24. Juli 2006

Nordrhein-Westfalen: Landwirtschaftliche Bodennutzung im Wandel

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 11:07

Düsseldorf (agrar.de). Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Nordrhein-Westfalen war im Frühjahr 2006 mit 1,503 Millionen Hektar um 1,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor (Mai 2005: 1,524 Millionen Hektar. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand erster Ergebnisse der repräsentativen Zählung vom 3. Mai 2006 mitteilt, fiel die Flächenreduzierung beim Ackerland mit -0,5 Prozent niedriger aus als beim Dauergrünland (-3,3 Prozent). Die Anbauflächen für Getreide haben seit dem letzten Jahr um 0,4 Prozent zugelegt. Während sich der Anteil für Weizenanbau mit 277.000 Hektar kaum verändert hat, ist beim Anbau von Wintergerste ein Zuwachs um 12,0 Prozent gegenüber 2005 auf 170.600 Hektar zu verzeichnen. Die Anbaufläche für Triticale nahm um 11,4 Prozent auf 53.100 Hektar ab.

Aufgrund von agrarpolitischen Vorgaben ist der Anbau von Zuckerrüben landesweit um 11,1 Prozent zurückgegangen. Stabile Kartoffelpreise in der Haupterntezeit des Vorjahres waren mit ein Grund dafür, dass im rheinischen Landesteil (Reg.-Bez. Düsseldorf und Köln) der Anbau von Kartoffeln um 7,4 Prozent auf über 22.000 Hektar angestiegen ist. Die Anbauflächen für Gemüse sind in NRW gegenüber 2005 um fast 1.000 Hektar geschrumpft, wobei der Rückgang im rheinischen Landesteil (-1,0 Prozent) niedriger ausfiel als in Westfalen (7,9 Prozent).

Zugenommen hat dagegen der Rapsanbau und – trotz sinkender Rinderbestände – auch der Anbau von Silomais. Dies sind Reaktionen auf die steigenden Nachfragen nach Raps als Rohstoff für die Produktion von Biodiesel und Mais für den Einsatz in Biogasanlagen.

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