21. März 2003

VLN begrüßt Kurswechsel bei BVVG-Landvergabe

Themen: Archiv — info @ 14:03

Beierfeld (agrar.de) – Der sächsische Verband der Landwirte im Nebenberuf (VLN) begrüßt den geplanten Kurswechsel bei der Bodenvergabe durch die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG).

‚Das ist ein erster Schritt, um bäuerliche Familienbetriebe zu stärken‘, sagte VLN-Chef Matthias Schreier. Nach einem Bericht der ‚Märkischen Allgemeinen‘ plant die Bundesregierung, die Vergabepraxis der BVVG zu ändern, damit auch Kleinbetriebe zum Zuge kommen. Laut der Zeitung bestätigte dies der parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Gerald Thalheim. Vor allem Betriebe des ökologischen Landbaus könnten davon profitieren.

Bislang wurden die über zwölf Jahre abgeschlossenen Pachtverträge üblicherweise um weitere sechs Jahre verlängert, wenn der Pächter dies wünschte. Und die Pächter waren zumeist große LPG-Nachfolgeunternehmen. Nun wird laut Thalheim darüber nachgedacht, bei Betrieben mit guter Flächenausstattung nur einen Teil der Verträge zu verlängern und den Rest öffentlich auszuschreiben. Den Zuschlag solle der Betrieb erhalten, der das meiste Geld zahle. Darum komme man aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht herum, berichtet die ‚Märkische Allgemeine‘. Bei gleichwertigen Angeboten gebe das bessere Betriebskonzept den Ausschlag – und da in erster Linie die arbeitsintensive Produktion. Ökobetriebe dürften davon profitieren.

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