24. April 2008

Girls Day: Frauenpower in der Landwirtschaft

Themen: Arbeitsmarkt,Gartenbau,Verbände — info @ 17:04

Girls werden am liebsten Gärtnerin

Bonn (agrar.de) – Während die eine Hälfte aller weiblichen Lehrlinge sich noch klassisch orientiert und in typische Frauenberufe – Verkäuferin, Frisörin oder Bürokauffrau – einsteigt, wagt die andere Hälfte der Mädchen den Sprung in die technische oder körperlich anstrengende, oft noch von Männern dominierte Berufswelt.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, gehört die Tätigkeit als Gärtnerin mit 17.000 Auszubildenden zu den beliebtesten Berufen in der Agrarwirtschaft. Dabei stützt sich der RLV auf eine Statistik des a.i.d. infodienstes. Wer nicht nur einen grünen Daumen hat, sondern sich auch gerne kreativ mit der Pflanzenwelt beschäftigt, ist in diesem Beruf genau richtig.

Während im Gartenbau moderne Maschinen die Arbeit erleichtern, muss man sich bei der Handarbeit im täglichen Umgang mit den Pflanzen auch schon einmal die Hände schmutzig machen. Eine gute körperliche Konstitution und eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber schlechtem Wetter sind daher von Vorteil. Voraussetzung für die Ausbildung zur Gärtnerin ist mindestens ein Hauptschulabschluss, mit einer Fachhochschulreife legt man sich aber einen Grundstein für ein späteres Studium des Gartenbaus oder des Landespflege.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt im Dualen System, also zum einen Teil erlernt man das Wissen in einem Ausbildungsbetrieb, zum anderen Teil in der Berufsschule. Als Gärtnerin spezialisiert man sich auf eine Fachrichtung: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei, Zierpflanzenbau. In allen Bereichen stehen die Produktion, die Pflege und Verwendung von Pflanzen, die Aufbereitung und Nutzung pflanzlicher Produkte sowie die Ausführung gärtnerischer Arbeit auf dem Lehrplan. Daneben werden Kenntnisse über Umweltschutz, Betriebswirtschaft, Vermarktung und Beratung vermittelt.

Auch andere Beschäftigungen in den so genannten vierzehn „Grünen Berufen“ erfreuen sich großer Beliebtheit. So schaffte es auch der Beruf der Hauswirtschafterin nach Angaben des Statistischen Bundesamtes unter die Top 20 der am stärksten besetzten Ausbildungsberufe 2006.

Doch der Agrarsektor hat noch weitere spannende Tätigkeitsfelder zu bieten:
Der Umgang mit Tieren oder das Arbeiten in und mit der Natur und Pflanzen machen Berufe wie Landwirtin, Fachkraft Agrarservice, Fischwirtin, Forstwirtin, Brennerin, Landwirtschaftliche und Milchwirtschaftliche Laborantin, Molkereifachfrau, Pferdewirtin, Revierjägerin, Tierwirtin und Winzerin zu attraktiven Beschäftigungen.

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