20. Mai 2008

Gemüse immer beliebter

Bonn (agrar.de) – Die Deutschen greifen vermehrt zum Gemüse. So stieg der Pro-Kopf-Verbrauch in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland um ein Fünftel von 80 Kilo auf mehr als 96 Kilo Salat, Kohl & Co., teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Die Anbaufläche wurde bis 2007 bundesweit auf 112.700 Hektar ausgeweitet. Etwa 18 Prozent dieser Fläche liegen in NRW. Auch die nordrhein-westfälischen Gemüsebauern reagierten und dehnten ihre Anbauflächen in den vergangenen fünf Jahren auf ein konstant hohes Niveau von etwa 20.000 Hektar aus. Dieses zeigt eine Auswertung der Ernteberichterstattung 2007 für Gemüse der Landwirtschaftskammer.

Die Erhebung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik ermittelte für NRW eine Gemüseanbaufläche von 20.040 Hektar im Freiland und knapp 250 Hektar in Unterglasanlagen. Im Vergleich zu den zwei Vorjahren ist das ein leichter Anstieg der Fläche von plus 0,5 Prozent. Die Schwerpunkte des Anbaus liegen im Rheinland, das mit fast 13.100 Hektar zwei Drittel der Gemüsefläche in NRW stellt.

Die größte Steigerung hat der Spargel in den vergangenen drei Jahren erreicht. Er steht in der Gunst der Verbraucher weit oben. Somit ist es nicht verwunderlich, dass er mit 3.320 Hektar einen Anteil von 16 Prozent an der gesamten Anbaufläche auf dem Freiland stellt. Gegenüber 2004 wurden mit plus acht Prozent 240 Hektar mehr Spargel in NRW ermittelt. Etwa 70 Prozent des Spargels werden in Westfalen-Lippe produziert, während im Rheinland ein leichter Rückgang der Fläche auf 830 Hektar zu verzeichnen ist.

Mit einer Anbaufläche von 2.045 Hektar rangiert die Produktion von Möhren und Karotten unverändert an zweiter Stelle in der NRW-Gemüseproduktion, gefolgt von knapp 1.600 Hektar Spinat sowie 1.230 Hektar Buschbohnen. Zusammen mit Erbsen stellen diese Hülsenfrüchte einen Anteil von 12,6 Prozent an der Gemüsefläche. Die Kohlproduktion spielt mit mehr als 5.000 Hektar zwar weiterhin eine zentrale Rolle im Gemüsebau, hat jedoch in jüngster Zeit um zwölf Prozent abgenommen und das vor allem beim Blumenkohl, dessen Fläche um 400 Hektar auf knapp 990 Hektar sank.

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