21. Oktober 2008

Kaufwerte für Landwirtschaftsflächen in Sachsen

Themen: Agrarstruktur,Pacht&Besitz,Sachsen,Statistik — info @ 11:10

Dresden (agrar.de) – Landwirtschaftliche Flächen im Gesamtwert von rund 32,2 Millionen Euro mit einem Durchschnittspreis von 4.858 Euro je Hektar wurden in Sachsen im Jahr 2007 veräußert. Das sind zwar 729 Euro pro Hektar mehr als im Vorjahr, dennoch werden für landwirtschaftliche Flächen in Sachsen deutlich geringere Kaufpreise erzielt als im deutschlandweiten Durchschnitt (9.205 Euro pro Hektar).

Im Rahmen von 1.628 Verkäufen wechselten insgesamt 6.571 Hektar Acker- und Grünlandflächen den Besitzer. Durchschnittlich wurden je Kauffall vier Hektar Landwirtschaftsfläche mit einer Ertragsmesszahl (EMZ)* von 46,9 errechnet. Bei gut einem Prozent der Verkäufe wurden neben der landwirtschaftlichen Fläche auch Gebäude mit veräußert.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurden 43 Prozent aller Kauffälle im Direktionsbezirk Dresden, 32 Prozent im Direktionsbezirk Leipzig und 25 Prozent im Direktionsbezirk Chemnitz getätigt, wobei sehr unterschiedliche Preise erzielt worden sind. Der im Direktionsbezirk Leipzig realisierte Kaufpreis von durchschnittlich 6.160 Euro je Hektar lag deutlich über dem der beiden anderen Direktionsbezirke (Chemnitz: 4.413 Euro, Dresden: 3.729 Euro). Auf Landkreisebene wurden relativ hohe Kaufpreise je Hektar für die Landkreise Leipzig (6.909 Euro), Nordsachsen (5.567 Euro) und Meißen (5.072 Euro) erzielt. Besonders günstig waren dagegen Flächen im Landkreis Görlitz mit 2.928 Euro je Hektar zu haben. Ein enger Zusammenhang besteht dabei zwischen der EMZ und der Höhe des Kaufwertes. In der Größenklasse der EMZ „unter 30“ betrug der durchschnittlich erzielte Kaufpreis 3.009 Euro, in der Größenklasse „40 – 50“ waren es 5.014 Euro und für sehr gute Böden mit einer EMZ „über 70“ wurden im Durchschnitt 7.405 Euro ermittelt.

* Die Ertragsmesszahl gibt Auskunft über die natürliche Ertragsfähigkeit des Bodens als eine der Grundlagen für die Einheitsbewertung landwirtschaftlicher Betriebe und damit für die Grundsteuer. Sie wird auf ein Ar bezogen und erreicht Werte zwischen 0 und 100.

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