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Mondholz

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Lisa:
Mein Mann schwört auf richtig geschlagenes Holz, das sind nicht viele Tage wo es passt.
Für den eigenen Bedarf kommt nichts anderes in Frage. Ein alter Zimmermann gab sein
Wissen weiter und erzählte Glaubwürdig über seine Erfahrungen. Das Imprägnieren kann
man sich auch sparen, sagte er. Unsere Kirche, über 500 Jahre alt, wurde mal wegen Glocken
ein Holzbalken nachträglich eingebaut. Dieser war in kurzer Zeit vom Holzwurm befallen und
musste ausgetauscht werden. In das andere uralte Holz ging der Wurm nicht hinein, das hatte
 meinen Mann nachdenklich werden lassen, er war selber dabei, wenn es auch schon 50 Jahre
zurück liegt. Unsere Vorfahren hatten viel Wissen in vielen Bereichen, man besinnt sich wie
es früher gemacht wurde.

goldbach:
Da gibt es ein Buch von Johanna Paungger und Thomas Poppe "Bauen mit dem Mond" .
Seit Mitte der 80er Jahre beschäftige ich mit Mondphasen.
Als klassische Einstiegslektüre würde ich allen dieses  Buch von J. Paungger +T.Poppe empfehlen: "Vom richtigenZeitpunkt".

Als wir 1997 das Haus erbauten, habe ich vom Bruder nach Mondphasen geschlagenes Buchenholz für unsere Treppen bekommen.
 Vorher musste es noch in die Trocknungskammer, weil es noch nicht so ganz richtig trocken war. Die Befürchtung, dass es reißt bewahrheitete sich nicht und der Schreiner meinte damals, dass das Holz selten schön zu verarbeiten sei.
Und es ist immer noch schön!
Ich rechnete mir auch aus, wann der richtige Zeitpunkt zum ausbaggern der Baugrube ist.
Sämtliche Nachbarn warnten uns davor, dass wir "auf alle Fälle" Wasser in der Baugrube haben werden - alle haben vor uns und alle hatten nach uns damit Probleme -  wir nicht.
Ich halte sehr viel davon sich nach den Mondphasen zu orientieren.
 z.B. Fenster streiche ich nicht an Löwetagen, denn da reißt der Lack ein - zuerst gelesen, dann selbst getestet und seitdem lass ich es sein!
an den sogen. Wassertagen geh ich nicht zum Haare schneiden, denn da sehe ich aus wie Struwelpeter.
vor über 20 J. wurden rund um unser Dorf die Feldwege hergerichtet. Die Zeiten habe ich ausgesucht...alles palletti - nur die letzten beiden Tage hat der Bürgermeister noch unbedingt ranhängen müssen - naja, dort war die Feldstraße sehr schnell wieder abgeschwemmt und ausgefahren.
Bei (fast) allen OP's habe ich mir den guten Zeitpunkt rausgesucht. Das hat sich auch bei vielen anderen rumgesprochen - da werde ich dann erst mal gefragt, wann denn der beste Termin sei.
Auch Zahnarztbesuche suche ich nach Mondphasen raus.
Wie heißt es in der Medizin: wer heilt hat Recht.


gundi:
Hier gibt es auch noch Zimmerer und Tischler die Holz verarbeiten, das im richtigen Mondzeichen geschlägert wurde. Früher hatten die alten Höfe ja zum Teil Kamine aus Holz, dafür sollte das Holz am 1.März geschlägert werden, denn dann war es feuersicher.
Ein Bruder von mir ist Tischlermeister und beschäftigt sich auch viel mit den Mondzeichen. Das größte Problem ist heutzutage das sich die wenigsten die Zeit nehmen, das geschlägerte Holz noch einer natürlichen Trocknung und Lagerung auszusetzen, was für die Verarbeitung und Haltbarkeit eines Möbelstückes von Bedeutung wäre.

gini:
Auch ich wollte die Bücher von Erwin Thoma vorschlagen.
Vor vielen Jahren wurde er noch als Spinner verlacht, aber der Erfolg gibt ihm Recht.

Ich halte es schon für wichtig, dass altes Wissen nicht verloren geht. Das ist doch zum Teil über Jahrhunderte zusammengetragen worden und beruht auf Erfahrung.

Bei Tannenreisig konnte ich es selber beobachten, dass da schon was dran sein muss. Ich hab ein ein  paar Jahre lang jeweils ein Büschel aufbewahrt und das Datum und das Mondzeichen aufgeschrieben. Das vom günstigen Zeitpunkt trocknet zwar auch genau so ein und wird braun, aber die Nadeln halten noch richtig fest. Zum Teil über Jahre hinweg.

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