04. Dezember 2003

Forschungsvorhaben soll Bienenvölker vor Schädlingsbefall schützen

Themen: Archiv,Bienen — info @ 15:12

Bonn (agrar.de) – Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), Alexander Müller, übergab heute in Bonn die Zuwendungsbescheide für ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben an die Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht e.V., an das hessische Dienstleistungszentrum für Landwirtschaft, Gartenbau und Naturschutz und an das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen-Neuendorf e.V. Hier werden in den nächsten 36 Monaten Forschungen am Problem des Varroamilbenbefalls bei Bienen durchgeführt. Das Vorhaben wird vom Bundesverbraucherministerium mit rund 870.000 Euro bezuschusst.

‚Bienen sind unverzichtbar für unsere Ernährung und unsere Umwelt. Ohne Bienen gäbe es praktisch kein Obst, weniger Gemüse und natürlich keinen Honig. Auch die Vielfalt unserer Pflanzenwelt wäre ohne Bienen gefährdet. Deshalb ist uns der Schutz der Bienen und der Imkerei ein großes Anliegen‘, so Müller.

Im vergangenen Winter seien rund 30 Prozent der Bienenvölker den Folgen des Befalls mit der Milbe Varroa destructor zum Opfer gefallen. Die Zucht einer varroatoleranten Biene könne helfen, künftig derartige Verluste zu vermeiden und gleichzeitig auf den verbraucherpolitisch unerwünschten Einsatz von Arzneimitteln zu verzichten. Bisherige Versuche versprächen durchaus Erfolge dieser Problemlösung.

Während des dreijährigen Projektes sollen verschiedene wissenschaftliche Methoden angewandt werden. Dabei geht es insbesondere um die Selektionsmerkmale ‚Bruthygiene‘ und ‚Vergleich der Befallsentwicklung‘. Nach einjähriger Routineprüfung werden die Völker mit besonders positiven Eigenschaften an isoliert gelegenen Orten unbehandelt beobachtet. Vor allem eventuell auftretende Sekundärinfektionen sollen kontrolliert werden. Viruserkrankungen durch Varroabefall werden serologisch und mit Hilfe molekularbiologischer Methoden untersucht.

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