10. Januar 2007

Schleswig-Holstein: Rinderbestände weiter rückläufig

Bestandsaufstockung bei Schweinen verlangsamt

Kiel (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der Viehbestandserhebung wurden am 3. November 2006 in den landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins 1,15 Mio. Rinder und 1,50 Mio. Schweine gehalten.

Wie das Statistikamt Nord mitteilt, nahm damit der Gesamtbestand der Rinder gegenüber November 2005 um drei Prozent oder 33.000 Tiere ab und setzte den langjährigen Bestandsabbau verstärkt fort. Bei den Schweinen hingegen verlangsamte sich die Bestandsaufstockung der zurückliegenden drei Jahre mit einem Zuwachs von lediglich einem Prozent.

Der Rückgang der Zahl der Betriebe, die Rinder halten, setzte sich fort (minus vier Prozent). Mit Ausnahmen im Bereich der Schlachtrinder war die Reduzierung der Bestände durchgehend. Der Milchkuhbestand, der fast 30 Prozent des gesamten Rinderbestandes ausmacht, lag mit 335.000 Tieren nochmals um vier Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Kälberbestand wurde in Jahresfrist ebenfalls um vier Prozent reduziert. Auch bei Jungrindern (bis zu einem Jahr) sowie bei den überwiegend zur Bestandsergänzung gehaltenen Zucht- und Nutzfärsen ab einem Jahr war im gleichen Zeitraum ein Bestandsrückgang von drei Prozent zu verzeichnen. Die Ammen- und Mutterkuhhaltung blieb mit 41.000 Kühen bei rückläufigen Halterzahlen (minus acht Prozent) unverändert.

Lediglich bei den Schlachtrindern insgesamt (Bullen, Ochsen, Schlachtfärsen und Schlachtkühe ab einem Jahr) kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Bestandsausweitung von zwei Prozent oder 3.000 Tieren.

Der Gesamtbestand an Schweinen wurde im Vergleich zur Vorjahreserhebung nochmals um 11.000 Tiere aufgestockt, während die Zahl der Betriebe nach wie vor rückläufig war (minus ein Prozent). Bei den Jung- und Mastschweinen wurde dabei in den vergangenen zwölf Monaten ein Bestandszuwachs von zwei Prozent verzeichnet – damit lag ihre Zahl erstmals seit 20 Jahren über der Marke von einer Million. Auch die Zuchtsauenbestände erhöhten sich gegenüber November 2005 um zwei Prozent auf 124.000 Tiere, wobei die Zahl der Zuchtbetriebe weiterhin rückläufig war (minus zwei Prozent). Die Zahl der Ferkel verringerte sich im gleichen Zeitraum um 14.000 Tiere oder vier Prozent.

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