01. Juli 2010

Mecklenburg-Vorpommern: Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke beträchtlich gestiegen

Themen: Mecklenburg-Vorp.,Pacht&Besitz,Statistik — info @ 15:07

Schwerin (agrar.de) – Der landwirtschaftliche Bodenmarkt Mecklenburg-Vorpommerns war im Jahr 2009 von einer beträchtlichen Erhöhung des Kaufwertes gekennzeichnet. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes wurden für den Hektar landwirtschaftlicher Fläche, ohne Gebäude und ohne Inventar, im Durchschnitt 7 049 EUR gezahlt. Das sind fast 23 Prozent mehr als im Jahr 2008. Die Anzahl der Veräußerungsfälle lag mit 2 040 auf dem Niveau des Vorjahres.

Beim begünstigten Verkauf ehemals volkseigener Landwirtschaftsflächen war eine erhebliche Steigerung des Kaufwertes um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu beobachten.

Landwirtschaftliche Grundstücke zum Verkehrswert wurden 2009 im Gesamtvolumen von 18 154 Hektar für zusammen 127,6 Millionen EUR verkauft. Allein auf Veräußerungsfälle ohne Gebäude und ohne Inventar entfielen dabei in 2 040 Fällen 18 073 Hektar für zusammen 127,4 Millionen EUR. Damit lagen die Kaufaktivitäten geringfügig unter der Anzahl von 2008. 47 Prozent der Verkäufe bezogen sich nach der Rechtsform auf Veräußerungsfälle zwischen natürlichen Personen.

Der durchschnittliche Kaufwert stieg gegenüber 2008 um fast 23 Prozent erstmals auf über 7 000 EUR je Hektar (7 049 EUR). Dennoch dürfte sich der Abstand zum früheren Bundesgebiet kaum verringert haben. Dort wurde 2008, aktuelle Angaben liegen noch nicht vor, der Hektar für durchschnittlich 16 999 EUR veräußert, in den neuen Ländern für 4 973 EUR.

Die Größe der je Kauffall veräußerten Fläche im Jahr 2009 lag mit 8,86 Hektar im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Wesentlich kleinere Flächen wechseln in Westdeutschland den Besitzer. Ihre Durchschnittsgröße betrug 2008 lediglich 1,48 Hektar; in Ostdeutschland lag sie bei 4,31 Hektar.

Der preisbegünstigte Verkauf ehemals volkseigener DDR-Landwirtschaftsflächen nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) hatte 2009 einen Umfang von 195 Kauffällen, das war fast ein Fünftel weniger als 2008. Allerdings lag mit 5 884 EUR je Hektar der durchschnittliche Kaufpreis um 30 Prozent über dem Wert, der 2008 zu entrichten war. Charakteristisch für diese Form der Veräußerung ist die Flächengröße. Sie lag 2009 bei 58,5 Hektar je Kauffall.




   (c)1997-2017 @grar.de