Autor Thema: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe  (Gelesen 6095 mal)

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Offline AnnetteTopic starter

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #15 am: 22.07.21, 18:50 »
ja, sollen die es "am Amt" raten? Oder aus lauter gutem Willen die nächsten zehn Jahre einfach so weiter zahlen?

Der Antrag wird/muss jedes Jahr neu gestellt werden!!!! Und für 2022 werden mit Sicherheit neue Luftbilder erstellt damit auch ja kein Quadratmeter zuviel beantragt wird

Hat sich eigentlich irgendjemand mal die Mühe gemacht, mal einfach auf die Seite der Kreisverwaltung zu gehen und dort nachzulesen, was da steht?
Nein, es ist viel, viel einfacher, einfache irgendwelche (im besten Fall) aus dem Zusammenhang gerissene Bildchen zu zeigen, die irgendwie in mein Weltbild passen. Hauptsache aufregen. Medienkompetenz und Quellenanalyse/-kritik sollte echt Pflichtfach für jeden mit Internet werden.  >:(

Nein ich habe mir nicht die Mühe gemacht, weil ich es im Grunde genommen für eine Frechheit (oder sowas in der Richtung) halte, den Betroffenen so kurz nach der Katastrophe mit solchem Bürokratiewust zukommen.

Und die Frage, die sich mir noch stellt (gerade eingefallen) ist die Bekanntmachung eine Hol- oder Bringschuld?!

LG Annette
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Offline Erja

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #16 am: 22.07.21, 19:36 »
Da wird so viel von "unbürokratischer Hilfe" geredet - die Landwirte haben doch den Schaden - da könnte man doch einfach die Flächen im Antrag lassen, zumindest dieses Jahr - das wäre mal ein Anfang....

Offline cara

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #17 am: 22.07.21, 19:50 »

Nein ich habe mir nicht die Mühe gemacht, weil ich es im Grunde genommen für eine Frechheit (oder sowas in der Richtung) halte, den Betroffenen so kurz nach der Katastrophe mit solchem Bürokratiewust zukommen.

Und die Frage, die sich mir noch stellt (gerade eingefallen) ist die Bekanntmachung eine Hol- oder Bringschuld?!

LG Annette


ja, das dachte ich mir ::)
es ist ein Hinweis, wie es auch dem Text zu entnehmen ist. Mit Holschuld.
LiGrüss cara

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Offline frankenpower41

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #18 am: 22.07.21, 19:55 »
Da wird so viel von "unbürokratischer Hilfe" geredet - die Landwirte haben doch den Schaden - da könnte man doch einfach die Flächen im Antrag lassen, zumindest dieses Jahr - das wäre mal ein Anfang....

genauso sehe ich es.
...überhaupt verstehe ich das auch vom Sinn her nicht.  Die Felder wurden bestellt wie am Stichtag gemeldet.
wäre jetzt geerntet, dann wäre doch so gewesen wie am Antrag, oder hab ich da was falsch verstanden?.  Der Landwirt kann doch nichts dafür dass das Feld jetzt andere Maße hat weil es weggeschwemmt wurde. Das ist ja doppelte Bestrafung.  Oder geht es drum dass Greening nicht geht weil eben nichts mehr da ist?

Ich finde allein den Gedanken dass man jetzt da ummelden muss etwas absurd.  Gut, wenn ich erst z.B. Rüben ausbringe, das im Antrag hab und dann umbreche und meinetwegen Mais anbaue, das kann ich ja noch nachvollziehen, so allerdings nicht.

Vielleicht hilft es ja wenn man da mal jemanden drauf ansetzt. Evtl. war mal wieder ein Schreibtischtäter übereifrig.

Offline gatterl

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #19 am: 22.07.21, 20:25 »
Mein Frustgedanke:
Die Ämter sollen gefälligst ein Auge zudrücken.
Und zahlen.
Aber bitteschön: wir müssen unser Verhalten nicht ändern.

Ja, genau so stelle ich mir auch die Solidarität mit der nachfolgenden Generationen vor.

Aber die friday for Future Bewegung ist ein absoluter Schwachsinn.
( Klar, die müssen ja nur mit den Konsequenzen unseres Verhalten leben, da sind wir schon längst zu Staub zerfallen.)
Unwetter gab's immer schon. Blablabla.
Entschuldigung.
Ich habe auch Frust.
Weil wir unverantwortlich für unsere Kinder und Enkel agieren. ( vielleicht haben sie dann keine Landwirtschaft mehr, aber Luft zum atmen und ein erträgliches Leben wünsche ich ihnen auch)
Aber das sehen natürlich hier viele völlig anders

Ich glaube, ich bin im falschen Film

#filterblase
#anspruchsdenken
#wirlandwirtesinddieärmsten

Wer von uns ist nochmal betroffen?
Und wer von uns hat nochmal den Opfern der Flutkatastrophe geholfen?

Ich weiß, einige hier haben gespendet, geholfen.
Die, die sich gerade entrüsten auch?
Hier wird übrigens gerade ein riesiger Bagger der FA. Caterpillar abgeladen, der kostenfrei zur Hilfe bereit gestellt wurde für unsere Flutopfer Es gibt viele, die nicht nur meckern hier bei uns.

Was ist nur aus uns hier im bt geworden....... :'(


« Letzte Änderung: 22.07.21, 21:31 von gatterl »
Manche Menschen können nichts mehr wahrnehmen ausser ihrer eigenen Befindlichkeiten
Florian Schroeder

Offline gammi

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #20 am: 22.07.21, 21:56 »
Gatterl kann es sein, dass Du da jetzt was gewaltig durcheinander bringst?

Von uns ist keiner Betroffen mit dem Flächen abmelden. Kann uns ja egal sein ist doch deren Problem.................das so was auch zur Diskussion steht bedeutet für mich auch Soldiität mit betroffenen  (konventionellen) Landwirten.

Wenn wir uns sogar hier im Bt rechtfertigen müssen und am Besten noch Asche aufs Haupt streuen, dass wir konventionell arbeiten................dann frag ich mich auch was ist aus dem Bt geworden.  :'( :'(

Und wie viel muss man denn spenden, damit man eine Meinung haben darf?
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Offline gatterl

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #21 am: 22.07.21, 22:10 »
Was hast Du eigentlich ständig mit den konventionell arbeitenden Landwirten?

Wieso unterscheidest du immer?

Es hat Menschen, Existenzen getroffen. Nicht nur Landwirte. Schon garnicht nur konventionelle Landwirte.
Ich unterscheide grundsätzlich NICHT nach der Form der Landwirtschaft, auch wenn du mir das gerne unterstellst.

Es betrifft uns alle.
So empfinde ich es.
Es geht mir um unser aller Verhalten, nicht um die Landwirtschaftsform, sondern um das allgemeine Denken.
Vielleicht habe ich mich jetzt auch für dich klar genug ausgedrückt.

Und auch ich darf meinen Frust äußern.
Und der ist momentan, dass nicht einmal eine so schlimme, nahe Auswirkung des Klimawandels ein Umdenken in unseren Köpfen bewirkt.
« Letzte Änderung: 22.07.21, 22:52 von gatterl »
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Florian Schroeder

Offline AnnetteTopic starter

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #22 am: 22.07.21, 22:39 »
Die Diskussionen um die Flächenprämien wofür, wieso weshalb ist ein anderes Thema.

Thema: Helfer vor Ort jetzt speziell NRW und RP

Durch die Strukturen des LSV war es schnell und einfach machbar, viele Landwirte, Lohnunternehmer und wer sonst noch so dazugehört zu mobilisieren. Mit Schlepper, Anhänger Mulde, Bagger und und und.....Auch hier aus dem Norden haben sich viele auf den Weg gemacht. Ich wollte eigentlich hier nicht Markus Wipperfürth nicht ins Spiel bringen, aber der Mann hat dort sehr viel bewegt. Schaut Mal bei YouTube oder Facebook. Und wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt, was man sieht und hört, hat er wirklich großartiges geleistet. Wohlgemerkt er nicht alleine !!!!!! Ohne die vielen anderen Helfer wäre das alles nicht machbar gewesen.

Thema: Spenden

Auch hier sind durch die Strukturen vom LSV -und Unterstützung der Maschinenringe-  was die Futtermittelspenden anbelangt, so schnell dermaßen viel zusammengekommen, dass es Anfang der Woche hieß: Zunächst haben wir genug. Hier bei uns in den Landkreisen Rotenburg und Verden, werden die Futtermittelspenden Anfang September in die betroffenen Gebiete gefahren.

LG Annette
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Offline annelie

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #23 am: 22.07.21, 22:41 »
Ich denke mal die Ausgleichszahlungen sind EU-Recht und da muss das gemeldet werden, das wäre ansonsten Betrug und könnte zur Anzeige gebracht werden. Da können die Ämter nichts dafür. Ich denke auch oder vielmehr ich gehe von mir aus, ich würde meine Fläche nach so eine Katastrophe anschauen und auch dem Amt melden, dann können die auch besser einschätzen inwieweit die Flächen betroffen sind. Die Ämter/Beamten werden übrigens auch stichprobenartig von der EU kontrolliert. Ich seh schon ein, dass es nicht einfach ist, wenn die Infrastruktur zerstört ist.

Ich gehe sehr stark davon aus, dass es einen nationalen oder EU-Topf geben wird für betroffene Landwirte, damit sie entschädigt werden.

Obs stimmt, ich weiß es nicht, es sind meine Gedanken dazu.
Natürlich ist es nicht toll, wenn man gleich was machen soll, aber bei einer Versicherung würde man ja sich auch gleich melden. Da unser Landkreis am 22.06. vom Hagel heimgesucht wurde, hat uns das Amt für Landwirtschaft eine Email geschickt und da steht u. a.:  Auch im Falle höherer Gewalt ist auf die Einhaltung verschiedener förderrechtlicher Sachverhalte zu achten und das man 15 Arbeitstage Zeit hat zu melden, dieser Zeitraum wird bei der Flutkatastrophe nicht kürzer sein, der wurde halt irgendwann im Vorfeld als Richtlinie festgelegt.
« Letzte Änderung: 22.07.21, 22:44 von annelie »
Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist ein Geheimnis
und jeder Augenblick ist ein Geschenk.

Liebe Grüße
Annelie

Offline martina

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #24 am: 23.07.21, 08:41 »
Da wird so viel von "unbürokratischer Hilfe" geredet - die Landwirte haben doch den Schaden - da könnte man doch einfach die Flächen im Antrag lassen, zumindest dieses Jahr - das wäre mal ein Anfang....

genauso sehe ich es.
...überhaupt verstehe ich das auch vom Sinn her nicht.  Die Felder wurden bestellt wie am Stichtag gemeldet.
wäre jetzt geerntet, dann wäre doch so gewesen wie am Antrag, oder hab ich da was falsch verstanden?. 

Um die Ausgleichszahlungen zu bekommen, muss garantiert sein, dass die Fläche bis zu einem festgelegten Stichtag mit der Hauptfrucht bestellt ist. Man muss entweder ernten oder eben eine andere Nutzung bzw. Ausfall melden.  Das steht in den Gesetzen, denen wir alle zustimmen, wenn wir den Mantelbogen ausfüllen. Ob der Ausfall durch Hochwasser entstanden ist oder durch Hagel, man muss es melden.

Alles andere ist Subventionsbetrug. Ob uns das menschlich erscheint oder nicht, es ist so.

Ich geb zu, ich war gestern auch etwas voreilig, weil ich die 15-Tage-Frist nicht bedacht habe, sondern über "unverzüglich" gestolpert bin.
Und mir stellt sich immer noch die Frage, wie man die verschwundenen Flächen in der Größe ermitteln will, wenn man da gar nicht hinkommt und einige Messpunkte auch weg sind. Trotzdem muss man diese Meldung abgeben.

Irgendwann hab ich in einem Lehrgang mal eingetrichtert bekommen, dass man bei einem betrieblichen Unfall die BG am besten noch vor dem Notarzt informiert, so als Eselsbrücke für "unverzüglich". Eben, wie man auch Versicherungen zeitnah informiert.

Wohl dem, der jetzt seine ganzen Betriebsnummern im Kopf hat.




Offline martina

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #25 am: 23.07.21, 08:48 »
Es betrifft uns alle.
So empfinde ich es.
Es geht mir um unser aller Verhalten, nicht um die Landwirtschaftsform, sondern um das allgemeine Denken.
Vielleicht habe ich mich jetzt auch für dich klar genug ausgedrückt.

Und auch ich darf meinen Frust äußern.
Und der ist momentan, dass nicht einmal eine so schlimme, nahe Auswirkung des Klimawandels ein Umdenken in unseren Köpfen bewirkt.

Ich denke, die Menschen sind einfach noch so geschockt, dass sie an ein Umdenken, so es noch nicht geschehen ist, aktuell noch gar nicht sofort denken. Die direkt betroffenen haben im Moment anderes im Kopf.

Und: wenn wir auf Knopfdruck umschalten wollten, dürfte beispielsweise der große Radlader bei Deinem Nachbarn ja gar nicht fahren, weil der mit bösem Diesel betrieben wird?
Gut, dass es Räumfahrzeuge gibt, die ohne Strom arbeiten können, der ist in den Katastrophengebieten ja auch weg, bzw. wo sollen die ganzen klimafreundlichen Fahrzeuge jetzt geladen werden, wenn es keine Ladesäulen gibt?

Das mag zynisch klingen, aber Umdenken auf Knopfdruck funktioniert nicht und wir bekommen die Schäden, die über Langzeit angerichtet sind, nicht auf sofort weg. Und ich bin sicher, ein grundsätzliches Umdenken wird eintreten, durch diese Ereignisse bei einigen auch noch mal schneller.

Offline gammi

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #26 am: 23.07.21, 09:51 »

Um die Ausgleichszahlungen zu bekommen, muss garantiert sein, dass die Fläche bis zu einem festgelegten Stichtag mit der Hauptfrucht bestellt ist. Man muss entweder ernten oder eben eine andere Nutzung bzw. Ausfall melden.  Das steht in den Gesetzen, denen wir alle zustimmen, wenn wir den Mantelbogen ausfüllen. Ob der Ausfall durch Hochwasser entstanden ist oder durch Hagel, man muss es melden.

Alles andere ist Subventionsbetrug. Ob uns das menschlich erscheint oder nicht, es ist so.




Dann müsste vielleicht einmal nachgedacht werden, ob man daran nicht etwas ändern kann. Und wir immer nur zustimmen müssen. Denn die Wahl haben wir ja nicht wirklich.
Selbst ohne Ausgleichszahlungen müssen wir uns an die Vorgaben halten.

Das hat jetzt nur indirekt mit dem Thema hier zu tun.

Was mich jedoch schon frustet ist, dass jetzt alle rufen, dass sich was ändern muss. Und dann kommt die Landwirstschaft - vor allem die konvenitonelle - als der erste (und meist auch einzigste) Sündenbock.
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Offline Beate Mahr

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #27 am: 23.07.21, 10:17 »
Hallo

hab nicht alles gelesen ... aber ...

Bei uns wurde die Prämie nicht gekürzt
warum auch ... war höhere Gewalt

Das mit der Meldung der Schäden im FNN hat also einen Grund.

Die Flächen werden durch *Überfliegen* kontrolliert ... z.B. Farbabgleich
Getreide ist - sagen wir mal - //blaugrün//  ...
wenn da jetzt die Hälfte davon \\braun\\ ist ...
wird das auf dem Luftbild **angezeigt** ...
es drohen Sanktionen

Wenn der betroffenen Schlag gemeldet wurde
kann die veränderte Farbe nachvollzogen werden

Hoffe ich hab das halbwegs verständlich erklärt

Ich weiß auch, dass das im aktuellen Fall *unzumutbar* ist
das interessiert aber die Behörden relativ wenig ...

Wobei es durch aus AlR gibt die *eigenständig denken* nachträglich Fristen einhalten


Ich hatte unsere Schläge mit Druckwasserschäden *großzügig* gemeldet
mit dem Hinweis, dass die genauen Schläge erst gemeldet werden können
wenn das Wasser weg ist ... die Wege befahrbar sind ...
war kein Problem

Bleibt gesund
Beate
















Entscheidend ist nicht, ob man kritisiert wird;
entscheidend ist, ob die Kritiker die Mehrheit bilden.

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Offline Hamster

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #28 am: 23.07.21, 13:36 »
Hallo Beate,
danke für deinen Ansatz..

@Annette: Dann könnte man es eher so sehen:
Meldung abgeben, dass man betroffen ist damit keine Sanktionen drohen. :D
.. genaue Fläche kann man dann sicher nachmelden..

.. ansonsten kann ich deine Sichtweise sehr gut nachvollziehen.  :-*

lg
hamster
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline bienchen3

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Re: Frustgedanken rund um die Unwetterkatastrophe
« Antwort #29 am: 23.07.21, 14:03 »
Wir sind zum Glück nicht betroffen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man in dieser Situation an anderes denkt, als sich über die Änderung im Mehrfachantrag Gedanken zu machen.
Grad, weil ja überall in den Zeitungen steht, dass bei den betroffenen Hausbesitzern und den Kommunen Bürokratie-Erleichterungen kommen sollen. Keine EU-Ausschreibung nötig bei großen Bauten wie Straßen, große Gebäude usw.
Betrifft ja auch EU-Recht. Also doch irgendwie wieder 2-Klassen-Gesellschaft, oder? Dann müsste ja auch für den Agrardiesel eine gewisse Menge an Diesel abgezogen werden, weil der ja nicht landwirtschaftlich verbraucht, sondern zum Aufräumen. 
Ich arbeite in einer Versicherung und hab leider schon öfter richtig große Schäden durch Brand usw. mitgekommen. Und ich kann euch sagen, die allermeisten Leute sind einfach nur froh, nur bei uns in der Agentur anrufen zu müssen, und dann die Haupt-Arbeit mit der Abwicklung unserm Chef zu überlassen. Das wäre doch unbürokratische Hilfe, wenn die Anträge für DIESES Jahr einfach weiterlaufen in den betroffenen Gebieten und im nächsten Antragsjahr geändert werden müssen.

Und es könnten doch die Ämter in Vertretung pauschal eine vorsorgliche Meldung machen, dass viele Flächen verwüstet sind und erst nach und nach das genaue Ausmaß der Schäden festgestellt werden kann.
Es könnt so einfach sein, wenn der Amtsschimmel nicht so laut wiehern würde....


Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind. Albert Schweitzer