Familie und Co. > Generationsprobleme

Suche Mädels/Frauen die in der gleichen Situation waren/sind wie ich

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catleen:
Am besten fange ich mal von ganz vorne an.
Ich bin Mitte 20, als jüngste von 3 Mädels (Nachzüglerin) auf einem Nebenerwerbs-Hof aufgewachsen. Meine Schwestern 9 u. 11 Jahre älter als ich, sind sie bereits ausgezogen als ich noch zur Schule ging. Meine Eltern, jetzt beide über 65J. haben vor einigen Jahren aus Gesundheitsgründen den Hof aufgegeben. Die Felder u Wiesen wurden an die beiden Großen überschrieben, da sie beide in einen Bauernhof eingeheiratet haben, und das Haus und drum rum ging an mich. Meine Eltern wohnen im EG und ich im OG  (Schlafzimmer, Bad, kleines Wohnzimmer mit Erweiterungsmöglichkeit für Küche u Kinderzimmer). Da ich damals noch Single war, sollte ich mir mal nen Mann "suchen", der zu mir ziehen würde, so der Plan.

Wie das Leben so spielt, habe ich ein paar Jahre später meinen jetzigen Freund H. kennen gelernt. Er wohnt ca 20km entfernt, ist Landwirt u da er Einzelkind ist, wird er auch den Hof seiner Eltern übernehmen. Das heißt also, dass er ortsgebunden ist.  Als meine Eltern davon erfuhren, war bei uns zu Hause erst mal Funkstille.

Ich bin damals recht naiv an das Thema heran gegangen, meine Reaktionen reichten von Trotz (die beiden Großen durften auch ausziehen), über Hoffnung (wird sich schon ne Lösung finden) bis zu Resignation (dann ziehen wir eben nicht zusammen und bekommen keine Kinder) oder habe die Zukunft komplett verdrängt.
Momentan führen wir eine Art Wochenendbeziehung, anfangs fand ich das gar nicht schlecht, da geht man sich nicht so schnell auf die Nerven, aber seit einige meiner Freundinnen schwanger sind bzw. bereits ihr erstes Kind haben u wir auf vielen Hochzeiten eingeladen waren, möchte ich das doch alles auch irgendwann einmal. Und wenn dann die rosa-rote Brille der Verliebtheit blasser wird, macht man sich doch schon mal auch über die Zukunft gedanken.

Das würde also heißen ich müsste zu ihm ziehen.
Problem 1: dann müsste ich meine Eltern im Stich lassen, beide hatten bereits Hüft- bzw. Bandscheiben-OPs und werden in ein paar Jahren vermutlich nicht ohne Hilfe klar kommen. Da ich ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen habe, möchte ich sie nicht ins Heim schicken.
Problem 2: H. wohnt mit seinen Eltern u seiner Oma zusammen, die Größe u. Raumaufteilung des Hauses sind für 2 getrennte Wohnungen nicht geeignet u so gut ich mich auch mit seiner Familie verstehe, ich möchte nicht mein ganzes Leben lang mit ihnen eine Küche teilen. Ein neues Haus bauen kann ich mir nicht leisten.
Problem 3: eigentl. möchte ich aus meinem Dorf auch nicht weg, denn H. hat eine etwas seltsame Nachbarschaft (3-Häuser Dorf, ein Nachbar ist ein schrulliger Junggeselle, die anderen Nachbarn bekommt man fast nie zu Gesicht). Mein Dorf hat auch nur 10Häuser aber ne super Dorfgemeinschaft.

Gibt es bei euch vielleicht jemanden die auch schon mal in dieser Situation war? Vielleicht fällt euch ja noch ein Tipp für mich ein, eine Lösung auf die ich so lang gehofft habe? Bin echt verzweifelt!!!

Nelly:
Spontan und aus dem Bauch raus würde ich sagen: Er zieht zu dir ( ist tagsüber eh auf seinem elterlichen BEtrieb) und die Zeit wird alles weitere bringen.....

Aber eigentlich hätte ich gerne noch ein paar Angaben: Hat er Vieh oder betreibt er reinen Ackerbau? Bei Vieh kommts drauf an, in wieweit man auch nachts erreichbar sein muss.
Was machst du beruflich? lässt sich da was vereinbaren oder gibt es Kollisionspunkte?? Erzähl mal noch ein bischen.....

Ich kenne allerdings mehrere Fälle, wo es so gelagert war, dass da Hoferben zueinander fanden und vor ähnlichen Problemen standen. Dass sich deshalb welche getrennt haben, ist mir nicht bekannt. Ich weiß sogar von einem Fall, da fuhr der Schwiegersohn zwischen elterlichem BEtrieb und dem der SE 50 km hin und her, um den Acker zu bestellen. Später wurde aber ein LU bestellt.....

Nell

Steinbock:
Da muss ich nicht lange überlegen: Er zieht zu Dir...
Was sind heute schon 20 km. Selbst wenn Tiere da sind,
die SE sind ja auch noch da und können "Alarm" machen,
wenn (über Nacht) was los ist im Stall

Elisabeth

Sternschnuppe:
Ich habe mir auch zuerst gedacht ER zu IHR ist am Besten. Aber wenn ich so genauer lese, er ist ein Einzelkind und Hofnachfolger, ich denke nicht dass er bereit ist woanders zu wohnen.

Aber wenn du schon vorher weißt du fühlst die bei ihm im Ort nicht so wohl und möchtest da auch nicht hinziehen, dann ist die ganze Situation natürlich schwierig.

Was für mich ein absolutes MUSS wäre, ist die Wohnungssituation, es müssen unbedingt zwei getrennte Wohnungen sein, man stellt ja immer wieder in Beiträgen von anderen fest, dass die Probleme am größten sind wenn ST und SM sich eine Küche oder ein Bad teilen müssen.

Ich hoffe ihr findet für euch eine Lösung

Lg Sternschnuppe

Nelly:
Einzelkind/Hofnachfolger vs. Liebe.......Liebe versetzt BErge, hoffe ich mal.

Abgesehen davon kann er ja stundenlang tagsüber auf "seinem" Hof sein. Wichtiger Faktor ist natürlich, ob die ELtern ihm Feuer unter dem Hintern machen oder ob sie ihrem Sohn diesen "Freiraum" einräumen!!

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