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In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?

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maggie:

--- Zitat von: gammi am 06.10.18, 13:42 ---
--- Zitat von: martina am 06.10.18, 10:15 ---Ich würde so eine Wohnanlage so bauen, dass jeder seine eigene Wohnung hat und es für die gemeinsamen Essen usw. eine große Gemeinschaftsküche und gemeinsam genutzte Räume gibt, wo man mit allen Leuten essen kann.
[/quote

Das war eigentlich auch mein Gedanke. Das mit dem großen Esszimmer in jeder Wohnung fand ich irgendwie komisch.

--- Ende Zitat ---

ich habe von so einer anlage gehört, wo jede Wohnung nur eine kleine küche hat und dazu kommt eine grosse Gemeinschaftsküche mit Esstisch, das fände ich auch viel angenhemer
was soll ich mit so einem grossen Esstisch, wenn ich meist zu zweit oder gar allein bin !
--- Ende Zitat ---

annelie:

--- Zitat von: mary am 06.10.18, 06:45 ---
@annelie, der Unterschied ist wohl auch, ob man für jemand anderen solche Überlegungen anstellen muss- oder für das eigene würdige Altern?

--- Ende Zitat ---

Wenn man sich für das eigene würdige Altern nicht schon frühzeitig Gedanken macht, dann müssen sich irgendwann andere Gedanken drüber machen.
Ich ziehe es vor mir selber Gedanken drüber zu machen und versuchen einen machbaren Weg zu finden, dazu muß ich mich selber fragen was möchte ich und was ist realistisch und machbar. Dann kann ich hoffentlich selber für mich die Entscheidung treffen.

Neulich war ich mit einigen Mütter die ich aus Kiga und Grundschule kenne essen, alle so +/- 50ig. Unsere Kinder sind mittlerweile auf dem Weg aus dem Elternhaus. Die überlegen auch, was machen wir....
Einige werden wegziehen, in Gegenden von Bayern wo die Mieten und die Lebenshaltung günstiger sind und eine gute Infrastruktur ist. Ihre Häuser sind ohne Kinder zu groß geworden. Manche möchten ihren Kindern die Häuser überlassen, den bei uns ist es sehr schwierig für junge Leute/Familien zu bauen, bzw. bezahlbaren Wohnraum zu finden.

goldbach:
Ich besuchte für ein paar Tage meine Schwester in Berlin.
Sie lebt allein und ihre Wohnung ist wirklich klein, so dass ich mich in ein günstiges Hotel in ihrer Nähe einquartierte.
Beim Frühstück fiel mir eine alte Frau auf, die sich ein wenig seltsam benahm, ständig vor sich hinbrabbelte aber nicht böse gegenüber den anderen Frühstücksgästen war.
Insgesamt seltsam, aber gepflegt.
Am letzten Tag fragte ich eine Frau des Personals,  ob die Frau Gast sei.
Ja, sagte sie, diese Frau ist eine alte Professorin, sie lebt seit 3 Jahren im Hotel. Sie ist über 80 Jahre.
Eigentlich war sie nur vorübergehend einquartiert, denn sie sollte in ein Seniorenheim. Weil aber da kein Platz zur Verfügung stand und die Wohnung der alten Dame bereits aufgelöst wurde - ging sie kurzerhand in das Hotel.
Die Tochter der alten Dame möchte ihre Mutter gerne ins Heim geben, aber die alte Dame weigert sich vehement!
Ihr gefällt es im Hotel, sie will bleiben. 
Der Hotelbesitzer ist auch damit einverstanden. Sie zahle weniger für das Zimmer, weil die Wäsche nur  1 x / Woche gewechselt wird.
Frühstücken tut sie im Hotel, mittags geht sie in einen nahegelegenen Kinderhort zum essen (!) denn dort gibt es all das, was sie gerne isst.  Günstig ist es obendrein!
Abendessen quasi aus der Hand im Hotel, es gibt dort keine "richtige" Küche.
Seit Januar kommt eine amulante Betreuerin zweimal in der Woche und kümmert sich um die Körperpflege der alten Dame.

Ist doch auch nicht verkehrt - altern im Hotel. 
...wenn man das mag.  Für mich käme es nicht in Frage!
 

Steinbock:
@Goldbach

Sehr interessant, was Du von Deinem Berlin-Besuch erzählst.
Sie kann es sich leisten und gut ist's.

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