08. Juli 2010

Weniger Rinder und Schweine in Sachsen

Dresden (agrar.de) – Zum Stichtag 3. Mai waren in Sachsen 507 500 Rinder in 7 741 landwirt­schaftlichen Haltungen erfasst. Damit verringerte sich der Rinderbestand innerhalb eines Jahres um 1 500 Tiere (0,3 Prozent).

Die Zahl der landwirt­schaftlichen Rinderhaltungen nahm um 183 bzw. 2,3 Prozent ab. Mit rund 230 500 Tieren waren fast die Hälfte davon Kühe (45,4 Prozent). Dabei handelte es sich überwiegend um Milchkühe (188 500 Tiere).

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, verringerte sich der Milchkuhbestand zum Vorjahr um 2 800 Tiere (1,5 Prozent). Der Bestand an sonstigen Kühen erhöhte sich dagegen um 500 Tiere auf über 41 900 Stück. 353 300 Tiere, knapp 70 Prozent des Gesamtbestandes, gehörten der Rasse Holstein-Schwarzbunt an. Aber es gab auch weniger bekannte Rassen auf sächsischen Weiden, wie zum Beispiel 52 Pustertaler Schecken, 119 Hinterwälder und 120 Pinzgauer. Neben den Rindern standen in 35 land­wirtschaftlichen Haltungen 718 Büffel und Bisons.

In den 206 sächsischen Schweine haltenden Betrieben mit 50 und mehr Schweinen bzw. mit 10 und mehr Zuchtsauen wurden im Mai 643 600 Schweine gehalten. Dieser Bestand teilt sich in 214 800 Ferkel, 147 200 Jungschweine und 208 900 Mastschweine auf. Weiterhin wurden 72 800 Zuchtschweine, darunter 72 000 Zuchtsauen, erfasst. Mit knapp 249 000 Schweinen wurden die meisten Tiere im Direktionsbezirk Dresden (38,7 Prozent) gezählt. Im Direktionsbezirk Chemnitz waren es 205 600 und im Direktionsbezirk Leipzig 189 100 Tiere.

Die Auswertung der Zählung zeigt, dass in Sachsen die Mehrzahl der Schweine in größeren Beständen gehalten wurde. Knapp zwei Drittel (62,5 Prozent) des sächsischen Borsten­viehs standen in Betrieben mit 5 000 und mehr Schweinen. Im Mai 2010 wurden die Erfassungsgrenzen angehoben, so dass Vergleiche mit den Vorjahren nur eingeschränkt möglich sind.




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