23. Juli 2003

Rheinland-Pfalz: Dürreschäden noch nicht absehbar

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 09:07

Mainz (agrar.de) – Die Getreideernte im Land ist noch im Gange, die endgültigen amtlichen Ergebnisse werden erst in einigen Wochen vorliegen. Auf Grund der regional sehr unterschiedlichen Witterungsbedingungen und der sehr unterschiedlichen Bodenverhältnisse lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Beurteilung über das tatsächliche Ausmaß von Trockenschäden im Ackerbau ziehen. Das hat Jörg Wagner, Sprecher des rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministeriums, mitgeteilt.

Eine erste Bewertung zeige aber, dass Rheinland-Pfalz längst nicht so stark betroffen sei, wie Gebiete im Osten und im Süden der Republik. Aber auch innerhalb des Landes zeigten die ersten Vorschätzungen ein sehr unterschied­liches Bild je nach Kulturart und Region. Unterm Strich sei der Süden stärker von der Trockenheit berührt als der Norden.

Deswegen sei es auch viel zu früh, über mögliche Hilfen für Bauern zu diskutieren. Die Landwirtschaft habe ihre Werkstatt unter freiem Himmel und müsse naturgemäß mit anderen Risiken rechnen, als andere Zweige in der Wirtschaft, so der Sprecher. Wagner erinnerte an das Sonderkreditprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank für dürregeschädigte Betriebe mit Darlehen zu drei Prozent Nominalzins. (unsere Meldung)

Sollte sich herausstellen, dass auch Rheinland-Pfalz in besonderem Maße geschädigt sei, werde die vorzeitige Auszahlung von Geldern geprüft, um Liquiditätsengpässe in den Betrieben zu überwinden. Dazu kämen beispiels­weise das Förderprogramm Umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL), Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete oder bestimmte Programme der EU-Marktordnung in Frage.

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