05. Juli 2010

Sachsen: 3 Prozent der Agrarbetriebe bewirtschaften 30 Prozent der Landwirtschaftsfläche

Themen: Agrarstruktur,Sachsen,Statistik,Wirtschaft — info @ 10:07

Dresden (agrar.de) – In der ehemaligen DDR war der überwiegende Teil der Landwirtschafts­flächen durch Landwirt­schaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) bewirt­schaftet worden. Doch welche Bedeutung haben Genossenschaften heute? Wie das Statistische Landesamt mitteilt, gibt es derzeit in Sachsen rund 200 Agrargenossenschaften. Das sind zwar nur knapp 3 Prozent der Agrar­betriebe des Freistaates, aber diese bearbeiten etwa 30 Prozent der sächsischen Landwirtschaftsfläche.

In der „Durchschnitts-Agrargenossenschaft“ sind 36 ständige Arbeitskräfte und 3 Saisonkräfte beschäftigt (Stand 2007). Damit sind diese Betriebe wichtige Arbeitgeber auf dem Lande. Bei einer durchschnittlichen Flächen­größe je Unternehmen von knapp 1 400 Hektar sind davon gut 80 Prozent Ackerland. Hier werden vor allem Winterweizen, Raps und Wintergerste angebaut. Der Großteil der Flächen – fast 90 Prozent – ist gepachtet. In jedem Betrieb werden im Durchschnitt fast 600 Schweine, 400 Milchkühe und 40 Schafe gehalten. Zwei Drittel der Genossenschaften bearbeiten Flächen von mehr als 1 000 Hektar.

In den Direktionsbezirken Chemnitz und Dresden gibt es jeweils rund 80 Agrargenossen­schaften, im Regierungsbezirk Leipzig dagegen nur etwa halb so viele. Die meisten dieser Betriebe sind im Landkreis Mittelsachsen zu finden, die wenigsten im Landkreis Bautzen.




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