17. Oktober 2008

Sachsen-Anhalt: Anbau von Freilandgemüse 2008

Halle (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes werden in Sachsen-Anhalt auf einer Anbaufläche von 5.550 Hektar (- 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) Gemüseprodukte zum Verkauf erzeugt. Damit hat sich die für die Gemüseerzeugung genutzte Anbaufläche in den letzten 5 Jahren auf nahezu gleichbleibendem Niveau stabilisiert. Vor 10 Jahren betrug sie noch 3.500 Hektar.

Der Spargel bleibt mit 1.243 Hektar die Gemüseart mit der größten Anbaufläche. Er wuchs auf einem Fünftel der Freilandfläche, wobei eine Anbaueinschränkung gegenüber dem Vorjahr um 85 Hektar bzw. 6 Prozent zu verzeichnen ist. An zweiter Stelle steht die Speisezwiebel mit 1.142 Hektar, deren Anbau weiter ausgedehnt (+ 2 Prozent) wurde.

Kleinere Anbauflächen als im Vorjahr wurden unter anderem für die anbaustarken Gemüsesorten wie grüne Pflückbohnen mit 612 Hektar (- 64 Hektar), Möhren und Karotten mit 608 Hektar (- 32 Hektar) und Frischerbsen mit 492 Hektar (- 44 Hektar) genutzt.

Demgegenüber wurde die Anbaufläche für Salate mit 288 Hektar gegenüber 2007 fast verdoppelt. Neben dem Feldsalat (+ 48 Hektar), der nahezu zwei Drittel der Salatfläche beanspruchte, gewannen in diesem Jahr auch andere Salatsorten wie Eis-, Lollo- und Endiviensalat an Bedeutung.

Der Anbau von Kohlgemüse umfasste 221 Hektar, das waren 14 Hektar bzw. 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Dominierend ist hier der Blumenkohl mit 111 Hektar im Anbau bei einer stetigen Flächenzunahme in den letzten 5 Jahren. Demgegenüber verlor der Anbau von Grünkohl deutlich an Bedeutung, der in diesem Jahr nur noch auf 5 Hektar angebaut wurde (2007: 31 Hektar, 2002: 68 Hektar).

Mit 294 Hektar war die mit Radieschen bestellte Fläche um 18 Hektar größer als im Vorjahr, liegt aber noch unter den Spitzenwerten der Jahre 2000 und 2006 von 337 bzw. 325 Hektar.

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