25. Juli 2003

Klarstellung der Landwirtschaftlichen Rentenbank zur Dürrehilfe

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 11:07

Was Sache der Rentenbank und was Sache der Hausbank ist

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank (LR) hat auf Anfrage des Deutschen Bauernverbandes (DBV) versichert, dass sie keine Darlehensanträge aus Gründen der Besicherung durch den Endkreditnehmer, der Kundenbonität oder dem Fehlen weitgehender Nachweise ablehnt. Vielmehr werde jeder Darlehensantrag, den die Hausbanken bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank einreichen, umgehend zugesagt, soweit die Programmbedingungen wie Antragsberechtigung und Verwendungszweck eingehalten werden.

Im Zusammenhang mit dem Liquiditätshilfeprogramm für Dürre geschädigte Landwirte hat die Landwirtschaftliche Rentenbank an ihre Bedingungen für eine Darlehensgewährung erinnert:

Die Darlehen werden grundsätzlich im sogenannten Hausbankenverfahren ausgereicht, d.h. die Hausbank haftet gegenüber der LR beim Ausfall des Endkreditnehmers. Aufgrund dieser Haftungsverhältnisse macht die LR den Hausbanken grundsätzlich keine Vorgaben bezüglich der Absicherung der Darlehen durch den Endkreditnehmer oder der Bonitätseinstufung des Endkunden.

Im Zuge der Darlehensgewährung nimmt die LR keine Bewertung der Sicherheiten vor und auch die Kundenbonität wird nicht von der LR z. B. durch die Vorlage von Jahresabschlüssen beurteilt. Im Rahmen des Liquiditätshilfeprogramms für Dürre geschädigte Landwirte erfolgt auch der Nachweis der Dürreschäden durch den Landwirt ausschließlich gegenüber der Hausbank und ist seitens der LR an keine formalen Voraussetzungen gebunden.

Das Sonderkreditangebot ist an das ‚Junglandwirteprogramm‘ angegliedert und gewährt unabhängig vom Alter allen Dürre geschädigten landwirtschaftlichen Unternehmern zinsgünstige Kredite bis zu maximal 500.000 Euro. Voraussetzung für einen Kredit, der ab sofort bis spätestens 31. Dezember 2003 beantragt werden kann, sind über 30 Prozent dürrebedingte Ertragsausfälle. Die Laufzeit der Darlehen mit einem Nominalzinssatz von z. Zt. drei Prozent beträgt vier Jahre mit wahlweise einem Tilgungsjahr. Die Sonderkredite dürfen neben anderen öffentlichen Förderkrediten eingesetzt werden. Zinszuschüsse aus öffentlichen Mitteln können beantragt werden.

Kreditanträge sind formlos an die Hausbank zu richten. Programm und Konditionen sind unter Fax-Abruf 069-2107-510 oder 511 erhältlich. Unter der Service-Nummer Tel.: 069-2107-700 werden Fragen beantwortet.

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