14. Februar 2007

Nordrhein-Westfalen: Neue Imker braucht das Land

Themen: Arbeitsmarkt,Bienen,Nordrhein-Westfalen — info @ 14:02

Münster (agrar.de) – Vielen Imkervereinen mangelt es an Nachwuchs. In zahlreichen Dörfern und Gemeinden gibt es keine Bienenhaltung mehr. Dieses düstere Bild zeichnete der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen, als er den 16. Apisticus-Tag am 10. Februar in Münster eröffnete. Etwa 1.100 Imker und Bienenkundler aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland trafen sich am Wochenende in Münster zu dieser Tagung. Schwerpunkte der Veranstaltung waren unter anderem die Vermarktung von Honigprodukten und Absatzmärkte.

Wie der Präsident weiter berichtete, überaltern die Imkervereine. ‚Ein Drittel der westfälisch-lippischen Imker ist älter als 70 Jahre. Das sind mehr als 2 000 Menschen‘, sagte Frizen. Sie würden in den nächsten Jahren die Bienenhaltung aus Altergründen aufgeben. Es fehle junger Nachwuchs. Im vergangenen Jahr hätten sich lediglich 290 Neuimker beim Landesverband angemeldet. Wenn es nicht gelinge, diesen negativen Trend zu stoppen, werde es bald einen Einbruch in der Imkerschaft geben. Frizen: ‚Dies wird Folgen für die Erträge in der Landwirtschaft und im Obstbau haben.‘ Es könnten nicht einerseits nachwachsende Rohstoffe gefördert und der Rapsanbau gesteigert werden, wenn andererseits nicht ausreichend Bestäuber vorhanden wären. Die Bienenhaltung nehme hierbei eine zentrale Stellung ein.

Die Landwirtschaftskammer betreibt seit Jahren Nachwuchswerbung für die Imker. Neben Schulungs- und Informationsangeboten in Schulen, Volkshochschulen, auf Imkertagen oder Umweltmärkten und Messen können Schnupperkurse, Besichtigungen auf Bienenständen Interesse wecken. Daneben haben Bienenexperten der Kammer den neuen Internetauftritt installiert, der vor allem junge Menschen und künftige Imker ansprechen soll.

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