04. März 2008

Sachsen-Anhalt: 2007 höhere Weinernte als im Vorjahr

Themen: Anbauflächen,Sachsen-Anhalt,Statistik,Wein — info @ 16:03

Halle (agrar.de) – Die Rebfläche des nördlichsten geschlossenen Qualitätsweinbaugebietes in Deutschland betrug 2007 in Sachsen-Anhalt 610 Hektar. Auf 452 Hektar wurden weiße (2006: 457 Hektar) und auf 158 Hektar wurden rote (2006: 153 Hektar) Rebsorten angebaut.
Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes haben im Jahr 2007 Sachsen-Anhalts Winzer 46 700 Hektoliter Weinmost (+ 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr) geerntet.

Trotz der Witterungsextreme – dazu zählten späte Nachtfröste und ein verregneter Herbst – war die Weinmosternte im Jahr 2007 um fast 3.000 Hektoliter höher ausgefallen als im Spitzenjahr 2006. Der erzielte Durchschnittsertrag von 76,5 Hektoliter je Hektar war der höchste nach 1999 (77,8 Hektoliter je Hektar).

Nach wie vor wurde überwiegend Weißwein (33.000 Hektoliter) erzeugt. Dominierende Rebsorte ist weiterhin der Müller-Thurgau (28 Prozent), gefolgt vom Weißburgunder (16 Prozent), Silvaner (14 Prozent) und Kerner (9 Prozent).
Die Weinmostmenge der roten Rebsorten betrug 13.700 Hektoliter. Das ist mehr als ein Viertel (29 Prozent) der Weinerzeugung insgesamt. In den letzten Jahren ist die Tendenz des steigenden Anteils an Rotwein zu beobachten (1996: 18 Prozent, 2006: 27 Prozent). Die hauptsächlich angebauten Rotweinsorten sind der Dornfelder und Portugieser, gefolgt vom Spätburgunder und Blauen Zweigelt.

Wie in den Vorjahren wurden fast ausschließlich Qualitätsweine erzeugt, wobei 2007 für Qualitätsweine mit Prädikat nur 19 Prozent (2006: 28 Prozent) der Erntemenge geeignet waren. So lagen die durchschnittlichen Mostgewichte, wichtiges Kriterium der Qualität der Weinmosternte, unter dem Vorjahr und betrugen bei den Weißweinrebsorten 82 Grad Oechsle (2006: 86) und bei den Rotweinsorten 77 Grad Oechsle (2006: 84).

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