22. Dezember 2003

Erfolgreiche Zuckerrübenernte in Niedersachsen

Themen: Archiv — info @ 12:12

Hannover (agrar.de) – Die Zuckerrübenerträge in Niedersachsen brachten 2003 eine positive Überraschung. Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik mitteilt, wurde mit durchschnittlich 58,4 t Rüben pro Hektar ein neues Spitzenergebnis erreicht. Auch die Qualität und der Zuckergehalt erfreuten. Einige Rübenfabriken müssen unplanmäßig ihre Verarbeitungskampagne für Frischware über die Weihnachtsfeiertage verlängern. Gegenüber dem durchschnittlichen Hektarertrag von 1997-2002 legten die Zuckerrüben um 7,5 Prozent zu. Die Getreideerträge (incl. Körnermais) lagen hingegen 7,2 Prozent unter den langjährigen Hektarerträgen, die Kartoffeln 14,4 Prozent, das Grünland 24 Prozent.

In Niedersachsen befinden sich 25 Prozent der deutschen Zuckerrübenflächen. Im Gegensatz zu den süddeutschen Anbauern konnten die Landwirte hier ihre Rüben im Frühjahr rechtzeitig säen. Zum Beginn der Sommertrockenheit waren sie schon so groß und tief eingewurzelt, dass sie auf guten Böden die Trockenheit unbeschadet überstanden. Nach der Trockenheit bescherten optimale Wachstumsbedingungen Ende August/September traumhafte Zuwächse an den Rübenkörpern.

Allerdings haben die niedersächsischen Anbauer auf schlechteren Böden der Trockenheit auch nicht tatenlos zugesehen. Auf den weniger fruchtbaren Sandböden der Heide wurde durch fleißige Beregnung erfolgreich gegen die Trockenheit angekämpft. Durch die hohe Beregnungsintensität für diese Frucht sind keine der sonst für Trockenjahre typischen Ertragsdellen aus den nordwestlichen Sandbodengebieten zu verzeichnen.

Die Rübenanbauer selbst haben wenig von ihrer guten Ernte, da sie die Übermengen nur sehr schlecht bezahlt bekommen. Sie müssen sogar nächstes Jahr mit einer Einschränkung ihrer Anbauflächen rechnen, bis die Überschüsse wieder abgebaut sind.

Nähere Informationen stehen in der ‚Erntestatistik online des Landesamt für Statistik bereit.

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