Für den Weihnachts-Wunschzettel: Agricola

Mitteleuropa, 17. Jahrhundert: Die Pest ist überstanden, die Welt befindet sich im Neuaufbau. Äcker wollen gepflügt, bestellt und abgeerntet werden. Die Hungersnot der zurückliegenden Jahre hat die Menschheit dazu gebracht, mehr Fleisch zu essen und Tiere zu domestizieren.

Agricola (lat. = Bauer) ist ein Entwicklungsspiel von Uwe Rosenberg, das die Landwirtschaft in seinen Mittelpunkt stellt. Es kann allein, oder mit bis zu fünf Personen ab 10 Jahren gespielt werden. Das Brettspiel ist mit neun Spielplänen, über 300 Holz-Spielsteinen, 105 Papp-Marken, 360 Karten und – natürlich – einer Anleitung ausgestattet.

Das Spiel wurde in diesem Jahr auf der Spiele Messe in Essen erstmals vorgestellt und belegte bei der Fairplay Scoutaktion gleich den 2. Platz.

Es geht darum, mit seinen Startfiguren (Bauer und Bäuerin), die in einem kleinen aber feinen Lehmhaus leben einen prosperierenden Hof zu entwickeln. Dafür haben die Teilnehmer 14 Spielrunden Zeit. Kenner des Entwicklungsspiels empfehlen zunächst eine Solo-Runde ohne Gegner, damit man für den Wettbewerb mit den Bauern der Nachbarschaft gewappnet ist.

Im Laufe des Spiels versucht man, neue Hütten zu bauen, Äcker zu pflügen, Getreide oder andere Dinge auszusähen, Natürlich wird auch Nachwuchs für den Hof benötigt, zumal dies zu einer größeren Zahl an möglichen Aktionen führt. Aber Vorsicht, die Bälger fressen einem u.U. auch die die Haare vom Kopf! Wie im richtigen Leben sind Ausbildung und Anschaffungen wichtig für den Hof, hierfür gibt es spezielle Karten.

Am Ende der 14. Runde wird Bilanz gezogen. Die Einrichtungen des Hofs, die Tiere, Pflanzen und die Punkte auf den gespielten Ausbildungs- und Anschaffungskarten werden gezählt. Minuspunkte gibt es auch, z.B. für nicht bebaute Felder oder die bis zum Spielende längst vergessenen Bettelkarten für schlechte Zeiten.

Agricola von Lookout Games hat einen empfohlenen Verkaufspreis von 40 Euro. (ISBN 4250231700217)

Dieser Beitrag wurde unter Freizeit, Humor, sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar