Sachsen-Anhalt: Bauern erwarten durchschnittliche Getreideernte
Halle (agrar.de) – Nach ersten Einschätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter vom Juni 2008 wird lt. Mitteilung des Statistischen Landesamtes eine Getreideernte von 3,7 Mill. Tonnen erwartet. Diese Erntemenge liegt sowohl über dem Vorjahreswert als auch über dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre. Bei Winterraps wird aufgrund des Flächenrückgangs um mehr als ein Zehntel gegenüber dem Vorjahr die Erntemenge niedriger ausfallen als 2007.
Die Getreideernte (ohne Körnermais) wird, trotz der anhaltenden Trockenheit in Mai und Juni, um mehr als 400 Tausend Tonnen bzw. 13 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Dies resultiert aus der Erweiterung der Anbaufläche (+ 6 Prozent), aber auch aus einem über dem Vorjahr liegenden eingeschätzten Hektarertrag von 64 Dezitonnen (2007 = 59,9 dt/ha). Der Durchschnitt der Jahre 2002-2007 lag bei 63,6 Dezitonnen je Hektar.
Für die einzelnen Getreidearten schätzen die Betriebe gute Durchschnittserträge ein.
Die Brotgetreidearten (Weizen, Roggen) dürften voraussichtlich 2,8 Mill. Tonnen erbringen, das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Hier dominiert weiterhin Winterweizen mit 77 Prozent der Brotgetreidefläche. Bei Winterweizen wird mit 2,3 Mill. Tonnen – infolge Anbauerweiterung und höherem Hektarertrag – eine um fast 7 Prozent über dem Vorjahr liegende Erntemenge erwartet. Der mit 71 Dezitonnen eingeschätzte Hektarertrag liegt leicht über dem sechsjährigen Mittel.
An Futtergetreide wird mit einer Erntemenge von 0,9 Mill. Tonnen gerechnet. Bei ebenfalls größerer Anbaufläche und zu erwarteten höheren Erträge wäre das fast ein Viertel mehr als im Vorjahr.
Für Wintergerste, deren Ernte fast abgeschlossen ist, schätzen die Landwirte den durchschnittlichen Hektarertrag auf 67 Dezitonnen (2007 = 56,9 dt/ha). Der Durchschnitt der Jahre 2002-2007 lag bei 64 Dezitonnen je Hektar.
Der Winterraps bringt nach bisherigen Schätzungen einen Hektarertrag von 34 Dezitonnen (2007 = 31,2 dt/ha) und wird damit unter dem mehrjährigen Mittel von 34,6 Dezitonnen je Hektar liegen.
Da diese Ergebnisse aus ersten vorläufigen Schätzungen berechnet wurden und der weitere Witterungsverlauf (Niederschlagsverteilung, Sonneneinstrahlung) bis zum Einbringen der Ernte keine Berücksichtigung findet, kann die endgültige Erntemenge an Getreide und Raps noch mehr oder minder von diesem Ergebnis abweichen.
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