06. März 2008

Sachsen-Anhalt: Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien entwickelt sich dynamisch

Themen: Energie,Förderung,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 10:03

Halle (agrar.de) – In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2006 fast 24 Prozent des im Land erzeugten Stromes aus erneuerbaren Energien gewonnen. Die größten Anteile entfielen nach Angaben des Statistischen Landesamtes auf Windstrom mit 66 Prozent und biogene Energieträger mit 30 Prozent.

Während aus Windenergie 1992 lediglich 0,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt wurden, speisten die in Sachsen-Anhalt im Jahr 2006 in Betrieb befindlichen Windenergieanlagen 2.700 Millionen kWh in das Stromnetz ein.

Biomasse, bei deren Nutzung im Jahr 2006 ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von knapp 50 Prozent registriert wurde, war mit fast 1.300 Millionen kWh an der Stromerzeugung beteiligt.

Die Produktion von Strom aus dem traditionellen Energieträger Wasserkraft war mit einem Anteil von 2 Prozent drittwichtigste Quelle erneuerbarer Energien. Die Nutzung der natürlichen Kraft des Wassers sorgte für 68 Millionen kWh Strom.

Die Beiträge von Deponiegas und Photovoltaik für die Stromerzeugung stiegen mit 52 bzw. 19 Millionen kWh gegenüber 2005 stark (+ 28 Prozent) an.

Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt im Jahr 2006 aus erneuerbaren Energieträgern 4.100 Millionen kWh Strom produziert. Das entsprach einem Anteil von 23 Prozent (Deutschland 2006 = 12 Prozent) am Bruttostromverbrauch. Die EU-Vorgabe von 12,5 Prozent bis 2010 wurde mit den erreichten Ergebnissen bereits überschritten.

In der im Jahr 2001 vom Europäischen Parlament und Rat verabschiedeten Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist bis zum Jahr 2010 für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein Anteil von 12,5 Prozent am Bruttostromverbrauch vereinbart worden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland durch Mindestvergütungen für die Einspeisung von Strom aus Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, Deponie- und Klärgas und solarer Strahlungsenergie mithilfe des im Jahre 2004 novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert.

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