Kälber kosten soooo viel Geld und das stimmt mit der Qualtiät nicht zusammen.
ich schreibe später mehr, muss jetzt raus in den Stall.
LG Botschal
*und sorry ich wollte keinen Kuhbauern angreifen, kenne ja nur die im Süden *
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 01.05.10, 15:17
Hallo,

wieso siehst du dich als milchviehhalter beim enthornen nicht in der pflicht?
eure mutterkälber enthornt ihr doch auch und das doch in den ersten lebenstagen, das ist doch eine arbeit von ein paar minuten, aber soll der bullenmäster sich doch mit nem 4-5 wochen alten kalb abgeben das zu enthornen.

die masse der süddeutschen kälber geht ja weit weg und da hört der kuhbauer eh nichts mehr von, wenn das kalb in der nachbarschaft bliebe sähe das anders aus.

und genau so ist es bei den derzeitigen kälberpreisen sollte man doch quälität erwarten können.
was meint ihr eigentlich wieviel gewicht eure mit milch vollgepumpten kälber in den ersten tagen beim bullenmäster verlieren?

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 01.05.10, 15:24
Hallo zusammen,
die Erfahrungen die Ditz gemacht hat wegen der Qualität der Bullenkälber, dem kann ich nur beipflichten. Sie sind weder enthornt (macht ja dem Kuhbauern Arbeit, aber die weiblichen machen sie schon), dann sind die dermaßen mit Vollmilch vollgepumpt, das erst mal ein paar Tage Probleme vorprogrammiert sind.
LG Botschal

Hallo,

da bin ich aber froh dass wir unsere Bullenkälber alle sammt und sonders selbst mästen. Wir enthornen egal ob männlich oder weiblich. Wir geben allen das gleiche zum saufen allerdings Vollmilch (bin doch nicht blöd und kauf wegen einem Fressererzeuger auch noch Milchpulver etwas müsst Ihr schon noch selbst machen*malbösebin*) und vollpumpen tu ich die auch nicht. Mir hat aber vor Jahren auch mal einer unserer Händler die damals noch die Bullenkälber mitgenommen haben für die Kälbermast, bestätigt das meine Bullenkälber mit die schönsten seien die er angeboten bekommt.
Habe dann aber mal den Lebenslauf eines Bullenkalbes angeguckt auf Hit und da ist mir das kalte Grauen gekommen. 5x wurde der Hin und Hergehandelt bis er endlich in Mecklenburg Vorpommeren verre........ durfte  >:(
Dafür haben wir uns dann abgestrampelt gute Tiere abzugeben.

LG Mathilde
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 01.05.10, 15:30
und genau so ist es bei den derzeitigen kälberpreisen sollte man doch quälität erwarten können.
was meint ihr eigentlich wieviel gewicht eure mit milch vollgepumpten kälber in den ersten tagen beim bullenmäster verlieren?

Ditz

Hallo,

ich fass es nicht  :o  sollen wir auch noch nachfragen welche Milch dem "Bullenmäster" wo das Kalb hinkommt genehm ist? Josera, Sano, Milkivit und Co? Ne, ne also ein bisschen müsst Ihr ja auch noch zu tun. Solche Anschuldigungen wären mir vor Jahren gar nicht in den Sinn gekommen und da hatten wir nur Bullenmast und keine Kühe.  >:( >:(
und für 100 Euro für ein Schwarzbuntes Kalb da kann man wirklich nicht von guten Preisen reden. Wir mästen unsere selbst und die liegen auch meist über 1000€ nach Schlachtgewicht abgerechnet. Ich weiss Ihr lacht da drüber mit Euren Fleckvieh oder WeissBlauen oder anderen Mastrassen.

LG Mathilde
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 01.05.10, 15:39
Hallo,

wieso siehst du dich als milchviehhalter beim enthornen nicht in der pflicht?
eure mutterkälber enthornt ihr doch auch und das doch in den ersten lebenstagen, das ist doch eine arbeit von ein paar minuten, aber soll der bullenmäster sich doch mit nem 4-5 wochen alten kalb abgeben das zu enthornen.

die masse der süddeutschen kälber geht ja weit weg und da hört der kuhbauer eh nichts mehr von, wenn das kalb in der nachbarschaft bliebe sähe das anders aus.



Ditz
Da kann ich dir vollkommen beipflichten.Je jünger ein Kalb ist beim enthornen, desto einfacher ist es für Mensch und Tier.


und genau so ist es bei den derzeitigen kälberpreisen sollte man doch quälität erwarten können.
was meint ihr eigentlich wieviel gewicht eure mit milch vollgepumpten kälber in den ersten tagen beim bullenmäster verlieren?

Na ja, ob ein nicht "vollgepumtes" Kalb weniger Gewicht verliert wenn es so einen Stress zubewältigen hat weiß ich nicht. Entweder ein Kalb ist fit und hat Hunger und wächst gut, oder es ist ein Kümmerer und es kommt nichts ran.

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 01.05.10, 16:09
Die Bullenkälber werden  nach Gewicht verkauft, also je jünger und schwerer ein Kalb ist, desto lieber. Also ein vierwochen altes Bullenkalb mit 90 kg ist doch was feines oder???? von wegen, hat Stallverbot, da im meisten Fall drei mal am Tag getränkt mit xbeliebiger Vollmilch, diese Kälber haben so massive Probleme dann beim Mäster, da bekommen sie nämlich MAT evtl. noch einen Nullaustauscher.
und ich habe keinen vorgeschriebenen welchen MAT ihr füttern sollt, sondern nur, dass die Kälber net so extrem  vollgepumpt sind. Menschenskinder weder Ditz noch ich wollen den Kuhbauern was schlechtes, aber das ist nunmal unser Alltag.
z. B. habe ich letzes Jahr um diese Zeit ein WBBelgier bekommen von meinem Händler. Wir waren grad am Telefonieren, als er ganz stolz erzählte dass er ein vier wochen altes Kalb mit 90 kg hat soo ein schöner. Ich das betteln nimmer aufgehört und gegen Tausch eines andren Kalbes habe ich ihn bekommen, den Peterle.. mein hab ich mich gefreut.. von wegen nach einer Woche tottaler Verweigerung, TA und so weiter, ging er zurük. es waren sogar die Bauersleut aus Miesbach mal da, da konnte er saufen, bei mir net, nicht einmal Wasser nix!!!
und war ein Nuckeleimer Kalb.

dann habe ich Bauern von denen nehme ich kein Kalb mehr, wegen zu großer Probleme, ich kann das entscheiden kaufe von der Umgebung und wie jemand geschrieben hat, ich melde das schon wenn ein Kalb Probleme macht bei meinem Händler.
ich habe im letztem Jahr über 200 Kälber gefüttert und das bei null Prozent Verlust, also ich behaupte ich habe Ahnung von Kälbern. und als Fresser- bzw. Bullenmäster siehst halt net nur deine Kälber sondern viele viele. es kommt öfters vor dass bei mir Leute anrufen und mich um Rat fragen, ob dieses Kalb verkäuflich ist usw. da stellts mir oft die haare auf. Flechtenkälbern sind ein absolutes NO, genauso kranke, geschwächte Kälber (Grippe sieht man net gleich), genauso Kälber mit schiefen Beinen, es gibt noch Bauern die füttern am Limit wegen Durchfall ?????  schaut mal wie viele Kälber oft aussortiert werden am Markt, wenn sie die Bauern selber bringen und meinen sie bekommen sie los und wundern sich dann, dass sie nix bekommen dafür. Dann ist für einen Mäster ganz schlecht wenn soviel Milch reingekreuzt wird. Das Fleckvieh ist ein Zweinutzungsrind und sollte es auch bleiben aber der Trend ist zu Braunvieh, Schwarzbunt und Rotbunt, aber das ist nix für einen bayerischen  Mäster. * bitte steinigt mich jetzt net*

Warum meint dass viele Mäster ab Fresser füttern und nicht ab Kalb wo es evtl. wesentlich wirtschaftlicher wäre??????? weil es ein verdammt schwerer Job ist, 26 oder mehr Kälber alle auf einen Status zu bringen. Da ist nix mit ein Kalb hat Grippe oder Durchfall, meistens habens alle.

@Lucia ich zahle gerne mehr für enthornte Kälber, komisch bekomme ich keines, weils die Bauern net interessiert. es ist der Horrer (wir haben diese Woche wieder enthornt) mir tun die Kälber so leid, weil sie wirklich mords Stress haben wenn sie mit fast drei Monat enthornt werden oder älter. mit ein paar Wochen ist das ein Klacks!! aber es lässt sich nicht durchsetzen. in Mühldorf wollten sie es auch mal durchsetzen udn mehr zahlen und konnten es net schaffen obwohl weiblich auch enthornt wird??? da gehts doch auch.
aber was rege ich mich auf, ändern tut es sich doch net.

@ Heidí S. ein gesundes fittes Kalb von dir muss net unbedingt bei mir genauso fit sein, das ist ja das Problem. .
und das ich mich mit einem Kuhbauern net vertrag dass weiß ich mittlerweile und gebs auf. ich werde weiter Fresser mästen und wenns net passt gehts retour.
@ Ditz tröste dich  unsern Job würd net jeder machen und auch wenn wir uns aufregen, ändern tun wir eh nix. lieber höre ich auf als dass ich weiter bei den steigenen Preisen mithalte, und das kommt sehr bald jetzt schon, dass sie auf den Kälbern sitzen bleiben, den wenn die Bullen nix kosten, stallt keiner mehr auf.

LG Botschal

LG Botschal
 
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Luetten am 01.05.10, 16:37
Ihr 2 seid richtig zu bedauern aber viell. liegt es ja auch an Euch? Wir haben mit unseren beiden Mästern null-problemo! Gute Kälber-gutes Geld, schlechte Kälber-weniger Geld oder sie bleiben hier.
Gruß Petra
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 01.05.10, 16:51
klar jetzt sind wir zu dumm zum Kälber füttern oder wie?? komisch dass ich wesentlich mehr Fresser verkaufen könnte als ich tatsächtlich habe, die Nachfrage ist sehr groß nach meinen Fressern. aber wie gesagt, wenn ihr eure Kälber gut füttert und sie keine Probleme machen, ist es in Ordnung ABER es gibt auch andere Bauern.
so ich geh jetzt in den Stall zu meinem schlecht gefütterten Fressern....
LG Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 01.05.10, 17:04
Hallo,

hier hat mal jemand geschrieben das sie ihre bullenkälber mit 15l vollmilch am tag tränkt, und genau diese kälber meine ich die verlieren nämlich gewicht was ich teuer bezahlen muß.
weil als bullenmäster kann ich es mir nicht leisten so viel milch zu tränken und es macht ja auch keinen sinn weil auch ein bullenkalb ein wiederkäuer werden soll.

@Luetten gute kälber - gutes geld schlechte kälber - schlechtes geld tja so sollte es auch sein. wir reden hier auch nicht von sb sondern von fv, den kälbermarkt der beiden rassen kann man absolut nicht miteinander vergleichen.
es ist nun mal so das ein mit vollmilch getränktes kalb klasse aussieht, und darauf wird halt auch hoch geboten.
ich will hier jetzt keinem was unterstellen, aber selbst wenn das kalb grippe hat ne ordentliche ladung cortison rein und das kalb ist am markttag topfit.

Ditz
           
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Tina am 01.05.10, 17:22
Hallo Ditz,
das können wir sein, wir geben den Kälbern, solange sie Biestmilch bekommen, die Milch ad libitum (Nuickeleimer und angesäuert) , egal ob Männleine oder Weiblein. Und da haben wir schon Kälber, die diese Menge wegnuckeln. Wenn dann auf Milchaustauscher gewechselt wird, dann wird zu geteilt.
Und warum soll ich ein HF Bullenkalb enthornen, das mit 2 Wochen vom Hof geht und evtl. in der Kälbermast endet?!?
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lotta am 01.05.10, 18:23
Meine Güte, was ist denn hier los  :o
Unglaublich...
Es ist also so, das die Probleme die IHR beim Aufstallen habt, alle an den Kuhbauern liegen? Das ist ja wohl ein Witz!
Botschal...melkt IHR nicht auch?  :-X
Es ist eine sehr sensible Angelegenheit, Kälber zuzukaufen. Aber das mindeste was man tun kann ist, bei der Ernährung entweder (wenn möglich) in Erfahrung zu bringen, mit was die Kälber bisher gefüttert wurden, oder aber den Elektrolyt Tag einzulegen und dann VORSICHTIG mit neuer Nahrung anfangen.
Vollgepumpt sind unsere Kälber nie, weil ich die Milch eigentlich verkaufen möchte. Wichtig ist doch, das die Kälber früh an Rauhfutter für die Entwicklung der Pansenzotten gewöhnt werden. MAT halte ich sowieso nicht für den richtigen Weg.
Aber euer Problem rührt ja wohl auch eindeutig daher, das ihr junge, schwere Kälber haben wollt....das passt doch nicht zusammen. Gesund sollen sie sein und frohwüchsig. Wachsen und schwer werden sollten die Kälber doch wohl bei euch......(klar wäre es praktisch, wenn die dummen Kuhbauern euch das auch noch zum grössten Teil abnehmen *bösemodus )
Und sorry- enthornt sind unsere zugekauften Bullenkälber auch nicht- und das ist gut so! Dann wirds wenigstens so gemacht, wie es uns gefällt  8)
Wir sind aber auch noch nie auf die Idee gekommen, uns deswegen zu beschweren.... ::)
Bei unseren HF kann man die Hornansätze auch frühstens mit 4 Wochen erkennen- oftmals später!

Diese Diskussion ist überflüssig wie Kälberflechte

Grussi
Lotta

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 01.05.10, 18:55
Hallo Lotta,
du kannst aber HF nicht mit FV vergleichen und ich will keine schweren Kälber sondern Kälber mit knapp zwei Monaten und 80 bis 90 kg die sind normal gefüttert und es es ist leider so, dass Gewicht am Markttag zählt, heißt wenn ich ihm extra Milch gebe satt, ist er auf der Waage etwas schwerer, dann extra Antibiotika evlt. noch dann ist ein krankes auch fitter.
ich klink mich jetz aus, weil egal was ich sage, ich habe immer unrecht. und es ist ein Unterschied zwischen 14 Tage alten Kälbern und unseren FV!!!
LG Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lotta am 01.05.10, 20:13
Die Bullenkälber werden  nach Gewicht verkauft, also je jünger und schwerer ein Kalb ist, desto lieber. Also ein vierwochen altes Bullenkalb mit 90 kg ist doch was feines oder????
 

?  :-X
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Frieda am 01.05.10, 20:30
Nachdem wir unsere Stierkälber übern Markt verkaufen - da wird nicht nach Gewicht bezahlt sondern versteigert.(Da hat es auch keinen Sinn noch dem Klab kurz vorher noch 10 l Milch zu geben) Und was glaubt ihr bitteschön welche Kälber die teureren sind - die, die möglichst mit 4 Wochen 80 kg schwer sind. Hat ein ein Zuchtverbandmitarbeiter selber gesagt. WEnn die Mäster das so wollen dann bekommen sie das auch, aber ein knapp mit MAT gefüttertes Kalb, das auch noch schön wiederkaut bekommt das nicht hin. Bei uns am Markt hat eine Zeitlang einen Zuschlag für enthornte Kälber gegeben - ist dann weggekommen, weil vom Mäster nicht gewünscht. Ein Bullenmäster vom Dorf hat selber gesagt, enthornt lieber selbst.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Frieda am 01.05.10, 21:09
Hallo Milli,

die Idee find ich jetzt gut. Aber leider muß man dafür die Kühe trächtig bringen, hat das Geburtsrisiko und auch noch das recht hohe Durchfallrisiko in den ersten 14 Tagen und man muß die Kälber so nehmen, wie die Kühe sie bekommen und kann sie sich NICHT aussuchen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 01.05.10, 21:44
Ich denk mal wir können hier diskutieren wie wir wollen, der Markt bestimmt den Preis..und das ist gut so.

Wenn ich für ein wohlgenährtes Kalb am Markt mehr bekomm als für ein knapper gefüttertes das schon etwas wiederkaut...dann werd ich dem Markt wohlgefütterte liefern wenn es sich für mich rechnet.

Find ich einen Abnehmer der mir zum guten Preis das andere abnimmt, kann ich auch das für ihn produzieren.

Klar Fleckviehkälber kosten ihren Preis, aber sie sind sie auch wert. Wenn ich überleg was ein ausgewachsener Bulle zur Zeit einbringt dann kann auch ein Kalb seinen Preis kosten. Ich hab letzte Woche die Abrechnung von unseren Zuchtbullen bekommen. Der war jetzt 2 Jahre alt und hatte ein Ausschlachtgewicht von 560 kg und bracht mir 1670€ ein. Klar weiß ich dass die meisten Bullen jünger und leichter vermarktet werden, aber FV bleibt einfach FV und damit kann man auch als Mäster heutzutage noch Geld verdienen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 01.05.10, 22:03
Bitte wo verdien ich Geld wenn im Einkauf das Kalb schon weit über 500 kostet und ich es dann noch 16 Monate oder länger füttern muss?????????????? Rechnet mal bitte. momentan sind wir beim Schlachtgewicht von knapp 3 Euro und die Bullen sollen zwischen 380 und 420 kg Schlachtgewicht haben, also wenn ich ca. 1400 bekomme und das Kalb schon abziehe, dann bleiben mir nicht mal 900. wenn ich das jetzt durch die Futtertage teile, gehe ich umsonst in den Stall.
ich geh jetzt ins Bett, ich wollte keinen Kuhbauern angreifen, aber egal was ich sage ob Bullenkälber oder BVD ich bin ja doch bloss die kleine Bäuerin die keine Ahnung hat.
Gute Nacht
Botschal
*der schön langsam der BT ganz schön mies gemacht wird*
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Locki am 01.05.10, 22:18
Hallo zusammen,
wir sind auch Bullenmäster aus BW und kaufen Kälber in Gruppen zu 25 Stück, aus BW oder auch über den Händler aus Bayern von den Märkten. Hatten auch schon 3 bis 4 Stück die nicht saufen wollten, aber wenn sie dann Wasser tranken, Heu und etwas Kraftfutter fraßen, dann ließen wir sie halt, oder ich probierte es nach ein paar Tagen wieder. Wenn sie etwas fressen und Wasser trinken, dann geht da keiner ein. Habe im Moment auch einen, denn muß ich immer an den Nuckel zwingen und nach ca. einer halben Minute fängt er an zu saufen, na ja hat halt jeder seinen eigenen Willen.

Bin jetzt über das Niveau der Diskussion etwas geschockt, vielleicht weil ich neu bin ???

Was mir als Kälbereinkäufer super gefallen würde, wäre wie es hofft bei den bayrischen FV-Kälber ist, da steht dann auf dem Paß z.b. enthornt, sogar auch manchmal geimpft mit..... So könnte man mit Bleistift einfach noch getränkt mit Vollmilch oder sonstige Besonderheiten vermerken. Denke eine gute Zusammenarbeit zwischen Mäster und Verkäufer wäre sinnvoller.

LG
Locki
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 02.05.10, 00:55
Hallo,

die sache ist doch die, das kälber knapp sind und immer knapper werden.
und wenn an dem donnerstag an dem ich in miesbach meine 20 kälber kaufen will ein italiener oder portugiese sitzt, und der noch tierbezogene prämien bekommt, und wenn der 150 oder 200 kälber mitnimmt dann bestimmt der halt den preis auf der auktion.
ihr glaubt doch nicht im ernst das der deutsche bullenmäster da noch mithalten kann, der kauft halt und hofft auf bessere preise, genau so mach ich das ja auch.
im moment zahlt bei uns die westfleisch für R3 2,90 macht bei 420 kg schlachtgewicht ca. 1300Euro. da bleiben mir bei 530euro fürs kalb 770 euro sind pro tag ca. 1,4euro bei 1,1 kosten für futter und stall und sonstiges bleiben mir 30 cent, sind pro mastplatz gute 100 euro. ja wo wird denn da geld verdient??

früher haben die kälberpreise auf die schlachtpreise reagiert, das ist aber seid fast 2 jahren nicht mehr der fall.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Frieda am 02.05.10, 08:36
Zitat
ich geh jetzt ins Bett, ich wollte keinen Kuhbauern angreifen, aber egal was ich sage ob Bullenkälber oder BVD ich bin ja doch bloss die kleine Bäuerin die keine Ahnung hat.
Gute Nacht
Botschal
*der schön langsam der BT ganz schön mies gemacht wird*

Zitat
ie sind weder enthornt (macht ja dem Kuhbauern Arbeit, aber die weiblichen machen sie schon),
Zitat
Dann behandeln die Kuhbauern die Bullenkälber bei weitem net so sorgsam wie die Kuhkälber, den die Herren gehen ja mit ein paar Wochen warum dann den Tierarzt anrufen

da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.....
und jetzt mach ich mir wieder einen Knoten in die Finger..reut mich eh schon, dass ich mich dazu hinreißén hab lassen eine Antwort zu schreiben.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lotta am 02.05.10, 09:11
Daggl, wahrscheinlich hast du recht.....

Ditz, warum suchst du dir nicht ein bis zwei Betriebe, von denen du regelmässig die Bullenkälber kaufst? Dann ist die Kommunikation besser und du weisst, was du bekommst. Oder ist das bei euch wirklich so schwierig?
Da wir beide Zweige haben- Milch und Fleisch, kann ich abschliessend eigentlich nur sagen...
Mit der Milch wird kein Geld verdient- warum sollte es mit dem Fleisch so viel besser sein?
Ditz, du errechnest dir wenigstens noch 30ct...lass dir mal eine Milchrechnung vorlegen...da bist du froh, wenn das Minus nicht zu gross wird.
Aber es sollen ja bessere Zeiten kmmen....

Grussi
Lotta
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mogli am 02.05.10, 09:21
Hallo Botschal! Ich lese mit interesse deine Beiträge. Sie zeigen von einem großen Sachverstand. Respekt!
Ihr habt doch auch Kühe, oder täusch ich mich da?
Dann weißt du, dass es oft nicht immer einfach ist eine Kuh trächtig zumachen. Wenn alles gut geht kalbt sie nach knapp 10 Monaten gut.
Was besonders bei den (großen) Bullenkälbern nicht risikoarm ist.
Hast du eine größere Kuhherde sind die ersten Wochen wegen dem Infektionsdruck bei den verschiedenen Durchfallursachen oft enorm.
Das heißt, ich habe mit der Zeit zum trächtig bringen bis zum Bullenkalbverkauf über 1 Jahr Zeit investiert.
Weißt du was ich mir dann denke? Die 12 -14 Monate machen im Verhältnis jetzt so gut wie keinen Stress mehr, also warum nicht gleich selber ausmästen. :-\ (Das geht aus anderen Gründen bei uns nicht mehr.) Wir hatten tgl. Zunahmen von 1300- 1550g.
Wir hatten früher auch FL-Bullenmast und dazu auch Kälber zugekauft.
Wir verkaufen unsere Kälber in Ansbach. Dort müssen sie enthornt sein. Dafür  gab es mal einen Zuschlag von 2 €.
Allerdings wird dort versteigert. Das heißt es kommt nicht auf die Kilos an, sondern auf das Kalb.
Früher haben wir auch vereinzelt Kälber von (meist kleineren) Betrieben gekauft. Da kams auch mal vor, dass die an der Kuh gesoffen haben. Mit den beschriebenen Problemen. :-\ Einen schönen Sonntag! Helga
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 02.05.10, 09:24
Hallo Ditz,
dass Bullenkälber kanpp sind ist aber nicht nur dem Einkaufsverhalten der Italiener zu verdanken, sondern die vielen toten und verworfenen Kälber der letzten 2 Jahre gehen einfach ab und Biogasbakterien produzieren nun mal keine Kälber.
Also lieber Fressererzeuger/innen- anstatt mit dem Dreschflegel zu diskutieren,
wie soll denn ein Bullenkalb für euch aussehen?
@Botschal, bei dir kalben ja auch Kühe, schaffst du es, aus jedem ein gewünschtes pumperlmuteres Bullenkalb zu machen?
kommen bei dir die Kälber der Kalbinnen auch gleich mit 80 kg auf die Welt.
Wir hatten vor kurzem so ein "Prachtkalb", zum Glück gibts Kaiserschnitt, aber so was muss ich nicht oft haben.
Meine Freundin ist Fressererzeugerin, ich kenne die Probleme der Fresserbetriebe auch ein wenig und wir haben auch Bullen,
also wie wärs mit Komunikation statt Konfrontation.
Es ist uns nicht gedient, wenn die Fressererzeuger und Bullenmäster das Handtuch werfen, aber auch der Kuhbetrieb muss überleben.
Eines müsste Milchviehbetrieben und Fresserbetrieben gleich wichtig sein- gesunde Kälber.
Dass Bullenkälber nicht die gleiche liebevolle Betreuung bekommen wie weibliche Kälber, die Person, die die Kälber betreut, zeigst du mir bitte.
Ab dem zeitpunkt wo bekannt ist, dass eine Kuh trächtig ist- schau ich, dass es ihr gut geht, denn ich muss die Kälber danach füttern und vor allem herumpäppeln, wenn sie krank sind.
Und ich kann dir als Kuhbäuerin nur sagen- es gibt nichts nervenschonenderes und aufbauenenderes als gesunde Tiere im Stall.
Muss eigentlich fast jede Diskussion mit dem Dreschflegel geführt werden????????????????
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mirjam am 02.05.10, 09:27
Hallo

eine Frage - Aufzucht/Zusammenführen verschiedener Herkünfte. Ist das wirklich so "einfach" und kann man aus der Reaktion der Kälber vor Ort: Direkt auf das Management der Herkunfstbetrieb schließen?

Ich kenne es aus anderen Sparten: Das dem eben nicht so ist. Das die Tiere ganz unterschiedlich reagieren, manchmal auch krank werden obwohl dem Herkunftsbetrieb "nicht vorzuwerfen ist", manchmal das Zusammenstellen von bestimmten Herkünften: Nicht funktioniert, stellt man die Tiere wiederum auf einen anderen Betrieb: Laufen sie problemlos?

Gruß Mirjam
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 02.05.10, 09:40
Hallo Mirjam,
freilich kannst net immer auf den Herkunftsbetrieb schließen wegen einem Kalb aber ich kaufe ab Hof das heißt ich habe immer wieder die selben Bauern und kann dadurch schon nach fast zwei Jahren auf das Management der Kälber schließen bzw. so manchen Fehler entdecken.

nur mal ein paar krasse Fälle von großen Bauern die ich alle persönlich kenne:
ein Kalb zwecks Platzmangel (wurde angegeben) in den Rübenkeller ohne Licht (im nachhinein er hatte BVD/MD und wurde trotzdem verkauft in  meinen freien Betrieb)
dann ein 100 kg Kalb total schiefe Beine in einer kleinen Box konnte sich nicht mal umdrehen ???? (kenne den Betrieb sehr gut, der Bruder ist sehr aktiv beim BDM)
dann ein hochgradig MD Kalb wurde dem Handler angeboten????? wurde stehen gelassen,
flechte Käber immer wieder verkauft, bis ich gesagt hab, dass er nimmer verkaufen darf, wenn er nix dagegen unternimmt
dann ein drei Monate altes Kalb sparsam gefüttert (Verhältnis MAT /Wasser) könnte ja Durchfall bekommen, der ist sich vorgekommen wie im Himmel bei mir
dann ein Betrieb, wo das Management nicht passt, ich Kälber trotzdem nehme, da sie bei mir dann mit viel extra Liebe trotzdem wachsen und ich weniger zahle,
dann ein Betrieb, baut jetzt groß Kuhstall, deren Kälber alle drei hochgradig schon länger Kokzidien,  kennt man das net???
dann zwei Betriebe, direkte Nachbarschaft, bekomme ich jeden Tag mit, wieso soll man Kraftfutter zufüttern und auf Leistung, kostet doch Geld???
kenne sogar noch einen Betrieb die stellen die Kühe net trocken??? ich glaub ich  bin im falschen Film?? ehrlich, und die waren da voll davon überzeugt das funktioniert.
ein Betrieb, macht sie alleine, mästet ihre Bullen jahrelang????  und wundert sich das kein Geld verdient ist
Betriebe wo die Kälber massiv Durchfall haben und wird nix unternommen und wennst dann auf Rota oder MD hinweist, fehlt ja nix..
usw. usw. ich habe viele Betriebe deren Kälber nehme ich gerne aber es liegt trotzdem bei manchen der Hund begraben.
mein Fehler das ich mich nicht für was anderes interssiere sondern nur für meinen Hof und deshalb auch immer neugierig bin auf andere Betriebe und ich sehe vieles.
eine Geschichte auch wo ich den Kopf geschüttelt habe, Stalllehrfahrt vom Amt aus u. a. ein Laufstall angeschaut worden. Da standen die Kühe im Dreck, Management so dermaßen schlecht..die Bauern haben nur den Kopf geschüttelt. wie kann man nur?
dann ein Betrieb angeschaut vom Amt aus, der wollte uns tatsächlich erzählen er hat keine Fruchtbarkeitsprobleme, wenn wirklich mal eine Kuh nicht will, besamt er SB.. tja das böse Botschal hat natürlich gleich in den Jungviehstall gekuckt und man staune.... so viele SB unter FV!!!
so ich fahre jetzt auf Gartenschau und kaufe mir ein paar Kräuter...
LG Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mirjam am 02.05.10, 09:48
Hallo Botschal,

ich komme auch viel in andere Leute Ställe und hinsichtlich dem was ich sehe und kommuniziere - ist etwas Fingerspitzengefühl notwendig. Mir kommt dabei ein Spruch in den Kopf (im Sinne - könnte/würde ich es wirklich besser machen): "Nichts kritisiert erzieht sich leichter als anderer Leute Kinder", so ist es auch ein wenig mit Tieren?

Gruß Mirjam
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lotta am 02.05.10, 11:03
Naja, ich würd mich als Bullenmäster auch ärgern, wenn ich ein Kalb bekäme, dass nur bei der Mutter getrunken hat und jetzt die Milch(nuckeleimer) verweigert.
Das kann ich als Milcherzeugerin ehrlich zugeben... ;)





Annelie- welcher Milchbauer lässt ein Kalb 4 Wochen bei der Kuh?
 ;)
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 02.05.10, 11:38
Hallo,

@Lotta, ich hab hier so ein kalb stehen das 4 wochen bei der kuh war. kann dir die adresse gerne geben.

zum kälbereinkauf: es ist ja nun mal so das die meisten bullenmäster größere gruppen aufstallen.
ich brauch zb. alle 8 wochen 20 kälber und die können 2-3 betriebe nun mal nicht liefern. außerdem ist das von hier (westfalen) auch nicht so ganz einfach in bayern betriebe zu finden wo man dann direkt kaufen könnte.

und nochmal, es geht hier um fleckvieh nicht um hf, 80% der hf kälber gehen doch eh in die kälbermast da sind doch die ansprüche ganz andere.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 02.05.10, 12:26
Hallo Annelie,
ein gesundes, fites Kalb säuft bei uns die ersten paar Tage grundsätzlich bei der Kuh. Bis jetzt ist in 2o Jahren  noch keines verhungert. ;D
Herzl. Gr.
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lexie am 02.05.10, 16:55
Hallo
wenn ein neu eingestalltes kalb bei uns nicht saufen will, hilft immer den Zapfen mit Honig einschmieren und
dem Milchaustauscher einwenig Zucker hinzufügen. Hat bis auf einmal jetzt immer funktioniert. Nur eine Dame wollte mal
partou nicht saufen, da hats mein Göga dann zuerst mit Kaba als Zusatz probiert, wollt sie auch nicht. Erst mit einem Schuß
Nescafe (hat uns ein alter Viehhändler mal gesagt) hats ihr geschmeckt.
LG Lexie
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: lindenblüte am 02.05.10, 17:00





Annelie- welcher Milchbauer lässt ein Kalb 4 Wochen bei der Kuh?
 ;)
[/quote]Hallo,
ich kann mich erinnern als unser Nachbar mal von der Sommerweide eine Kalbin mit Zwillingen nach 2 Tagen geholt hat, haben diese auch schon immer an der Kuh gesoffen. Das weibl. Kälbchen konnte er mühelos umgewöhnen nur das stier-kälbchen ging garnicht - er hat es dann auch fast 6 Wochen saufen lassen und erst verkauft als es dann nach ein paar Tagen "Diät" auch aus dem Nuckeleimer gesoffen hat.

@Ditz - hast Du es schon mit Traubenzucker versucht - Traubenzucker an die Finger - kälbchen Nase damit einreiben und nuckeln lassen - Nuckeleimer breithalten. (So bring ich normalerweise trinkfaule Neulinge zum Saufen)

lg lindenblüte
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: bienchen3 am 02.05.10, 18:48
Hallo,

die Nuckel-Farbe jetzt mal anders herum: Wenn ich auf den Paß die Nuckel- und die Eimerfarbe draufschreibe kriegt doch der Mäster auch wieder einen Vogel: Kalb 1 will roten Nuckel, grünen Eimer, Kalb 2 roten Nuckel und grauen Eimer, Kalb 3 beigen Nuckel und gelben Eimer mit Josera-Werbung drauf usw. (gäbe ja noch genügend Möglichkeiten).

Ich denke, das sind halt die "Risiken" die man eingeht, wenn man vom Zukauf lebt. Aber das weiß ich doch im Voraus, da kann ich doch dann rückwirkend kein Problem draus machen und den schwarzen Peter den anderen zuschieben.

Petra, wenn so wenig verdient ist - wolltest du nicht einen neuen (oder größeren) Stall bauen??

Sabine
(deren Kälber 2 x am Tag Vollmilch aus unterschiedlichen Eimern bekommen)


Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 02.05.10, 18:56
klar fangen in zwei Wochen an. Aber warum bauen die Kuhbauern Laufstall wenn noch viel weniger verdient ist???? man muss immer die Jahre sehen und nicht den Moment und ich beende diese Diskussion jetzt weil ein Kuhbauer und ein Mäster nie zusammen kommen.
LG Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Locki am 02.05.10, 20:21
Hallo,
wir kaufen alle 6 - 8 Wochen 25 FV-Kälber, die letzten 2 Jahre haben noch alle nach ein paar Tagen getrunken, habe ab und zu das Gefühl ich führe mit dem Kälbchen einen "kleinen Kampf aus" wer stärker ist. Habe im Moment auch einen, dem muss ich jedes Mal den Nuckel in den Mund stecken, dass säuft er, geht aber selbstständig ins Fanggitter, na ja er braucht halt meine Betreuung, meint mein Mann.
Haben nur graue Eimer mit roten Nuckeln, werde bei 25 Eimern auch keinen anderen nehmen.
Tipp mit dem Honig werde ich mal probieren.

bienchen3, ich war immer begeistert, was die bayrischen Bauern machen und auf den Paß schreiben, bei Gruppen mit württembergischen Kälbern war bei uns noch nie eines enthornt, bei bayrischen sind es immer ca. die Hälfte und war auch auf dem Paß vermerkt, find ich super.

Ich weis sehr wohl, das wir mit dem Einkauf von Kälbern ein Risiko eingehen, habe auch noch nie bei einem Verkäufer angerufen und mich beklagt.

Was mich aber persönlich interessiert, wie werden FV-Kälber gefüttert, mit Vollmilch oder mit MAT?
Vorne weg, möchte niemandem vorschreiben, wie er es macht. Die Frage für mich ist, füttere ich gleich einen Nullaustauscher, was ja laut Fachliteratur und Berater auf Vollmilch angeblich ohne Probleme geht, haben wir auch schon gemacht und auch schon mit MAT mit MMP, konnte da nicht wirklich auf eine Lösung kommen, was besser ist.
Fakt ist, dass bei Nullaustauscher die Kälber früher zu fressen beginnen, was wir ja bei der Mast wollen. Daher die Idee mit dem Paß.
LG
Locki
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 02.05.10, 22:00
Hallo,

also mit honig, zucker, schnaps ins maul hab ich alles durch. das problem ist das das kalb keinerlei saugreflex hat,
wenn der am finger saugen würde dann bekäme man den auch ans milch nuckeln.
das thema hat sich für mich auch erledigt da er jetzt ganz gut heu und kraftfutter frist, und nach 10 tagen ohne milch wird er es wohl auch weiter ohne überstehen.

das zukäufe mit risiken verbunden sind ist mir schon klar. nur was mich dermaßen ärgert ist das man ein kalb 4 wochen an der kuh saufen lässt und dann verkauft, wo der lw sich ja wohl denken kann das das mächtig probleme gibt und mir dann noch sagt ja das versteh ich auch nicht das der nix säuft.

Die eimer, nuckelfarbe und form sind sicher auch von bedeutung, aber das lässt sich noch ganz gut in den griff bekommen.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: geli.G am 03.05.10, 09:24

dann ein 100 kg Kalb total schiefe Beine in einer kleinen Box konnte sich nicht mal umdrehen ???? (kenne den Betrieb sehr gut, der Bruder ist sehr aktiv beim BDM)


....ich wüsste nicht, was der Bruder meines Mannes mit einem Kalb aus unserem Stall zu tun, das evtl. schiefe Beine hat und in einer zu kleinen Box ist.... ???

Kein weiterer Kommentar zu allen weiteren Anschuldigungen  :-X

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 03.05.10, 10:10
Geli willst jetzt behaupten ich übertreibe? ok ab sofort werde ich mich jeglicher Meinung enthalten, den ich wo hunderte von Kälbern füttere habe ja keine Ahnung und BVD ist ja auch nur ein Hirngespinst um Geld zu machen.
ich habe echt keine Lust mehr mich hier zu ärgern ich werde mich jetzt wieder den wichtigeren Dingen widmen, nämlich der Arbeit.
ich muss mich so viel genug ärgern ich muss es nicht im BT auch noch machen.
cu
Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lexie am 03.05.10, 10:44
also unsere FV-Männlein bekommen alle MAT und Vollmilch zusammengerührt. Damit haben wir die Besten Erfahrungen gemacht.
LG Lexie
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: geli.G am 03.05.10, 11:07
Geli willst jetzt behaupten ich übertreibe?

Ich seh es nur genau so wie Lucia:


ansonsten mag ich mich in dieser diskussion nicht beteiligen, da ich mich ob dieser vorwürfe als nicht angesprochen fühl.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 03.05.10, 11:09
Zum Titel sehe ich einen Unterschied, Kälber die nicht saufen wollen und Kälber, die nicht saufen können.
@Lexie, hab mit deinen Beiträgen wieder was gelernt.
Nutella und Honig, Kaba und diverse andere Leckereien kannte ich, aber Kaffee für Kälber ;D.
Nur wenn ein Kalb eine Schlucklähmung hat, dann nützen die ganzen Sachen eher wenig.
@Petra (Botschal- ich mag diesen Namen nicht, aber es ist ja dein Nick), wenn mich die Kälber ärgern, dann hole ich mir aus der Apotheke flüssige Bierhefe- das ist die beste Medizin für die Nerven. ;)
Nach dem was ich von dir gelesen hab- darfst du wirklich für dich selbst was tun.
Ich hab heute unseren Kälberhändler gefragt, welche Kälber gefragt sind- scheinbar hat sich doch nicht so viel geändert.
Für die 9 Monate zuvor und die 6 Wochen danach sorge ich, danach sind sie aus meiner Verantwortung.
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 03.05.10, 11:16
Hallo Mary,
ich muss für mich nix tun, ich bin weder verrückt noch sonst etwas. ich stehe zu dem was ich gesagt habe. und zu meinen krassen Fällen die alle so anzweifeln, könnte ich sehr wohl Namen nennen. zu jedem Fall gibt es einen Betrieb. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt. aber mir ist es egal. ich habe mit dem Thema abgeschlossen und alles andere regelt die Zeit.
Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mary am 03.05.10, 11:19
Hallo Petra,
ich bin auch nicht verrückt und werd hier zu diesem Thema auch sicher nichts mehr schreiben.
Die flüssige Bierhefe bekommen bei uns sogar die Kälber ;D.
sich nicht mehr wundernd
maria
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 04.05.10, 01:30
als Fazit könnten wir uns alle dann mal merken, dass wir Botschal nicht in unsere Ställe schauen lassen, weil es ja sein könnte, dass wir ein Kalb separat in einer Kranken-Box haben um es besser behandeln zu können, weil es schiefe Beine (Sehnenverkürzung) hat ??? ... oder ihrem Händler kein Stierkalb mehr verkaufen, dass dann bei ihr Probleme machen könnte weil es vermutlich "vollgepumpt" ist mit Vollmilch und evtl. sogar vom TA mit Cortison gespritzt wurde ???

.... und das könnte ich dann hier alles (unter Androhung Namen zu nennen) als Rundumschlag im öffentlichen Forum nachlesen ??? .....  ::) ::)

.... da muss ich unseren TA doch mal fragen, ob er sowas machen würde, Kälber "fit" spritzen. Kann ich mir nicht vorstellen. Denn natürlich habe ich kein Cortison im Haus .... Ist das bei Dir denn üblich, dass Cortison adlib zur Verfügung steht ???

Zitat
denn ich wo hunderte von Kälbern füttere
wo hast Du die denn alle ???

Meine Cousine hat in ihrem Stall 400 Kälber, die sie zu Fressern macht. Ich kenne den Betrieb sehr gut und was da abgeht. Da läuft das ein wenig anders, als Du Deine Erfahrungen hier schilderst. Und der Stall ist riesengroß ...
Die Kälber werden alle ziemlich an einem Tag geliefert und kommen logischerweise aus vielen verschiedenen Ställen.

Ansonsten fühle ich mich persönlich hier auch nicht angesprochen .... wir mästen unsere nicht enthornten Bullenkälber zu 90% selber :-* :-* :-*
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 04.05.10, 07:11
Freya wo habe ich geschrieben das ich Cortison spritze??? das ist eine Verleumdung und man kann alles so hindrehen wie man möchte. ich habe zumindest aus dieser Diskussion eines gelernt, glücklich wird man nur im leben in dem man schweigt und sich seinen Teil denkt.
ich möchte mich hiermit bei allen entschuldigen, tut mir leid, ich bin eine unfähige Person die davon träumt Bäuerin zu sein.
ich werde mich zukunftig aus allem heraushalten und warnt nur alle vor mir, den ich bin ja ein Monster. Alle Kuhbauern haben nur tadellose Kälber und nur ich bin zu dumm sie zu füttern, deshalb habe ich so viele tode Kälber nicht aufgrund dessen das ich BVD habe. BVD ist ja etwas was es nicht gibt, es ist nur eine Erfindung um Geld zu machen.
somit sind ja alle damit einverstanden dass ich mich aus dem BT verabschiedet habe und keinen mehr belästige. Wahrscheinlich ist es Zeit nach sovielen Jahren zu gehen.
Gruß an alle
Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lotta am 04.05.10, 07:24
Moin Petra!

Ich glaube du hast immernoch nicht verstanden, dass dein verallgemeinderndes "die Kuhbauern" in Bezug auf unmögliche Verhältnisse den Unmut von vielen erregt haben.
Statt mal zu überlegen, was du schreibst, wirst du immer anmassender und machst alles schlimmer.
Bei allen Problemen die man so hat (und die in keinem Betrieb unbekannt sind) sollte man trotzdem soviel Achtung voreinander bewahren, das man nicht alle über einen Kamm schert. Und besonders nicht unsere Gemeinschaft hier im BT, wo man sich immer Hilfe erhoffen kann und meistens auch bekommt- in einer Art die man nicht so schnell woanders findet!
Grussi
Lotta
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 04.05.10, 08:33
ich hab nicht verallgemeinert sondern nur ein paar Beispiele genannt wo es so ist und nicht gesagt dass es überall so ist und die Achtung sollte für alle gelten, aber vor mir hat keiner Achtung. lest meine Mails richtig ohne Hass und dann urteilt über mich. War doch bei BVD das selbe.
und mehr als entschuldigen kann ich mich nicht.
Botschal
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 04.05.10, 08:59
Hallo,

also cortison hab ich immer im haus, oder besser cortisonhaltige mittel. es ist doch üblich das man cortison in verbindung mit einem antibiotika spritzt.

im übrigen hab ich das mit dem cortison geschrieben, nicht Botschal. ich hab aber auch nicht geschrieben das das alle machen, es ist aber eine möglichkeit um ein krankes kalb die nächsten 2 tage fit aussehen zu lassen. und für sowas braucht man auch keinen tierarzt.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Jacky am 04.05.10, 09:22
Also wir haben nie Cortison im Haus. Wenn ein Kalb so krank ist und Hausmittelchen nicht helfen oder fehl am Platz sind, wird der Tierarzt geholt, das ist schon mal selbstverständlich.
Kranke Kälber werden nicht verkauft und auch nicht für den Verkauf "fit" gespritzt. Sollte mal ein Bullenkalb dabei sein, das kränkelt, wird es nicht abgegeben bis es gesund ist oder wir ziehen es selber auf.

Fütterungsmässig unterscheiden wir Stierkälber nicht von weibl. Zuchtkälbern. Wir haben alle in einer Box, schon aus dem Grund, weil wir ein kleinerer Betrieb sind. Sie bekommen alle dem Alter entsprechend die selbe Menge Milch und jedes Kalb hat von Anfang an Zugang zu Wasser und Futter. Warum soll ich unsere Stierkälber mit Vollmich vollstopfen? Im Tank bringt sie auch Geld. ;)
 
Jeder Betrieb ist an gesunden Kälbern interessiert, auch bei den Stierkälbern. Alles andere verursacht nur überflüssige Kosten. Sicher gibt es Betriebe, die bei der Aufzucht schlampen, warum auch immer, aber die Regel ist das sicher nicht.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: gina67 am 04.05.10, 10:15
Hallo
wir handhaben das genau wie Jacky. Habe noch nie ein Kalb "fit gespritzt". Warum auch? Kommt doch immer wieder auf mich zurück?
Nordlicht
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mogli am 04.05.10, 10:26
@ Dietz: Ich muß mich schon wundern über deine Aussage über Cortison. :o
Ich kenn niemand der so etwas im Hause hat. Auch keinen Tierarzt der so etwas abgeben würde. Möglicherweise seit ihr Bullenmäster und evtl. Fressererzeuger fitter. Trotzdem würde ich das an deiner Stelle nicht öffentlich schreiben.
Nochwas, warum rechnen wir Milchkuhbauern unsere Stundenentlohnung nicht so riguros wie die vorgenannten Berufsgruppen?
Sind wir dümmer oder arbeiten wir mehr mit Herz? Helga
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Frieda am 04.05.10, 10:48
Hallo,

 es ist doch üblich das man cortison in verbindung mit einem antibiotika spritzt.


Wo bitte ist das denn üblich? Ich kenn genügend Tierärzte die bei der Aussage die Hände über den Kopf zusammenschlagen würden.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Freya am 04.05.10, 11:19
Freya wo habe ich geschrieben das ich Cortison spritze???

Du selbst nicht. Aber Du hast behauptet, dass das Praxis wäre bei "Kuhbauern", wenn sie kranke Kälber auf den Mark bringen, sie noch mal mit Cortison zu spritzen. Deshalb habe ich Dich gefragt, ob Du Cortison in deiner Hausapotheke hast. Ich jedenfalls nicht.


edit... lese grade, dass Ditz das gesagt hat. Verzeihugn, dass ich das verwechselt habe.


@Ditz .... wie kannst Du das beweisen, dass das Stierkalb, dass Du gekauft hast, vorher mit Cortison fit gespritzt wurde??? Kannst Du nur vermuten, oder ??? Das Tier kann ja auch krank geworden sein auf dem Transport oder dass eine "schlummernde" Krankheit durch den Stress zum Ausbruch kommt. Das ist ja nicht selten.
Mit solchen Aussagen sollte man doch etwas vorsichtiger sein.

Wir haben noch nie ein Kalb zum Verkauf angeboten, dass nicht absolut fit war und auch noch niemals eines wieder mit nach Hause nehmen müssen vom Kälbermarkt.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Klecksi am 04.05.10, 11:34
Zitat
Zitat:Ich kenn niemand der so etwas im Hause hat. Auch keinen Tierarzt der so etwas abgeben würde. Möglicherweise seit ihr Bullenmäster und evtl. Fressererzeuger fitter.
wir sind bullenmäster

wir kaufen nur fresser und die ersten 14 tage ist es  üblich das die tiere krank werden der ganze stress der transport die futterumstellung     wir können allerdings auch nicht den fressererzeugern daran die schuld geben  .... obwohl unser TA schon oft festgestellt hat das diese tiere zum teil schon arg zusammengespritzt wurden ..(lungenschaden .. mit antibiotika transporttauglich gemacht werden und so weiter   (aussage vom TA nicht von mir ) der bullenmäster hat dann des gscher     . ich  wollte das nur mal feststellen ... jeder der tiere hat  hat sein*** ach *** zu tragen  und wenn sich die bauern  untereinander schon zerfleischen  solls da irgendwann mal einen zusammehalt geben ? traurige grüße hanni


Zitatfunktion eingefügt
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ditz am 04.05.10, 11:45
Hallo,

beweisen kann ich gar nichts, und ich hab auch geschrieben das ich hier niemandem was unterstellen will.
und die regel ist das ja nun auch nicht das man solche kälber bekommt.
aber immerhin zeigen sich die zuchtverbände in der ersten woche nach dem kauf doch sehr kulant was beanstandungen angeht.
nur wenn man weiß wie cortison alleine wirkt dann kann man das meiner meinung nach schon merken.

vielleicht hab ich mich auch falsch ausgedrückt, ob in diesen mitteln jetzt cortison ist weiß ich nicht, die wirkung ist zumindest die selbe.

wie behandelt ihr denn bei grippe?? es ist doch üblich und auch sinnvoll bei einer schweren grippe oder lungenentzündung cortisonhaltige mittel einzusetzen.
man darf nur nicht den fehler machen und sowas ohne antibiotika einsetzen, das kann für das kalb dann tötlich sein.
das cortison nimmt doch dem kalb erst mal den schmerz und sorgt dafür das das antibiotika überhaupt gescheid wirken kann.
was sind denn dexamethason oder metakam für mittel? mag sein das da kein reines cortison mehr drin ist, belaufen sich aber auf der basis von cortison.

Ditz
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Frieda am 04.05.10, 12:03
Mit dem was man so landläufig als "Cortison" bezeichnet sind die Glucocorticoide gemeint. Cortison ist ein körpereigener Stoff, der meines Wissens als Medikament in Reinform gar nicht (mehr) verfügbar ist. Dexamethason gehört zu dieser Gruppe.

Metacam ist allerdings ein nicht-steroidales Antiphlogistikum und gehört somit zu einer anderen Wirkstoffgruppe.

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: heike am 04.05.10, 12:07
Hallo

Ich denke das Bullenmast sich nicht wesentlich von Geflügel.-oder Schweinemast unterscheidet. Mein Sohn hat vor kurzem einen Bullenmastbetrieb besichtigt, dort werden jährlich 3500 Bullen gemästet. Bevor die Arbeiter den Stall betreten müssen sie duschen und die Kleidung wechseln. Wer dort mehrmals lebensschwache Kälber liefert kann sich nach einem anderen Abnehmer umsehen, es wird erwartet das die Kälber gut aufgezogen und frei von etlichen Krankheiten sind.
Diese Betriebe behandeln eben mit anderen Medikamenten als wir es mit den Milchkühen handhaben.
Bilder aus einem grossem Bullenmaststall auf diesem link http://www.maskinbladet.dk/article/article_pic.php?id=40081&pic=3
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Christel Nolte am 04.05.10, 12:17
wie behandelt ihr denn bei grippe?? es ist doch üblich und auch sinnvoll bei einer schweren grippe oder lungenentzündung cortisonhaltige mittel einzusetzen.
Ditz

Das macht bei uns der TA. Ganz früher war das mal anders, da hatte man schon das eine oder andere Mittel stehen, konnte man ja auch viel schneller reagieren. Aber seit Einführung der Abgabebelege und CC Konrolle dürfte das nirgendwo mehr vorkommen.  Oder gibt es da Ausnahmen? keine Ahnung. Aber zwischen der fachgerechten Behandlung eines Kalbes und "Für eine Auktion fitspritzen" liegen doch wohl Welten.

Wir kaufen in ganz kl Maße Kuhkälber zu, um sie f d Export aufzuziehen, spätestens nach 1 Woche kann ich Dir sagen, welches von denen schon  Grippe/Lungenentzündung hatte. Das merkt man einfach. Aber daraus könnte ich doch dem "Milchbauern" keinen Vorwurf machen. Es gibt kein Gesetz, das verbietet, diese Kälber -nach Genesung wohlgemerkt- in den Handel zu bringen. das ist eben m e i n unternehmerisches Risiko. Und das seine hat auch der Fressererzeuger zu tragen. Respekt, wer das gut hinbekommt. Aber das Risiko ist ihm vorher bekannt.

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Klecksi am 04.05.10, 13:21
wir duschen nicht bevor wir in den stall gehen  ;-) muß ich mich jetzt schämen .... haben allerdings auch nur 85 bullen
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: lindenblüte am 04.05.10, 14:02
Es gibt kein Gesetz, das verbietet, diese Kälber -nach Genesung wohlgemerkt- in den Handel zu bringen. das ist eben m e i n unternehmerisches Risiko.


[/quote]Das ist auch gut so, sonst könnten wir uns bei allen kranken Kälbern den TA sparen und die Tiere einfach verenden lassen. Aber das ist nicht in unserem Sinn, darum päppelt man  jedes kl. Kälbchen mit viel Einsatz auf.
Ob es finanziell erträglich ist, ist dabei eher nebensächlich.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Heidi.S am 04.05.10, 14:24
Na wenigstens wird die Diskussion wieder sachlich  :)

Jeder Betrieb hat doch seine Schwierigkeiten..und wer keine hat dem trau ich nicht...vielleicht nur eine Frage der Zeit.

Der Austausch unter uns Bäuerinnen sollte doch dazu da sein um uns gegenseitig zu unterstützen und nicht um uns nieder zu machen.
Der Milchviehbetieb hat auch Probleme mit Kälber die nach der Geburt oft nicht saufen wollen, Schleim in der Lunge haben, krumme Füße oder oft Frühdurchfälle. Aber muss ich das alles auf die anderen schieben wie Tierarzt, Sperma oder Futterberater?
Man hat doch selber ein Hirn das man einschalten kann und überlegen was man besser machen kann wenn das bisherige System bei mir nicht klappt.
Das was ich zukaufe oder die Dienstleistung die bei mir erbracht wird, sind von außen und aber die Zusammenhänge in meinen Betrieb erkenne ich nur von innen und da muss ich ansetzten um meinen Betrieb zu verbessern und nicht die Schuld bei Außendstehenden suchen.
Genau so können es die Bullenmäster oder Fressererzeuger. Sie können doch auch bestimmen von wo, oder wen oder was für Tiere sie zukaufen und wie sie sie behandeln oder was sie zu fressen geben.
Wenn da etwas nicht klappt müssen sie auch etwas verändern und nicht nur schimpfen. Jeder Mensch und Betriebsleiter ist doch frei in seiner Entscheidung.
Und wenn sich ein System bei jemanden bewährt hat braucht er es doch nicht zu änderen, nur weil jemand eine andere Meinung hat.
Man sollt die Diskussion hier doch als Hilfestellung nehmen um über seinen eigenen Betrieb nachzudenken und nicht als persönliche Beleidigung wenn jemand andere Ansichten hat.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Tilly am 04.05.10, 15:14
Um wieder zum eigentlichen Thema dieser Box zurück zu kommen......

Mein Allheilmittel für Kälber die nicht saufen wollen:
ich massiere den Schwanzansatz und rede auf sie ein,
wenn sie gerade liegen stehen sie dann automatisch auf,
nochmal massieren und meist trinkt dann jedes Kalb.

Ich hab auch schon Homöopathie eingesetzt, hab ich aber
ewig nicht mehr gebraucht, müsste jetzt auch erst wieder
nachschlagen.

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Erika am 04.05.10, 16:30
Bei uns werden alle männlichen Kälber verkauft, aber erst dann, wenn sie wirklich fit sind und problemlos aus dem Eimer saufen. Wir setzen nur ganz selten Nuckeleimer ein.

Kälber, die nicht fit sind, nimmt unser Viehhändler gar nicht mit.

Ich denke, da stehen wir auch in einer großen Verantwortung den Tieren gegenüber.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mouhkouh am 04.05.10, 20:19
Wenns so einfach wäre, nur Massage und gut zureden..das wär ja was...! Funktioniert aber nur bei denen, die´s noch nicht genau wissen, wies saufen funktioniert und ein wenig stur sind . Die, die bei uns verweigern, sind meist ernsthaft krank. Geht von einer simplen Ohrentzündung bis zu Fruchtwasseraspiration oder Sauerstoffmangel. Da hilft gut zureden weniger  ;D
 
Ich fühle mich hier irgendwie alleine auf weiter Flur- wir enthornen auch unsere männlichen Kälber, genau wie die weiblichen mit 7 Tagen, die etwas kleineren zwei bis drei Tage später. Betäubung und Schmerzausschaltung mittels Medikamenten, die ich selber injiziere. Habe vom Tierarzt extra eine Erlaubnis dazu bekommen. Ich schreibe übrigens schon lange auf den Rinderpass mitm Bleistift Vater und Hornstatus, das mit der Milchtränke/Art eintragen ist eigentlich ne gute Idee, vielleicht setze ich das auch um.
Übrigens gehen unsere männlichen auch nach dem Enthornen in die Gruppenbox zu den weiblichen, da werden die wesentlich vitaler, als in den kleinen Kälberboxen.
LG, Irina

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mone74 am 05.05.10, 15:46
Hallo, also unsere Bullenkälber werden alle durch die Bank mit ca 5-7 Tg enthornt. Die weiblichen dagegen werden seit gut einem Jahr nicht mehr enthornt.
Bullenkälber werden ca. 5 Tg. mit Vollmilch getränkt und bekommen dann bis sie abgeholt (mit ca. 2-3 Wochen) werden MAT.

Wir haben mit der Bullenmast vor gut einem Jahr aufgehört und verkaufen unsere BK direkt ab Hof an 2 Mäster. Da können wir es uns gar nicht leisten welche abzugeben die nicht fit sind. Hab da auch keine Probleme wenn ich mal sag der muß noch etwas dableiben er ist noch nicht fit genug.

Hatte aber auch schon meine Erfahrungen mit Kälbern vom Markt. War schon welche drunter die nicht saufen wollten.
Ein Bullenkalb war ganz extrem, denke daß es aus einem Mutterkuhbetrieb kam. Habs nach der 3. Mahlzeit dann doch geschafft, daß es aus der Flasche und ein paar Mahlzeiten später dann aus dem Nuckeleimer gesoffen hat.

Mein Göga grinst heute noch wenn eins mal nicht saufen will... und sagt dann immer nur "Das ist halt der weibliche Herzschlag und das weiche in diesem Bereich" und küßt mich. Das ist doch auch mal ein schönes Lob und Kompliment.

So hab ich schon einige auch vom Nachbarn (männl.) dazugebracht zu saufen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Locki am 09.05.10, 11:54
Hallo zusammen,

zuerst mal danke denen, die sagt haben, ob ihre Kälber Vollmilch oder MAT bekommen. Dachte mir doch, dass nicht alle Kälber unmengen Vollmilch bekommen, wie behauptet wurde.

@klecksi, wir duschen auch nicht, wenn wir in den Stall gehen, Kälber in Außenklimastall (Umbau Altbau) und Bullen in Offenfronstall.


Der Austausch unter uns Bäuerinnen sollte doch dazu da sein um uns gegenseitig zu unterstützen und nicht um uns nieder zu machen.

Bin ich voll und ganz deiner Meinung.

Wir hier in Oberschwaben haben nur das Problem, dass wenn wir 25 Kälber einkaufen, die von fast genau so vielen Betrieben kommen. Das Problem kann ich aber nicht ändern. Außer jemand von euch kann ca. alle 6 Wochen 25 FV-Kälber gleichen Alters abgeben. Wäre für uns wie ein Sechser im Lotto  ;D
Ich kann dafür aber keinen anderen verantwortlich machen und wir wissen ja auf was wir uns da einlassen.
Klar je nach Gruppe werden mal mehr mal weniger krank. Müssen auch einige Prophylaxe-Maßnahmen machen, damit es funktioniert. Das wichtigste, finde ich ist aber das Fiebermessen, morgen und abends ca. 8 - 10 Tage, ist zwar etwas arbeitsintensiv, aber zahlt sich aus.

Thema TA. Auch wir haben keine Mittelchen rumstehen. Bei uns kommt nach jedem neuen Einstallen der TA, da werden die Tiere geimpft und sonstige Maßnahmen besprochen, brauchen auch für alles Abgabebelege.

Zurück zum Thema, wenn die Kälber zu uns kommen, müssen sie ja saufen können, sonst wären sie ja nicht bei uns.
Nur ist für viele halt irgendetwas anders, wie vorher und wenns bloß die Nuckelfarbe ist. (tausche deswegen aber keinen aus). Bekomme mittlerweile jeden zum Saufen mit Geduld und verschiedenen Tricks, habe auch wieder ein paar Kniffe und Tricks hier erfahren. Bin auch der Meinung, dass einige Kälber so richtige kleine Sturköpfe sind.
Dazu noch ein nettes Ereignis. Hatten beim jetzigen Durchgang einen dem musste ich drei Wochen lang den Sauger vom Tränkeeimer in das Maul stecken und er fing dann nach einer "angemessenen Bedenkzeit an zu Saufen".
Anfang Woche war Göga alleine bei den Kälber im Stall, habe ihn dann gefragt wie es ging, er meinte soweit gut, nur dein Spezialfreund hat mich gleich gebissen, als ich ihm helfen wollte.
Bevor ihm dann Göga den Eimer wegnehmen wollte hat er dann selber angefangen zu trinken. Seither kann er es auch ohne Hilfe. ;)

Allen noch einen schönen Muttertag und Sonntag

Marianne











Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: frankenpower41 am 30.07.18, 10:08
schubs mal an.
Weiß jemand Rat.  So ein Kalb hatte ich schon lange nicht mehr und grad bei dieser Hitze braucht es ja dringend Flüssigkeit.  Gedrescht haben wir natürlich schon, aber es sollte halt  saufen.
Bei uns lag am Samstag früh Bullenkalb, alles gut, in der Abkalbebox.  Ziemlich verschleimt, TA war schon da, aber irgendwie hat es keinen Saugreflex.  Ich lauf mehrmals täglich hin und versuch, aber es packt einfach nicht an.
Ich start jetzt zum 3. mal heute nochmal Versuch, wenns wieder nichts ist, müssen wir nochmal drenschen, aber mir geht das gegen den Strich, aber ohne Flüssigkeit wäre noch schlimmer.

Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: ulliS am 30.07.18, 11:23
Liebe Marianne,

wir spritzen einmalig Selen, wenn ein Kalb nicht säuft.
Probieren schadet ja nicht!
Viel Glück
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 30.07.18, 11:39
Hallo,

den Bauchnabel leicht kreisend massieren. Biete auch dazwischen immer ein paar Scluck „Tee“ an.

LG Mathilde
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: suederhof1 am 30.07.18, 11:39
@Marianne..

Wenn es irgendwie zu machen ist, leg das Kalb bei der Mutter wieder an, trinkt es dann , wegnehme und an die Flasche ran
Manchmal reicht nur der Geruch der Mutter oder das Schlecken.
Ist ein wenig Aufwand aber bei uns hat es funktioniert.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: muliane am 30.07.18, 12:07
@Marianne, manchmal hilft auch  Vanillepuddingpulver unter etwas Milch zu rühren., schaden kann es nicht
oder Corysel zur Appetitanregung
LG
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: frankenpower41 am 30.07.18, 13:01
so langsam wird es, sind zwar nicht die Mengen, aber wenn ich alle 2 Stunden geh.
Zumindest weiß er jetzt wie es geht. Vorhin war es gut ein halber Liter.

Danke, um den Nabel kreisen hab ich gemacht, ob das der Grund war dass er doch anfing weiß ich nicht.
Zur Mutter bringen, das ist bei uns sehr umständlich.  Ich vermute dass der Schleim ihm sehr zu schaffen macht.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Tilly am 30.07.18, 14:17
@Marianne
das hört sich doch schon mal besser an.

Wenn das Kalb den Geruch der Mutter aufgenommen hat,
kann es sich auch um Trennungsschmerz handeln.

In diesen Fällen geb ich Ignatia, nur einmal ein paar Globuli,
das nimmt den psychischen Schmerz.
Und hilft übrigens auch bei Appetitlosigkeit.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: geli.G am 31.07.18, 22:13
Ich vermute dass der Schleim ihm sehr zu schaffen macht.

Bei Schleim in der Lunge ist Tartarus das Mittel er Wahl. Seit wir das nehmen hab ich wegen der Lunge nie mehr den TA gebraucht. Manchmal hört man es gar nicht rasseln, aber es liegt doch daran, dass sie nicht recht saufen wollen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: gschmeidlerin am 31.07.18, 22:22
Kann Geli nur zustimmen, ich hab die Globuli immer auch in der Box mit den Geburtsutensilien.

LG Eva
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: frankenpower41 am 01.08.18, 06:43
Normal geb ich auch Tartarus, aber hier lag vermutlich noch was anderes vor.
Ich hatte jetzt zweimal TA hier, Gestern Mittag hat es zum 1. Mal richtig gesoffen, aber nur im liegen, sobald es stand hörte es auf.  Heute Morgen lag es tot im Iglu. Hat einfach nicht sollen sein. :(
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Bullenmafia am 01.08.18, 08:03
Hallo, wurde kontrolliert ob das Darmpech abgegangen ist. Wir hatten ein Kalb da war der Darm nicht komplett bis zum Ausgang. Es fehlte ein Stück im Bauch.
Zweitens, wurde kontrolliert ob das Herz komplett verschlossen war. Im Bauch müssen die Käkber mi gut atmen, darum gibt es ein kleines Loch im Herzen, das bei Geburt verschließt.
Manchmal soll es nicht sein.
LG Petra
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Mathilde am 01.08.18, 09:04
Hallo,

Petra das hatten wir auch schon. Unser TA hat damals extra seziert und tatsächlich fehlte ein Stück Darm.
Meins hat allerdings 3 Tage voll gesoffen und war quietschfidel und dann gingszusehends bergab.
Manchmal sind alle Bemühungen umsonst- bei uns sind es nur Tiere.
LG Mathilde
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: frankenpower41 am 01.08.18, 12:04
Darmpech  ging schon am 1. Tag ab und gestern hat das Kalb ganz normal gekotet.
Daran kann es nicht gelegen haben. Ich vermute eher was am Herzen oder sonst irgendwas.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: mogli am 01.08.18, 14:59
Tut mir leid Marianne,
vermutlich lags am Herz und da bist machtlos.
Magst mir privat schreiben was es für einen Vater hatte?
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: frankenpower41 am 22.02.22, 10:14
Ging auch unter "ich freue mich".
So einen Deppen hatten wir sehr lange nicht, Sohn meinte er kann sich das überhaupt nicht denken.
Am Samstag beim letzten Rundgang hatte Kuh allein gekalbt, schönes Bullenkalb.
Wollte nicht saufen, daher gedrencht.  Dass es Sonntag früh und auch Mittag nichts wollte bzw. keine Zunge rollte, fand ich nicht schlimm.
Abends wieder nicht und Gestern hab ich bestimmt 5 mal probiert. Nichts zu wollen, das Kalb stand und war ansonsten fit.
Gestern Abend dann TA gezeigt.  Heute früh 3 mal probiert, da fing es dann irgendwann doch an.
Da versorgst leichter 10 "normale" Kälber als so einen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: gina67 am 22.02.22, 10:18
So ein Kalb hatte ich letztens auch. Den hatten wir, nach dem Kalben, eine Nacht bei der Kuh gelassen. Normalerweise machen wir das Kalb bei der Kuh weg , Kuh melken, Kalb tränken. Aber da hatten wir keine Zeit, weil irgendwas war. Das Kalb hat sich auch 2 Tage angestellt und wollte nicht saufen. Mein Sohn hat gesagt, dass ich es hungern lassen soll, irgendwann will der dann doch saufen und genauso war es dann auch.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: bienchen3 am 22.02.22, 11:22
Ich hab von der Tierärztin mal den Tipp bekommen, dem Kalb die Ar..backen mit einer Hand voll Stroh richtig fest zu massieren und mich neben das Kalb zu stellen.
So wie wenn das Kalb bei der Kuh saufen würde. Und dann dem Kalb den Nuckel vor die Nase halten. Das haut tatsächlich sehr oft hin, wenn das Kalb so störrisch ist.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: frankenpower41 am 22.02.22, 12:21
Das mit dem Hinten streicheln oder stoßen wie es die Kuh beim saufen macht, hab ich fast 2 Tage praktiziert, hat sonst oft geholfen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lexie am 22.02.22, 14:35
wir lassen alle Kälber 3 bis 4 Tage an der Kuh saufen und dann kommen die
erst in Einzeliglus oder 2 Kälber in 1 Iglu.
Da hab ich dann schon mal ein Kalb das 2 Mahlzeiten nicht saufen mag, die sind aber meistens
pappvoll und wollen auch gar nichts, irgendwann kriegen die schon Hunger und dann saufen dann auch.
Fleckvieh sind da viel bockiger als Sbt oder Rh.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Internetschdrieler am 22.02.22, 14:40
ich dachte, solch De.... gibt es nur beim Braunvieh.
Jedes zehnte müssen wir schon drenchen. Meist fangen sie dann in der darauffolgenden Mahlzeit an. Aber zwischendurch gibt es auch einen "Trinkverweigerer"  Da helfen dann all die Tricks nicht. Die werden dann vom TA "erlöst"
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Ricka am 22.02.22, 16:01
Wir hatten vor ein paar Wochen auch mal so ein KAlb es war zum verzweifeln ich hab alle möglichen Tricks ausprobiert und erst nach drei Tagen hat es dann gesoffen.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Lisa am 22.02.22, 20:49
oft hat mir bei solchen Problemkälber Causticum c30 geholfen, soll den schlundreflex anregen.
Auch eine Akupunktur oder massieren der Nase kann helfen, man versucht halt alles.
Ich kann Marianne recht geben, da füttert man 20 Kälber in der Zeit.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: babsk am 25.02.22, 20:58
Wir hatten mal eines, das hatte von der Kuhmilch richtigen Ekel.
Bei Kuhmilch hat es sich extrem gewehrt.
Es hat nur Milchaustauscher gesoffen. Von der 2. Mahlzeit an.  :o
Max. 3 Liter am Tag.
Und jetzt haben wir auch eines, das trinkt nur einmal am Tag Milch. Sonst nur Elektrolyttränke.
Vom Eimer nur, wenn es eine vorher eine Flasche bekommen hat.
Ich sag euch was, wenn ich mehr solche hätte, würde ich verzweifeln.

Meine Nachbarin schwört auf Eisen, wenn Kälber nicht saufen.

Lg. Barbara
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: frankenpower41 am 25.02.22, 22:21
Schau grad wann ich den 1. Beitrag zu unserem "Deppen" schrieb.
War am 22.  heute ist der 25.,  er hat nur einmal gesoffen, dann wieder nicht.
TA war dann auch da. Bekommt was, und zwischendurch haben wir 3 mal täglich Diakur gedrenscht, natürlich immer wieder Milch probiert  (Pulver, da leichter verdaulich wie TA meinte, da hab ich für Notfälle immer was da).  Das Kalb steht auf, leckt am Iglu und macht auch keinen kranken abgemagerten Eindruck. Also nichts mit erlösen (von was denn?)
Heute Abend, wir dachten er bekommt erst Abends was gedrenscht  , hat er dann gesoffen. Der hat einfach die Zunge nicht gerollt.
Wenn ich reingepumpt hab ins Maul lief es nicht raus, muss ja dann was geschluckt haben.

Ich bin echt gespannt was Morgen ist. Die Zeit die ich da verleiert hab, brauch ich momentan für alle anderen Kälber zusammen nicht.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Rohana am 26.02.22, 09:00
Wir haben aktuell einen Kandidaten der hat Hunger, der würd auch saufen, aber den bläht's wie verrückt. Tippe auf Laktoseintoleranz  ::) der trinkt maximal 2-3l pro Mahlzeit, hoffe er fängt bald an zu fressen... sieht aber insgesamt nicht schlecht aus.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: annib1 am 26.02.22, 10:32
Hallo,

mir sind bei der letzten Kälber Lieferung 3 Kälber eingegangen, diese 3 haben mich echt nerven gekostet.
Nr.1 hat generell schnell getrunken aus der Schale. In gedanken hab ich mir gedacht....das geht nicht gut.
Nr.2 war auch recht fit aber klein hat nur aus dem Nuckeleimer getrunken , sehr langsam . war mir schon lieber als Nr.1.
Nr. 3 erst Nuckeleimer dann Schale voll fit.

3 Tage später Nr, 1 DF . Dann NR. 2 DF und auch Nr. 3 DF
Nr. 1 ging alles echt ganz fix da war er..... :'(
Nr 2 und 3 hatten wohl was mit den Nerven oder Neurologisch sagten die TÄ, völlig apatisch.
Bei Nr.3 habe ich dann echt noch gekämpt Drenschen....alle 3 h kleine Mengen....keine Chance. Ich hab echt bei den Kälbern gesessen und geheult. Ich konnte nicht mehr.
Das war Anfang Feb. seitdem haben wir keine neuen bekommen. Ich glaube göga hat einen schock, der brauchte erstmal abstand.

Zitat
Wir haben aktuell einen Kandidaten der hat Hunger, der würd auch saufen, aber den bläht's wie verrückt.

Hatte ich dieses Jahr auch schon.
Der 1 TA sagte Labmagen, Klab 5 Wochen alt.
Hat ihn abgegasst. 2 Tage später Kollege von ihm , jaaa und mmmmhh. 1 Tag später nächster Kollege der hat Pansen. Der hat solch ein Teil im Körper eingebaut das ich immer drauf achten soll das die Luft raus ist. Die Tage gingen er wurde besser, dann rucki zucki schlechter......auch  :'( :-\
Was mich nervt , wenn man in einer Praxis arbeitet wo sooo viele TÄ sind das man nicht immer den gleichen bekommen kann , immer so viele verschiedene Diagnosen. Hätte der erste gleich richtig behandelt und nicht so luschig , wo ich mich gleich schon aufgeregt habe, dann wäre es vielleicht nicht so weit gekommen.

Ich hoffe inständig die nächsten, denke am Dienstag, sind besser.
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: ayla am 28.02.22, 21:59
ich dachte, solch De.... gibt es nur beim Braunvieh.
Jedes zehnte müssen wir schon drenchen. Meist fangen sie dann in der darauffolgenden Mahlzeit an. Aber zwischendurch gibt es auch einen "Trinkverweigerer"  Da helfen dann all die Tricks nicht. Die werden dann vom TA "erlöst"

Vielleicht würde in so einem Fall folgendes auch klappen:
Als wir einmal ein Kalb hatten, welches partout und mit allen Tricks nicht saufen wollte, haben wir es versuchsweise nochmals mit seiner Mutter in die Abkalbebox gestellt, und siehe da - das Kalb begann sofort am Euter zu saugen! So wussten wir immerhin, dass das Kalb "nur" einen Dachschaden hatte, aber sonst wohl gesund war.  ;D  Trotzdem haben wir es auch darauf hin nicht fertiggebracht, das Kalb zum saufen zu bewegen.
Nach einigem hin- und her überlegen haben wir dann einen Bekannten mit Mutterkühen gefragt, ob wir ihm das Kalb versuchsweise einmal bringen könnten. Bei uns hatte es so keine Zukunft, aber wir haben gehofft, dass eine Mutterkuh (oder vielleicht sogar mehrere) erbarmen hat und das Kalb saufen lässt.  Das hat dann tatsächlich geklappt, und der Bauer hat uns das Kalb später bezahlt. War für alle Beteiligten besser, als wenn der TA hätte kommen müssen.  :)

Aber immer lässt es sich leider nicht verhindern. Ein anderes hat auch über Tage nicht gesoffen, hat aber auch nie geschi....en und es bekam langsam einen Blähbauch. Der TA stellte dann fest, dass der Darm nicht durchgehend war... dieses Kalb wurde dann auch "erlöst".
Titel: Re: Kälber, die nicht saufen wollen
Beitrag von: Rohana am 28.02.22, 23:48
Mein kleiner Fellballon schlägt sich tapfer, 2x3 schafft er - bissl kleiner bleibt er wohl erstmal, aber vielleicht gleicht sich das noch an. Jetzt fängt er langsam an zu fressen, im "Kindergarten" gefällt es ihm.