Herbstbestellung in Mecklenburg-Vorpommern: Weniger Getreide, aber mehr Raps als 2004
Schwerin (agrar.de) – Für die Feldarbeiten recht günstige Witterungsbedingungen ermöglichten den Landwirten eine zügige Herbstaussaat. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes wurde zur Ernte im Sommer 2006 weniger Wintergetreide, aber mehr Winterraps als im Vorjahr gedrillt. Bei Wintergetreide verringerte sich die Anbaufläche um 2 Prozent auf 542.800 Hektar, während sie bei Winterraps eine Ausdehnung um 2 Prozent auf 235.000 Hektar erfuhr. Unterschiedlich ist allerdings die Anbauentwicklung bei den einzelnen Getreidearten.
Winterweizen wurde auf 331.600 Hektar ausgedrillt. Das sind 5 Prozent weniger als zur Ernte 2005. Damit ist der Weizenanbau erstmals wieder seit fünf Jahren rückläufig.
Der Anbau von Roggen entspricht mit 52.600 Hektar dem Niveau des Vorjahres (52.800 Hektar). Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die Fläche jedoch halbiert.
Bei Wintergerste ist eine Ausdehnung des Anbaus gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf nunmehr 134.100 Hektar zu verzeichnen.
Triticale erfuhr 2002 mit mehr als 45.000 Hektar ihren bisher größten Anbauumfang. Seitdem war ein fast kontinuierlicher Flächenrückgang zu verzeichnen, der sich gegenüber 2005 (- 23 Prozent auf 24.500 Hektar) deutlich verstärkt hat.
Winterraps bedeckt seit Jahren rund ein Fünftel des Ackerlandes von Mecklenburg-Vorpommern. 2005 waren es mit 230.200 Hektar sogar 21,3 Prozent. Im Frühherbst 2005 wurde er auf 235.000 Hektar gedrillt, das waren 2 Prozent mehr als im Jahr 2004.
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