14. November 2007

Rasanter Strukturwandel in der Mühlenbranche

Bonn (agrar.de) – Mit der Vermahlung von rund 7,8 Mio. t Brotgetreide sind die Müllereien ein wichtiger Partner der Landwirtschaft. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, werde ein Drittel der Weizenernte und ein Viertel der Roggenernte von Deutschen Mühlen zu Mehl veredelt. Der Umsatz der Mühlen liege bei etwa 1,5 Mrd. Euro, einschließlich der Nebenbetriebe bei 2,2 Mrd. Euro.

Nur 5 Prozent der Mahlerzeugnisse werden nach RLV-Angaben an den privaten Endverbraucher abgesetzt. 90 Prozent des Inlandabsatzes deutscher Mühlen gingen an Backbetriebe, die restlichen 5 Prozent an Stärke- und Teigwarenhersteller. Die Konzentration auf der Abnehmerseite, insbesondere bei der Brotindustrie und im Lebensmitteleinzelhandel, habe die Mühlenbranche in den letzten Jahren unter einen erheblichen Wettbewerbsdruck gesetzt, hebt der RLV hervor.

Die jetzige Struktur der deutschen Mühlenwirtschaft sei das Ergebnis einer jahrzehntelangen Verdrängung. Habe es 1950/51 in Deutschland noch 18.935 Mühlen gegeben, seien es heute noch rund 700 Mühlen, von denen 333 Mühlen mindestens 500 t vermahlen. 61 große Mühlen mit einer Jahresvermahlung von 25.000 t und mehr hätten einen Anteil an der Gesamtvermarktung von 81,3 Prozent. 272 mit einer Jahresvermahlung zwischen 500 und 25.000 t besäßen einen Marktanteil von 14,4 Prozent.

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