Betriebliches > Außenwirtschaft
Winzer???
martina:
Haben wir auch Winzer unter uns außer Dody?
Ich wüßte gern mehr über den Weinanbau.
Dorothee:
Im Treffpunkt unter dem Thema "wo der Wein wächst", hat sich jemand gemeldet.
Im übrigen weiss ich, das sich WinzerInnen meist nicht angesprochen fühlen, wenn von Bäuerinnen die Rede ist, leider.
Margret:
Hallo,
wer von euch hat eigentlich Weinbau ?
Wir haben, aber eben nur nebenbei. Und doch soviel (da der Weinbau ja immer nebenher laufen muss) , dass man immer wieder darin zu tun hat.
Ich bin für einen guten Teil des Schneidens und Anbindens zuständig, außerdem für die Laubarbeiten usw. Vorgestern sind wir mit dem Einleiten der Triebe in die Drahtanlagen fertiggeworden, so dass hier erst mal einige Tage Ruhe ist.
Arbeiten ihr selber im Weinberg oder habt ihr Mitarbeiter dafür ?
Wer macht den Pflanzenschutz ? Bei uns mein Mann.
Wie vermarktet ihr den Wein ?
Wir über die Weingärtnergenossenschaft.
Welche Sorten baut ihr an ?
Wir Riesling, Lemberger, Trollinger.
Grüße Margret
Dorothee:
üsch hab weinbau ;D
Bei mir ist es inzwischen umgekehrt, alles muss neben dem Weinbau herlaufen ;-)
Beim Heften und im Frühjahr um die Ruten zu putzen, hilft mir eine mitarbeitende Familienangehörige. Während der Erntezeit habe ich weitere 10 geländegängige Rentner, Freunde, Familienangehörige, die an den paar wenigen Tagen der Hauptlese mitarbeiten. Ansonsten: selbst ist die Frau :-)
Alle Handarbeiten sowie Maschinenarbeiten, wo auch der Pflanzenschutz dazugehört, fällt in mein Zuständigkeitsbereich. Maschinen reparieren die ich kaputt mache, übernimmt mein Mann ;D
Vermarktet werden meine Trauben über eine Weingärtnergenossenschaft und wir bauen die klassischen württembergischen Sorten an:
Lemberger, Riesling, Kerner, Müller-Thurgau, Dornfelder, Spätburgunder und Rotberger.
Margret:
Hallo Dody,
das find ich ja super, dass du so schnell antwortest.
Bei uns machen die Arbeit das Jahr über wir selber (Schwiegereltern helfen bei den Handarbeiten noch mit).
Und im Herbst haben wir lauter Bekannte und Familienangehörige, die beim Lesen helfen.
In Spitzenzeiten waren wir schon über 35 Esser....
Die Helfer wollen und kriegen kein Geld sondern erstklassige Verpflegung und später Geschenke (Äpfel,Wein,usw.). Sie sind es gewohnt, dass es "nett" sein muss, d.h. es darf höchstens einige Stunden dauern, sonst leidet die Stimmung massiv... Die Zuteilung von Schachteln mit Esstrauben ist auch immer wichtig (manche mögen sie wirklich gerne essen, manche wollen sie einfach haben, weil alle kriegen).
Es ist eine schöne aber v.a. auch sehr anstrengende Zeit für mich. Auch das Einbestellen und Bitten und Informieren der Helfer fällt in meinen Bereich (alle anderen in der Familie weigern sich...), es ist manchmal ganz heikel, wer helfen darf/soll/muss/wen man wohl nicht will? usw.
Da muss man sehr diplomatisch sein und sich selber oft zurücknehmen...
Wir sind sehr froh an unseren treuen Helfern, aber ein bisschen nervig sind sie manchmal auch...
Wenn ich die Warmhaltekannen gespült und verräumt habe, dann ist das ein Freudentag für mich !!!
Margret
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