26. Juli 2007

Mecklenburg-Vorpommern: Getreideanbau rückläufig, Rapsfläche erweitert

Themen: Anbauflächen,Mecklenburg-Vorp.,Statistik — info @ 12:07

Schwerin (agrar.de) – Die Getreidefläche in Mecklenburg-Vorpommern ist um 4 Prozent und damit abermals zurückgegangen. Wie das Statistische Amt zu den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzung 2007 mitteilt, verringerte sich der Anbau von Getreide zum dritten Mal in Folge auf nunmehr 547.300 Hektar bzw. 51 Prozent des Ackerlandes. Die einzelnen Getreidearten sind davon unterschiedlich betroffen.

Der Rapsanbau hat sich um 5 Prozent weiter ausgedehnt und umfasst zur gegenwärtigen Ernte eine Fläche von 257.200 Hektar, das sind 24 Prozent des Ackerlandes.

Winterweizen als flächenmäßig bedeutendste Feldfrucht und wichtiges Brotgetreide ist in diesem Sommer von 305.500 Hektar zu ernten. Damit ging der Anbau gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent zurück. Roggen, dessen Fläche zur Ernte 2006 auf 50.000 Hektar stark eingeschränkt wurde, vergrößerte sich im Anbau um ein Drittel auf 66.600 Hektar. Um 10 Prozent rückläufig auf 129.300 Hektar ist der Anbau von Wintergerste. Ebenfalls um fast ein Zehntel eingeschränkt wurde der Anbau von Sommergerste, die vorwiegend als Braugerste Verwendung findet. Die nunmehr 10.500 Hektar sind der bisher geringste Anbauumfang, der jemals nachgewiesen wurde.

Ölfrüchte sind in Mecklenburg-Vorpommern zu mehr als 99 Prozent Winterraps. Die Fläche nimmt seit Jahren fast kontinuierlich zu und erreicht 2007 mit insgesamt 257.600 Hektar, darunter allein 255.800 Hektar Winterraps, im Landesdurchschnitt bereits knapp ein Viertel des Ackerlandes.

Hülsenfrüchte, wichtiger Eiweißlieferant für die Tierernährung, sind im Anbau gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel auf 6.800 Hektar beträchtlich reduziert worden.

Die Kartoffelfläche verringerte sich um 11 Prozent auf bisher noch nicht erreichte 14.800 Hektar und nimmt damit nur noch 1,4 Prozent des Ackerlandes ein.

Zuckerrüben erfuhren erstmals seit Jahren eine Ausdehnung des Anbaus, gegenüber 2006 um 15 Prozent auf 24.200 Hektar.

Der Anbau von Feldfutter hat offensichtlich aus energetischen Gründen beträchtlich zugenommen. Allein Silomais muss in diesem Jahr von rund 100.000 Hektar geerntet werden, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Umfang brachliegenden Ackerlandes verringerte sich um 16 Prozent auf unter 70.000 Hektar.

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