Autor Thema: Ahnenforschung  (Gelesen 112610 mal)

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Offline mara51

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #45 am: 28.10.11, 15:39 »
Hallo mary,

ja da sieht man bei vielen Ahnen schwere Schicksale. In manchen Jahren ist die Todesrate besonders hoch, z.B. wenn die Pest gewütet hat.
In den Sterbebüchern steht auch meist drin, wie der Ahne verstorben ist.
Ich habe mir jetzt angewöhnt in den Notizen eines Jeden auch etwas über das Dorf in dem er gelebt hat zu schreiben. Durch die vielen Kreisreformen sind ja manche Orte einfach "verschwunden"
Aber es gibt auch immer wieder was zum schmunzeln. z.B. wenn Generationen der Väter auserehelich zur Welt kamen. ;D ;D Und die waren ja alle sooo streng mit ihren Töchtern. Die Söhne durften da schon mal ein voreheliches Kind haben.
Wenn ich in den Kirchenbüchern lese, verinnt die Zeit wie im Fluge aber es macht mir Spass auf  Entdeckungsreise in die Vergangenheit zu gehen.

Liebes Güßle
marion
Jeder der sich die Fähigkeit erhält,
schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
F. Kafka

Offline Internetschdrieler

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #46 am: 28.10.11, 19:45 »
Hier habe ich einmal ein "Extrembeispiel" in meinen Aufzeichnungen. Die Eltern JAKOB *  25.07.1847  †  23.05.1920 heiratet am  29.07.1878  die THERESIA *  01.05.1856  †  25.08.1917 mit ihren Kindern:
WILHELM*  11.04.1879  †  26.01.1955 
MICHAEL*  23.08.1880  †  29.07. 1881 Zwei Tage später ist die Geburt von Kind 3 ... 
MICHAEL*  01.08.1881  †  10.08.1881  das dann auch nur wieder 10 Tage alt wird.
LUDWIG *  14.07.1882  †  18.01.1938
MARTIN *  27.05.1883  †  22.01.1954
MICHAEL*  20.04.1884  †  01.06.1884 
KRESZENZ*  12.03.1885  †  30.05.1885 
VERONIKA*  22.01.1886  †  24.07.1886 
VERONIKA*  03.01.1887 †  04.11.1952 
VIKTORIA *  13.12.1887  †  07.03.1963 
ALOIS *  29.12.1888  †  29.03.1958 
KARL*  03.12.1889 †  1889 
KARL*  15.10.1890  †  24.06.1944 
JAKOB*  14.11.1892  †  1892 
KAROLINA*  20.11.1893  †  07.06.1934 
KRESZENTIA*  12.10.1894 †  03.11.1969 
MARIA*  03.04.1896  † 25.10. 1896
ANNA*  29.04.1897  †  23.09.1922 
THERESIA*  13.05.1898  †  07.11.1962 
KIND*  18.02.1900  †  18.02.1900 
JAKOB*  24.07.1901  †  01.04.1982   
BARBARA*  05.09.1902  †  17.09.1902 
Damals gehörte wohl Gebären und Sterben zusammen.

Internetschdrieler

Offline Wiese

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #47 am: 28.10.11, 19:57 »
Hallo Internetschdrieler

Dein " Extrembeispiel " ist schon krass. Ich weiß davon auch bei unseren Vorfahren, aber soviele Kinder...
Wie muss sich eine Mutter dabei gefühlt haben?

LG Wiese
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
                     " Pestalozzi "

Offline LunaR

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #48 am: 28.10.11, 20:11 »
Hallo Internetschdrieler,

welch unglaubliche Fruchtbarkeit und dann soviel Leid. So viele Kinder von einer Frau gab es damals nicht all zu oft. Viele Fraunen starben vorzeitg im Kindbett oder an Auszehrung.

Und auch wieder einen Namen für mehrere Kinder.

Luna
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


Verschwendete Zeit ist Dasein.
Gebrauchte Zeit ist Leben.

Offline mary

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #49 am: 28.10.11, 20:49 »
Hallo Interschdrieler,
auch wenn Geburt und Sterben wohl eher zusammenhingen, diese Frau war bei jedem Kind 9 Monate schwanger und musste es auf die Welt bringen. Damit fertig zu werden, dass so viele Kinder dann wieder starben, da muss eine unheimliche Kraft vorhanden gewesen sein, an solchen Schicksalsschlägen nicht zu zerbrechen.
Wenn ich mir die vielen Kinder vorstelle, heute gibts Pampers und eine ganze Reihe an Erleichtungen.
Selbst die Waschmaschine ist ein Segen im Vergleich zu früher.
Was mussten die Frauen früherer Zeit nicht nur ertragen, sondern auch leisten.
Welche Lebenskraft muss in ihnen gesteckt haben, das nötigt mir eine grosse Portion Achtung und Respekt ab.
Herzl. Grüsse
maria

Offline Maja

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #50 am: 29.10.11, 00:48 »
Das sehe ich auch so Mary.
Und trotzdem es heute so einfach ist mit Windeln und Babynahrung usw. kommen weniger Kinder zur Welt. Aber das steht ja wieder auf einem anderen Blatt

Offline Bullenmafia

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #51 am: 29.10.11, 07:55 »
also ich wenn das lese, dann tut mir die Frau leid, die war doch nur auf der Welt um Kinder zu kriegen, kann mir nicht vorstellen, das sie das so wollte und dann zu einer solch schweren Zeit..

ich kann mir nur vorstellen, das da der Mann so ein Tyrann war, den einer der seine Frau liebt (und das jetzt nicht zweideutig) der tut ihr doch sowas nicht an.

auch wenn die Zeiten anders waren, aber im hohen Alter noch Kinder bekommen??? hatten die keine Wechseljahre???

ich kann mit Frauen nichts anfangen die soviele Kinder haben, den gerecht werden sie da den Kindern nicht oder glaubt ihr das da einer der Kinder wirklich mal Mama hatte wenn immer eines am Busen hing??

Kopfschüttelnde Grüße
Petra
Ganz liebe Grüße
Petra

Mucki

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #52 am: 29.10.11, 08:21 »
Hallo ,
kann mir jemand sagen wo man allte kaufverträge eiensehn kann ,bräuchte den kauvertrag für unsren Hof ,er wurd vor 2 genartionen gekauft.

lg Mucki

mouhkouh

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #53 am: 29.10.11, 08:34 »
Hallo Mucki, findest du in deinem zuständigen Staatsarchiv. Dort lagern diese ganzen Dokumente, auch die Übergabeverträge und Grundbucheintragungen.

mouhkouh

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #54 am: 29.10.11, 08:51 »
also ich wenn das lese, dann tut mir die Frau leid, die war doch nur auf der Welt um Kinder zu kriegen, kann mir nicht vorstellen, das sie das so wollte und dann zu einer solch schweren Zeit..
ich kann mir nur vorstellen, das da der Mann so ein Tyrann war, den einer der seine Frau liebt (und das jetzt nicht zweideutig) der tut ihr doch sowas nicht an.
auch wenn die Zeiten anders waren, aber im hohen Alter noch Kinder bekommen??? hatten die keine Wechseljahre???
ich kann mit Frauen nichts anfangen die soviele Kinder haben, den gerecht werden sie da den Kindern nicht oder glaubt ihr das da einer der Kinder wirklich mal Mama hatte wenn immer eines am Busen hing??
Kopfschüttelnde Grüße
Petra

Petra, die Frau war bei Geburt ihres letzten Kindes 46 Jahre alt. Die Frauen, die jetzt in dem Alter sind, werden sich sicherlich bei dir bedanken, wenn du das als „hohes Alter“ betitelst  :o (egal wie hoch die Lebenserwartung vor 100 Jahren war...)

Find ich übrigens schlimm, das du solche Vermutungen hier anstellst, zb. das der Mann ein Tyrann war...woher willst denn du das wissen? Weil sie so extrem viele Kinder hatten? Wer weiß, vielleicht wollten sie das so? Wer kann das schon sagen. Früher gab es auch kaum Verhütungsmittel(im katholischen sowieso nicht!), damals waren sechs oder mehr Kinder ganz normal.
Der Vater unseres Nachbarn (letztes Jahr 98 jährig gestorben), hatte 13 Geschwister. Ob da der Kindvater auch ein Tyrann war, sei dahingestellt. In unseren Aufzeichnungen konnte ich nichts darüber finden :D
Übrigens kann auch eine Frau mit nur zwei Kindern ihren Kindern nicht gerecht werden, wenn es an Mutterliebe fehlt- oder wie damals (und auch noch nicht so lange damals) , als besonders in der Landwirtschaft, die Eltern für ihre Kinder einfach keine Zeit hatten. Mein Mann und auch sein Bruder bpsw. ist mehr oder weniger bei seinen Großeltern aufgewachsen, weil das einfach so üblich war. Mutter und Vater sind raus aufs Feld, in den Stall, Kinder zur Oma.

Offline Internetschdrieler

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #55 am: 29.10.11, 09:19 »
also ich wenn das lese, dann tut mir die Frau leid, die war doch nur auf der Welt um Kinder zu kriegen, kann mir nicht vorstellen, das sie das so wollte und dann zu einer solch schweren Zeit..

ich kann mir nur vorstellen, das da der Mann so ein Tyrann war, den einer der seine Frau liebt (und das jetzt nicht zweideutig) der tut ihr doch sowas nicht an.

auch wenn die Zeiten anders waren, aber im hohen Alter noch Kinder bekommen??? hatten die keine Wechseljahre???

ich kann mit Frauen nichts anfangen die soviele Kinder haben, den gerecht werden sie da den Kindern nicht oder glaubt ihr das da einer der Kinder wirklich mal Mama hatte wenn immer eines am Busen hing??

Kopfschüttelnde Grüße
Petra

Nun Petra, schüttle nur deinen Kopf, natürlich sind mir Deine Fragen auch durch den Kopf gegangen, da ich mich aber mit der Geschichte näher befasse komm ich zu einem anderen Schluß.
Im Übrigen existiert von der Familie ein Foto, entstanden so nach dem Alter der abgebildeten jüngsten Kinder so um 1905. Da ist nichts tryranisches oder patriarchisches zu sehen Der Vater ist nicht in Lederstiefel und mit Silberknöpfen an der Weste, sondern in einer Arbeitschürze über der Hose, so wie man sie damals getragen hat.

Internetschdrieler

Offline saba

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #56 am: 29.10.11, 09:34 »
Von unserem Hof existiert auch ein Stammbaum sehr weit zurück.
Wurde von jemandem erforscht, der leider schon verstorben ist, und wurde auch als Stammbaum gemalen, sieht schön und interessant aus.

kann mir nicht vorstellen, das sie das so wollte

Da bin ich bei Petra, ich kann mir das auch nicht vorstellen.

Liebe Grüße,
Saba
Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück!

Online frankenpower41

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #57 am: 29.10.11, 10:07 »
Hallo

Auch in unseren Stammbäumen waren viele Kinder üblich. Genau wie bei Internetschdrieler sind viele davon oft als Babys gestorben.  Ich hab ja schon oft Biografien aus dieser Zeit gelesen und ich denk so recht aufgeklärt waren die Leute damals nicht. Dazu noch die Kirche. 
Außer dass die ständigen Schwangerschaften und Geburten für die Mutter anstrengend waren, kam ja noch dazu, dass die überlebenden Kinder auch ernährt werden mussten.
Ich hab kürzlich die Lebenserinnerungen einer Schweizer Bäuerin gelesen, die 12 Kinder hatte, ich glaub 4 mal Zwillinge. Die Frau war auch dauerschwanger. (geb. 1912?), da kam aber kein schlechtes Wort über ihren Mann rüber. Ich glaub mal Petra macht es sich da zu einfach.

marianne

Mucki

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #58 am: 29.10.11, 11:06 »
Hallo,
ich denk das wir des nicht nachvolziehen können,wies früher war ,soweit ich von meienr Oma weis galten ander sandarts ,Leute mit viel Kindern vor allem Bauern waren angeshen Leut weil sie reich waren wen sie soviel Kinder ernähren konnten,zu dem sparte man sich bei vielen Kindern das einstellen von Magd und Knecht.Genau so bedeutet viele Kinder eien gute versorgung im alter.man wurde geachtet für die Kinder.Und die Frauen damals wurden ihren KIndern durchaus gerecht da die ansprüche anders waren.

Heute hingegen sind Kinderliebe Familien mit 3-4 und mehr Kinder ja gleich als asoziale abgestempelt,was ich für eien frechheid finde,und ich kene Familen die nur ein oder zwei Kidner haben und sich um die weng kümmer weil die freizeit wichtiger ist,darum finde ich ist es ien sehr pauschales denken das viele Kinder weniger liebe und aufmerksam keit beckommen als andere.


Mein schwieger Opa hatte auch zwei freuen und die esrte hatte 5 Kinder ,uns starb nicht im Kindsbett ,die zweite hatte 4 Kinder und die neun Kinder haben sich alle gemacht,und vertragen bis ins hohe alter,es gab keien stiefgeschwister ,nur geschwister und zusammen halt.



LG Mucki

Offline bienchen3

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Re: Ahnenforschung
« Antwort #59 am: 29.10.11, 11:22 »
Hallo zusammen,

ich habe mich auch schon sehr mit der Ahnenforschung beschäftigt, und auch schon einige zusammen. Mein Großeltern väterlicherseits sind aus Österreich (die hatten vielleicht eine Sauklaue auf den Ämtern ::)), nach Schwaben mütterlicherseits und der Rest ist aus Oberbayern. Man muß wirklich viel Zeit aufbringen, weil es ja schon dauert, bis man sich wieder "eingedacht" hat. Bei den Österreichern ist mir aufgefallen, dass die die Namen immer mal wieder anders geschrieben haben. Macht die Sache auch nicht wirklich durchsichtiger. Aber Spaß machts trotzdem, die eigene Geschichte zu erforschen.

Zu der Sache mit den vielen Kindern: Meine Oma ist Jahrgang 1922, das letzte von 16 Kindern. Sie hat mir erzählt, dass damals jedes Jahr die Pater auf Mission in die Dörfer kamen. Jedes katholische Haus hatte pro Jahr ein Kind aufzuweisen, dass sei für einen guten Katholiken Pflicht. Und damals war alles, was die Kirche sagt, Gesetz und die Leute hatten panische Angst vor den angeblichen Strafen Gottes, wenn sie die Gesetze nicht einhielten. Von unserer Gemeinde gibt es sog. bunte Blätter, die ein Pfarrer in den 70er-Jahren geschrieben hat, also erst vor ca. 40 Jahren:
"Als gläubiger Vater, als christliche Mutter wißt ihr, daß Euch mit der Aufnahme von Gästen sittliche Verantwortung zuwächst vor Gott und Eurem Gewissen für all das, was in Eurem Hause geschieht. Aus Erfahrung wissen wir, wie leicht es bei Einzelzimmern zu Mißständen kommt. Seid diesen gegenüber wachsam und stellt sie rechtzeitig ab. Halten wir uns treu an die Grundsätze, die wir unserem Glauben und dem guten Ruf unseres Hauses schuldig sind: Bieten wir keine Gelegenheit zu ungeordnetem Beisammensein für die, welche nicht ehelich gebunden sind."

Ich denke, die Menschen damals vor hundert und mehr Jahren hatten einfach Angst vor den Strafen Gottes. Ein christliches Haus hatte viele Kinder zu haben, genauso wie auch aus jedem christlichen Haus mindestens ein Kind Nonne oder Pfarrer zu werden hatte. Das gehörte sich einfach so.

Mich hats am meistens gegruselt, wenn teilweise ein Name drei mal für ein Kinder vergeben wurde, bis das Kind groß wurde, weil die anderen starben. Das könnte ich mir genausowenig vorstellen, wie jedes Jahr ein Kind zu haben.

Liebe Grüße
Sabine
Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind. Albert Schweitzer