Autor Thema: Die Mutation zu Vater oder Mutter  (Gelesen 5974 mal)

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Offline suederhof1Topic starter

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Die Mutation zu Vater oder Mutter
« am: 22.02.17, 10:59 »
Man sagt ja immer so schön

"Wie der Herr so`s Gescher"

Ich merke immer öfter wie ich zu meiner Mutter mutiere. ::)
Leider nicht immer zum Guten. :-[
Viele male habe ich mir früher gesagt "so will ich nicht werden" und heute merke ich das ich die gleichen Macken bekomme... :o

Mein Göga geht es ähnlich. Das seh ich vielleicht auch nur so..... ;D
Aber einiges erinnert mich stark an SV und ich konnte es nicht ausstehn.... :-\
Vielleicht ist es auch so beim Älter werden. ::)
Aber wenn es mir auffällt, fällt es anderen ja auch auf.

Habt ihr euch auch schon mal dabei erwischt, wie ihr den Eltern ähnlich werdet, mit irgendwelchen kleineren oder grösseren Marotten?

Ich jedenfalls muss ich mehr drauf achten und mich zusammennehmen, so das ich es ändern kann.

LG Barbara

Offline samy

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #1 am: 22.02.17, 11:22 »
Ich glaube das ist ein Naturgesetz. ;D
Allerdings werde ich nicht wie meine Mutter. Den Part übernimmt meine Schwester. ;D
Ich war,bin und bleib wohl auch ein Papakind. ;) :P
Meine Schwester und ich machen uns immer lustig das wir mal jeweils so werden wie unsere beiden Omas.
Wir zwei dann zusammen auf dem Hof.... uii da wird uns nicht langweilig werden. ;D ;D ;D ;D
Aber wie heißt es so schön "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt"  ;)
Samy

Offline LunaR

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #2 am: 22.02.17, 11:24 »
Ja Barbara, das ist so ein Thema  ::). In jungen Jahren habe ich zu meinem Mann immer gesagt, wenn du mal wirst  wie deine Mutter, lasse ich mich scheiden. Und ja, er wird immer mehr wie sie  :o ...

Vermutlich sieht es bei mir auch nicht besser aus  :-X Meine Mutter hatte zeitweise so Anflüge von Bitterkeit und Härte. Da verswuche ich dran zu arbeiten, das sich das bei mir nicht durchsetzt. Ob mir das gelingt?? Eine andere Sache ist noch, dass ich derzeit gerade ganz bewusst versuche eine Eigenschaft meines Vaters anzunehmen. Er war irgendwie alterslos und hat einfach getan was him Gefallen hat, egal, ob man das für sein Alter passend finden könnte oder nicht. Das gefällt mir gerade recht gut.  ;D

Luna
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


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Offline Andres

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #3 am: 22.02.17, 11:54 »
Interessantes Thema.
Bei den Kindern ist es so, denke ich, dass sie von dem Elternteil am meisten unbewusst kopieren, der den meisten Umgang mit ihnen hat. Ob ein Kind beispielsweise Förderschule oder Gym macht, hängt, meiner Meinung nach, mehr vom Verhalten der Bezugsperson ab als von den Genen.

Ich selber habe viele Denkstrukturen von meiner Mutter übernommen und arbeite daran die unproduktiven  Muster davon zu verändern.
Mein Vater war immer eifersüchtig, weil er so wenig Einfluss hatte. Er hatte dann immer die Tendenz in mein Verhalten Negatives hineinzuinterpretieren. Das hat auch die Ehe meiner Eltern belastet.

Bei meinen Kindern hat auch die Mutter den meisten Einfluss. In Zeiten von Mutterkult und Feminismus geht es mir so, dass die positiven Muster bei den Kindern meiner Ex zugeschrieben werden und ich für die Probleme verantwortlich bin.
Mit meinem Sohn hatte ich ein super gutes Verhältnis. Den hat seine Mutter mir aber von hier weggelockt. Wenn er heute kommt ist er immer aggressiv, aber nach ein paar h hier ist verstehen wir uns wieder.
Die Zukunft kann man am besten vorhersagen,wenn man sie selbst erfindet!

Offline annelie

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #4 am: 22.02.17, 13:52 »
Barbara, mir gehts wie Dir, leider, ich arbeite an mir, aber es ist sehr schwer... :-\
Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist ein Geheimnis
und jeder Augenblick ist ein Geschenk.

Liebe Grüße
Annelie

Online martina

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #5 am: 22.02.17, 14:06 »
Mein Mann entwickelt einige Macken seines Vaters.
Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
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Offline Helhof

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #6 am: 22.02.17, 14:50 »
Ja, das habe ich auch schon festgestellt, dass ich manchmal meiner Mutter ähnlich werde in Dingen, die mir früher gar nicht gefallen haben. Ich versuche aber, daran zu arbeiten. Es ist ja auch nicht alles negativ  ;). Und auch bei meinem Mann stelle ich immer wieder fest, wie ähnlich er in manchen Dingen seiner Mutter ist. Was wir beide früher niiiiieeee gewollt hätten.
Liebe Grüße,
Maria

Offline Mathilde

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #7 am: 22.02.17, 17:31 »
Interessantes Thema.
Bei den Kindern ist es so, denke ich, dass sie von dem Elternteil am meisten unbewusst kopieren, der den meisten Umgang mit ihnen hat. Ob ein Kind beispielsweise Förderschule oder Gym macht, hängt, meiner Meinung nach, mehr vom Verhalten der Bezugsperson ab als von den Genen.

Hallo,

und wie erklärst Du Dir dann unsere 4 Kinder? Gleicher Vater, gleiche Mutter und alle gleiche Bezugspersonen ABER jeder eine andere Schule besucht und anderen Abschluss  ???

LG Mathilde
Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Helhof

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #8 am: 22.02.17, 17:45 »
Ja, diese Aussage von Andres kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen.
Liebe Grüße,
Maria

Offline mary

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #9 am: 22.02.17, 18:48 »
Komisch, es gibt eine Zeit, wo man auf keinen Fall so wie die Mutter sein will und mit der Zeit ändert sich dann die Einstellung.
Heute wäre ich nur froh, wenn ich mit ihr reden könnte.

Offline Trudi

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #10 am: 22.02.17, 19:23 »
   Mein Mann hat von seinem Vater auch einige Mödeli geerbt,die nicht sein müssten.
 Was ich gerne hoffen würde,dass er ihre Langlebigkeit geerbt hat.Wurden doch beide
 89 und 90 Jahre alt.

         Trudi.

Offline goldbach

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #11 am: 22.02.17, 22:57 »
Ich bin echt froh und dankbar, dass ich nicht nach meiner Mutter komme:
 - sie verstarb im Alter von 52 J.  - wir 4 Schwestern haben sie alterstechnisch alle überlebt
 - außerdem war sie eher der depressive Typ und hat eher die negativen Sachen gesehen / bemerkt, als die positiven.
3 von uns Schwestern haben sie eher missmutig und schlecht gelaunt in Erinnerung - nur die Älteste kann sich auch an positive/fröhliche Seiten unserer Mutter erinnern.
Ja, gut - kochen konnte sie wirklich gut -  da könnte ich ihr das Wasser reichen  ;D und meine älteste Schwester auch!

Aber sonst - nee danke, da bin ich echt froh, dass ich das sonnige Gemüt meines Vaters und dessen Vorfahren geerbt habe.
Das gute Gedächtnis haben wir alle von ihm geerbt. Die mathematische Begabung hat die Schwester vor mir von ihm.
Mein Bruder,  das gute Gedächtnis in allen Einzelheiten -  wie z.B. die Erinnerung an das Wetter in den verschiedenen Jahren, seit ???
Das wirtschaftliche rechnen haben wir alle von ihm geerbt.
Die depressive Seite meiner Mutter hat eine Schwester geerbt -  und einen Hammerzeh hat sie an meinen Bruder vererbt  8).
Den schlechten Unterleib leider mir. Und das ist genug, finde ich - so sagte ich neulich zu meiner ältesten Schwester!

Ich kann mich soooo gut an den missmutigen Gesichtsausdruck unserer Mutter erinnern, dass ich den niiiiie haben werde! 
Bis jetzt schaffe ich es gut drauf zu sein - mit den üblichen Durchhängern - aber nie mit diesem missmutigem Gesichtsausdruck!!

Mucki

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #12 am: 23.02.17, 07:48 »
Nach meiner Mutter kann ich ja nicht geraten (Gott sei dank) , aber ich merke auch an mir züge die mich an für mich damals Alten Leuten gestört haben , ich versuche bewust dagegen zu steuern, sag das auch meien Mann wen ich ähnlichkeiten mit seien Eltern feststelle und auch er versucht bestimmte sachen wieder abzulegen.

lg Mucki

Offline mary

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #13 am: 23.02.17, 08:08 »
Ich sehe die erbliche Mitgift wie eine Münze mit 2 Seiten, man bekommt aus dem Pool so einiges mit, im Guten wie im Schlechten.
Die Fähigkeit mit dem Herzen zu denken hab ich sicher von meinem Vater, die Liebe zum Garten von meiner Mutter, das Gefühl für den Boden ist auch ein väterliches Erbe, der Zugang zur Natur, die Freude an Kraut, Rüben und Kartoffeln ist sicher väterlicherseits, ebenso die Liebe zu den Maiglöckchen, wenn ich den Duft rieche, dann sehe ich meinen Vater, der 50 Jahre meiner Mutter zum Muttertag einen Strauss für sie pflückte- er hat es als Kind für seine Mutter ebenso gemacht, die Fähigkeit, aus wenig viel zu machen, wirtschaftliche Zusammenhänge sehr klar zu sehen, das verdanke ich meiner Mutter.
Dass die Beschwernisse des Alters an ihnen nicht spurlos vorübergegangen sind, das kann ich auch erst heute besser verstehen und ich vermute, dass das Alter auch uns noch einiges abverlangen wird.

Offline Heide-Brigitte

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Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
« Antwort #14 am: 23.02.17, 09:14 »
So einiges bekommt man in den Genen mit, ob möchte oder nicht. Ganz schrecklich fand ich es, als ich die Brille bekam. Damit sah ich genau wie meine Mutter aus. Ich mochte mich anfangs damit nicht im Spiegel sehen. Mit den Jahren hat sich das gegeben. Auch wie man sich bewegt und verhält, je älter, je mehr Ähnlichkeiten tauchen auf.

Ich glaube, dass das Verhalten aber auch sehr mit den gegeben Lebenumständen und was der einzelne im Leben durchgemacht hat, zusammenhängt. Einzelne Erlebnisse, wie z. B. Tod eines Familienmitgliedes / Freund/in oder auch Krankheiten bei einem selbst oder anderen, können den Menschen in seinem Verhalten schon sehr herunterziehen und nur/ viel negativ sehen und bis bösartigen Äußerung gegenüber seinen Mitmenschen werden lassen. Damit meine ich, dass die negativen Gene sehr viel schneller durchkommen, die ich schon beobachtet habe.
Liebe Grüße
Heide