07. August 2003

Rentenbank: Lebhafte Nachfrage nach Förderkrediten im ersten Halbjahr 2003

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 11:08

Neugeschäft bei Sonderkrediten und allgemeinen Förderkrediten wächst um 21,1 Prozent bzw. 29,6 Prozent; Zinsüberschuss und Betriebsergebnis über Vorjahr

Frankfurt (agrar.de) – Die Geschäftsentwicklung der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt war im 1. Halbjahr 2003 durch eine insgesamt sehr lebhafte Nachfrage nach Förderkrediten und eine Verbesserung der Ertragssituation gekennzeichnet. Wie die Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum in einem ersten Rückblick mitteilt, konnten sowohl das Zusagevolumen der Sonderkredite für spezielle Verwendungszwecke und besondere Hilfsmaßnahmen als auch die Neuzusagen allgemeiner Förderkredite für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum weiter gesteigert werden. Einschließlich der sonstigen Programmkredite und der Prolongationen übertraf das Neugeschäft dieser Förderkredite mit 4,7 Mrd Euro (3,9) das Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes um 19,7 Prozent. Auf allgemeine Förderkredite entfielen davon 2,4 Mrd Euro (1,9), auf Sonderkredite 914 Mio Euro (755). Auf Grund des lebhaften Neugeschäftes wuchs der Bestand mittel- und langfristiger Kredite in der Bilanz um 8,6 Prozent auf 30,4 Mrd Euro (28,0).

Ende Juni 2003 belief sich die Bilanzsumme auf 77,2 Mrd Euro (69,2) und lag damit 11,6 Prozent über dem Mitte des Vorjahres erreichten Niveau. Entsprechend der besonderen Geschäftsstruktur der Bank bilden die Forderungen an Kreditinstitute den größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz. Diese Position wuchs im ersten Halbjahr um 13,3 Prozent auf 58,6 Mrd Euro (51,7). Mit 16,8 Mrd Euro (15,6) valutierte der Wertpapierbestand Ende Juni um 7,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresstand. Der Rückgang des Neugeschäftes verbriefter Refinanzierungen von 2,1 Mrd Euro in den ersten sechs Monaten des Vorjahres auf 1,5 Mrd Euro im ersten Halbjahr 2003 verlangsamte die Wachstumsdynamik dieser Bilanzposition.

Wie die Bank weiter informiert, erhöhten sich die verbrieften Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz bis Ende Juni 2003 im Vergleich zum Bestand am Ende des 1. Halbjahres 2002 um 3,6 Mrd Euro auf 43,0 Mrd Euro (39,4). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten valutierten Ende Juni mit 26,8 Mrd Euro (22,6). Zur Finanzierung ihres Aktivgeschäftes nahm die Bank bis Ende Juni 6,1 Mrd Euro (5,3) mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel neu auf, darunter 4,5 Mrd Euro (3,6) im Rahmen des Euro-Medium-Term-Note-Programmes (EMTN). Insgesamt erreichten die neu aufgenommenen Fremdmittel 17,3 Mrd Euro (13,1). Auf das Euro-Commercial-Paper-Programm (ECP) entfielen 10,0 Mrd Euro (7,6). Die eigenen Mittel (einschließlich nachrangiger Verbindlichkeiten) wurden am 30.6.2003 mit 2,2 Mrd Euro (2,1) ausgewiesen.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnten sowohl der Zinsüberschuss als auch das Betriebsergebnis gesteigert werden. Der Zins- und Provisionsüberschuss erreichte 95,2 Mio Euro (92,1) und lag damit um 3,4 Prozent über dem Niveau des 1. Halbjahres 2002. Mit 78,4 Mio Euro (74,8) übertraf das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertungsergebnis das in der ersten Hälfte 2002 erreichte Niveau um 4,8 Prozent. Der Vorstand erwartet, dass sich die positive Ertragsentwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen wird.

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