Hallo,
ich bin ja viel in Ostdeutschland unterwegs und Brandenburg ist so was wie meine Wahlheimat.
Nicht nur deswegen, sondern weil meine dortigen Freunde Lehrer waren hab ich das auch schon so mitbekommen wie bombastisch man dort die Einschulung feiert.
Und eben dass dies auch immer ein Samstag ist, damit alle vermutlich Zeit haben.
Hier in Bayern ist der Einschulungstag auch der wo alle anderen dann wieder in ihren Klassen sitzen, also der erste Schultag nach den Ferien.
Aber selbst meine Freunde haben heuer als sie hier waren schon erwähnt, dass das immer noch größere Dimensionen annimmt. Mit Spitzenkleid wie kleine Bräute usw. Und manche sehen sich da total im Zugzwang und könnte es sich gar nicht leisten.
Ich stelle fest, dass es aber nicht nur in den neuen Bundesländern so ist; Auch bei uns beginnen langsam diese Auswüchse was ja auch klar ist, weil die Nation vereint sich zunehmend und wir haben auch Leute aus den neuen Bundesländern hier wohnen.
Also ich finde es nach wie vor überzogen.
Nur so in Erinnerung: Mein Mann hatte keine Schultüte; der Lehrer hatte dies auch verboten. Zumindest sollte man, wenn Kind Schultüte bekommt diese am ersten Schultag nicht mit in die Schule nehmen. Er wollte eine Gleichheit schaffen weil viele es hier sich nicht leisten konnten das Kind am ersten Schultag entsprechend zu beschenken und sich diese dann ausgegrenzt vorgekommen wären.
Ich finde es ja auch gut wenn man dem Kind so eine Einschulung schön gestaltet. Aber wo soll das noch enden?
Das zieht sich dann weiter und geht über Markenklamotten bis hin... zu...

Mir drängt sich die Frage auf welche Folgegenerationen wir uns da heranziehen wollen?
Sind diese dann noch mal mit Einfachem zufrieden und können sie sich noch über Kleinigkeiten freuen?