21. Mai 2008

RLV kritisiert Lebensmittel-Kennzeichnung als zu kompliziert

Themen: Agrarrecht,EU,Lebensmittel,Wirtschaft — info @ 10:05

Bonn (agrar.de) – Konfitüre, Konfitüre extra, Gelee, Gelee extra, Marmelade, Gelee-Marmelade – alles das Gleiche?

Ganz so einfach ist das nicht. Je nach Anteil an Fruchtmark muss laut Konfitürenverordnung auf dem Etikett eine andere Bezeichnung stehen. Während Lebensmittelkonzerne speziell ausgebildetes Fachpersonal beschäftigen, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen, verzweifeln Direktvermarkter mit kleinen Hofläden an der Überreglementierung und müssen hohe Bußgelder zahlen. Der Fachausschusses „Direktvermarktung“ des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) fordert daher, dass bei Bagatelleverstößen nicht sofort ein Bußgeld verhängt wird, sondern zunächst ein Hinweis auf den Verstoß erfolgt.

Bei der Lebensmittelkennzeichnung seien sowohl nationale als auch EU-Vorschriften zu beachten. Viele Direktvermarkter verlieren nach Auffassung des RLV-Fachausschusses den Überblick über die verschiedenen spezifischen Verordnungen. Dabei unterlägen sie den gleichen Vorschriften wie Lebensmittelkonzerne, die ihre Produkte industriell verpacken. Der RLV-Fachausschuss „Direktvermarktung“ fordert die Politik daher auf, die Verordnung zu ergänzen. Landwirtschaftliche Direktvermarktungsbetriebe sollten zunächst auf den Verstoß hingewiesen werden und ihn innerhalb einer Frist beseitigen können.

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