20. März 2004

Landwirte unterstützen gezielten Hochwasserschutz

Themen: Archiv — info @ 12:03

DBV zum Weltwassertag

Berlin (agrar.de) – Für die Landwirtschaft ist Hochwasserschutz von vitaler Bedeutung. Nur zu gut sind das Jahrhunderthochwasser an der Elbe 2002 und die Folgen in Erinnerung. Dadurch wird die Notwendigkeit eines vorausschauenden Hochwasserschutzes verdeutlicht. Deshalb unterstützen die Landwirte alle Maßnahmen, die dem Ziel konsequenten Hochwasserschutzes wirklich dienen, erklärt der Deutsche Bauernverband (DBV) zum Weltwassertag am 22. März 2004, der in diesem Jahr unter dem Motto ‚Wasser und Naturkatastrophen‘ steht.

Zentrales Anliegen des DBV ist es, die ständig weiter steigende Versiegelung der Landwirtschaft zurückzudrängen. Der DBV stützt nachdrücklich die Forderung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, diesen Flächenverbrauch von rund 120 Hektar je Tag auf 30 Hektar zurückzuführen. Als wirksamste Maßnahme wird angesehen, eindeutig festzulegen, dass für jeden Quadratmeter an Wohn-, Gewerbe-, Straßen- und Verkehrsflächen, der in Deutschland künftig versiegelt wird, ein Quadratmeter zu entsiegeln ist. Wirksamer Hochwasserschutz setzt voraus, dass Versickerungsflächen erhalten bleiben. In einer schrumpfenden Gesellschaft mit riesigen brachliegenden Industrie- und Gewerbeflächen muss es vorrangige Aufgabe sein, das weitere Zubetonieren von Landschaften zu verhindern, fordert der DBV, der sich darin mit Wissenschaft und Umweltorganisationen einig ist.

Völlig unverständlich ist, wenn in einer solchen Situation Flächen für den Hochwasserschutz zu Naturschutzzwecken umgewidmet werden sollen. Es ist zudem nicht nur angesichts der Haushaltslage von Bund und Ländern unverständlich, dass bestehende und mit immensen Investitionen errichtete Deiche jetzt zurückgebaut oder zurückverlegt werden sollen, anstatt sie zu pflegen und zu erhalten. Denn die Wissenschaft ist sich einig, dass eine Rückverlegung von Deichen nicht geeignet ist, Hochwasserspitzen effizient aufzufangen. Dies gelingt dagegen mit gesondert angelegten Hochwasserschutz-Poldern.

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