02. Juli 2007

Mecklenburg-Vorpommern: Landwirtschaftlicher Grundstücksmarkt 2006:

Themen: Agrarstruktur,Mecklenburg-Vorp.,Statistik — info @ 10:07

Weniger Kauffälle, aber größere Flächen als im Vorjahr

Schwerin (agrar.de) – Im Jahr 2006 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 1.846 landwirtschaftliche Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar veräußert. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes ging die Anzahl der Kauffälle gegenüber 2005 zwar leicht um 3,4 Prozent zurück, aber der durchschnittliche Kaufwert je Hektar lag mit 4.618 Euro über dem Niveau des Vorjahres (4.306 Euro). Im Landesmittel wechselten je Veräußerungsfall 9,71 Hektar den Besitzer (Vorjahr: 9,00 Hektar).

Nach Landkreisen reicht die Spanne von 6.772 Euro je Hektar in Nordwestmecklenburg bis 2.997 Euro je Hektar in Parchim. Im begünstigten Verkauf ehemals volkseigener Landwirtschaftsflächen wurden in 167 Fällen zusammen 8.316 Hektar privatisiert.

Der Verkauf landwirtschaftlicher Grundstücke zum Verkehrswert erfolgte 2006 im Gesamtvolumen von 18.387 Hektar für zusammen 86,7 Millionen Euro. Allein auf Veräußerungsfälle ohne Gebäude und ohne Inventar entfielen dabei in 1.846 Veräußerungsfällen 17.919 Hektar für zusammen 82,8 Millionen Euro. Der durchschnittliche Kaufwert erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 4.618 Euro je Hektar, die Größe der verkauften Fläche um 8 Prozent auf im Mittel 9,71 Hektar.

Die regionalen Unterschiede in der Höhe des Kaufwertes nahmen wieder zu, nachdem sie sich in den vorangegangenen Jahren deutlich verringert hatten. So wurden in Bad Doberan 2006 mit durchschnittlich 5.999 Euro 22 Prozent mehr gezahlt als 2005, in Mecklenburg-Strelitz und Nordvorpommern jeweils 19 Prozent mehr. In den Landkreisen Ostvorpommern, Parchim und Uecker-Randow hingegen war der Kaufwert der 2006 veräußerten Grundstücke deutlich niedriger als der Kaufwert der Grundstücke, die 2005 den Besitzer wechselten.

Der preisbegünstigte Verkauf ehemals volkseigener Landwirtschaftsflächen nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) bewegte sich 2006 bei einem durchschnittlichen Kaufwert von 2.659 Euro je Hektar auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Abstand zum früheren Bundesgebiet hinsichtlich Flächengröße und Kaufwert ist nach wie vor beträchtlich: 2005, aktuelle Angaben liegen noch nicht vor, wurden in Westdeutschland je Kauffall im Durchschnitt 1,6 Hektar für 15.825 Euro je Hektar veräußert, in Ostdeutschland 4,9 Hektar für 3.964 Euro je Hektar. Die höchsten Kaufwerte wurden mit 25.869 Euro je Hektar in Nordrhein-Westfalen, die niedrigsten mit 2.585 Euro in Brandenburg registriert.

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