Familie und Co. > Familienfeiern und ähnliche Katastrophen....

Hochzeit als Hoffest feiern!?

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reserl:

Ein Cousin von mir heiratet in drei Wochen und feiert seine Hochzeit
als großes Fest auf seinem Hof. :)
Bei schönem Wetter wird auch die Trauung bei der Hofkapelle stattfinden.

Mir gefällt die Idee, aber wenn ich an die vielen Vorbereitungen auf dem Hof denke, die zu den "üblichen" Sachen noch hinzukommen, stelle ich mir das schon sehr aufwändig vor. 8)

Hat jemand von euch auch so gefeiert?
An was sollte man dabei alles denken?

Frieda:
Hallo Reserl,

sind da wenige Leute eingeladen? Ich meine wegen der Trauung in der Hofkapelle. Stell ich mir zwar schön vor, wenn man selber eine Kapelle hat - aber viele Leute werden da nicht reingehen.

Bei uns im Dorf war jetzt vor kurzem eine Hochzeit in einer (Getreide-)halle, ich weiß nicht, wie lang die hergerichtet haben, jedenfalls ziemlich lang, bis das alles sauber ist, geschmückt, Teppich haben sie auslgen müssen, wegen der ausgeliehenen Bestuhlung, mobiles WC brauchen sie...war aber wohl eine sehr große Hochzeit mit 200 Personen.

Der Cousin von meinem Mann hat auch seine Hocheit auf einem Hof von einem anderen Verwandten gefeiert. Aber die haben dort auch zeimlich lang hergerichtet.

martina:
Bekannte von uns haben vor 5 Jahren ihre Silberhochzeit bei sich auf dem Hof gefeiert, in einem alten Schafstall, der aber schon vollkommen plan war, auch die Wände waren schon mal gestrichen worden.

Dort hat die ganze Clique mitgeholfen bei den Vorbereitungen. Aus dem Dorf wurden sämtliche Esstische und Stühle, die man entberen konnte zusammen gesucht, auch Geschirr für 200 Leute ( weiß schlicht oder mit Goldrand) wurde zusammengeliehen. Die Tischdecken alle in weiß.

Die Tische waren schon 2 Wochen vor dem Fest komplett eingedeckt und mit Malerfolien überzogen. Am Tag vor dem Fest brauchte dann "nur" noch der Tischschmuck gemacht werden und der Rest geschmückt. Da haben wieder alle Freunde geholfen. Sogar ein Tanzboden wurde verlegt und der Pastor hat vor dem Kaffeetrinken die Andacht dort gehalten.

Es war ein wahnsinnig tolles Ambiente und ein wunderschönes Fest - aber ganz ehrlich: ich würde es nicht machen wollen.


Die Silberhochzeit meiner Eltern und auch unsern polterabend haben wir auch bei uns auf dem Hof meine Eltern gefeiert, zur eigentlichen Hochzeit sind wir dann aber doch in die Gastwirtschaft gegangen, das war einfach besser. Man will sich ja doch auch etwas verwöhnen lassen.

Obwohl, bei unseren Hoffesten hatten wir einen super Partyservice, der hat sogar von den 300 Leuten das schmutzige Eßgeschirr wieder mitgenommen, so dass wir fast nichts zu spülen und aufzuräumen hatten. Das ging schon.

Maja:
Ich kann mir so eine Hochzeitsfeier auch sehr gut vorstellen.
Früher wurde ja fast jedes große fest zu Hause gefeiert und wenn ein fest in einem Dorf ist zu dem recht viele als Helfer gebeten werden bei den Vorbereitungen und auch als Gäste, kommt auch gute Feierstimmung auf.
Wir haben unsere Silberhochzeit in unserer Maschinenhalle , die jetzt Reithalle ist gefeiert. Waren wohl nur 100 Leute, aber es war ganz toll. Wir hatten das Büfett auf einem alten Holzleiterwagen aufgebaut, den wir fünf Meter auseinandergezogen hatten und darunter große Strohballen als POlster gebaut hatten. Darüber kamen Schaltafeln die man beim Bau braucht und natürlich weiße Leinendecken. In alten Brotbacktrögen war das Brot oder das Obst aufgebaut. Als Tische hatten wir Biertische ,immer zwei zusammen gestellt und Stühle aus dem alten Dorfgasthaus geliehen. Das Geschirr  und Besteck kam vom PArtyservice ,reinweisses Porzellan und brauchte nicht gespült werden. Gläser lieferte die Brauerei, das Kaffeegeschirr hatten wir in einem alten Vertiko auf Spitzendecken aufgebaut. Kuchen auf einem Tisch davor zur Selbstbedienung .
Ein TAnzpodium war  neben der Musikkapelle, die auf einem Kipper ihre Instrumente aufgestellt hatte. Alles rustikal aber urgemütlich.
 Eine Holzleiter wurde zur Garderobe umfunktioniert und Kleiderbügel für die Jacken und Mäntel dran gehängt, Alle Stühle waren mit sämtlichen Stuhlkissen der ganzen Verwandschaft gepolstert. Und das ganze am 31 Oktober. Es war saukalt draussen Aber wir hatten mit GAs heizern alles schön gemütlich warm . Die letzten GÄste gingen um 6.30 Uhr in der Früh. es war ein super tolles Fest. war zwar wahnsinnig viel Arbeit, aber ich würde es wieder machen. Alles eine Frage der Planung und Einteilung und man muss natürlich flexibel sein, wenn mal was dazwischen kommt.
MAn wird bei so einer Fetsvorbereitung erfinderisch und allen hat es Freude gemacht dabei zu sein. wenn man in einem GAsthaus feiert ist doch immer etwas "Fremdes" dabei . Obwohl ich auch vesrtehen kann wenn man sich keine Arbeit machen möchte und trotzdem feiern, aber das ist eben persönlicher Stil.

Juett:
Wir haben auch bei uns zuhause "gehochzeitet" -*finger heb*.
Ganz zünftig, ohne Abendkleider.
Wir hatten ein "kleines Festzelt" für 200 Leute mit Biertischgarnituren, Bier vom Fass, das die Feuerwehrkameraden gezapft haben, einem befreundeten Metzger als Grillmeister (es gab einfach verschiedene gegrillten Sachen), einem Salatbüffet und Kuchen, den uns die Feuerwehrfrauen gespendet haben...
Da ich im 7. Monat schwanger war, wollten wir keine Hochzeit in weiss mit dem üblichen Bimbamborium, sondern einfach eine richtige Gartenparty und die haben wir gekriegt. Da wir uns auch ganz spontan entschieden haben (ca. 4 Wochen vorher haben wir "das Aufgebot bestellt") noch vor der Geburt unseres Sohnes zu heiraten, wäre alles andere eh utopisch gewesen. Für uns hat es so gepasst, die Gäste hatten ihren Spass und alles war wesentlich legerer "als bei einer normalen Hochzeit". Auf der Einladung stand übrigens drauf, dass "Stöckelschuhe unpassend" seien, damit keiner im zu feinen Zwirn kommt. Hat funktioniert. Ach ja, das ganze hat erst abends begonnen und für die weiter angereisten Gäste haben wir für den Nachmittag eine kleine/leichtere Bergtour mit schöner Aussicht organisiert - habe mich da wegen des 7. Monats allerdings ausgeklinkt... Was wir bei schlechtem Wetter gemacht hätten  ??? - das ganze war im Wahnsinnssommer 2003, da hat es nicht geregnet...  :P ;)

Gruss Jutta

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