IVA begrüßt WTO-Position
Frankfurt (agrar.de) – Ein klares Bekenntnis zur modernen Landwirtschaft hat jetzt der Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO), Jaques Diouf, abgegeben.
‚Der Ökolandbau kann einen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers leisten, aber er kann die Ernährung der Weltbevölkerung nicht sicherstellen‘, sagte Diouf. Er reagierte damit auf Medienberichte über eine FAO-Konferenz im Mai. In den Berichten heißt es, der Ökolandbau könne genug Nahrung für die heutige Weltbevölkerung produzieren. ‚Bei dem zitierten Papier handelt es sich nicht um ein Dokument der FAO. Unsere Daten und Modelle widersprechen der darin aufgestellten These‘, erklärte Diouf. ‚Der Ökolandbau lehnt chemische Hilfsmittel ab. Wir brauchen aber Mineraldünger, um die Welt zu ernähren.‘
‚Der Ökolandbau produziert gesunde Lebensmittel und ist eine wachsende Einkommensquelle für viele Landwirte. Aber man kann nicht sechs Milliarden Leute heute und neun Milliarden im Jahr 2050 ernähren ohne Mineraldüngung‘, sagte Diouf.
‚Wir begrüßen die Klarstellung durch die FAO‘, erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar (IVA) ‚Die Preisexplosion bei Agrarrohstoffen zeigt bereits, dass das Angebot der Nachfrage hinterherhinkt.‘ Die moderne Landwirtschaft könne auf der begrenzten Fläche auch eine stark wachsende Bevölkerung versorgen, wenn sie den technischen Fortschritt verantwortungsvoll nütze, so der Verbandschef.
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