Autor Thema: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II  (Gelesen 69709 mal)

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Offline gatterl

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Auch hier wieder die verschiedene Herangehensweise an das Thema.

Interessant.
Das ist die Sicht jedes einzelnen ( wohlgemerkt alles Frauen, die bereits Hofbewirtschafter sind und ihre Meinung kundtun )und sagt m. M. viel aus.
Nur das, was die Box fragt, kann man nicht pauschal beantworten.

Ich würde spontan auf die Frage antworten: "Jeder auf was anderes"

Ich glaube aber- verzeiht, dass ich mich dazu so äussere, als Minihobbybiolandwirtin im Nebenerwerb:
Die Ausgangslage ist immer verschieden, die Erwartungen sind es auch und die, die kommen müssen damit ihr Auskommen haben, egal in welcher Form und ich beneide niemanden darum, gerade bei grossen Betrieben.
Deshalb glaube ich, dass Vertrauen ins Handeln der Jungen, Zurückhaltung bei Einmischung bei den zukünftigen Altenteilern gefragt ist.
An erster Stelle sollten nicht die Erwarten stehen, die WIR haben.
Ich weiss ja, das ist eine Meinung, die von manchen nicht gerne gehört wird, aber die jungen werden es schwer genug haben.
Und um Landwirtschaft als Berufung zu sehen, sind heute wohl teilweise andere Kriterien ausschlaggebend als noch vor 30 Jahren.
Ob einem das passt oder nicht, dieser Tatsache sollte man schon ins Auge sehen.


Ich meine damit NICHT das finanzielle Verschleudern lassen des Geldes der Alten.
Aber das WIE eine Landwirtschaft geführt wird, ob und wie sich angeheiratete Frauen oder Männer einbringen, sollte doch hauptsächlich den betreffenden Personen überlassen sein. Wenn der Hofnachfolger damit zurecht kommt- dann ist das doch in Ordnung.


Obs gut geht?
Weiss man das je vorher?

« Letzte Änderung: 29.01.18, 13:19 von gatterl »
Manche Menschen können nichts mehr wahrnehmen ausser ihrer eigenen Befindlichkeiten
Florian Schroeder

Offline mary

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Zum Glück weiß man nicht, was im Leben alles so daherkommt, was in der Schicksalswundertüte alles enthalten ist.
Egal wie jung oder wie alt man ist.
Denk mir mal, dass das ziemlich egal ist, ob mit oder ohne Hof.
« Letzte Änderung: 29.01.18, 13:13 von mary »

Offline gatterl

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Zum Glück weiß man nicht, was im Leben alles so daherkommt.
Egal wie jung oder wie alt man ist.

Da hast Du recht Mary, aber gerade deshalb sollte man versuchen, offen zu sein. Ich habe schon so oft gemerkt, dass meine Vorstellung noch längst nicht die der anderen entspricht.
Und wer bestimmt, was richtig oder falsch ist?
Manche Menschen können nichts mehr wahrnehmen ausser ihrer eigenen Befindlichkeiten
Florian Schroeder

Offline Tina

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Also ich steh dazu, das man/frau weiß, worauf sie sich finanziell einläßt, wenn sie auf einen Landw. Betrieb oder in eine Firma heiratet.
Und das hat in meinen Augen nichts mit Liebe oder mögen zu tun. Ich denke jeder sollte in dieser Hinsicht wissen, woran er/sie ist. Das hat ja auch einen Einfluß darauf, kann ich es mir leisten, meinen Beruf an den Nagel zu hängen?

Ja, ich hab das wissen wollen und ich liebe meinen Mann und wir sind mittlerweile fast 40 Jahre verheiratet und ich habe meine Arbeitskraft dem Betrieb gewidmet. Und wir haben auch gemeinsame Konten ich  bin "Finanzminister ;D.

Und ich erwarte nicht, von meiner ST, das sie ihren Beruf an den Nagel hängt. Das ist ihre Entscheidung und ich werde einen Teufel tun, und mich da einmischen.
LG
Tina

Offline martina-s

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Hallo Tina,
ich mische mich auch nicht ein. Nur ich hab ein Problem wenn ich immer so kurz vor knapp über irgendwas (nicht) informiert werde und dann einspringen muss.
Ich habe schon den Eindruck das C. unsere Arbeit gerne macht und auch in den Stall geht wenn sie kann.
Aber momentan bin ich immer sehr hin und her gerissen weil ich mit so mancher Spontanität nicht klar komme.
Daran gilt es noch zu arbeiten

Liebe Grüße
Martina

Offline Tina

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Das mit der Spontanität ist im Moment auch ein kleines Problem. Wir wollen die Mittagsmahlzeiten gemeinsam einnehmen, um auch bettrieblich immer auf dem gleichen Stand zu sein.
Aber ST mit Stillen, da klappt das nicht so, das müssen wir noch dran arbeiten.
Ansonsten sind wir in der glücklichen Lage. Termine rechtzeitig abzusprechen und dank PC Kalender auch immer auf dem Laufenden zu sein. Das läuft sehr gut.
LG
Tina

Offline annelie

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Auf was lassen sich Frauen/Männer ein die auf den Hof kommen?

- auf einen Partner der nicht immer geregelte Arbeitszeiten hat
- auf einen Partner, so er/sie selbstständig ist., Schwankungen im Einkommen hat
- auf einen Partner der auch mal "Urlaubssperre" hat
- auf einen Partner der betriebswirtschaftlich denken kann und deshalb auch mal unbeliebte Entscheidungen fällt

Gatterl entspricht diese Antwort mehr dem Boxentitel?
Vergangenheit ist Geschichte,
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und jeder Augenblick ist ein Geschenk.

Liebe Grüße
Annelie

Offline gatterl

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Gatterl entspricht diese Antwort mehr dem Boxentitel?

 :-*

Eher, wobei eben noch individuelle Kriterien dazukommen.
( siehe die vielen Konfliktpotenziale, die im grossen und ganzen verschärft in der Landwirtschaft vorkommen. Aber durchaus auch woanders, wo ein alteingesessener Betrieb besteht, in dem Schwiegereltern und Geschwister aus und ein gehen und man miteinander auskommen möchte/soll/muss. Was nicht immer an der selben Partei scheitert und- so glaube ich- das schwierigste ist.)
« Letzte Änderung: 29.01.18, 17:31 von gatterl »
Manche Menschen können nichts mehr wahrnehmen ausser ihrer eigenen Befindlichkeiten
Florian Schroeder

Offline gammi

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Das ist aber auch in allen anderen Bereichen so. Es gibt auch nicht DIE Verkäuferin, die Büroangestellte. Überall werden andere Prioritäten gesetzt und es muss auf ganz andere Dinge geachtet werden.

Bei Landwirtschaft und auch Handwerk oder anderer Selbstständige ist halt der Unterschied, dass sich Privat und Betrieb vermischt und somit mehr Konfliktpotential vorhanden ist.
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Offline cara

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Ich denke, jeder sollte sich einen Bereich suchen, der ihm liegt.
Wenn jemand seine Berufung im Stall findet, ist es toll, aber wenn nicht, ist es auch okay.
Es kann auch nicht unbedingt schaden, finanziell in eine andere Richtung abgesichert zu sein - und das gilt nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe.

Wenn da ein Zwang hinter ist, kann auch ganz schnell die Partnerschaft darunter leiden und dann kann auch irgendwann die größte Liebe nicht mehr wettmachen, was im Alltag kaputt gegangen ist.
LiGrüss cara

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Offline Bergli

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Was ist eine "Bäuerin"?
Das ist eine gute Frage.

Da sind doch alle Bäuerinnen anders, jede einzelne, jede Betrieb ist anders und doch sind wir im Herzen alle gleich; Bäuerin  :D
und die "perfekt" Bäuerin gibt es nicht, weil wir alle anders sind. Und was ist "perfekt"?

Da ist mir ein Spruch in den Sinn gekommen:
Man kann Glück nicht kaufen, aber man kann Bäuerin sein, was sehr nahe dran ist (Verfasser unbekannt)

„Glücklich sein bedeutet nicht, das beste von allem zu haben, sondern das beste aus allem zu machen.“

Offline Milli

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Super Spruch Bergli,da ist auf jeden Fall viel Wahres dran. ;)


Online frankenpower41

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naja, ::)
Heute Morgen würde ich das nicht sagen, Kuh mit Euterverletzung, geschlagen wie blöd, wer das kennt weiß was ich meine.  Ob ich das als Glück bezeichnen kann?
Da könnt ich jetzt noch viele Dinge schreiben, wobei ich ja nicht bestreite dass es auch schöne Seiten hat.

Offline saba

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Ich denke, jeder sollte sich einen Bereich suchen, der ihm liegt.
Wenn jemand seine Berufung im Stall findet, ist es toll, aber wenn nicht, ist es auch okay.

Na, ja, und von wem wird der Rest erledigt? Gerade, wenn Arbeitskräfte nicht im Übermaß vorhanden sind.  ::)
Also, ganz ehrlich meine Meinung, nur das zu machen, was einem liegt und man gerne macht, da würde wohl viel liegen bleiben auf einem Bauernhof.  :-\
Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück!

Offline martina

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Vielleicht einigen wir uns auf "vorrangig das machen, was einem liegt"?

Das ungeliebte Arbeit auch gemacht werden muss, ist ja eigentlich klar. Aber es sucht sich doch jeder seine Nischen und Betätigungsfelder.