01. Dezember 2003

Mecklenburg-Vorpommern: Größere Futterfläche, doch meist geringere Erträge

Themen: Archiv — info @ 12:12

Schwerin (agrar.de) – Nach Angaben des Statistischen Landesamtes vergrößerte sich seit 1998 erstmals wieder die Futterfläche (ohne Dauerwiesen und Mähweiden). Gegenüber dem Jahr 2002 nahm diese um 3 Prozent auf 85.600 Hektar zu.

Der Ertrag im Grasanbau verringerte sich fast um ein Viertel auf 57,3 Dezitonnen pro Hektar. Ein Ertragsanstieg im Vergleich zum Vorjahr war nur bei den Futtererbsen zu verzeichnen. Dieser erhöhte sich um etwa 9 Prozent auf 27,8 Dezitonnen pro Hektar. Werden die Erträge dem mehrjährigen Mittel gegenübergestellt, so ergibt sich für alle Futterpflanzen ein reduzierter Ertrag.

Vor allem längere Trockenperioden im Jahr 2003 führten dazu, dass bei den Futter- und Eiweißpflanzen nur unterdurchschnittliche Erträge erreicht wurden. In Teilen von Mecklenburg-Vorpommern konnte der zweite Schnitt einiger Futterpflanzen nicht erfolgen. Beim Silomais traten zum Teil Dürreschäden auf.

Silomais wurde im Jahr 2003 auf 66.700 Hektar angebaut. Die Silomaisfläche nahm somit gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent zu, im Vergleich zum 6-jährigen Durchschnitt reduzierte sie sich aber um 8 Prozent. Der Durchschnittsertrag belief sich auf 315,2 Dezitonnen pro Hektar. Das ist etwa ein Fünftel weniger als 2002. Daraus resultierend lag die Erntemenge mit 2,1 Millionen Tonnen um nahezu 12 Prozent unter dem Ergebnis des vorangegangenen Jahres.

Weiterhin rückläufig ist der Feldgrasanbau. Wurden 2002 noch 14.062 Hektar angebaut, so waren es in diesem Jahr 13.200 Hektar, was einem Minus von mehr als 6 Prozent entspricht. Bezogen auf das mehrjährige Mittel sind es sogar 30 Prozent. Die Trockenheit verursachte sehr niedrige Erträge beim Feldgras. Im Vergleich zu 2002 verringerte sich der Ertrag von 81,3 auf 57,3 Dezitonnen pro Hektar (in Heuwert berechnet).

Ertragseinbußen waren beim Anbau von Klee, Kleegras und Klee-Luzerne-Gemisch (- 12 Prozent) und beim Luzerneanbau (- 21 Prozent) zu verzeichnen. Allerdings spielt der Anbau von Luzerne mit etwa 300 Hektar eine untergeordnete Rolle (- 35 Prozent zum Jahr 2002).

Während sich die Mähweidenflächen um 3 Prozent auf 151.100 Hektar ausdehnten, reduzierten sich die Flächen mit Dauerwiesen um 12 Prozent auf 59.900 Hektar. Von Dauerwiesen und Mähweiden wurden etwa 1,2 Millionen Tonnen Raufutter geerntet, ebenfalls in Heuwert angegeben (2002: 1,4 Millionen Tonnen). Der Rückgang ist auf die niedrigen Erträge von 56,1 bzw. 58,2 Dezitonnen pro Hektar bei Dauerwiesen und Mähweiden zurückzuführen.

Bei den Eiweißfutterpflanzen gab es nach der Anbaureduzierung des Vorjahres einen Anstieg um 5 Pro-zent. Dieser betraf die Futtererbsen mit fast 6 Prozent auf 12.100 Hektar. Der Ertrag dieser Hülsenfrucht stieg von 25,6 auf fast 27,8 Dezitonnen pro Hektar. Dagegen sank der Ackerbohnenertrag auf unter 30 Dezitonnen pro Hektar (-12 Prozent zu 2002). Der Anbau von Lupinen erhöhte sich um 44 Prozent auf 8.800 Hektar. Der Ertrag belief sich dieses Jahr auf 10,0 Dezitonnen pro Hektar (2002: 17,4 Dezitonnen pro Hektar).

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