Familie und Co. > Familienfeiern und ähnliche Katastrophen....

Standesamt

(1/6) > >>

streifenigel:
Hallo,

ich habe da mal eine allgemeine Frage:

Wie sieht es bei euch nach dem Standesamt aus? Mein Schwager wird bald heiraten und "angeblich" ist es dort (Hamburg) nicht üblich, das welche vorm Standesamt warten.
Mein Mann und sein Bruder würde da gerne hin, da bei ihren/unserer Hochzeit er auch da war.
Denn hier es so üblich ist, das nach dem Standesamt Freunde und Verwandte gratulieren, evtl. noch bischen Schabernack geplant haben etc. Meistens hat das Brautpaar/Brauteltern oder so paar Freunde, dann auch ein Glas Sekt parat und meistens gibt es dann zu Hause noch belegte Brote oder ähnliches. Bzw. ist es hier eigentlich auch üblich (falls es nicht ein ganz kleines Standesamt ist, das die Geschwister mit ins Standesamt kommen).

Naja, jedenfalls sollen sie nicht mit ins Standesamt. Zum Gratulieren können sie gerne vorm Standesamt stehen, aber danach sollen sie wieder nach Hause fahren. Mit Trauzeugen und Eltern wird essen gegangen. SM hat nun schon vorgeschlagen für Gratulanten "von unserer Seite", das Essen zu bezahlen (was wahrscheinlich wirklich nur die Brüder sind, da ich hochschwanger zu Hause bleibe und Schwägerin auch zu Hause bleiben wollte, da schon Tag davor Polterabend ist und nächsten Tag kirchliche Trauung mit Feier), aber sie wurde abgewiesen mit der Begründung, das ist nicht üblich, das die danach noch was kriegen.

Würde uns ja auch nicht so stören, wenn man gleich um die Ecke wohnen würde, aber wir haben bei gutem Wetter 1 1/2 Std. Autofahrt. Und nur gratulieren und dann wieder weggeschickt werden, ist doch etwas weit.

Was haltet ihr davon bzw. wie sieht bei euch die Tradition aus?

Su:
Wenn in den darauffolgenden Tagen die kirchliche Trauung stattfindet, ist bei uns die Tradition so, dass die standesamtliche Trauung nur Formsache ist. Da geht man also nicht hin, ausser natürlich die Trauzeugen. Die müssen ja schliesslich unterschreiben.
Aber heutzutage heiratet ja vermutlich schon mehr als die Hälfte nur noch standesamtlich. Da ist die Situation dann anders. Da geht man vors Standesamt gratulieren. Selber war ich noch nie bei einer standesamtlichen Trauung im Trauzimmer dabei, ausser natürlich an meiner eigenen und an jener meiner Schwester, wo ich Trauzeugin war. Aber eben, in diesen beiden Fällen, war der Standesamtsbesuch nur für die nötigen Unterschriften da, denn wir heirateten danach kirchlich mit grossem Fest.

Gitta:
bei uns war zwischen der standesamttrauung und der kirchlichen trauung ein jahr dazwischen.

nach der standesamttrauung standen meine engsten freunden mit reis und blumen bewaffnet vor der türe.
es wurde gratuliert und gelacht und wir luden die freunde ins standesamt  (draußen regnete es in strömen) auf
ein glas sekt ein. die trauzeugen und eltern und geschwister unsererseits wurden ebenfalls mit sekt bedacht.

es war eine gute stunde fröhlichkeit und gute laune.
danach fuhren die engere Verwandtschaft  und wir natürlich zum Gasthaus zum Essen und Kaffee trinken.
die freunde fuhren heim.


das war`s.

gitta

Maja:
gitta bei der Standesamtstrauung hätte ich auch dabei sein mögen
Eine Hochzeit , ob Standesamt oder Beides, ist doch für jeden eine so einmalige Sache ( oder sollte es zumindest sein),dass es gar keiner Frage bei mir bedürfte und ich die engsten Familienmitglieder des Brautpaares dazu bitten würde.
Unsere jüngste Tochter hatte uns am Sonntag Zum Essen eingeladen und uns mitgeteilt dass Sie und Ihr Partner Im August heiraten werden ob wir etwas dagegen hätten.
Na da kann, wer mich kennt.......... sich mit mir freuen ....ich werde Schwiegermama( Betonung bitte auf Mama)
Ich freue mich denn unsere Tochter  ist fleißig am Planen und da ist Standesamt wie Kirche (also zwei ordentliche Feste) vorgesehen.
Das wird eine aufregende Festwoche.

Andrea-mit-Sippe:
bei uns ist es immer mehr im Trend, Standesamt und Kirche am gleichen Tag zu halten.
Haben wir auch gemacht. Kostet zwar am Standesamt a bisserl mehr, doch
a) die Brautleute, -eltern usw brauchen keine zwei "Gwander" (weil sonst könnt ja die Mutter
    vom Bräutigam/der Braut meinen, man kann sich für die kirchliche kein extra Kleid leisten -
    wurde mir mal erklärt)
b) im Standesamt sind Geschwister/Eltern/Nichten und Neffen dabei, anschliessend bei
    der kirchlichen alle Freunde und Verwandten.
c) nur ein Termin ist festzusetzten.
d) Kuchenbacken usw ist auch nur einmal angesagt
..
Viele heiraten vormittag standesamtlich und nachmittags kirchlich
Wir haben um neun standesamtlich (beide Eltern haben einen Landwirtschaft und es hat geklappt) und um zehn kirchlich geheiratet.

Ich würd wieder so heiraten! Da kann man niemanden vor den Kopf stossen.

Gruss
Andrea

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln