23. Dezember 2003

Herbstaussaat in Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Wintergetreide und Winterraps

Themen: Archiv — info @ 10:12

Schwerin (agrar.de) – Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes vergrößerte sich die Anbaufläche von Wintergetreide zur Ernte 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent auf etwa 556.400 Hektar. Der Anteil am Ackerland bleibt bei über 50 Prozent. Erneut rückläufig ist der Anbau von Triticale (- 9 Prozent). Erstmals seit drei Jahren wurde wieder mehr Roggen gedrillt (+ 6 Prozent). Fast gleich geblieben ist der Wintergerstenanbau.

Die bestellte Winterrapsfläche hat sich gegenüber der Vorjahresaussaat um etwa 4 Prozent vergrößert, während diese sich ein Jahr zuvor um 6 Prozent verringerte. Der Flächenanteil des Rapses am Ackerland beträgt aber weiterhin gut ein Fünftel (Herbstaussaat 2003: 228.400 Hektar).

Die Aussaatbedingungen der Winterungen waren in diesem Jahr weniger problematisch als im Herbst 2002. Die Fläche für Wintergetreide insgesamt vergrößerte sich um über 7.000 Hektar.

Bei Winterweizen wurde eine Anbaufläche von zirka 339.100 Hektar ermittelt. Dies entspricht einer Zunahme um 2 Prozent gegenüber dem Aussaatjahr 2002. Die Ausdehnung der Winterweizenfläche war allerdings nicht so groß wie im vorangegangenen Jahr (+ 4 Prozent). Hierfür sind auch phytosanitäre Überlegungen anzuführen. So standen im Jahr 2003 etwa 16 Prozent des Winterweizens in der Fruchtfolge nach Winterweizen, was als weniger günstig zu beurteilen ist.

Der Anbau der Wintergerste entsprach mit 124.200 Hektar weitgehend dem Vorjahresniveau (Erntejahr 2003: 123.800 Hektar).

Nach mehrjährigem Rückgang wurde die Winterroggenfläche wieder etwas ausgedehnt. Erfolgte der Roggenanbau im vergangenen Jahr noch auf 54.837 Hektar, so drillten die Landwirte in diesem Herbst fast 58.100 Hektar. Das ist jedoch nur etwa die Hälfte der Fläche, die im Jahr 2001 mit Winterroggen bestellt wurde. Für diese Entwicklung sind vor allem ökonomische Rahmenbedingungen anzuführen.

Bei Triticale setzte sich der Anbaurückgang des Vorjahres fort. Im Herbst 2003 wurden fast 35.000 Hektar mit dieser Getreideart bestellt. Das sind etwa 3.500 Hektar weniger als 2002.

Während es im vergangenen Jahr zu einer Verringerung der Winterrapsfläche kam, wurde 2003 ein Anbauzuwachs auf 228.400 Hektar ermittelt (+ 4 Prozent). Damit erfolgt der Winterrapsanbau im vierten Jahr in Folge auf einer Fläche von über 200.000 Hektar. Mecklenburg-Vorpommern dürfte damit weiterhin der bedeutendste Winterrapsproduzent in Deutschland bleiben. Dass nicht noch mehr Winterraps gedrillt wurde, ist vor allem mit pflanzenbaulichen und phytosanitären Notwendigkeiten zu begründen. Eine zu hohe Konzentration des Winterrapses in der Fruchtfolge kann ein vermehrtes Auftreten von Krankheiten und Schädlingen fördern.

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