19. März 2008

Mecklenburg-Vorpommern: Arbeitskräfterückgang in der Landwirtschaft verlangsamt

Schwerin (agrar.de) – In den 5.432 Landwirtschaftsbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns waren 2007 insgesamt 21.348 ständige Arbeitskräfte mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt. Nach Angaben des Statistischen Amtes bedeutet das einen Rückgang im Vergleich zu 2005 um 1,4 Prozent; 2005 gegenüber 2003 lag er bei 5,0 Prozent. Weiterhin rückläufig war die Vollbeschäftigung, die von 66,3 auf 63,5 Prozent fiel. Die Anzahl der Saisonarbeitskräfte gegenüber 2005 verringerte sich um 3,1 Prozent auf 6.790 Personen.

Vom weiteren Arbeitskräfterückgang in der Landwirtschaft und im Gartenbau auf nunmehr 21.348 ständig Beschäftigte sind die bäuerlichen Familienbetriebe nicht betroffen. In diesen landwirtschaftlichen Einzelunternehmen waren 6,3 Prozent mehr Beschäftigte tätig als 2005, darunter 6.115 Betriebsinhaber und ihre Familienangehörigen sowie weitere familienfremde Arbeitskräfte. Die Anzahl dieser Betriebe erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 5,5 Prozent auf 3.849.

Die Vollbeschäftigung in den Landwirtschafts- und Gartenbaubetrieben verringerte sich auch 2007 weiterhin, von 66,3 Prozent im Jahr 2005 auf 63,5 Prozent. Im Durchschnitt der neuen Länder lag sie 2005 bei 47,7 Prozent, im früheren Bundesgebiet, deren Landwirtschaft traditionell durch den Familienbetrieb geprägt ist, bei 22,5 Prozent (Angaben für 2007 liegen noch nicht vor.).

Die Anzahl der Saisonarbeitskräfte, die in Mecklenburg-Vorpommern vor allem bei der Ernte von Obst und Gemüse, einschließlich Erdbeeren und Spargel, eingesetzt werden, ging 2007 im Vergleich zu 2005 um 3,1 Prozent auf 6.790 Beschäftigte zurück. Ihr Anteil an den Gesamtbeschäftigten in der Landwirtschaft verringerte sich geringfügig von 24,5 auf 24,1 Prozent.

Der Arbeitskräftebesatz, ein Maß für die Arbeitsleistungen bzw. den betrieblichen Arbeitsaufwand, blieb 2007 bei rund 1,3 Arbeitskräfteeinheiten (AKE) je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Damit ist er erheblich niedriger als im früheren Bundesgebiet (2005: 4,0 AKE) und erreicht auch nicht den Durchschnitt der neuen Länder (2005: 1,8 AKE). Ausschlaggebend dafür sind die großbetrieblichen Strukturen im Nordosten Deutschlands, die schwache Ausprägung arbeitskräfteintensiver Bereiche der Landwirtschaft, wie Zierpflanzen, Wein und Sonderkulturen, besonders aber die wesentlich geringere Intensität der Viehhaltung als in allen anderen (auch neuen) Bundesländern.

Links zum Thema Arbeitsmarkt,
Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.




   (c)1997-2017 @grar.de