03. März 2003

Dosch: Nur stabile Erzeugerpreise sichern die Agrarwende

Themen: Archiv — info @ 16:03

Bad Boll (agrar.de) – ‚Niedrige Erzeugerpreise gefährden die Existenz bäuerlicher Biobetriebe, die weitere Entwicklung des Ökologischen Landbaus und damit die angestrebte Agrarwende in Deutschland‘, erklärte laut Biofach-Newslatter der Bioland-Bundesvorsitzender Thomas Dosch anlässlich des Bioland-Bauerntages in Bad Boll.

Mit 4.400 Mitgliedsbetrieben stellt Bioland die größte Vereinigung ökologisch wirtschaftender Betriebe in Deutschland dar. Als ‚katastrophal‘ stelle sich die Entwicklung der Erzeugerpreise dar. In Abhängigkeit von niedrigsten Erzeugerpreisen für konventionelle Produkte gerieten auch die Preise für Bio-Produkte ins Rutschen.

Bei Milch und Rindfleisch sind Rückgänge der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr um etwa 9 Prozent bzw. um 6 Prozent zu verzeichnen. Auch bei Speisegetreide sank der Preis um etwa 7 Prozent. Unter den gegebenen Bedingungen sei zum Teil nicht mehr kostendeckend zu produzieren. Dies führt nach Ansicht von Bioland mittelfristig unweigerlich zu einem Höfesterben in den Regionen. Oder zu einer Rückumstellung auf konventionellen Landbau.

Vom Handel fordert Dosch, Lebensmittel mit qualitativen und regionalen Argumenten zu bewerben, statt immer nur auf die Billigschiene zu setzen.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Thema Bio-Verbände.




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